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Kompliment swencker (15.09.2007) 5

...kann mich meinem Vorredner nur anschließen!
Ich bin die Ardeche jetzt 2 1/2 mal gefahren (einmal nur von Vallons Pont D'Arc bis kurz hinter den Pont d'Arc. Es ist immer wieder toll! Wir haben auch Eisvögel, Wasseramseln und diverse Schlangen gesehn.
Ich persönlich finde den Fluß nicht so ungefährlich, aber vom Prinzip her darf ihn jeder fahren. Da muss man wohl selbst wissen, was man sich selber zutraut und im Zweifelsfall mal eine Stromschnelle lang das Boot umtragen. La Dent noire ist mir auch schon zum Verhängnis geworden, weil uns erstens zwei schicke junge Franzosen aus dem Weg gerempelt und dann auf einen Felsen geschoben haben, und wir dann von einem freundlichen Landmann mit "a gauche, a gauche"- Rufen verwirrt wurden, aus seinem wilden Gestikulieren war nämlich nicht zu erkennen, ob wir nun links um den Felsen herum oder nur links paddeln sollten... Aber Charlemagne finde ich eigentlich deutlich böser zu fahren, da sind so viele Felsen, die man umbooten muss.
Insgesamt: tolle Natur, überwältigende Blicke und viel Spaß auf dem Wasser- und wenn es nicht gerade vorher in den Bergen geregnet hat und kaltes Wasser nachkommt, dann kann man auch ganz prima baden!
Vorsichtig sollte man vielleicht nur sein, wenn es viel Wasser in der Schlucht hat.

Da es ein Nationalpark ist, kann man nicht einfach übernachten, wo man möchte, sondern muss sich an die Camps halten. Das soll wohl auch relativ genau überwacht werden. Es empfiehlt sich wohl in der Hochsaison auch, dort vorher zu buchen.
Wer nicht paddeln möchte, der kann auch den Wanderweg nehmen, der sich auf der ganzen Länge durch die Schlucht zieht.
In St. Martin bekommt man dann nach den Strapazen einen Döner, der einen für die nächsten drei Tage schachmatt setzt: ausgehöhltes halbes Bauernbrot mit reichlich Fleisch, wenig Salat und vielen Pommes ;-)
und dann weiter nach Avignon, Les Baux und Arles!

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mostro

Kompliment mostro (31.01.2007) 5

Zu den beeindruckendsten Erlebnissen eines Südfrankreich-Urlaubs gehört definitiv eine Kanufahrt auf der Ardeche.

Der Fluß hat sich über Jahrtausende tief in das Gebirgsmassiv nordwestlich von Avignon eingegraben und mäandert beeindruckend mit vielen Stromschnellen durch düstere Canyons und liebliche Schluchten, die allesamt eines gemeinsam haben: Sie sind meist vollkommen von der Zivilisation abgeschnitten - man ist in der Wildnis.

Entgegen den optimistischen Aussagen französischer Vermieter und deutschsprachiger Websites sollte eines vorher klargestellt sein: Man sollte nicht ganz unerfahren im Lenken von Booten sein bzw. in jedem Boot muß zumindest ein erfahrener Steuermann mitfahren, ansonsten ist dieser Fluß überhaupt nicht so harmlos wie einige ihn machen wollen und es sind hier schon wiederholt Menschen umgekommen, die die Stromschnellen unterschätzt haben.

Definitiv unerläßlich sind hier Schwimmwesten, auch der besten Schwimmer hat keinerlei Chance im reissenden Strudel der Wasserwirbel, wie mir selbst einmal unliebsam klar wurde. Neoprenanzug und Helm wären auch sehr gut, egal wie heiß der Tag ist. Sonnenschutz mit mindestens Faktor 18 unbd Wasser / Proviant ist unerläßlich!!!

Man kann die Kanu- oder Kajaktour (ich bevorzuge letzteres) an verschiedenen Punkten beginnen. Ich aber finde, daß man etwas versäumt, wenn man nicht die 32-Km-Strecke von Vallon Pont d´Arc nach Sauze wählt.

Sowohl hier als auch in Sauze gibt es Vermieter, die einen dann auch wieder zum Ausgangspunkt zurückfahren, das ganze kostet saisonbedingt meist nur um 20-30 Euro pro Person.

In Vallon hat man die Chance sich schnell an mittelschwere Stromschnellen (mit hochtrabenden Namen wie "Charlesmagne" und "Cathedrale") zu gewöhnen und durchquert nach 8 Km den berühmten Felsbogen, die Pont d´Arc. Bei Sonnenschein schillert das Wasser wunderbar türkisgrün über dem Flußsand und den Sandsteinfelsen, hinter dem Bogen kann man wunderbar am Strand rasten und anderen Kanufahrern beim Stromschnellenkampf zusehen. Oder einfach die Natur geniessen, die hier Üppiges bietet , unter anderem kann man schillernde Diamantechsen sehen. Baden kann man auch, im Mai ist das Wasser aber eher reissend und recht kalt...

Auf den nächsten 24 Km bis Sauze ist man ab von der Zivilisation und die Frequenz engerer Durchfahrten erhöht sich; man sollte hier stets den einfachsten und stärksten Durchstrom einer Stromschnelle wählen, denn andere Routen bergen oft Gefahren, die man erst hinter der Staustufe sieht - wie ich schmerzhaft an der "Dent Noire" feststellen durfte, als mein Kajak elegant auf einen Felsen flog.

Die Strecke zieht sich für Ungeübte sehr in die Länge -daher kann man auch im mitgebrachten Zelt an bezeichneten Plätzen biwakieren. Allerdings ist es ein persönlicher Triumph, am Nachmittag mit schweren Armen und sonnenverbrannter Haut müde und duselig die Dächer von Sauze oder St. Martin zu erblicken.

Zum Glück hatten wir hier ein Häuschen und konnten gleich eine muskelrelaxierende Dusche nehmen - gefolgt von einem ausgiebig luxuriösen Abendessen....

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Beliebte Stichworte: berg, gebirge, kanu, paddeln, provence

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