Beiträge zu Monaco (1)

18 Oktober 2008

Hallo , liebe qype-Mitglieder:

Wie ich dazu kam:

Mein Mann ist beruflich in der ganzen Welt unterwegs und übernachtet oft in Marriott-Hotels. Daher hat er eine Marriott Reward Kunden-Karte, mit der Punkte sammelt. Nun hatten wir einige Punkte übrig, für die wir 2 Freinächte hatten. Nur wohin? Frankreich und Umgebung kennen wir in- und auswendig, in Tschechien und Ostländer gibt es keine Marriott-Hotels, also fiel unsere Wahl auf Monaco, da waren wir beide noch nie.

Reservierung:

Ich rief die Reservierungs-Hotline an. Zwei Nächte waren frei, die 3. Nacht sollte 200,--€ kosten, günstiger als normal, da Wochenende und da Marriott-Reward-Kartenpreis. So buchte wir also vom 19.7. – 22.7.06

Fahrtstrecke:

Ich ging sofort auf www.map24.de und druckte die Strecke von knapp 900 km aus. Mein Mann fiel aus allen Wolken. Man fährt von Deutschland über die Schweiz, nach Frankreich , Italien dann Monaco. Er sagte, er würde doch nicht durch 5 Länder tuckeln, um nach Monaco zu kommen. Also gingen wir zum ADAC. Die bestätigten uns, dass man eben durch 5 Länder muss, da wir so ca. 9 Std. benötigen würden, würden wir nur durch Frankreich fahren, etwa 18 Std.!!! Also kauften wir gleich eine Schweizer Vignette für 27,--€

Fahrtkosten:

Hin und zurück mit Kauf der Vignette, Peage in Frankreich und Autobahngebühren in Italien lagen wir bei ca.100 €. Wir fahren eine Passat Kombi TDI, da brauchten wir – mit den Ausflügen innerhalb des Urlaubes – 3 Tankfüllungen, also nochmals ca. 200 €.

Fahrt:

Wir fuhren gegen 5 Uhr los und kamen gegen 14.15 Uhr an. Die Fahrt verlief ohne Staus. Im 20 km langen Gothard-Tunnel schlief ich dann auch ein und wachte erst kurz vor San Remo wieder auf. Meinem Mann macht das Fahren nichts aus, so war das für mich ganz angenehm. Unser Sohn ( damals 2 Jahre) schlief auch durch. Der Große blieb zu Hause, da keine Ferien.

Ankunft:

Dummerweise kamen wir kurz NACH 14 Uhr an. Das heißt nichts mehr zu essen. An der ganzen Cote d´azur bekommt man Mittagessen nur strikt von 12- 14 Uhr!!! Ich las das zwar vorher in einem Reiseführer, konnte das aber nicht glauben. Alle Tische waren bereits abgedeckt. Das 2. Malheur: In ganz Monaco bemüht sich niemand englisch zu sprechen. D.H. Ich bin seit über 20 Jahren aus der Schule und musste in meinem längst vergessenem Schulfranzösisch erklären, dass wir den ganzen Tag unterwegs waren und vor Hunger sterben.
Die Kellnerin bemühte sich um einen „Happen“ und so bekamen wir tatsächlich eine Handvoll Kinderpommes für 5,--€, jeder ein Toast mit Scheiblettenkäse für je 5,50 € und Getränke. Dose Cola 4,50 € , o,25 l Bier 6,--€.

Einchecken im Hotel:

Das Marriott „La Porte de Monaco“ steht noch postalisch gesehen auf der französischen Seite, aber liegt genau am Hafen von Monaco. Also „Tor zu Monaco“ Es war aber super schwer zu finden, da wir immer drum rum fuhren, aber nie an die Einfahrt kamen. Endlich hatten wir es geschafft. Die Zimmer kosten regulär:

Bergblick / Meerblick 350,€/Nacht
Suite: 450,
/ Nacht

Das Zimmer:

Das Zimmer hatte einen phantastischen Ausblick direkt zum Meer, war sehr imposant. Ansonsten war es für ein ** Hotel ganz normal. Wie ein Ibis-Zimmer auch. Einfaches Doppelbett. Fernseher mit nur 1 Progamm, alles andere kostete extra. Wieviel weiss ich nicht, da wir zum Fernsehen schauen selten kamen. Internet-Anschluß 19,90 €/Tag. Das Bad war ohne Fenster und dementsprechend verschimmelt. Sonst gab es noch einen Tisch und 2 Stühle und einen Schreibtisch. Eine Mini-Bar und einen Kleiderschrank. Das war´s. Obwohl wir ein Kinder-Reisebett dabei hatten, stand auch eines im Zimmer bereit. Das Coolste – im wahrsten Sinne des Wortes- war, dass genau unserem Zimmer gegenüber ein Raum mit einem Eiswürfelautomaten war, da durfte man sich bedienen und bei der Hitze war das optimal.

Das Frühstück:

Die ersten beiden Nächte war keines dabei, da das ja von den Punkten bezahlt wurde. Am Abreisetag hatten wir dann Frühstück. Es war sehr üppig. Aber natürlich ganz anders als hier. Keine Brötchen, nur Weißbrot, keine Wurst nur so eine Art Hartwurst und Schinkenähnliches. Dafür Crepe , viel Ziegenkäse, Marmeladen, Obst, Oliven etc. Die Ananas war schlecht. Mein Mann als Brasilianer erkannte das schon am Aussehen. Aber wir mussten 3 x reklamieren, bis man diese vom Buffet nahm. Sie bizzelte schon auf der Zunge.

