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Top Empfehlung:

hieronymus

Fleischhauerstraße 81, 23552 Lübeck

Urgemütliches Restaurant in Lübecks Innenstadt. Kundenzitat: "Das Ambiente trägt seinen Teil zum Wohlfühlen bei, das leckere Essen den anderen. Sehr empfehlenswert die Pizza "Hieronymus III" in der großen Variante."

Kompliment Jean Pierre Hintze (25.04.2008) 2

Tatsächlich ein Ausflugsziel, welches schon in der Kindheit meist mit “Oma und Opa” frequentiert wurde. Man sollte sich andererseits aber durchaus über die Tradition und Historie der Hermannshöge bewußt sein: Benannt nach einem der letzten hanseatischen Senatoren, Hermann Fehling (dessen “Lieblingsplatz diese Anhöhe war; daher “Hermannshöhe) bereits im 19.Jahrhundert Ausflugsziel der Lübecker, während des Krieges Militärunterkunft und Lazarett, Nachkriegsjahre als Notunterkunft.
Ein klassisches Ziel, ein fantastischer Aussichtspunkt (wer kann schon sagen, wie lange das Brodtener Ufer noch existiert?) und ein traditionelles Ausflugslokal.

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Kompliment Serviervorschlag (16.04.2008) 2

Mitzis Beitrag zum Restaurant Café Hermannshöhe spiegelt meinen Eindruck von diesem Etablissement vortrefflich wider.

Wer einen Selbstversuch im Time-Tunnel nicht scheut, ist hier richtig. So ein bisschen fehlen mir selbst die Worte, aber ich will versuchen, meine Eindrücke zu schildern.

Wir starteten mit den Rädern in Haffkrug und fuhren über Scharbeutz und Niendorf Richtung Brodtener Steilküste. Wir waren zuvor noch nie in den genannte Ortschaften und waren angenehm überrascht. Schöne Strände (die gerade mit Strandhafer “aufgeforstet” werden und wenige Bausünden. Alle drei Orte sind mit superbreiten Radwegen miteinander verbunden, für uns sehr angenehm.

Nach dem letzten Abschnitt an der Steilküste entlang trafen wir dann auf das Restaurant Hermannshöhe. Na klar, die Lage ist einfach toll. Aber der Rest… insbesondere in Anbetracht der recht geglückten Modernisierungsmaßnahmen in der durchradelten “Zivilisation” fühlten wir uns per Zeitmaschine um Jahre zurück katapultiert.

Zunächst fiel uns auf, dass wir den Altersdurchschnitt um ca. 25 Jahre nach unten sprengten. Die Speisekarte bietet Gutbürgerliches zu teilweise recht stolzen Preisen, und auf der Getränkekarte war der Cappuccino noch nicht erfunden. Da ich keine Lust auf ein Kännchen Kaffee hatte (na klar, draussen nur Kännchen!), bestellte ich ein Kaltgetränk; meinem Begleiter gelüstete es nach Heringen mit Heidekartoffeln. Ja, hier gibt man noch Butter bei die Fische, und das nicht zu knapp. Geschmacklich nicht beklagenswert, zu beklagen war lediglich hernach ein leicht revoltierender Magen meines Begleiters.

Der Besuch der Toiletten versetzte mich in ungläubiges Staunen. Der Weg dorthin gab mir Gelegenheit, die Lokalität von innen zu begutachten – zum Glück hatte ich in weiser Voraussicht die Kamera dabei. (Manche Frauen gehen mit Handtasche auf die Toilette, einer Qyperin genügt die Kamera.) Ich sehe mich nicht in der Lage, diese Museumslandschaft mit Worten zu beschreiben, da lasse ich lieber die Bilder sprechen. Die Toiletten aber waren schlichtweg der Hammer. Grüne Fliesen, super-hip! ;-) Noch ein paar Jahre, und die 50 Cent für die Toiletten-Benutzung (für Nicht-Gäste) werden direkt an das Amt für Denkmalpflege weitergeleitet.
Achtung! Wer auch nur ein bisschen mehr als Normalgewicht mitbringt, wird in diesen Toiletten unter Umständen Schwierigkeiten bekommen. SEHR ENG!

Die 2 Sterne gibt es von mir für den schönen Blick, die höfliche und aufmerksame Kellnerin und den Erlebniswert der besonderen Art. Sowas habe ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen.

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okapitapir

Kompliment okapitapir (09.04.2007) 4

Mega Aussicht. Optimal als Ziel für Spaziergang, wenn man in Niendorf oder am Timmendorfer Strand loszieht. Aber kulinarische Grausamkeit und undschöne Plastikstühle.

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Benutzerfoto: mostro

mostro

Kompliment mostro (29.03.2007) 2

In Ergänzung zu Mitzis hervorragendem Beitrag sehe ich mich genötigt, auch ein paar Zeilen loszuwerden - ich gehöre nämlich zu den Eingeweihten, die hier schon mal warm gegessen haben.

