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Top Empfehlung:

Bernsteinbar

Bernstorffstraße 103, 22767 Hamburg

Beliebte Bar zwischen St.Pauli und der Schanze. Kundenzitat: "Die Atmosphäre ist entspannt, und an den Plattentellern (ja, dort ist noch Vinyl angesagt!) wirken immer wieder extrem fähige Funk-, Soul- und HipHop-DJs."

Kompliment hotzenplotz (26.04.2008) 4

Als Junge habe ich um die Ecke meine Lehre angefangen.
Gegenüber dem Museum für Hamburgische Geschichte, am Holstenwall, in einem allerhöchstens mittelmäßigen Hotel.
Bauernfrühstück wurde dort serviert, Strammer Max, Rundstück warm und Karpfen blau.

In der Freistunde, der Zeit zwischen Mittag- und Abendservice trieb ich mich in den Sommermonaten in den Wallanlagen herum, machte vielleicht ein Nickerchen im Gras, schaute den Enten zu oder spielte eine Partie Minigolf.
Ungefähr dreimal in der Woche schickte mich mein cholerischer Küchenchef auf den Kiez, Alkohol kaufen.

Er trank wohl ungefähr einen Liter Vodka jeden Tag, immer irgendwo im Office gut versteckt. Alle wussten es, so etwas kann man auf lange Sicht nur schlecht geheim halten.
Wenn der Stoff alle war, musste ich rüber ins Lehmitz auf der Reeperbahn, um 1980 herum noch eine Spelunke für arme Schlucker.

Der Tresen ist schlangenförmig durch den ganzen Raum gebaut, um möglichst vielen Bedürftigen gleichzeitig Platz zu bieten. Hier muss man nicht ohne direkte Anbindung an die Bar saufen, selbst wenn hundert wilde Kerle im Raum wären.

Das war damals allerdings eher nicht der Fall, bedingt wahrscheinlich durch meine überwiegend nachmittäglichen Besuche. Die überwiegend männlichen Gäste waren kurz vor oder hinter dem Sitzen auf Parkbänken und unter Brücken. Schrott.

Immer schnell rein, halben Moskovskaja bestellt, bezahlt - und nix wie weg.
Ich habe nie verstanden, warum ein kranker Mann, der um seine Medizin weiß und hauptberuflich - mehr schlecht als recht zwar – aber immerhin über Jahre Vorräte anlegt, nicht in der Lage war, sein persönliches Lieblingsgift jederzeit in ausreichender Menge parat zu haben.

Ab und an war ich hier mal wieder, nachdem die Klientel punkiger und später auch mal schicker wurde. Inzwischen soll es sogar After-Work-Clubs gegeben haben.
Solche Lokale werden ja manchmal mit der Zeit vorzeigbar und man führt gern auswärtigen Besuch auf Gruselunterricht in die Nähe der Hölle.
Am letzten Donnerstag war außer einer kleinen Fraktion mir bekannter Menschen nur ein einziger Gast dort, ich kann über die Entwicklung des Publikumsgeschmacks also nicht berichten. Aber dieser eine, der war wie früher.

Erst hat er längere Zeit ohne Worte neben mir gestanden, so als könnte er nicht sprechen.
Er war angeschlagen und jedes Schlitzohr in der Nähe hätte ihm das Fell über die Ohren ziehen können.
Glück für ihn, dass er in gute Gesellschaft taumelte.

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Qype Advanced Insider 1659
Benutzerfoto: maralay

maralay

Kompliment maralay (14.04.2008) 5

Letzte Woche habe ich beim Frühstück gelesen, dass das Lehmitz geschlossen werden soll. Angebliche Neubauten sind geplant, die Betreiber weisen diese Gerüchte zwar noch von sich, aber mein Morgenkaffee schmeckte mir nur noch halb so gut. Im Lehmitz habe ich die coolsten Männer kennengelernt und die Nacht zum Tag gemacht oder den Tag zur Nacht… ;-) Das Bier fließt hier in Strömen, die Musik hallt laut aus den Boxen, die Leute sind hier locker drauf… man kann eine Institution wie das Lehmitz doch nicht einfach so abreißen! Hoffe, dass es nur Gerüchte sind und das Lehmitz ein Teil von der Reeperbahn bleibt.

