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Kompliment simoncolumbus (24.07.2008) 3

Ein wunderschönes Beispiel für die bisweilen sonderbar anmutende Kunst Antonio Gaudis, dessen Besuch bei einem Aufenthalt in Barcelona sicher Pflicht ist.

Allerdings macht der Touristenansturm auf die hundertjährige Kunstbaustelle das ganze zu einem zweiseitigen Erlebnis.

Schon allein, dass man nur auf engen Wegen in langen Schlangen durch den Innenraum der Kirche kriechen darf, die rundherum eingezäunt ist (damit der durchaus saftige Eintritt auch bezahlt wird), schadet dem Erlebnis ungemein. Für einen Aufstieg auf die Türme muss man teilweise über eine Stunde warten, was der Ausblick einfach nicht wert sein kann.

Immerhin kommt man für den Eintritt auch noch in das unter der (noch nicht-) Kirche liegende Museum hinein, das allerdings so chaotisch und unattraktiv gestaltet ist, dass man sich dort höchstens aufhält, um der Sonne zu entfliehen.

So viel Lob Antonio Gaudi für dieses architektonische Meisterwerk verdient hat, so sehr wird es doch durch die Vermarktung herabgewürdigt.

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Qype Insider 811
Benutzerfoto: mtan68

mtan68

Kompliment mtan68 (23.07.2008) 5

Wessen Wege nach Barcelona führen, für den ist es fast schon Pflicht sich dieses wahnsinnige architektonisches Bauwerk anzuschauen. Allein wenn man dieses Bauwerk schon aus weiter Ferne sieht spürt man schon dessen magische Anziehungskraft. Wenn man davor steht ist man erst einmal sprachlos und wenn man dann noch, ausgerüstet mit Helm, diese ewig währende Baustelle betritt kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Alles andere haben hier bereits die anderen User wunderbar geschrieben.

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Qype Advanced Insider 1096
Benutzerfoto: Culinaris

Culinaris

Kompliment Culinaris (08.07.2008) 5

Sehr beeindruckendes Gebäude. Hier muss man gewesen sein!

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Qype Advanced Insider 2720
Benutzerfoto: Skolion

Skolion

Kompliment Skolion (02.06.2008) 5

Volle Punktzahl für ein abartiges Bauwerk!
Bei der Fassaden-Gestaltung am Eingang (Passion Christi) gehen die Meinungen gewaltig auseinander! Stilistisch das genaue Gegenteil vom gegenüberliegenden Gaudi-Portal.
Die Figuren dort sind regelrechte “Quadratschädel” und wurden erst 1990 fertig gestellt.
Ich persönlich war ganz angetan von dem Stil - mein Begleiter fühlte sich hingegen unangenehm an “Trash-Science-Fiction-Filme” erinnert…

Es lohnt sich - auch wenn man 2 Euro extra löhnen muss: die Fahrt mit einem der 2 Aufzüge in die Türme und der anschließende Abstieg mit grandioser Aussicht durch das schmale Treppenhaus! Allerdings nichts für dicke Bäuche oder überbreite Schultern!!!
Übrigens wartete am Aufzug beim “Weihnachtsportal” überhaupt kein Mensch und so hieß es für uns: hingehen, hochfahren. Am Eingang (Passionsportal) harrten hingegen die Menschenmassen.

Also: erst einmal durch die Sagrada Familia durchgehen und dann erst Aufzug fahren!

Das Museum im “Kellerbereich” ist ebenfalls sehenswert!

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User_star_grey 49
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dialacu

Kompliment dialacu (22.05.2008) 1

Nein, ich kann die Begeisterung nicht teilen! 8 ,-€ Eintritt um mit ungeheuiren Massen von anderen Touristen , die die “Bitte-Ruhe” Schilder gewissenhaft uebersehen eine Grossbaustelle zu besichtigen, erscheinen mir als Touristenabzocke.

Wer etwas Schoenes von Gaudí sehen will, sollte lieber die “Casa Battló” ansehen!

