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Städtischer Friedhof Schöneberg III
Friedenau, Berlin
- Adresse:
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Stubenrauchstraße 43-45, 12161 Berlin
- Kontakt:
- Geöffnet:
-
die üblichen Öffnungszeiten eines Städt. Friedhofs
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3 Beiträge zum Platz "Städtischer Friedhof Schöneberg III" auf Deutsch
Hier liegt meine liebste Oma! Leider sind die Toiletten nicht das, was man sich unter einer sauberen Toilette vorstellt!
**UPDATE** siehe Absatz unten ****
Beitrag vom 01.04.2007
Ich habe lange überlegt, ob man einen Friedhof empfehlen kann, aber warum eigentlich nicht. Das Sterben gehört zum Leben dazu und jeder muss sich früher oder später damit einmal auseinandersetzen.
Dieser Friedhof wird auch der Friedenauer Künstlerfriedhof genannt und die prominentesten Begrabenen sind wohl die Schauspielerin Marlene Dietrich oder der Fotograph Helmut Newton. Auch findet man hier die Gräber vom Konzertmeister der Berliner Philharmoniker Gerhard Taschner oder des Aquariumsdirektors Werner Schröder und viele andere. Auch wenn es hier einige Berliner Ehrengräber gibt, werden sie leider nicht so gut bewahrt (daher der Sternabzug).
****UPDATE******************
Habe einen Aushang auf dem Friedhof gesehen und im Internet folgendes von der Website vom Bestattungsinstitut Ahorn-Grieneisen kopiert:
"Zum 15. Todestag dieser großen deutschen Diva, die nicht nur für Ihre perfekte Selbstinszenierung, sondern auch für ihre eiserne Disziplin und ihre konsquente politische Haltung berühmt war, möchten wir Ihnen im Rahmen unserer Ausstellung,
"Marlene Dietrich - es war und ist uns eine Ehre",
Bilder zeigen, die die Wertschätzung, die man dieser großartigen Frau entgegengebracht hat, belegen.
Daher zeigen wir neben einigen Erinnerungsstücken und Bildern aus dem Leben "der Dietrich", noch nie gezeigte Bilder des Abschieds von Ihr.
Wilhelm W. Reinke, Fotograf und großer Fan, hat im Umfeld der Trauerfeier in Paris sowie bei der Beerdigung in Berlin fotografiert und dabei neben prominenten Trauergästen bewegende Momente und anrührende Gesten, aber auch allerhand Skurriles, festgehalten.
Die Ausstellung kann vom 07. Mai bis zum 28. Juli , montags bis freitags von 09.00 bis 17.00 Uhr im
Haus der Begegnung
Fürstenbrunner Weg 10-12
14059 Berlin
besichtigt werden."
Weitere Informationen unter:
service@ahorn-grieneisen.de
oder
Telefon 030 / 78 78 2- 510
Fax 030 / 78 78 2- 303
*************************
Imposant sind, auf diesem 1881 angelegten und eher kleinen Friedhof, die großen Wandgräber ansässiger Familien.
1888 kamen die Friedhofskapelle hinzu und als erste Urnenhalle Berlins überhaupt das von Hans Altmann entworfene und 1916/17 gebaute und heute unter Denkmalschutz stehende Kolumbarium (siehe Fotos), in dessen Nischen Urnen, teils offen oder hinter Grabplatten auf zwei Etagen stehen. Diese Begräbnisart war mir noch vor ein paar Jahren unbekannt.
Regelmäßig führt auch die Interessengemeinschaft historischer Friedhöfe für Interessierte Führungen durch, diese kostet 7,50 € und die nächste findet am 14.04.2007 statt (siehe Website).
Ich bin gern und oft auf diesem Friedhof, weil hier meine Schwiegereltern begraben liegen und ich hier ganz gern mal spazieren gehe. Auch sitz ich einfach mal nur auf einer sonnigen Bank und les ein Buch.
Kommentieren 2 Kommentare zu diesem Beitrag
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Wolfram, 4 April 2007: schöner sterben, gerne doch!!!