Wer schon einmal in einem gutbürgerlichen Landrestaurant zum Leichenschmaus war, weiß wie langweilig gute Zutaten angerichtet werden können. Auch hier gab es Gerichte, die meiner Großmutter eventuell zugesagt hätten - sie hat übrigens bereits vor 10 Jahren ihren Geschmacksinn infolge einer Medikamentennebenwirkung verloren.

Fisch schmeckt hier demzufolge nur nach zu lange gegartem Fisch, Salatdressings nach den 60er-Jahren und alles übrige wie eingeschlafene Daumenendglieder. Die Getränkekarte umfasst die Palette zwischen Bier und Spezi. Die Einrichtung orientiert sich an der Blütezeit der Dieter Bohlen-Generation. Und billig ist es beileibe nicht - kaum ein Lokal nutzt so effektiv seinen einzigartigen Standort aus - die Wanderer auf der Küste werden genau hier hungrig...

Positives zu sagen, ist nicht schwer: Der Blick ist bezaubernd, weit über die Bucht vom hohen Kliff, hier möchte man wohnen - kann man aber nicht. Und der Parkplatzwächter ist wirklich lustig und sehr pedantisch....

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Kompliment mitzi (14.03.2007) 3

Auf der Suche nach einem stillen Strandplätzchen bei Brodten stießen wir letzten Sommer auf das Restaurant Café Hermannshöhe, das zwischen Timmendorfer Strand und Lübeck hoch über der Ostsee auf der Steilküste thront. Von der mit weißen Plastikgartenstühlen ausgestatteten Gartenterasse hat man einen wunderbaren Blick über die Lübecker Bucht.

Im Inneren besticht die Hermannshöhe allerdings eher durch den geriatrischen Charme eines Ausflugslokals ganz alter Schule. Die spärliche Klientel, die sich von den WM-Bildschirmen losreißen konnte, bestand auch größtenteils aus Rentnern aus dem Ruhrgebiet und mittelalten Radwanderern. Erstere hatten Freude daran uns offenbar unkenntlichen Schleswig-Holsteinern die geografischen Gegebenheiten der Steilküste, die Vogelpopulation und einige andere wissenswerte Informationen zu übermitteln. Auf der Hermannshöhe bleibt offenbar niemand einsam und man möchte annehmen, dass sich dieses Speiselokal als Treff einsamer und schon etwas angegrauter Herzen durchaus eignen dürfte.

Die warmen Gerichte, die meines Erachtens in dem Lokal serviert werden, entziehen sich meiner genauen Kenntnis. Ich entschied mich für einen Eisbecher mit oberedler 1.50-Euro-Sahnehaube, deren Kostbarkeit sich nicht unbedingt im Geschmacksbereich äußerte. Den Kaffee, den ich gerne getrunken hätte, vergaß die Bedienung allerdings und ich wagte mich nicht, danach zu fragen, da es in der Gaststätte offenbar Probleme mit dem WM-Fernsehempfang gab und ich die Lösung selbiger nicht so gerne vereiteln wollte.

Unter weniger dramatischen Umständen kann ich mir das Servicepersonal eigentlich nur als sehr korrekt vorstellen. Auf jeden Fall suggerierte die an die Umstände angepasste Uniformierung aus Sportbekleidung in Nationalfarben mit Spitzenservierschürze diesen Eindruck.

Auch wenn der Eisbecher in erster Linie unschöne Erinnerungen an das Dessert bei Opas Leichenschmaus im Dorfgasthof heraufbeschwor, hat mich der Blick über die Lübecker Bucht mehr als entschädigt. Außerdem darf man gegen die "Entrichtung eines Obolus" (Zitat meines augenblicklich um circa 40 Jahre gealterten Begleiters) auch als Nicht-Gast die Toiletten benutzen, und an das Gelände angeschlossen ist ein bewachter Parkplatz, auf dem man sein Auto nach Anweisung des nettesten Parkwächters der Welt unter Schatten spendenen Bäumen parken kann.

Ich möchte in der Hermannshöhe nicht so gerne zu Abend essen, aber als einzige Gastrostation am idyllisch-einsamen Strandabschnitt taugt dieses nostalgische Oma-und-Opa-Café durchaus für Unterzuckerungsnotfälle, Kloprobleme und Augenschmaus-Aussicht. Am Ende unseres Besuchs hisste übrigens noch ein älterer Mann in einem Sportdress auf der Terrasse die deutsche Nationalflagge. Wir hätten aber auch so bemerkt, wo wir uns gerade befanden. Irgendwie gibt es sowas einfach nur hier und manchmal rückt es die gefühlten Verhältnisse ganz gut gerade, sich die Definition "deutscher Gemütlichkeit" mal vor Ort einzuschenken.

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