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Qype Advanced Insider 2825
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DoroB

Kompliment DoroB (21.05.2008) 5

Die Sagrada Família ist die wohl schönste Dauerbaustelle der Welt. :-)
Sie ist ist bzw. wird eine große römisch-katholische Basilika in Barcelona, welche ursprünglich im neukatalanischen Stil, von Antoni Gaudí entworfene wurde. Der Bau wurde 1882 begonnen, jedoch bis heute nicht vollendet.
Sie entsteht nördlich der Altstadt im Stadtteil Eixample, welcher selbst ein sehr bewohnerfreundlich auf dem Reißbrett geplanert Erweiterungsstadtteil aus der gleichen Zeit ist. Jedoch ist der Stadtteil längt fertig, während das Bauwerk noch immer entsteht. Man kann sie jedoch schon besichtigen. Dazu gibt es Führungen, Audioguides, viel Literatur etc.
Im vollendeten Zustand soll die Sagrada Família insgesamt 18 Türme besitzen.
Momentan (März 2008) sind an der Sagrada Família zwei prunkvolle Zierfassaden fertiggestellt. Diese befinden sich an beiden Enden des Querhauses.

Im Osten liegt die so genannte Weihnachtsfassade, welche noch zu Lebzeiten Gaudís fertiggestellt wurde. Sie zeigt in äußerster Detailgenauigkeit die Geburt Jesu und weist den klassischen Stil des katalanischen Architekten auf.

Die Westfassade, Passionsfassade genannt, wurde nach Gaudís Tod begonnen und vollendet. Sie unterscheidet sich von ihrem Gegenstück dahingehend, dass sie kaum Verzierungen enthält und mit klaren, geometrischen Linien und großen Figuren sehr übersichtlich aufgebaut ist. Sie wird von sechs schrägen Säulen gestützt und hat drei Portale.

Die Hauptfassade der Basilika soll einmal nach Süden zeigen. Diese Fassade der Herrlichkeit wurde jedoch noch nicht begonnen. Laut den Planungen soll sie 21 Säulen und zwei eigene Kapellen besitzen, welche den Heiligen Sakramenten und dem Baptisterium geweiht sind. Elf Portale werden das Betreten der Kapellen, des Kreuzganges und natürlich auch der eigentlichen Kirche ermöglichen.

Man muss sie einfach gesehen haben. Ebenso wie die anderen Gaudi- Bauten in Barcelona. Mehr Text folgt, aktuell fehlt mir dafür die Zeit :(

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Qype Advanced Insider 1955
Benutzerfoto: kougla82

kougla82

Kompliment kougla82 (15.05.2008) 5

Der absolute Wahnsinn!
Ich war nun schon zum 2.Mal in Barcelona.
Einmal war es ca. 2000 und das 2. Mal war es 2007.
Und ich muss sagen “Es wurde gebaut und gebaut”.
Eine Seite war komplett fertig, die ich damals noch gar nicht erspäht hatte. Da stand damals nur ein riesieges Gerüst…und es war noch nichts da.
2007 sind wir nicht reingegangen.
Damals konnt man auch noch kostenlos um die Kirche herumlaufen. Nun wird sie von hohen Zäunen umgeben und man darf gleich zu Anfang viel Geld zahlen.
2000 sind wir zu Fuss(!!!!) die 1000 Treppen hinauf in ein Türmchen. Nichts für schwache Nerven.
Aber man hat einen wahnsinss Ausblick.
Diesmal haben wir sie uns nur von aussen angesehen. und das hat auch gereicht.

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Qype Advanced Insider 2352
Benutzerfoto: Caligula

Caligula

Kompliment Caligula (13.05.2008) 5

Was kann man zu der Sagrada Familia, dem imposantesten und bekanntesten Meisterwerk von Antonio Gaudi schon noch schreiben, was nicht alle anderen auch schon geschrieben haben?
Vielleicht das daran noch immer gebaut wird und daher Fotos der Außenansicht ohne Baukräne nicht möglich sind? Oder das der Bau von Spenden getragen wird oder das der aktuelle Architekt durchaus umstritten ist, weil es eben gerade nicht Gaudis Ideen weiterentwickelt, sondern (natürlich) seine eigenen Ideen umsetzen möchte? Die Familia ist ein absolut sehenswertes Bauwerk. Man sollte es von allen Seiten betrachten, am besten mit einem Fernglas, um alle Details zu erkennen, denn es gibt da unendlich viel zu entdecken.

