Kompliment
heifisch (22.03.2007)
Inmitten von Marzahner Hochhäusern und brausendem Verkehr stößt der erstaunte Stadtwanderer auf ein ländliches Idyll: den alten Dorfkern mit Kirche und Mühle.
Ein wirklich schöner Ort mit alten Häusern, Kopfsteinpflaster und echtem Dorfcharakter.
Die Mühle hat eine interessante Geschichte, denn sie ist mitnichten alt. Sie wurde erst 1993 von einer holländischen Firma erbaut.
Zur 750-Jahr-Feier Berlins war das offizielle Interesse für die Historie der Stadt neu erwacht und man erinnerte sich daran, dass Marzahn früher viele Mühlen besessen hatte. Ein Mühlenberg wurde aufgeschüttet, aber die geeignete Mühle fand sich trotz intensiver Suche nicht.
Schließlich ließ man einfach eine neue Mühle bauen, die 1994 anlässlich des Marzahner Frühligsfestes endlich das erste Mehl mahlte.
Wenn man die Mühle besichtigen kommt, führt ein echter Müller vor, wie das mit dem Mahlen funktioniert. Es soll einen Bäcker in Marzahn geben, der sein Mehl noch von dieser Mühle bezieht.
Was mich bei meinen Marzahn-Besuch überraschte, waren die Weinstöcke, die am Mühlenberg gepflanzt sind. Ob dieser Wein wohl wirklich schmeckt?
Stichworte
mühle, ländlich, lehrreich, idyll, marzahn, dorfinderstadt
Kommentare (0)
Bedenklicher Inhalt?