Immer wieder einen Besuch wert ist das Willhelm Busch Museum. Jetzt aktuell zu dem 100. Todesjahr des Zeichners gibt es eine Sonderausstellung unter dem Titel "Wilhelm Busch - erotisch, komisch, gnadenlos" zu sehen. Feine Anspielungen und Andeutungen dieser Art kann man in dem allseits bekannten Werk "Die Fromme Helene" erkennen. Der Künstler war ja nie verheiratet oder länger liiert, es wurden seine Avancen zu Johanna Kessler beleuchtet, einer Frau aus der feinen Frankfurter Gesellschaft. Sehr interessante Ausstellung für Anfänger und noch viel mehr für fortgeschrittene Wilhem Busch Kenner.
Eine zweite aktuelle Ausstellung ist dem österreichischen Karikaturisten Manfred Deix gewidmet. Eine richtig große Werkschau seiner vielen Zeichnungen benamst mit "Deix in the City". Er befasst sich intensiv mit den Heuchelein zu den Themen Schwulsein und Pädophilie aus der östereichschen Priesterszene. Küssende Prieter, Senioren beim Seniorensex, olitiker in Reizwäsche usw. Es sind einige richtig herbe und deftige Karikaturen dabei, aber schaut es selber an. Da kann einem schon mal das Lachen im Hals stecken bleiben. Wer politische und gesellschaftskritische Themen gut gezeichnet und getextet mag, ist hier sehr gut aufgehoben.
Den dritten Teil der ausgestellten Objekte wird gebildet aus aktuellen Neuerwerbungen mit Namen "Showtime!" der Wilhelm Busch Gesellschaft, hier kann man im einem kleineren Rahmen einige Werke von Marie Marcks, Günther Haderer, Marunde und anderen aktuellen Karikaturisten anschauen, aber auch die neu erworbene Wilhelm Busch Bilderserie "Der Eispeter", einem ca. 20-bildrigen Comik über den Peter, der Eislaufen will, jedoch im See einbricht, zu Eissäule erstarrt, und nach dem Auffinden am Ofen wieder zu Leben erweckt werden soll. Doch es bleibt am Ende nur ein Pfütze Wassser übrig...
Der Besuch der Ausstellungen wird beendet im kleinen Museumscafé im Wallmodenpalais, wo selbst gebackene leckere Kuchen und Torten der Mitglieder der Wilhelm Busch Gesellschaft zu kleinen Preisen verkauft werden. Im Sommer auch im schönen Garten.
Im Buchladen gibt es Postkarten, Poster, Graphiken, Bücher und Comics zu kaufen.
Da das Wilhelm Busch Museum mitten im Georgengarten und sehr nahe an den Herrenhäuser Gärten liegt, lohnt sich ein Spaziergang auch dort hin.
Erreichbar per Auto über die Jägerstrasse oder per U-Bahn Linie 4 oder 5 nach Garbsen bzw. Stöcken, aussteigen am Schneiderberg.
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