Kompliment
Rolf Bernhard Geißmann (21.01.2007)
Man kennt sie, die Kirche St. Maria zur Wiese, klar, zuletzt vom Fernsehen, denn die Landesregierung NRW kam hierher zum Weihnachtskonzert und Mario Adorf las Geschichten.
Eigentlich heißt sie ja Maria zum Sumpfe, dann wurden Pfähle in den Sumpf gerammt, darauf dann das Fundament errichtet und so stand sie dann auf der Wiese und heute heißt sie halt Maria zur Wiese. Liebevoll der Gottesmutter geweiht.
Diese Kirche wurde aus dem einmaligen Grünsandstein erbaut, den es nur hier gibt, zwischen Rüthen und Werl-Büderich.
Der Nachteil ist leider, auch bei noch so schönem Aussehen dieses Steins, er bröckelt und bröckelt.
Das liegt daran, daß er durch Regen Schwefel bildet, dieser schiebt sich als eine Art Gips unter die Steinoberfläche und dann bröckelt er leider immer mehr ab.
Schaut Euch mal die Einrüstung auf den Photos an, die bleibt noch 18 Jahre, ja richtig gelesen, Achtzehn Jahre.
Das ist die Zeit, die die Dombauhütte noch benötigt, um den Stein und damit die Kirche zu retten.
Diese Kirche ist unbedingt erhaltenswert für unsere Nachkommen.
Lassen wir Altarraum und Turm weg, hat die Kirche die Maße 27 m X 27 m und 27 m hoch.
3 X 27 ist 81 und somit hat der Turm auch die 81 m.
Innen darf man keine Photos schießen, Ihr müßt also kommen.
Das ist nämlich die berühmte Kirche mit dem noch berühmteren Kirchenbild vom Letzten Abendmahl, wo Jesus mit seinen Jüngern Schweinshaxe ißt, Bier trinkt, Pumpernickelschwarzbrot verköstigt und dann gibt es hinterher noch einen Korn.
Die Kirchenfenster sind bei Sonneneinfall einfach ein Erlebnis.
Es gibt noch viel mehr zu sehen, aber da will ich Eurem Besuch nicht vorgreifen.
Stichworte
sehenswert, kirche, kulturgut, grünsandstein, gerüst
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