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Restaurant Greulich
Zürich
- Adresse:
-
Herman-Greulich-Strasse 56, 8004 Zürich
- Kontakt:
-
+4143-243 4243
| Nutzer-Infos |
|
2 Beiträge zum Platz "Restaurant Greulich" auf Deutsch
Update 10.02.2011: Ich war gestern wieder dort, habe die dreierlei Winterkoestlichkeiten, das Zitronenparfait mit Lebkuchen-Schoggiglace sowie den Caramelflan mit Granatapfelstange und Cassisglace genossen. Das kleine Dreierlei fuer CHF 28.- ist ein geschmacklich vielfaeltiges kleines Kunstwerl. Die Brotauswahl ist immer noch sehr schmackhaft. Und: Die Friandises werden immer wieder gewechselt, gestern gab's ein herrliches kleines Mousse au Chocolat in Begleitung von Gelee, Brownie und Eispraline - einfach erstklassig! Das Preis-Leistungs-Verhaeltnis war sehr gut, mit 1x Mineral CHF 67.-.
*****
Der spanische Küchenchef ist jetzt weg, neu kocht das Schweizer Jungtalent Marco Hartmann im Restaurant Greulich. Er hat eine Menge coole Stationen hinter sich, z.B. Ikarus in Salzburg und Il Casale in Wetzikon. Patissier Olivia Arias aus Spanien macht liebevolle Desserts, die einem niemals überfordern und bestens in Erinnerung bleiben. Ihre jetzige Küche ist leicht günstiger und einiges heimeliger als die spanische Kochkunst vom Herrn Salvany und richtet sich fast nur an der jeweiliigen Woche der jeweiligen Saison. Der Saisonalitätsanspruch des Chefkochs ist fast schon Dogma im Restaurant, und wir waren dankbar dafür, denn sein Engagement und seine klare Linie tragen Früchte.
Wir haben das Surprise-Menü genossen. V.a. der Lachs mit Rande und Apfel war perfekt gegart, subtil im Geschmack und kreativ in der Komposition. Das Trüffelei war so unscheinbar wie schmackhaft. Die Einflüsse aus Salzburg und Wetzikon sind spürbar, aber nur positiv.
Die Patisserie hat uns sehr beeindruckt. Eine Variation der Birne mit Schokolade und darunter verstecktem Thymian-Granité wirkte erstaunlich erfrischend, das Moelleux aus Felchlin Grand Cru-Couverture wurde von einer ganzen Batterie an Saucen, Coulis, Glacé und sonstigen kleinen Beilagen begleitet. Die Portion sind nicht zu klein und nicht zu gross. Somit können alle Hobbydiätler sich eine süsse Sünde ohne die grosse Reue danach gönnen...
Sehr freundlicher, bemühter Service. Zwei Sommeliers, die sehr kompetent wirkten.
Jeden Dienstagabend gibt's ein 3-Gang-Menü für alle U30-Gäste für CHF 48.-! Dann ist das Restaurant voll belegt, der Lärmpegel entsprechend hoch.
Kritik gibt's keine. Ich werde die Karrieren von Herr Hartmann und Frau Arias mit grossem Interesse verfolgen, denn sie werden noch Grosses kochen und erreichen!
Detaillierte Fotoreportage und Interview mit Marco Hartmann und Olivia Arias:
http://dessertblog.ch/2010/12/restaurant-greulich-in-zuer...
Verbindest Du mit spanischem Essen vorwiegend Tapas? Oft zu fettige und totgebratene Fleischbällchen, die in kleinen Schüsselchen serviert werden? Und dann von einem dieser rauhen spanischen Tanninbomber begleitet werden; fast nicht alleine zu trinken, aber in Kombination irgendwie gegenseitig neutralisierend?
Diese Facette der spanischen Kochkunst wird zwar nie aussterben; aber Spanien nur mit diesem Bild gleichzusetzen ist lange Vergangenheit. Im Gegenteil, Spanien ist beim Essen und Wein im Moment wohl eines der aufregendsten Länder! Der bekannteste Vorreiter, Ferran Adrià und sein El Bulli , der die sogenannte “Molekularküche” quasi gegründet hat und immer weiterentwickelt.
Kommentar zu einem Nebenschauplatz: Kaufe Dir doch eines der El Bulli Köchbücher - sündhaft teure Bildbände mit beigelegter CD mit den Detailrezepten. Und einer Beilage zu den Techniken etc. bei der Entwicklungen der Rezepte. Wenn Du etwas über Kreativitätstechniken lernen wollen, ob Du nun Enterpreneur, Wissenschaftler oder Werber bist - dies ist der perfekte Startpunkt!
Aber zurück zur spanischen Küche. Und zu Zürich. Und damit schon fast zwingend zum Restaurant Greulich; ja das im Hotel Greulich. Das Hotel ein Designerhotel, das Restaurant von aussen irgendwie an Helnwein’s “Boulevard of broken dreams” erinnernd). Innen sehr angenehme Atmosphäre, sympatischer & kompetenter Service.
Und das Essen - sagen wir mal spanisch/mediteran mit ein wenig experimentellem Einschlag. Jeder Bissen, jeder Gang macht erneut neugierig. “Reduzierte” Küche, ungewöhnliche Kombinationen, erstklassige Zutaten. Am besten das Menü Surprise wählen - der Chef kocht für Dich, nimmt einzig auf die vorher geäusserten “Ess ich nicht”’’s Rücksicht.
Wie wäre es vorab mit einer Thunfisch-Stockfisch Kombination („Xató“ Kombination von grilliertem Thunfischtoro und roh mariniertem Stockfisch an Romescusauce mit Sardelle und Kapern)? Oder Ochsenschwanz mit Entenleber (“Geschmorter Ochsenschwanz und Entenleber auf weissem Bohnenpüree mit Navetten und Rosinen”)? Vielleicht als süsser Abschluss Birne (Mit Pflaume und Pinienkernen gefüllte Birne Giandujacreme - Suppe )?
Probiere es aus, lass Dir das nicht entgehen! En Gueten, und Mahlzeit!
P.S. Für den Apero davor oder den Schlummertrunk danach gibt’s noch eine schöne Bar gleich beim Eingang zum Greulich rechts.
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