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Kompliment berlingazza (20.04.2008) 5

Das Dings sieht ja aus einiger Entfernung so aus, als wenn die Kinder am Strand mit Pampe eine Burg gekleckst hätten.
Zuckerbäckerstil.
Aber grandios schön.
Ich konnte noch bis in die Spitzen der Türmchen klettern, über kleine Verbindungsbrückchen tapern, und den tollen Ausblick genießen.
Leider wird innen ja so viel gebaut, und die Gerüste versperren den Durchblick.
Einer der Höhepunkte des Barcelona-Besuchs

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Qype Advanced Insider 1479
Benutzerfoto: timcollins

timcollins

Kompliment timcollins (12.03.2008) 5

Gibt nicht viel zu ergänzen.
Der Aufstieg zu den Türmen ist mittlerweile versperrt, was sehr schade ist, da man beim Aufgang sehr schöne Einblicke in die Dachkonstruktion bekam und von oben einen schönen Blick über die Sagrada Familia hatte.
Ansonsten füge ich einige Bilder bei.

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Qype Advanced Insider 4365
Benutzerfoto: Aranami256

Aranami256

Kompliment Aranami256 (05.02.2008) 4

Ein wahres Meisterwerk des Künstlers A.Gaudi! In vielen Reiseführern vielfach bewundert und belobt durchaus einen Ausflug wert. Sehr schade: während meines Besuches im vergangenen Sommer wurde noch immer im Innenraum sehr stark gebaut. Dort konnte man fast nichts erkennen. Desto gewaltiger war die Außenfassade.
Der Eintritt war mit 8 Euro leider etwas teuer.

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Qype Advanced Insider 2128
Benutzerfoto: beedgee

beedgee

Kompliment beedgee (27.12.2007) 5

Was soll ich bei so vielen detailreichen Einträgen noch schreiben, ich ergänze nur noch praktisches:
Der Eintritt ist inzwischen auf 8 Euro gestiegen ( Studenten 5 mit internat. Studentenausweis)
Die Audiotour kostet 3,50 sollte man mal machen, hab es vorher ohne gesehen und war beeindruckt, jetzt aber bin ich völlig baff.
Die bescheuertste Neuerung ist dass man seit einiger Zeit nicht mehr hochlaufen darf, sondern einen Lift nehmen muss der -wie man erst drinnen erfährt- dann nochmal 2 euro kostet und für den man selbst im winter ca ne stunde anstehen muss. dann schliesst er auch noch 2 stunden vor schluss. das alles wird nirgends erswähnt. das hat mich schon ziemlich geärgert.
Aber dafür kann Antoni Gaudi nichts und sein Wunsch war es dass das bauerwerk nur mit Spenden errichtet wird und das sind die Eintrittsgelder.
Deshalb trotzdem 5 Sterne denn diesem Bauwerk ekeine 5 zu geben grenzt ja an Frevelei.

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Kompliment filosofisch (04.10.2007) 5

Als ich das erste Mal ein Bild der Sagrada Família in einem Barcelona-Fotoband sah, war sofort der Wunsch geboren, dieses Bauwerk vor Ort zu besichtigen. Es dauerte ein Weilchen, doch heuer habe ich mir diesen Wunsch erfüllt.

