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Kompliment kunstlebenberlin (18.03.2008) 4

Der Kollwitzplatz ist wohl das verkommenste Örtchen des schon häufig heruntergeleierten Segregationsprozesses des Prenzlauer Berges.

Zum Glück war der Gugelhof schon in dessen Kinderschuhen am Platze und weiß sich auch gegen die Nachbarn vom seicht-chicen Stil abzuheben: Ich finde seine Mischung aus Weinstube und Restaurant sehr angenehm, und mag Wein aus dem Krug, und Flammküchle auf dem Holz serviert. In diesem Sinne ist der Gugelhof ein gehobenes Lokal der MIttelklasse, das nicht mehr sein will, als es ist. Das finde ich angenehm und erfrischend. Und hierin sind sie gut: und das macht sie zu einem wirklich guten Lokal für den kleinen Abend.

Die Karte ist für meinen Geschmack gut ausgewogen, wenn auch Salate nicht eine Dominanz haben. Dies ist mancher weiblichen Begleitung am Tisch aufgefallen. Aber dies ist dem Elsaß geschuldet. Die Flammküchle sind eine Spezialität des Hauses. Der Teig ist dünn, und ich finde, es steht Ihnen gut. Allerdings müßte dann bei den spezielleren Formen wie zb. mit Lachs dieser auch dünner sein. Leider ist dies nicht immer der Fall. So ist nicht jeder Flammküchle gleichermaßen zu empfehlen.
Sehr nett ist der gebackene Brotteig, unter dem ein Eintopf schlummert.

Dieser teigbetonten Karte ländlichen Einschlagens kann die Tageskarte weitere Gesichter verleihen. Allerdings ist hier auch die Gefahr für den Gugelhof in letzter Zeit, in Richtung einer internationale Küche das Gesicht zu verlieren. Aber man kann gut und ordentlich essen.

Dieser Eindruck empfiehlt den Gugelhof für eine lustige Runde unterschiedlicher Geschmäcker. Drinnen ist es gern ein wenig laut, und das passt für mich zum Bild des Weinkruges, und auf der Terasse unter der grünen Markiste, einen Meter über dem Gehweg kann man eine lauschige Berliner Sommernacht ideal genießen.

Es scheint mir kein Lokal zu sein, um etwas zu besprechen, keines, um die beste Küche, auch nicht des Elsaß, zu erleben. Aber es ist einer der besten Orte für mich, um nett zu essen, nett zu sitzen, Leben um mich herum zu sehen und zu hören, die Sinne baumeln zu lassen und nicht beim Essen zu überfordern, und dennoch solide zu essen und zu trinken.

Allerdings gibt es auch Kritik der letzten Zeit:

Denn eine Tageskarte, die um halb Zehn schon weitgehend aus ist, scheint mir doch eher ein Planungsproblem, als ein Zeichen einer guten Küche.
Ebenso mag ich es nicht, wenn Küchenzeiten nach vorne verschoben werden, und die Küche einige Gerichte dann nicht mehr zubereitet. Dies kann einfach unangenehm sein, wenn man Gäste mitbringt. DIes ist mir auch einmal passiert. Es war viertel vor elf. Wir haben dann noch Flammküchle bekommen, allerdings waren die wirklich schlecht - eine Enttäuschung, die mich bisher das Lokal nicht mehr empfehlen ließ. Ich muss es selber nochmal überprüfen. Dennoch bleibt der Gugelhof für mich ein prinzipiell guter Tipp.
Nur zur Klastestllung: Ich habe vollstes Verständnis, dass beides je nach Lokalführung nicht angeboten werden konnte. Nur scheint es mir dann eben sinnvoll, hiermit anders umzugehen. Wenn mir eine Tageskarte vorgelegt wird, erwarte ich auch, dass diese zumindest bei mehr als einem Gericht noch bestellbar ist. Ähnliches gilt für die Küchenzeit. Wenn ich einen mir wichtigen Gast mitbringe, ist mir dies sonst unangenehm und es kann erst so dazu führen, dass der Gast mich dafür verantwortlich macht, oder die Atmosphäre einen kleinen Riss bekommt.

