Kompliment
mahlzeit (15.03.2007)
Frankfurt „schön“ zu nennen, wäre etwas anmaßend - Frankfurt „hässlich“ zu nennen, ist eine Frechheit!
Ich mag meine neue Heimat sehr, auch - und gerade - im Vergleich zu anderen, vergleichbaren Großstädten.
Da jede andere Stadt und Region selbst die Möglichkeit hat, sich hier zu präsentieren, werde ich keine Vergleiche ziehen, sondern das Schöne, das Hässliche und besonders das Besondere vorstellen.
Frankfurt ist eigentlich keine besonders große Metropole – gerade einmal 650000 Einwohner verteilen sich auf 250km² - doch ist Frankfurt das unumstrittene Zentrum der Metropolregion Rhein-Main mit fast 6 Millionen Einwohnern. Diesem Umstand „verdankten“ wir unter anderem eine unrühmlich hohe Positionierung in allen Kriminalitätsstatistiken. Dass nicht alles schlecht sein kann, zeigte jedoch eine Studie der UNESCO zur Lebensqualität in den Großstädten der Welt – Rang 5 und damit die beste Platzierung in Deutschland!
Die Gründe hierfür sind vielfältig: Ein riesiges, geradezu unüberschaubares Kulturangebot in Stadt und Region, Viel Grün in und um die Stadt, für eine Stadt dieser Größe und ein internationales Finanzzentrum ein recht erträgliches Preisniveau und das sicherlich internationalste Flair, das man in Deutschland finden kann - 25% der Bewohner haben keinen deutschen Pass.
Die schönsten Plätze der Stadt spielen fast alle mit der beeindruckenden Skyline zusammen. Die Mainbrücken und –wiesen bieten zu jeder Tages- und Nachtzeit ein phantastisches Panorama, das Museumsufer mit seinen bedeutenden Sammlungen ergänzt mit prachtvollen Gebäuden aus den vergangenen zwei Jahrhunderten das Bild einer echten Metropole. Im Gegensatz dazu gibt es in Sachsenhausen, Bornheim und anderen, kleinstädtisch geprägten Stadtteilen die hessisch-spießige Gemütlichkeit, nach der viele Touristen suchen. Die Wolkenkratzer, die zu den höchsten Europas zählen, kann man am besten vom Willy-Brandt-Platz, dem Opernplatz, der Aussichtsplattform der Zeilgalerie oder - mittendrin - vom Maintower herab auf sich wirken lassen.
Abends vertreiben sich die Frankfurter die Zeit in zahlreichen Clubs rund um die Hanauer Landstraße, oder einfach „auf der Bergerstraße“ mit dem besten Angebot an Gastronomie jeden Niveaus.
Gut zu wissen für Touristen und Zugereiste: „Echte“ Frankfurter gibt es nur beim Metzger oder in Kneipen, die man nicht betreten will. Alle anderen sind zugezogen und genau das macht das Leben hier so abwechslungsreich. Frankfurt ist ein aufregender und anregender Schmelztiegel!
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