Zunächst erhob sich die Westfassade vor meinen Augen, deren Dimensionen mich zwar sofort beeindruckten, jedoch nicht weiter berührten. Ich verspürte eine leichte Brise der Enttäuschung, hervorgerufen durch zu hohe Erwartungen? Auf dem Weg durch das Bauwerk, war es aufgrund der Menschenmassen mühsam sich Zeit zu lassen, um alle Details sowie die Baustellen zu erkunden. Dennoch verwandelte sich die leichte Brise der Enttäuschung in aufgeregtes Herzklopfen. Als ich dann letztendlich vor der Ostfassade stand, überrollten mich die Emotionen; Gänsehaut auf den Armen, Tränen in den Augen und ein dicker Kloß im Hals. Ich vergass all die Menschen drumherum, war enorm fasziniert, aber auch verwirrt hinsichtlich der Tatsache, dass mir ein Bauwerk derart aufs Gemüt schlägt. WOW !

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Kompliment rocknrollgirl (10.09.2007) 5

Nachtrag: Ich war da und wieder hat mir der Anblick den Atem geraubt ! Nunmehr (seit meinem letzten Besuch) um das Kirchenschiff reicher (zumindest in seinen Grundzügen), mit den ersten veranschaulichenden Fensterscheiben in tiefen Himmel- und Wasserblau implemetentiert und den detailbewussten Arbeiten an Säulen, Erkern, Treppen, Gewölbe und Portalen, die dem Besucher auch in der Enstehung gut nahegebracht werden, bleibt einem nahezu der Mund offenstehen !! Die Faszination hat nicht nachgelassen !!


Unabhängig davon, dass diese Kirche meines Erachtens eines der interessantesten, außergewöhnlichsten, immer noch progressivsten und ungewöhnlichsten Gebäude darstellt, liegt für mich die Faszination insbesondere darin, dass die Menschen die Fertigstellung dieses Bauwerkes ihr Leben lang verfolgen können bzw. müssen. Wie in alten Zeiten liegt die Vollendung Dekaden in der Zukunf und man weiss nicht, ob man die Feierlichkeit miterleben darf.
Ich bin Ende September erneut in Barcelona und freue mich erneut auf diesen Anblick in dieser wunderschönen Stadt !

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Kompliment Franzganas (30.08.2007) 5

Ich war 1999 dort und habe die Türme erklommen und die vielen liebevollen Stuckarbeiten gesehen. Da war ich richtig begeistert. Überall kleine Figuren, bunte Formen und viel filigranes.
Da das Kirchenschiff damals noch nicht fertig war, konnte man das komplette Ausmaß des Bauwerkes noch nicht sehen.
Einer Tafel kann man entnehmen, dass 2050 die Fertigstellung erfolgt sein soll. Ob ich sie noch komplett sehen werde, weiss ich nicht.

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Benutzerfoto: Nessy1987

Nessy1987

Kompliment Nessy1987 (28.08.2007) 4

die sagrada familia ist eine meiner lieblingskirchen. super hoch und eine tolle aussicht. leider war, als ich das letzte mal dort war, noch eine große baustelle innen und man hat die kirche noch immer renoviert. Aber sonst wirklich sehenswert. Für mich das wahrzeichen von barcelona!

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Theo123

Kompliment Theo123 (12.08.2007) 5

Hallo, Lenz !
Ich war letzte Woche (Anfang August 2007) hier - wahnsinn ! So etwas Unglaubliches wie diesen Bau habe ich noch nie gesehen - das Unglaubliche daran ist : a) warum stürzt dieses Filigran-Ding nicht ein, obwohl es doch wahrscheinlich aus Millionen Tonnen Stein besteht und b) wie kann man mit STEIN so filigran DENKEN !! ? Das mit den Keramiken ist ebenfalls ein Geniestreich : immerwährende FARBE !!

auf der webseite, die oben eingeblendet ist, kann man tatsächlich dreidimensionale Bilder von mehreren Seiten der Sagrada ansehen, als wenn man selbst den Kopf bewegen würde - genial ....

Ich habe übrigens ungefähr 5 Führer innerhalb der Sagrada Familia befragt, was die Zahlenkombination am Eingang bedeutet, aber ausser, daß es sich immer um die Quersumme 33 dreht, wußten die auch nicht .., weißt DU, was es damit auf sich hat ? Das scheinen doch Anspielungen auf die Evangelisten, die Bibelkapitel etc zu sein .... und nicht "zufällig" gewählte Zahlen, nur damit 33 rauskommt ... (weil Jesus 33 Jahre alt geworden ist ...)