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User_star_grey 138
Benutzerfoto: macomber

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Kompliment macomber (12.01.2008) 4

Spät abends hin, um noch eine Kleinigkeit zu essen. Gutes Zeichen: von der Tageskarte war schon das meiste "Aus". Hier gibt's also keinen Griff in die Tiefkühltruhe, vermute ich. Pluspunkt.

Die beiden sehr, sehr dünnen Tartes waren ausgesprochen gut, und dass wir uns für einen Gewürztraminer als Wein entschieden hatten, nunja, unsere eigene Schuld.

Besonderer Pluspunkt neben dem freundlichen Personal: Die schlichte, erdwarme Inneneinrichtung. Weder neu noch angeranzt - genau das, was ich will.

P.S.: gugeln ist so viel schöner als googeln.

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Kompliment stativision (09.12.2007) 3

Gut zubereitete elsässische und badische Gerichte zu gehobenen Preisen von 9 bis 18 Euro für die Fleisch- und Fischhauptgerichte, die aber am Kollwitzplatz wohl leider Normalität geworden sind. Auch das Steak war bei unserem Besuch hervorragend, die Flammkuchen (einen Tick zu kalt serviert) so dünn ausgerollt, dass bei der Spezialversion mit Mozarella und Gemüse der Belag den Boden zu stark beanspruchte.

Die Bedienung ist in der Regel so wie man sie sich wünscht, kann aber auch nicht verbergen, dass der Küchengeruch das ganze Restaurant überzieht. Wie auch immer: Der Erfolg scheint dem Restaurant Recht zu geben, mittlerweile darf es seinen 11. Geburtstag feiern.

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Qype Insider 286
Benutzerfoto: susi1_de

susi1_de

Kompliment susi1_de (26.09.2007) 4

wir waren gestern abend mit unseren kollegen im gugelhof. der service und die flammkuchen waren grandios. leider klappte es mit den steaks nich, die waren mehr roh als medium. aber dafür gabs tolle rotweinsauce und kartoffelgratin, sehr schön! das rustikale und echte ambiente kam bei den leuten aus übersee super an, ist halt was anderes als ein themenrestaurant in US ;-)

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Kompliment DonDahlmann (26.11.2006) 5

Natürlich ist das "Gugelhof" teurer als andere Restaurants. Das liegt aber auch daran, dass dort eben frisch und mit hochwertigen Zutaten gekocht wird. Das wird deutlich, wenn man die kleine, aber feine Karte durchsieht. Aber egal was ich bisher dort gegessen habe, es war immer reichhaltig und gut. Auch sollte man nicht vergessen, dass es sich eher um ein Restaurant handelt, das seine Wurzeln im Elsass sieht, also nicht nur in der klassischen französischen Küche.
Besonders erwähnenswert ist allerdings der Service. Ich habe selten einen so guten, unaufdringlichen Service erlebt.

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Kompliment lokalreporter (24.11.2006) 5

na ja, das beste am guglhof steht hinterm tresen. omar, schöneberger häuptlingssohn aus dem sudan, berlins bester barman, mitcreator des alten einstein. this guy is cool, er hat klasse!

ansonsten finde ich die getragenheit des personals übertrieben, auswendiggelernt (die selbstdarstellung der angestellten trifft auf die selbstdarstellung der gäste, homöopathisch halt).

und auch der karte würd ich ein lifting empfehlen. essen und getränke sind überteuert, natürlich nicht für die ausgehheinis, die besonders samstags zur marktzeit ihre kleinkinderreichen freunde treffen um haus und hof an ihren redundanten ritualen teilhaben zu lassen.

am schönsten macht sich ein aufenthalt an der bar kurz nach sechs uhr abends. zwei gläser wein, dazu einen knuspigen elsässer flammkuchen, einen launigen austausch mit schankprinz omar und rechtzeitig mit dem eintreffen der reservierten saturiertheit abzwitschern.

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