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waschechteBerliner, 6 April 2007: Na, da antworte ich passend zum heutigen Karfreitag und bevorstehendem Osterfest mit dem folgenden Bibelzitat aus Johannes 14,19:
"Ich lebe, und Ihr sollt auch Leben"
Der Künstlerfriedhof
28. April ein Datum. Die idyllische urbane Friedhofslandschaft, behütet von einer Mauer, umgeben wie schützende Hände. Daraus lässt sich noch nicht schließen, was sich gleich in mir ereignen wird, als ich den museal erscheinenden Haupteingang durchschreite. Vom Südwestkorso kommend, an der Ecke zur Stubenrauch-Straße, betrete ich den Hades. Ein kleiner erholsamer Friedhof, vermutlich aus der Zeit um 1900. Wenn ich bei Friedhof von erholsam sprechen darf. Jetzt zu dieser Jahreszeit, wo das saftige satte Grün dieses Areal überwuchert, habe ich eher den Eindruck von Fülle und Lebendigkeit, als von Tod. Vitalität bis in die Spitzen der Kronen von riesigen Laubbäumen, die ihren Schatten den darunter liegenden Gräbern spenden. Wohltuende beruhigende Atmosphäre. Keine Spur von der quirligen Sehnsucht nach Berliner Sonnenbedürftigkeit, die sich dieser Tage in den Straßencafés oder an den Ufern unserer städtischen Gewässer gegenwärtig abspielt. Wo sich junges Gemüse und alte Knacker gleichermaßen amüsieren. Was das Gemüse und die Knacker angehen, habe ich nicht von Trennkost gesprochen, sondern von der relativen Toleranz zwischen Jung und Alt an gemeinsamen Berliner Schauplätzen. Auf dem kleinen Friedhof scheint es sich ebenfalls so zu verhalten. Liegen doch überraschenderweise auch viele junge Verstorbene, welche die Gnade des hohen Alters nicht erreichten, dicht neben eben diesen. Zahlreiche Künstler und Prominente fanden hier ihre letzte Ruhestätte in Berliner Ehrengräbern. Vielleicht nur vorerst, vor dem nächsten Giro del Mondo.
Marlene Dietrich und Helmut Newton grüßte ich respektvoll, als ich an ihnen vorüber schritt. Die Nachbarn in nächster Nähe, so zu sagen.
Nun wird mir ganz bang zu Mute, als ich mich an den Grund meines Besuches erinnere. Je dichter ich mich der Grabreihe 34 nähere, je näher kam ich den Tränen. - Wir lernten uns auf einer Open Air Party auf einer Insel in Tyrrhenischen Meer vor Sizilien kennen. Wir stellten fest, dass wir beide in Berlin lebten, wurden erst dicke Freunde, dann Geschäftspartner und das zwei Jahrzehnte. - Ein elektrisierender Schauer läuft mir über den Rücken, etwas schnürt mir die Kehle zu. Tiefe Atemzüge drücken mir nun doch die Tränen aus den Augen. Sonnenstrahlen, die es schaffen, von hoch oben durch die üppigen Blätter zu fallen, brechen sich als gleißendes Licht in meinen nassen Augen. Regenbogenfarben. Ich stehe vor ihrem Grab. Ich kann es nicht fassen. Plötzlich war sie tot. Einfach so – tot. -- Blackout -- vor knapp fünf Monaten war ich das letzte Mal hier, es war ihr Geburtstag. Die weiße Haube aus Schnee auf ihrem Grabstein, erinnerte mich an Cappuccino, den sie so gerne mochte. Heute an ihrem 3. Todestag, werde ich diesen wohl alleine trinken, ohne J**, ohne all die Anderen, die ihre ausgelassenen Fröhlichkeit, in den Berliner Straßencafés teilen. Heute ohne mich. Marlene Dietrich, Helmut Newton und J** teilen die sich die Stille der Vergänglichkeit. Ich fühle meine Trauer, ich fühle, also bin/lebe ich und bin dankbar in Demut.
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felika, 30 April 2007:
sehr schön geschrieben, rinaldo, geradezu gänsehautverdächtig. ich mag friedhöfe, gerade wegen des beisammenseins von tod und leben, das dort spürbar wird. das hast du wunderbar eingefangen.