Nachtrag: So wie es aussieht, wird das Lehmitz nicht geschlossen und es kann somit weiterhin fast rund um die Uhr gefeiert werden! ;-)

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altona93

Kompliment altona93 (11.03.2008) 5

Eigentlich HASSE ich Rock, Punk und so. Ist eben nicht meine Musik.

Aber vor ein paar Wochen war ich im Lehmitz, und muss sagen: WOW!

Ohne irgendeine Erwartung/Vorahnung ging es vom Sudhaus gegenüber ins Lehmitz, wo uns zufällig gerade eine Band aus Hamburg Namens DRAT (www.drat-music.com) mit einem Konzert empfing.

Der Sänger und der Bassist auf dem Tresen, Drummer und Gitarre hinten in der Ecke in Richtung Klo.

Die Jungs haben tierisch Lärm gemacht, den Laden echt gerockt.

Dazu das total entspannte Publikum, ein Jack Daniels mit Cola.

SO kann auch ich noch ein Freund der härteren Musik werden, die nicht am Notebook erzeugt und vorgetragen wird.

Besonders gefallen hat mir, wie scheissegal es war, wie man aussieht oder wer man ist.

Während ein paar Meter weiter die Teenies in der langen Schlange zum Neidklub (glaube ich) froren, geht man ins Lehmitz einfach rein und hat Spaß.

Kann ich nur empfehlen!!!

Ach ja: und Rauchverbot sei Dank: man bekommt jetzt durchaus auch Luft…

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PJebsen

Kompliment PJebsen (30.10.2007) 4

Towermän beschreibt das Lehmitz sehr treffend! Ich kann nicht sagen, dass es heutzutage meine Stammkneipe ist, aber mich verbinden prägende nostalgische Erinnerungen mit der Kaschemme – ist sie doch einst indirekt mit meinem Umzug von Köln nach Hamburg verbunden gewesen.

Ich hatte damals einen beruflichen Termin in Hamburg mit anschließender Party im Café Keese, für den nächsten Tag hatte ich ein Vorstellungsgespräch für einen neuen freien Job vereinbart.

Der letzte Haufen Unentwegter wurde bei der Keese-Party gegen drei Uhr morgens aus dem Laden geworfen, woraufhin wir im Lehmitz weitertranken. Ich erinnere mich dunkel u. a. an Tequila braun-weiß für ’ne Mark oder so und irgendeine ekelhaft süße rote Plörre (mit Wodka, glaube ich).

Draußen wurde es hell; und ich war vernünftig genug, mich gegen acht Uhr morgens für eine gute Stunde Schlaf ins ohnehin von meinen Gastgebern bezahlte Interconti zurückzuziehen. Ungemein erfrischt trat ich dann um elf zur Job-Verabredung an und reiste danach sofort zurück nach Köln, weil ich dort am Nachmittag einen weiteren wichtigen Termin hatte. Ca. zwei Wochen später fing ich in Hamburg an.

Noch heute denke ich gern an diesen extrem effektiv genutzten Abend/Tag mit Lehmitz-Intermezzo zurück. Und habe mir vorgenommen, meine Erinnerungen dort so bald wie möglich aufzufrischen …

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Benutzerfoto: Idefix

Idefix

Kompliment Idefix (30.10.2007) 2

Wers mag, kommt wieder. Meine Frage: Was macht man eigentlich, wenn das Rauchverbot kommt, mit einem Laden, in dem stehender Rauch im Gemisch mit Alkoholdünsten und anderem schlimmeren zur Atemluft definiert worden ist? Lange her ist es, dass mich mal jemand hier hinein schleppte, weil die Atmosphäre so toll sei. Fand ich nicht. Saufen und Rauchen und gegen Lärm anschreien um irgendetwas zu hören, ist und war nie mein Ding.

