Adresse: Dircksenstr. 40, Berlin
Stichworte gemütlich hijo de puta lecker mitte nett schinken spanien spanisch tapas tourists wein wunder-vitrinchen
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Eat_Berlin (16.07.2008)
Ich war gestern im Atame. Richtig fesselnd war es nicht.
Es war wohl von Anfang an ein Fehler, aus der Karte zu bestellen (wir saßen wg. rauchender Begleitung draußen vor der Tür, wo recht urban alle 5 Minuten die S-Bahn vorbeiholpert), statt allerlei Leckereien aus der Vitrine, die ich aber leiderleider erst später bei einem Ausflug nach drinnen entdeckte.
Wir hatten aus der Tageskarte “Datteln mit Mandeln und Speck umwickelt” sowie von der regulären Karte die gegrillten (fritierten) Sardellen mit Aioli, Spinat mit Rosinen und Pinienkernen und Papas Bravas gewählt.
Die “Datteln” hatten wir schnatternderweise und damit unaufmerksam bis auf eine einzige inhaliert -- erst dann fiel uns auf, daß wir statt der Datteln Pflaumen bekommen hatten, von Mandeln war ebenfalls nichts zu sehen.
Das letzte Beweisstück wurde trotz dieser späten Erkenntnis flugs verspeist, so daß die Bedienung, die wir auf den Fehler aufmerksam machten, sich nur entschuldigen konnte und uns daraufhin Datteln anbot -- ob diese aufs Haus gegangen wären war nicht auszumachen, und da wir eigentlich genug von Steinobst und Schweinespeck hatten, beließen wir es dabei.
Es gab schließlich noch eine ordentliche Portion frittierter Fischchen zu vernaschen, die ok waren, aber “nothing to write home about.” Der Spinat hatte guten Biß, hätte aber durchaus mehr Würze wie Salz, Pfeffer oder - ganz verrückt - Knoblauch vertragen können. Rosinen gabs zum Glück nicht viele, Pinienkerne dürfen übrigens gerne geröstet werden, dann schmecken sie tausendfach besser…
Die Papas Bravas waren allerdings eine Katastrophe. Die sollen scharf sein, knusprig, verwegen. Deswegen heißen sie bravas.
Die ob ihrer Lage eher traurig wirkenden Kartoffelwürfel waren mit Aioli zugekletscht sowie einer geschmacksarmen, der Farbe nach allerdings wohl irgendwie tomatigen Sauce. Och nö.
Dabei waren in der Vitrine wirklich tolle Sachen zu sehen: Shrimp mit hauchdünnen Zucchinistreifen umwickelt, Octopus-Spießchen, allerlei Käsegeschichten…
Ich habe ganz offensichtlich das falsche bestellt (?). Schade.
Stichworte tapas, s-bahnkrach, wunder-vitrinchen
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Labude (07.04.2008)
Ich habe vor einigen Jahren einmal eine Ferienwohnung in Istrien gemietet. Im Internet fanden sich die üblichen Anpreisungen: 50 m zum Meer, absolut ruhig gelegen, großer Garten, moderne Ausstattung, hübscher Ort mit wenig Touristenrummel. Hm, ja. Das Internet ist geduldig und Ex-Jugoslawische Völker bestehen sowieso ausschließlich aus Lügnern und Betrügern, die, wenn sie nicht gerade Zigarettenautomaten knacken, miserable Autos bauen oder fetttriefende Cevapcici als „internationale Küche“ feilbieten. Es war also völlig gerechtfertigt, von den Anpreisungen die Hälfte zu streichen. Überraschungen sind bei dieser Einstellung eigentlich ausgeschlossen.
Nun, fast.
Der Garten entpuppte sich als Park mit Olivenplantage. Das Grundstück grenzte tatsächlich an die Küste. Der Ort war zauberhaft-verschlafen, verfügte aber über einen Supermarkt, wo man beim zweiten Besuch anschreiben lassen konnte und ein kleines Restaurant mit köstlichen gegrillten Scampi. Die Wohnung gehörte einem unfassbar liebenswerten alten Ehepaar, das uns jeden Morgen eine Schüssel mit Feigen, Orangen oder Tomaten auf die Natursteinveranda stellte und uns zu gegrilltem Fisch und selbst gebranntem Pflaumenschnaps einlud.
Ähnlich könnte es Ihnen, lieber Leser, ergehen, wenn Sie zum ersten Mal das Atame besuchen. Wenn Sie im Stadtführer lesen, dass es sich um eine Tapas-Bar mit leicht überdurchschnittlichen Preisen in Rufweite des Hackeschen Marktes handelt, ist es gerecht, eine Touristenfalle zu erwarten. Ich will Ihnen die Enttäuschung ersparen. Das Atame ist keine Touristenfalle. Die meisten Touristen meiden das Lokal nach einem kurzen Blick auf die Speisekarte (9 Tapas aus der Vitrine 18,90 €, 0,25 l offener Rioja 6,30 €). Wer trotzdem hineingeht, und das möchte ich sehr empfehlen, findet sich in einem angenehm unprätentiösen Ambiente mit holzgetäfelten Wänden und Filmplakaten von (sie haben es geahnt) Almodóvar. Die Bedienung ist freundlich, kompetent, oft schön und echt spanisch. Ich hatte „freundlich“ und „spanisch“ bis dahin für ziemlich unvereinbar gehalten. Das hat mich aber nie weiter gestört. Freundlichkeit halte ich ohnehin für überbewertet. Wirklich, es ist nicht ausgeschlossen, dass ich auch wiederkommen würde, wenn Rosa, Ana, Lucrecia oder wie immer die Servicekräfte heißen mögen, mich mit einem herzlichen „Y? Que quieres, hijo de puta?“ begrüßt hätten. Denn die Tapas sind zum niederknien. Fulminante Auswahl, vorbildliche Frische und erstklassige Qualität. Und letztlich sind die Preise doch relativ. Ehrlich, mit 40 km/h zuviel in der Baustelle geblitzt werden ist wesentlich teurer als ein schöner kulinarischer Abend zu zweit im Atame.
Stichworte mitte, tapas, lucrecia, hijo de puta
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Átame (10.11.2007)
Stichworte wein, essen, gemütlich, mitte, tapas, berlin, spanisch, käse, schinken
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Prebster (23.10.2007)
Stichworte tapas, for, tourists
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Rallllle (29.09.2007)
Stichworte mitte, tapas, spanisch
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jesse (14.07.2007)
Stichworte nett, mitte, spanier, tapas
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querbeet (20.03.2007)
Stichworte lecker, spanien, wein, restaurant, ambiente, freundlich, tapas, spanisch
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wonderwoman (14.01.2007)
Stichworte spanien, mitte, tapas, rotwein
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