Kompliment
chiemgauerandy (01.02.2007)
Was wären wir Bayern ohne Lederhose? Der Wettbewerb "echtes Handwerk" ist endlich eine Gelegenheit, über die Herkunft des Prachtstücks zu schreiben, das mich auf dem Profilbild ziert. Eine Lederhose ist für uns Bayern mehr als ein Kleidungsstück, vielmehr ist sie ein Stück Lebenseinstellung. Ein Fest oder eine Feierlichkeit ist für mich erst wirklich eines, wenn ich meine Lederhose tragen kann (ein Anzug ist für mich Arbeitskleidung, auch wenn er noch so schick ist). Daher kann es auch nicht irgendeine Lederhose sein. Hier ist etwas maßgeschneidertes gefragt! Und im Herzen Berchtesgadens ist noch einer der Lederhosenmacher, der dieses Kleidungsstück von Hand macht und wo die Verzierung und die Initialien mit Federkiel gestickt werden. Ganz so, wie es der Bedeutung einer Lederhose würdig ist (schließlich hält sie ein Leben lang und länger - eine gute Lederhose ist ein Erbstück). Meine wurde noch von Franz Stangassinger senior gefertigt, der leider nicht mehr lebt. Hier war schon das Maßnehmen ein Erlebnis (auch wenn er mir nicht glaubte, dass ich abnehmen würde!). Ein interessantes Detail am Rande: das Hirschleder stammt aus Neuseeland, da es dort keine Zecken gibt, ist hier das Leder reiner - aber sonst ist alles bayerisch handgemacht.
Stichworte
bayern, berchtesgaden, lederhosen, echteshandwerk
Kommentare (3)
Bedenklicher Inhalt?