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Towermän

Kompliment Towermän (30.10.2007) 4

Was ist das? Es ist laut, es stinkt, es ist verraucht, es ist 365 Tage im Jahr offen - und ich meine tatsächlich (fast) immer sperr-angel weit offen und jeder darf rein?

Michellé die Stadtbekannte? Nee, aber nur knapp daneben.

Richtig wäre, - genau: das Lehmitz. Noch vor dem Clouchard die vermutlich abgeschmackteste Kneipe auf dem Kiez. Gäbe es ein Gastronomie-Pendant zu "Gute Zeiten, schlechten Zeiten". Das Lehmitz wäre der ideale Anwärter darauf - nur, eben, ohne die guten Zeiten.

Hier ist eigentlich alles billig: die Getränke, die Einrichtung, der Sound. Ich beginne die Kieztour obligatorisch hier mit einer Runde Tequila und einigen Astras (für einen Hanseaten natürlich Ehrensache). Die Theke (U-Form) ist niedrig, so kommt der Hund auch besser rauf um dort mal ein Nickerchen zu machen. Pech gehabt wer gerade da sein Bier parken will. Im hinteren Eck gibt´s auf ca. 0,00732m2 eine opulente Bühne wo hochherrschaftlich abgerockt wird. (Der Mirkogalgen wird übrigens klassisch vom Tresen "geflogen"; sprich herübergehängt).

Die Toilettenfrage ist schnell erklärt: immer der Nase nach.
Das Procédere auch: schnell rein, nix berühren, kurz an der Büx genestelt und schnell wieder raus.

Das Publikum hatte sich zwischenzeitlich leider etwas gewandelt. Neben den kaputten Bierleichen, gescheiterten Existenzen und Lebenskünstlern avancierte das Lehmitz zwischenzeitlich auch mal zum In-Ding bei besserverdienenden Damen gehobener Mittelschicht, die sich zum "After-Work-Club" hier trafen und sich ganz geil fanden am schäbigen Umfeld des Heroin-Looks teilhaben zu können.

Ich hab nochmal zwei Bilder aus 2001 rausgekramt. Einer unvergessenen Sauftour bei der wir auch "Mütze" den Günter Jauch Überraschungsgewinner aus "Wer wird Millionär" trafen. War ein lustiger Abend.

Also, als Ausgangspunkt für eine ausgiebige Kieztour unbedingt zu empfehlen. Kann man übrigens auch auf der Rückrunde gerne noch ein zweites Mal passieren. Hier ist das Publikum die Show.

Und wer auf der Suche nach einer typische Aussie-Bar ist: vergesst die ganzen Down-Under-Restaurants in der Stadt, mit Ihrer schnieken Deko, den Känguruhschildern dem Krokodilfleisch und dem ganzen Mist. Das ist alles Mumpitz. So sieht kein Australisches Restaurant aus. Geht ins Lehmitz und Ihr wisst wie eine echte Aussie-Outback-Bar aussieht !!!

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Benutzerfoto: rp68

rp68

Kompliment rp68 (23.10.2007) 5

Das Lehmitz ist der ideale Starter für eine ausgedehnte Kiez-Tour.
Legger Astra oder Holsten aus der Knolle, laute, rockige Live-Musik...Klasse!!!

TIP: wenn die Lehmitz House-Band spielt (Dr. Ella)...nicht verpassen!!!

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Benutzerfoto: HoeflP

HoeflP

Kompliment HoeflP (17.01.2007) 4

Das Lehmitz ist IMHO eine originale Kiez-Kneipe. Bei meinem 5-monatigen Hamburg Aufenthalt habe ich diese Kneipe einige Male aufgesucht und es war immer wieder der Hammer. Besonders die Live-Band am Samstag hat mir sehr gefallen. Auf der Bar gerockt und den Besuchern kräftig eingeheizt. Das Lehmitz ist eine Kneipe mit billigem Bier, billigem Schnaps, billiger Einrichtung und genau das macht es so charmant. Wie man sich den Kiez halt vorstellt.

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Beliebte Stichworte: kiez, kneipe, laut, live-musik, reeperbahn

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