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Kompliment Eat_Berlin (16.07.2008) 3

Ich war gestern im Atame. Richtig fesselnd war es nicht.

Es war wohl von Anfang an ein Fehler, aus der Karte zu bestellen (wir saßen wg. rauchender Begleitung draußen vor der Tür, wo recht urban alle 5 Minuten die S-Bahn vorbeiholpert), statt allerlei Leckereien aus der Vitrine, die ich aber leiderleider erst später bei einem Ausflug nach drinnen entdeckte.

Wir hatten aus der Tageskarte “Datteln mit Mandeln und Speck umwickelt” sowie von der regulären Karte die gegrillten (fritierten) Sardellen mit Aioli, Spinat mit Rosinen und Pinienkernen und Papas Bravas gewählt.

Die “Datteln” hatten wir schnatternderweise und damit unaufmerksam bis auf eine einzige inhaliert -- erst dann fiel uns auf, daß wir statt der Datteln Pflaumen bekommen hatten, von Mandeln war ebenfalls nichts zu sehen.

Das letzte Beweisstück wurde trotz dieser späten Erkenntnis flugs verspeist, so daß die Bedienung, die wir auf den Fehler aufmerksam machten, sich nur entschuldigen konnte und uns daraufhin Datteln anbot -- ob diese aufs Haus gegangen wären war nicht auszumachen, und da wir eigentlich genug von Steinobst und Schweinespeck hatten, beließen wir es dabei.

Es gab schließlich noch eine ordentliche Portion frittierter Fischchen zu vernaschen, die ok waren, aber “nothing to write home about.” Der Spinat hatte guten Biß, hätte aber durchaus mehr Würze wie Salz, Pfeffer oder - ganz verrückt - Knoblauch vertragen können. Rosinen gabs zum Glück nicht viele, Pinienkerne dürfen übrigens gerne geröstet werden, dann schmecken sie tausendfach besser…

Die Papas Bravas waren allerdings eine Katastrophe. Die sollen scharf sein, knusprig, verwegen. Deswegen heißen sie bravas.
Die ob ihrer Lage eher traurig wirkenden Kartoffelwürfel waren mit Aioli zugekletscht sowie einer geschmacksarmen, der Farbe nach allerdings wohl irgendwie tomatigen Sauce. Och nö.

Dabei waren in der Vitrine wirklich tolle Sachen zu sehen: Shrimp mit hauchdünnen Zucchinistreifen umwickelt, Octopus-Spießchen, allerlei Käsegeschichten…

Ich habe ganz offensichtlich das falsche bestellt (?). Schade.

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Qype Advanced Insider 1961
Benutzerfoto: Labude

Labude

Kompliment Labude (07.04.2008) 5

Ich habe vor einigen Jahren einmal eine Ferienwohnung in Istrien gemietet. Im Internet fanden sich die üblichen Anpreisungen: 50 m zum Meer, absolut ruhig gelegen, großer Garten, moderne Ausstattung, hübscher Ort mit wenig Touristenrummel. Hm, ja. Das Internet ist geduldig und Ex-Jugoslawische Völker bestehen sowieso ausschließlich aus Lügnern und Betrügern, die, wenn sie nicht gerade Zigarettenautomaten knacken, miserable Autos bauen oder fetttriefende Cevapcici als „internationale Küche“ feilbieten. Es war also völlig gerechtfertigt, von den Anpreisungen die Hälfte zu streichen. Überraschungen sind bei dieser Einstellung eigentlich ausgeschlossen.

Nun, fast.

Der Garten entpuppte sich als Park mit Olivenplantage. Das Grundstück grenzte tatsächlich an die Küste. Der Ort war zauberhaft-verschlafen, verfügte aber über einen Supermarkt, wo man beim zweiten Besuch anschreiben lassen konnte und ein kleines Restaurant mit köstlichen gegrillten Scampi. Die Wohnung gehörte einem unfassbar liebenswerten alten Ehepaar, das uns jeden Morgen eine Schüssel mit Feigen, Orangen oder Tomaten auf die Natursteinveranda stellte und uns zu gegrilltem Fisch und selbst gebranntem Pflaumenschnaps einlud.