Monaco selbst:

Also, es gibt in Monaco alles nur einmal: 1 Zoo, 1 Supermarkt (Carrefour), 1 Mac Donald´s (bei dem man zum Glück IMMER essen bekam), 1 Schwimmbad etc. Wusstet Ihr, dass dieses ganze Land nicht einmal 2 qkm groß ist? Es hat genau 1,95 qkm. Also man kann am Tag mehrmals durch das ganze Land laufen. Es ist sehr sehr kinderfreundlich, obwohl ein Eis hier 3,--€ kostet bekam unser Felipe ab und an eines geschenkt. Er wurde oft angelächelt, im Fahrstuhl wurden wir vorgelassen und wurden die Türen aufgehalten. Sehr zuvorkommend. Es gibt kaum Fußgänger-Ampeln, dafür viele Zebrastreifen, und: Es funktioniert. Die Autos halten tatsächlich , um einen rüberzulassen. Von oben gesehen ist Monaco sehr imposant , von nahem betrachtet, eine Trabantenstadt/ Land. Zu viele Hochhäuser, zu viele Kräne, zu viele Presslufthämmer.

Sehenswürdigkeiten/ Monaco ville

Wir waren in einem Automobilmuseum (so groß etwa wie bei uns ein ALDI Markt) Eintitt Erw. 6.--€. Wir waren im Zoo Eintritt erw. 4,--€, der war allerdings sehr sehr klein, nur Tiere wie Vögel, Hasen, etc. Große Tiere gab es: 2 Wildkatzen, 1 Nilpferd, Känguruhs. Sonst – wie gesagt- nur Kleintiere. Keine Elefanten, keine Zebras, keine Kamele. Es gab noch Terrarien und Aquarien. Schlossbesichtigung, kostete 7,--€ /Erw.. Wenn man sich in anderen Ländern vornimmt. Morgen mache ich dies und das und jenes …schafft man meistens nur eines davon, weil einem die Zeit davon läuft. Nimmt man sich in Monaco vor heute mache ich dies morgen das übermorgen jenes, schafft man meisten alles an einen Vormittag. Wir waren auch im Princess Grace Rosengarten, Eintritt frei, ein Park eben mit vielen Rosen.

Sehenswürdigkeiten/ Monte Carlo:

Das Spielcasino, in das wir aber wegen Felipe nicht reindurfte, da er ja mit seinen 2 Jahren nicht volljährig war. So kann ich hierüber leider nicht viel berichten. Es gibt ein großes Shopping Center: Centre Commercial le Metropole, genau gegenüber des Casinos. In dem traf ich übrigens auch Stephanie von Monaco. Sie lief direkt neben mir. Schaute allerdings so griesgrämig, dass ich es lieber unterließ sie anzusprechen. Sie sah noch trauriger und ausgebrannter aus, als auf den Photos. Im Shoppingcenter gibt es viele Boutiquen, ein FNAC (CDs, Bücher) und diverse Restaurants.

Verkehrsmittel:

Es gibt einige Buslinien. Einmal fuhren wir damit (4 Fahrten ca. 7 €), Aber die Busse fahren nicht wirklich nach Plan. Wir warteten und warteten und warteten. Nach ca. ½ Std. kam er dann angetuckelt , obwohl sie offiziell 10 minütig verkehren sollten. Der Bus gleicht auch mehr einem Transporter für ca. 20 Fahrgäste. Als wir von Monaco Ville nach Monte Carlo fuhren, wären wir schneller gelaufen , da der Bus durch sämtliche Gässlein fuhr. Rückzus liefen wir dann auch lieber und waren wirklich schneller wieder im Hotel als via Busfahrt.

Wir liefen die Formel 1 Rennstrecke ab, flanierten am Hafen und gingen shoppen. Abends aßen wir im Mac Donald´s , da Abendessen selten vor 19 Uhr beginnt und das war uns zu spät. Wir kauften auch im Carrefour ein: Baguette 42 cent, Leberpastete 57 cent etc und aßen im Zimmer auf dem Balkon.

Preise:

Ich bin gerne bereit für eine Dose Cola 4,50 € zu zahlen oder für ein Baby-Bier 6,--€, wenn das Ambiente stimmt. Aber für einer Hafenkneipe oder anderen Kaschemme, fahre ich lieber nach Tschechei und trinke dort nen halben Liter Bier für 70 cent! Cafe de Paris und solche feinen Restaurant, die noch teurer sind, da kommt man als Normalsterblicher kaum rein, da man lange vorher reservieren sollte.

Ausflugsziele:

Wir waren in Nizza (nicht sehenswert), San Remo (wunderschön) und am 3. Hochzeitstag in Eze (wunderwunderwunderschön!!!) auch Marseille und St. Tropez ist schnell zu erreichen, da waren wir aber nicht.

Mitbringsel:

Ich kaufte in Italien leckere Oliven-Öle, tolle Pflanzen, in Monaco nur Formel 1 T-shirts für die Jungen.

Kosten:

Insgesamt zahlten wir dann doch noch über 200 € für das Zimmer, da Kurtaxe dazu kam, 200 € Sprit, 100 € Autobahngebühren, 200 € Speisen und Getränke (und das war schon sehr sehr günstig) plus 50 € Eintrittsgelder, Bustickets etc. plus 50 € Andenken. Also alles in allem ca. 800 €, ohne die Freinächte also etwa 1200 €

Fazit: Man muss es mal gesehen haben, die dicken Karossen, das Flair, die Leute dort. Aber: Hätte ich nochmals die Wahl 1 Woche Monaco oder 1 Woche Bayrischer Wald, würde ich letzteres dem Monaco vorziehen.

by esposa1969

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