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DIALOG IM DUNKELN
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Samstag, Sonntag 11-19 Uhr
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CASINO FOR COMMUNICATION
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DIALOGCAFÉ / SHOP
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Adresse: Hanauer Landstr. 145, 60314 Frankfurt am Main
Tel: +49 69 904321-0
Website: www.dialogmuseum.de/
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Website Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten anzeigen
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Kompliment smjo (23.06.2008) •••••
Nach so einem ausführlichen Beitrag von Rini05 kann ich gar nichts mehr hinzufügen und stimme voll zu!!!
Ein sehr tolles Erlebnis die Welt im Dunklen zu erkunden! Sehr sehr interessant!
Absolut empfehlenswert!
Stichworte blindheit, dialog im dunkeln
Kommentare (0) Bedenklicher Inhalt?Kompliment Rini05 (23.06.2008) •••••
Recht spontan war ich gestern mit ein paar Freunden im Dialogmuseum in Frankfurt.
Praktisch ist, dass die Strassenbahn der Linie 11 direkt vor dem Museum hält - und zwar an der Haltestelle Osthafenplatz. Von aussen erkennt man das Museum auch direkt. Wenige Meter davor befindet sich übrigens das Restaurant des Museums, genannt Taste of Darkness.
Der Eingangsbereich ist schön hell und freundlich gestaltet und am Empfang saßen zwei Damen. Wir mussten kurz warten, da noch ein Pärchen vor uns dran war, aber dann waren auch wir an der Reihe. Wir nannten unseren Namen, auf den wir reserviert hatten und zahlten dann.
Da das Museum sehr gut besucht ist und jede Führung nur mit maximal acht Personen startet, muss man per Telefon vorher einen Termin ausmachen. Erwachsene zahlen dann 12,- Euro, Studenten, Kinder und Behinderte nur 8,- Euro wenn man einen Nachweis vorlegen kann.
Die Dame war etwas durcheinander, da wir wohl am Telefon nicht erwähnt hatten, dass wir den ermässigten Preis haben wollten und verlangte so zunächst den normalen Preis. Hier also der Hinweis: ermässigte Personen vorher anmelden! Ansonsten gab es aber keine Probleme.
Die Dame am Empfang sagte uns dann noch, dass wir Taschen und Jacken einschliessen sollten. Ein paar Schliessfächer befinden sich links von der Anmeldung. Ebenfalls kann man auch kostenlos seine Jacken abgeben. Wir haben unsere Taschen einfach gegen 1,- Euro Pfand in ein Schliessfach geschlossen. Direkt gegenüber befinden sich auch Toiletten.
Von der Eingangshalle aus geht es dann ein paar Schritte hoch in den Warteraum. Für Behinderte gibt es hier sogar einen kleinen Aufzug.
Der Wartebereich ist sehr hell, da es viele Fenster gibt. Es gibt hier zwei runde Sitzgruppen, in denen man Platz nehmen kann. Gegenüber ist dann der Eingang. Zudem ist an einer Wand das Blindenalphabet zu sehen und an einer anderen Wand kann man groß nachlesen, wo es diese Ausstellung noch auf der Welt gibt. Zum Beispiel auch in Peking, aber auch in Hamburg!
Um 17.40h sollte unsere Führung starten. Etwas eher kam dann auch jemand, der uns einweisen sollte. Die Dame erzählte uns zunächst etwas über das Museum und seine Geschichte, da sie noch auf zwei weitere Personen wartetet.
Interessant war, dass eine ähnliche Ausstellung seit ein paar Jahren durch die Welt zieht und etliche Besucher anzieht. In Hamburg gibt es zudem noch neben Frankfurt eine Dauerausstellung.
Wenig später stellte die Dame dann fest, dass niemand mehr kommt. Das lag aber daran, dass wir zunächst acht Personen angemeldet hatten, aber nur mit sechs Leuten kamen, was wir vorher auch telefonisch berichtigt hatten. Die Dame am Empfang hatte auch die aktuelle Zahll, nur die Dame hier nicht.
Man kommt nun in eine Art Vorraum. Dieser ist schon etwas dunkler. Brillenträger sollen ihre Brillen in ein Etui legen und dann in ein Fach legen, da die Brille ja nicht gebraucht wird im Dunkeln ;) Dann bekamen wir Blindenstöcke in die Hand und die Dame sagte uns, dass wir damit nur auf dem Boden entlangfahren sollen, aber ja nicht höher, weil wir uns sonst verletzen können. Sie sagte auch, was wir tun sollen, wenn jemand den Stock verliert. Nämlich dies unserem Guide mitteilen, damit jeder stehen bleibt und man den Stock suchen kann ohne Unfallgefahr.
Sie sagte auch, dass wir nicht nicken sollten, wenn unser Guide uns etwas fragt, sondern antworten sollen. Zudem empfahl sie uns, Kleingeld einzustecken für die Bar am Ende der Tour.
Ebenfalls warnte sie uns, dass die ersten Minuten unangenehm werden können, aber dass wir das aushalten sollen, aber trotzdem auch jederzeit wieder rausgehen können.
Danach war mir schon etwas mulmig zumute!
Sie führte uns dann langsam ins Dunkle und wir sollten mit der Linken Hand immer die Wand entlanggehen. Es wurde tatsächlich stockduster! Irgendwann hörten wir die Stimme unserer Tourführerin. Sie stellte sich vor, fragte nach unseren Namen und warum wir im Museum sind. Auch, ob jemand schon mal hier war.