Nachtrag : hier habe ich die Antwort gefunden : "Magische Quadrate im Mittelalter" http://www.informatik.uni-hamburg.de/bib/archiv/aus_moell...

Schöne Grüße aus Frankfurt
Theo

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Lenz

Kompliment Lenz (15.06.2007) 3

Ich hatte Kontakt mit Antonio Gaudí, da kannte ich ihn noch gar nicht. Mit sechzehn Jahren saß ich auf einer Bank in Barcelona und schaute auf die Stadt; mit einer gewissen Sarah Lopez. Sarah kannte Antonio auch nicht, aber sie war hinreißend. Es war im Park Güell, und der ist, wie wir wissen, von Antonio Gaudí und liegt auf einer Anhöhe über Barcelona.

Antonio Gaudí wurde am 25. Juni 1852 in Reus, möglicherweise in Riudoms, Spanien, als Sohn eines Kupferschmieds geboren. Sein Großvater und sein Urgroßvater waren ebenfalls Schmiede, Kesselschmiede, und das prägte. Wie es heißt, wurde er früh in der Werkstatt seines Vaters mit geometrischen Formen konfrontiert. In einer Schule der Piaristenpater in Reus und später auf der Architekturschule in Barcelona war er ein mittelmäßiger Schüler, wie alle späteren Berühmtheiten, aber ein begnadeter Zeichner. Beim Abschluss des Studiums 1878 am Institut Elies Rogent soll der Direktor gesagt haben: „Qui sap si hem donat el diploma a un boig o a un geni: el temps ens ho dirà." (Wer weiß ob wir den Titel einem Verrückten oder einem Genie gegeben haben - nur die Zeit wird es uns sagen.)

Um es gleich vorwegzunehmen, Antonio Gaudí wurde zum Genie, er ist immerhin der herausragendste Vertreter des spanischen Jugendstils. Das zeigte mir schon damals seine steinerne Bank im Park Güell, die weit geschwungen und mit Mosaiken reich dekoriert war. Im Park Güell findet sich auch das Wohnhaus Gaudís, zwei Pförtnerhäuser, der besagte Terrassenplatz und weitere schöne Dinge mit den so charakteristischen Mosaiken. Antonio verwendete nämlich gleich die Abfallscherben der nahen Keramikfabrik. Der Namensgeber des Parks, der Industrielle Eusebi Güell, wurde in der Folge zum wichtigsten Mäzen Gaudís. Neben vielen Bauwerken Antonios, nicht nur in Barcelona, ist die Sagrada Família das Bekannteste und es ist schon deswegen merkwürdig, weil es anscheinen nie vollendet wird. Der Herrgott hat zur Vollendung unserer Erde, und da ist meines Wissens der Himmel auch dabei, nur sechs Tage gebraucht, und die Oberfläche der Erde ist immerhin 510,1 Millionen Quadratkilometer groß. Die Sagrada Família ist da wesentlich kleiner.

Mit dem Bau des „Temple Expiatori de la Sagrada Família“ wurde 1882 begonnen, auf einem freien Feld mehrere Kilometer vom damaligen Stadtkern entfernt. Es war auch nicht Gaudí, der erst die Ehre hatte, sondern Francesc del Villar. Ab 1883 gestaltete Antonio Gaudí die Pläne um und es entstand etwas Wunderbares: eine Kirche, die es so noch nicht gegeben hatte, moderne, von der Natur übernommene Formen mit einer ganz private Spiritualität in Szene gesetzt. Überall finden sich fantastische Figuren und Details, Zitate an Flora und Fauna. Das Schönste sind die zwölf spindelartigen Türme, an denen zu jeder Zeit irgendwo ein Kran klebt. Sie sind immer noch in Bau, teilweise 115 Meter hoch, und erinnern den despektierlichen Betrachter an Maiskolben. Der größte geplante, in deren Mitte, soll dereinst 170 Meter hoch werden. Oh Gott! Auch das Mittelschiff ist nun prächtiger denn je, Dank der Spenden, die arme Pilger in die kleinen Holzschatullen bei der Besichtigung werfen. Und natürlich Dank der umsichtigen Unterstützung Wohlhabender, von der konservativen Klientel der katholischen Kirche, aber auch selbst von Japanern. 2026 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Die Sagrada Família liegt nun inmitten der wuchernden Stadt und das Wahrzeichen hat jährlich über zwei Millionen Besucher. Unnötig zu sagen, dass sowohl der Park Güell als auch die Sagrada Família UNESCO Weltkulturerbe sind.

