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Benutzerfoto: Vereniita

Vereniita

Kompliment Vereniita (04.06.2008) 5

Das zu Académie des Beaux Arts gehörende Musée Marmottan befindet sich in einer Stadtvilla aus dem 19. Jahrhundert in der Nähe des Bois de Boulogne und ist aus verschiedenen Privatsammlungen hervorgegangen. Mit 80 Gemälden befindet sich hier inzwischen die weltweit größte Sammlung von Monet-Werken - und ich muss meinem Vorredner vollkommen recht geben, es gibt hier wirklich die schönsten Seerosen zu sehen. Außerdem gibt es Werke u.a. von Berthe Morisot, Pissarro, Auguste Renoir, Auguste Rodin und Alfred Sisley zu bestaunen.

Die Atmosphäre ist hier angenehm ruhig, da das Museum fernab der üblichen Touristentrampelpfade liegt. Ich kann es allen Fans des Impressionismus sehr ans Herz legen!

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Benutzerfoto: mostro

mostro

Kompliment mostro (01.02.2007) 5

Wer Paris besucht, hat meist viel zu viel mit den "gängigen" Sehenswürdigkeiten zu tun, um dieses etwas ausserhalb des Zentrums gelegene Museum zu besuchen - aber meiner Meinung nach ist dieses eines der größtmöglichen Versäumnisse: Das Marmottan ist einer der geheimen Höhepunkte von Paris.

Der Beruf des Arztes war noch nie so unattraktiv wie in der heutigen Zeit von sinnlosem Sparwahn und perversen Budgetierungen - besonders schmerzhaft ist es aber, wenn man die Historie betrachtet: Georges de Bellio war glücklicher Leibarzt von Manet, Monet, Sisley, Renoir und Pissarro - die mißtrauischen Künstlernaturen vertrauten eben nur auf Mundpropaganda - und entlohnten den Heilkundigen nicht selten in Naturalien - oh Neid! Die Tochter besagten Arztes stiftete 1957 die umfangreiche Sammlung ihres Vaters der Akademie der Künste. Die hatte gerade den Landsitz der Familie Marmottan als milde Gabe erhalten und fügte einfach beide Bausteine zusammen - ein neues Museum war geboren; und 1966 gab Michel, der Sohn Claude Monets das Prunkstück der heutigen Sammlung hinzu: Eine große Kollektion aus dem Spätwerk seines Vaters.

Und so hängen meines Erachtens hier und nicht in Louvre, Orsay oder Orangerie die schönsten Seerosen von Monet in unterirdischen Sälen und leuchten machtvoll und grobstrichig aus dem Halbdunkel - ein Anblick, den man in Paris in keinem Fall missen sollte, wenn einem Kunst etwas bedeutet (und der Eintritt ist mit 8 Euro / 2007 adäquat)!! Auch die übrigen Werke der o.g. Meister sind im übrigen hochrangig zu nennen!

Wer Zeit hat, sollte nicht mit der Metro (Haltestelle Muette) sondern per Bus aus der Innenstadt hierher kommen - früher fuhr eine Linie direkt vom Jardin des Plantes am Seineufer hierher, die aber wohl mittlerweile nicht mehr so existiert. In jedem Fall soll von der Opera die Linie 22 noch bis hierher durchfahren!

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