Dann ging es los! Der erste Raum hatte mit Natur zu tun. Wir hörten laut Vögel, der Boden war Kies und Wasser plätscherte. Unser Guide fragte uns, was wir hören. Zuerst war es auch eine Sinnesüberflutung: Kies mit den Füssen spüren, dann Gras, dann die vielen verschiedenen Töne und die Dunkelheit dazu.
Irgendwo plätscherte dann tatsächlich Wasser. Alleine hätte ich dort aber nicht hingefunden: wir halfen uns dann gegenseitig, die Wasserspritzer zu fühlen.
Ein Stückchen weiter konnten wir dann zwei Bäume und eine andere Pflanze ertasten.
Weiter ging es dann: wir sollten uns mit der rechten Hand an der Wand entlangtasten. Alleine das war eine herausforderung, da man ja in der linken Hand den Stock hatte, mit dem man auch tasten musste um nicht seinem Vorgänger reinzulaufen. Stimmen halfen da viel weiter.
Wir gingen dann über eine Hängebrücke. Gut zu wissen wäre, wie hoch sie war! Unser guide sagte uns vorher Bescheid und legte unsere Hand auf das Geländer. Die Brücke wackelte und der Boden war völlig uneben aus Holz.
Dann ging es hinterher links um eine Kurve und zudem noch eine Steigung hoch. Dieses Mal tasteten wir uns links an der Wand entlang. Unser Guide ging vor uns her und wir folgten neben ihren Anweisungen auch ihrer Stimme, was aber manchmal auch nicht leicht war.
Wir waren dann in einem Klangraum und sollten uns auf den Boden legen. Was dann folgte, waren diverse Geräusche aus der Natur, aber auch Trommeln etc. Die Töne konnte man teilweise im Körper spüren und das Tonerlebnis war ein ganz anderes im Dunklen. Es war aber schön entspannend!
Dann ging es weiter in die Stadt. Hier war es wirklich laut! Man hörte Autos vorbeifahren, Autos hupen und sogar ein Flugzeug. Wir sollten uns rechts an der Wand entlangtasten. Irgendwann stellte ich fest, dass die Wand keine mit Stoff behangene wand wie vorher war, sondern eine Häuserwand! Da musste man aufpassen, weil die auch Vorsprünge und Regenrinnen hatte.
Die nächste Herausforderung bestand darin, über eine Strasse zu gehen. Wir hörten eine Ampel mit einem Signal für Blinde. Als diese dann grün war, ertasteten wir uns vorsichtig die Bürgersteigkante und gingen dann hinüber.
Am Ende wartete ein Markt. Es war schwer, die Körbe mit Gemüse und Obst überhaupt zu finden, aber wir halfen uns gegenseitig und ertasteten und rochen dann Ananas, Gurken, Kartoffeln, Zwiebeln etc.
Der letzte Teil war dann die Bar. Hier wurden wir von zwei Angestellten empfangen, die sich vorstellten und dann die Speisekarte herunterratterten: es gab Brezel, Süssigkeiten und Getränke. Ich bestellte mir nichts, meine Freunde hingegen probierten es. Die Geldstücke kann man am Rand abtasten, da sie unterschiedlich geriffelt sind.
Ich fand es dann schwer, die Sitzmöglichkeit, nämlich eine Bank zu finden, aber mithilfe unseres Guides gelang auch das. Wir hatten dann die Möglichkeit, ihr Fragen zu stellen und fragten so ganz offen und erfuhren etwas über das Leben als Blinder.
Dann ging es durch eine Schleuse hinaus. Es war zunächst ungewohnt hell. Wir nahmen unsere Brillen sowie Taschen wieder und gingen hinaus.
Insgesamt soll eine normale Tour eine Stunde dauern, doch unsere dauerte sogar länger. Es gibt zudem eine Spezialtour, die 90 Minuten dauert, aber auch mehr kostet. Dabei fährt man wohl richtig Boot.
Es war definitiv ein Erlebnis, dieses Museum zu besuchen! Anfangs fand ich es schon etwas beklemmend und es war wirklich schwer, sich zurecht zu finden und der Tourführerin zu folgen und dabei niemandem in die Hacken zu laufen. Je länger die Tour war, desto besser fühlte ich mich, aber ganz wohl auch am Ende noch nicht, da man sich völlig im Nichts fühlt.
Was ich persönlich noch gerne gesehen hätte, wäre zum einen die Räume, durch die wir gegangen sind bei Licht. Ich habe Bilder im Auge, wie es war, aber es wäre nun einmal interessant zu sehen, wie es wirklich aussieht. Zudem haben wir auch unseren Guide leider nicht sehen können. Das liegt aber glaube ich daran, dass die Tourguides alle Blinde sind und sie uns ja auch nicht sehen können.
Ich denke, dieses Museum kann man jedem empfehlen, da man Einiges danach mit anderen Augen “sieht”!
Stichworte museum, führung, blind, dunkel, blinder
Kommentare (1) Bedenklicher Inhalt?Kompliment Totos_Schwester (18.11.2007) •••••
Stichworte blind, erlebnis-der-sinne
Kommentare (1) Bedenklicher Inhalt?Kompliment sylence (18.02.2007) •••••
Stichworte kommunikation, museum, spielen, kennenlernen, dialog, erklären
Kommentare (0) Bedenklicher Inhalt?Kompliment Wabba (11.02.2007) •••••
Stichworte kommunikation, museum, spiele, casino
Kommentare (0) Bedenklicher Inhalt?Kompliment slengfe (19.01.2007) •••••
Stichworte museum, blind, dunkel
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