Antonio Gaudí, der Sohn eines Kupferschmieds aus dem Örtchen Reus, avancierte zum gefeierten Vertreter des katalanischen Jugendstils, ja zu seinem Begründer. Am 7. Juni 1926 wurde er auf dem Weg vom „Oratorium des heiligen Philipp Neri“ zu seiner Sagrada Família von einer Straßenbahn erfasst. Passanten verbrachten ihn auf Grund seines etwas verwahrlosten Äußeren zunächst ins Armenhospital „Hospital de la Santa Creu“. Am 10. Juni 1926 verstarb er. Nun ruht er mit päpstlichem Segen in der Krypta der noch unvollendeten Sagrada Família.

Bilder zur Sagrada Família finden Sie auf der offiziellen Website. Das Portrait ist aus einem meiner Bücher über Gaudí, Eine weitere, interessante Webseite zum Museum im Park Güell finden Sie unter: http://www.casamuseugaudi.org/cat/index.htm

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Benutzerfoto: mostro

mostro

Kompliment mostro (12.03.2007) 5

Die Sagrada Familia ist vermutlich Spaniens bekanntestes, zumindest aber populärstes Bauwerk, geht man nach den steigenden Besucherzahlen.

Erstaunlich ist, daß es sich bei dem monumentalen Kirchengebäude um ein relativ junges Gebäude handelt, vergleicht man es einmal mit der Alhambra oder El Catedral in Sevilla - und es ist unvollendet und weiter im Bau, auch 80 Jahre nach dem Tod von Gaudi, dem Architekten.

Die Sagrada Familia fasziniert, weil man sich hier wie im verwirklichten Traum eines besonders phantasievollen Kindes fühlt. Gaudi plante und baute über 40 Jahre seines Lebens (1882-1926) an dieser Kirche und war sich immer im Klaren, daß die monströsen Pläne innerhalb seiner Lebensspanne nicht realisierbar sein würden. Er erweiterte und veränderte seine Ideen scheinbar nach Laune und Eingebung - und so entstanden immer kühnere und spektakuläre Phantasien, die in Stein umgesetzt wurden.

In die unzähligen Türme, Kapellen, Bögen, Durchgänge, Gallerien, Anbauten, Passagen und Hallen sind dementsprechend alle Stilrichtungen integriert, die zur Lebenszeit des Architekten vorkamen. Es finden sich klassische Elemnte, Anzeichen von Gotik, auf der anderen Seite Surrealismus, Kubismus und spanischer Jugenstil, dann immer wieder Anspielungen auf die ornamentalen Künste der Mauren, wie sie im manuelinischen Stil vorkommen - ein wahnwitziges Konglomerat von Stilrichtungen in einer überbordenden Fülle von Gebäudeteilen und Verzierungen.

So streift man durch die sonnendurchflutenden Winkel des Baus, sieht die Schatten in durchbrochenen Turmgiebeln, die floralen Elemente, die teilweise naiv wirkenden Skulpturen, die wie mit Lehm in Wände eingegossen scheinen, höhlenartige Ausgestaltungen, eine Flut von Stalaktiten und Stalagmiten in Jugendstil. Ein irrwitziges Spiel von Phantasie, Licht und Form - so faszinierend und einzigartig, daß es kein Wunder ist, daß immer noch Menschen weiterbauen und das Spiel mit diesen wunderbaren Bauklötzen und Sandkuchenformen fortsetzen wollen ....

Die Worte versagen hier - man schaue es sich vor Ort oder per Foto an!

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