Ähnlich könnte es Ihnen, lieber Leser, ergehen, wenn Sie zum ersten Mal das Atame besuchen. Wenn Sie im Stadtführer lesen, dass es sich um eine Tapas-Bar mit leicht überdurchschnittlichen Preisen in Rufweite des Hackeschen Marktes handelt, ist es gerecht, eine Touristenfalle zu erwarten. Ich will Ihnen die Enttäuschung ersparen. Das Atame ist keine Touristenfalle. Die meisten Touristen meiden das Lokal nach einem kurzen Blick auf die Speisekarte (9 Tapas aus der Vitrine 18,90 €, 0,25 l offener Rioja 6,30 €). Wer trotzdem hineingeht, und das möchte ich sehr empfehlen, findet sich in einem angenehm unprätentiösen Ambiente mit holzgetäfelten Wänden und Filmplakaten von (sie haben es geahnt) Almodóvar. Die Bedienung ist freundlich, kompetent, oft schön und echt spanisch. Ich hatte „freundlich“ und „spanisch“ bis dahin für ziemlich unvereinbar gehalten. Das hat mich aber nie weiter gestört. Freundlichkeit halte ich ohnehin für überbewertet. Wirklich, es ist nicht ausgeschlossen, dass ich auch wiederkommen würde, wenn Rosa, Ana, Lucrecia oder wie immer die Servicekräfte heißen mögen, mich mit einem herzlichen „Y? Que quieres, hijo de puta?“ begrüßt hätten. Denn die Tapas sind zum niederknien. Fulminante Auswahl, vorbildliche Frische und erstklassige Qualität. Und letztlich sind die Preise doch relativ. Ehrlich, mit 40 km/h zuviel in der Baustelle geblitzt werden ist wesentlich teurer als ein schöner kulinarischer Abend zu zweit im Atame.

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Qype Insider 341
Benutzerfoto: Átame

Átame

Kompliment Átame (10.11.2007) 4

Ich gebe zu, dass ich den Hackeschen Markt mag. Ich wandere gern herum und sehe mir die Hackeschen Höfe an, lasse mich im bunten Touri-Trubel treiben, schlendere - sofern geöffnet - über den Markt, inspiziere das Kinoprogramm und trinke einen Kaffee bei den Coffeemamas. Aber wenn dann der Magen knurrt, dann überkommt mich regelmäßig schlechte Laune. Denn die Restaurants in erster Reihe sind mir entweder zu teuer oder zu schlecht. Doch es gibt ein Happyend. Ich habe das Atame entdeckt!

Das Ambiente entzückt mich immer wieder. So stelle ich mir ein Tapas-Restaurant vor: klein und kuschelig, rustikal (im positiven Sinne) und vor allem lecker. Wer spontan vorbeischaut, muss gelegentlich etwas Geduld haben, denn das Atame ist gut besucht. Dafür sind die warmen und kalten Tapas gut und für Mitte sogar günstig. Montag bis Freitag gibt es von 12 bis 15 Uhr auch ein Tagesmenü: Vorspeise, Hauptgericht und ein Getränk für 8,90 Euro. Die angebotenen Weine sind ganz ordentlich, am Service hatte ich bisher nichts auszusetzen.

Ich mag das Atame ... natürlich auch wegen des Namens. Der stammt übrigens aus der Welt der bewegten Bilder. Es ist der Titel von Pedro Almodovars gleichnamigem Film aus dem Jahr 1990, auf deutsch heißen Film und Bar "Fessle mich". Ich sage: aber gern!

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Kompliment Prebster (23.10.2007) 4

Actually; we found this place using Qype!

We were standing in the middle of Unter den Linden and wanted to find a good tapas-restaurant, not some tourist crap. As it happened; I had heard about Qype and we found an internet-connected pc in a car dealership.. Typed in our requirement ("tapas" and our location "unter den linden"); found Atame. All-in all: very good tapas dishes. Wonderful olives. Sehr gut!