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waschechteBerliner, 6 Mai 2007:
Leider wieder mal ein doppelter Eintrag, dabei wäre doch eine gute (persönliche) Ergänzung zu meinem Beitrag unter:
http://www.qype.com/place/34652-Staedtischer-Friedhof-Sch… -
Rinaldo, 6 Mai 2007:
was heißt hier leider? ich finde dass jeder Beitrag eine Bereicherung und Fülle des Lebens sein kann. ich erhebe auch keinen Alleinigkeitsanspruch. Wenn ich jemandens Eitelkeit berühre, dann ist das von mir unbeabsichtigt. ich bin auch kein Bürokrat, der diesen Friedhof unter Schöneberg-III-Berlin gesucht hat, sondern ich habe schlichtweg “künstlerfriedhof” eingegeben, wie es auf der Broschüre steht, die es in dem gegenüberliegenden Blumenladen gibt. Bei qype gab es dazu noch keinen Eintrag. Ich hoffe, es gibt in Zukunft noch mehr gute Beiträge dazu.
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ottogang, 7 Mai 2007:
Das erinnert mich an eine Aussage auf einem wunderschön angelegten Friedhof in Zürich, Name unbekannt,als nach der Beerdigung der Ausspruch kam” aber sie haben von hier eine schöne Aussicht auf den Zürichsee”
So finden Tod und Leben einen freien Übergang. -
waschechteBerliner, 7 Mai 2007:
Hallo Rinaldo,
ich glaube ich wurde wohl mißverstanden. Ich habe doch geschrieben, dass ich Deinen, sehr persönlichen Eintrag, als gut empfinde. Da auch gerade allgemein in Qype über die Doubletten diskutiert wird, mein leider. Das hätte ich wohl lieber in Anführungsstriche schreiben sollen. Mir geht es hier nicht darum Erster zu sein oder andere angebliche Empfindlichkeiten (solche Art von Bestätigung brauche ich nicht), sondern finde es nur schade, wenn Beiträge zum gleichen Ort verstreut sind und man sie nicht zu lesen bekommt. Éntschuldige bitte, dass es bei Dir anders angekommen ist, dies tut mir leid und war nicht meine Absicht.
Liebe Grüße BrittaUm auf Lillys Anmerkung zu antworten: Berlin hat einfach zu viele Friedhöfe und meist auch mehrere in den einzelnen Bezirken, u. a. eben kirchliche (ev., kathol. jüdisch, etc.) und wie dieser ein Städtischer Friedhof ist. Die meisten Leute kennen diesen doch sehr kleinen Friedhof gar nicht und die einen nennen ihn Friedenauer Friedhof (Bezirksteil von Schöneberg) oder Prominentenfriedhof (da gibt es aber auch mehrere Friedhöfe in Berlin, die so genannt werden) oder eben nach diesem Büchlein nun auch Künstlerfriedhof. Daher habe ich mich für die offizielle Bezeichnung entschieden, wie auch im Stadtplan geschrieben bzw. im amtl. Schriftverkehr (hier liegen nämlich auch einige meiner Lieben).
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Rinaldo, 7 Mai 2007:
ich bin nun wirklich nicht der Friedhofsspezialist und bedanke mich. nun weiß ich dass dieser Friedhof mehrere Namen hat. Ich bin nun mal kein waschechter Berliner und will auch noch nicht begraben sein. Das Leben ist zu schön.
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Rinaldo, 7 Mai 2007:
zu LillY und ottogang `s belustigung: ich weiß nicht mehr von wem der Spruch ist: der Wiener Zentralfriedhof ist halb so groß wie Zürich, aber doppelt so witzig.
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ottogang, 7 Mai 2007:
Die Antwort kann Dir LillY sicher geben, ich glaube es war der Gleiche, der vom Tauben vergiften im Park gesungen hat.Aber zur Ehrenrettung Zürich’s, wobei LillY auch wiederum involviert ist,kann ich nur auf die Beiträge von Manfred Stoltze verweisen.
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Rinaldo, 7 Mai 2007:
Klasse LillY, wieder ein Beweis: qype bildet
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Rolf Bernhard Geißmann, 10 Mai 2007:
zusammenfassend stelle ich einfach mal fest, daß Deine Empfindungen auf dem Friedhof sehr gut rüberkamen, gut geschrieben und der Friedhof selber hat was.
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Caipira alias Graças Asmuth, 6 April 2011:
Befindet sich im Guide: Friedhof (Leichenhof) oder Tierfriedhof …
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Friedenauer Kammerkonzerte e.V. Isoldestr. 9, 12159 Berlin
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