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Qype Insider 661
Benutzerfoto: Rallllle

Rallllle

Kompliment Rallllle (29.09.2007) 2

Bin zweimal dagewesen, hat mich beides Male nicht überzeugt, ist einfach nicht mein Geschmack. Service und Ambiente okay. Der Laden ist meistens voll, irgendwas muss ja dran sein...

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Qype Insider 779
Benutzerfoto: jesse

jesse

Kompliment jesse (14.07.2007) 3

Mit Mitte-Restaurants habe ich bisher selten gute Erfahrungen gemacht. Das Atame ist aber echt nett. Die Tapas schmecken gut bis köstlich und sind recht preiswert, der Wein ist wirklich super, aber leider, leider so unspanisch teuer! Für 0,25 weißen Rioja bezahlt man locker EUR 5,20 (was sich zwar lohnt, denn es war der beste Rioja weiß, den ich je hatte) – und das war einer der günstigen! Meiner Meinung nach sollte es immer einen Hauswein geben für „jedermann“, sodass man nicht überlegen muss, ob man doch zum Bier greift – wenn man eine Wahl hat, fällt es einem doch leichter sich für „das bessere“ zu entscheiden, finde ich. Aber egal, ich fand es trotzdem gut und am Ende war’s nicht viel teurer als würde man im Westen essen.

Noch ein paar Worte zur Lokalität: Das Atame hinterließ bei mir einen dunkelbraunen Eindruck, ein sehr hübsches Detail ist allerdings die „durchsichtige Wand“ im hinteren Teil des Ladens. Sie besteht aus einem gefüllten Weinregal. Dahinter gibt es eine Scheibe, die den Blick zum Treppenhaus freigibt, das wiederum eine Glaswand zum Hof besitzt. Auch ansonsten sind Weinregale im Raum verteilt, Bodega-Charakter entstand für mich aber trotzdem nicht. Dafür war es irgendwie zu geleckt und geruchlos – was nicht negativ gemeint ist.

Draußen kann man auf dem Gehsteig genau gegenüber der S-Bahn-Trasse gen Hackescher Markt sitzen, sehr begehrte Plätze anscheinend, denn jeder wollte dorthin, mir ist das im Allgemeinen nicht so angenehm, denn es gehen naturgemäß ständig Horden von Leuten vorbei und eben leise isses auch nicht… muss man mögen – oder eben nicht.

Ach ja – ganz Mitte-untypisch: Das Personal ist sehr nett, schaut und lächelt auch wenn’s keine Bestellung aufnehmen muss. Schön!

Alles in allem würde ich das Atame empfehlen, so richtig ins Schwärmen kann ich aber nicht geraten. Woran das liegt, kann ich nicht sagen, vielleicht findet es einer von euch raus!? viel Spaß dabei!

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Qype Advanced Insider 4924
Benutzerfoto: querbeet

querbeet

Kompliment querbeet (20.03.2007) 5

Das Átame ist eine der Besten Tapas Bars die ich (in Deutschland!) kenne. Die Tapas sind super - egal welche man auswählt! Wein gibt es auch ganz viel und sehr feinen noch dazu.

Ich fand die Bedienungen alle sehr freundlich, außerdem habe ich nur "Original-Spanier" kennen gelernt dort - die Bestellung auf Spanisch ist jedenfalls gar kein Problem!

Die Atmosphäre im Átame passt auch. Man fühlt sich wie in einer spanischen Bar, sehr gelungen!

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Kompliment wonderwoman (14.01.2007) 5

Sehr leckerer Spanier in Mitte. Die Tapas sind hervorragend. Auf jeden Fall zu probieren: die Piemntos de Padron, kleine, manchmal scharfe Paprikaschoten - für den Fall, dass man eine scharfe erwischt: viel Brot essen. Die Chorizos, die Boquerones fritos und die Patatas bravas gehören ebenfalls auf die Empfehlungsliste. Und nicht vergessen die kalten Tapas in der Vitrine am Tresen. Aufstehen, schauen, aussuchen, bestellen und schlemmen. Ok, danach muss man 'ne Runde Extra-Sport machen, denn kalorienarm ist das Ganze gerade nicht, aber lohnt sich auf jeden Fall.

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