Kompliment
georgous (26.03.2007)
Oberbilk ist ja doch eher wegen der marrokanischen Lebensmittelläden, der afrikanischen Haarverlängerungen oder der vielen Kültürvereine bekannt.
Nicht desto trotz fangen genau hier vielfache kulinarischen Entdeckungen oder sogar Trends an.
So eröffnete gerade heute ein japanischer Imbiss Laden, der zur Zeit nur OKONOMIYAKI (Japanische Pizza) auf der Speisekarte führt.
Ich dachte, ich sehe und lese nicht richtig, also bin ich rein und habe mir das mal näher betrachtet.
Dazu schreibe ich jetzt erstmals die Erklärung einer Japanischen Pizza von dem Bestellblatt ab:
OKONOMIYAKI ist ein sehr geselliges japanisches Gericht. Okonomi bedeutet "was man will". Yaki bedeutet "gebraten" oder "gegrillt". Die Grundzutaten sind Dashi (klare Brühe),Kohl, Mehl und Ei etc... Die anderen Zutaten werden dazu bestellt. Dafür eignen sich alle Fleisch-, Fischsorten, Gemüse, Käse und vieles mehr. Man mischt Zutaten in einer Schüssel und legt alles auf der heissen Platte auf. Die Teile werden mit Okonomiyakisosse und den variablen Zutaten zubereitet.Dieses Gericht wird auch Japanische Pizza genannt. Okonomiyaki ist eine populäre Spezialität in Japan, insbesondere in Osaka, Kansai-Region oder Hiroshima.
So, jetzt nochmals zur Erklärung: Der Teig ist eine Mischung aus Kohl, Soyasprossen, Yamswurzel, Tenkasu, Ingwer. Dieser Teig wird belegt mit Hähnchen, oder Garnelen, oder Schwein oder Tintenfisch oder anderen Zutaten.
Dieses alles wird hier in einem Pizzaofen und in einer kleinen Pizzaform gebacken und dann servierbereit in eine Pfanne umgeschüttet. Auf die fertige Pizza wurden dann hauchdünn geschnittene, fast durchsichtige Scheiben eines getrockneten Fisches gestreut. Auf der heissen Pizza sah das Essen nun recht interessant aus. Die hauchdünnen Scheibchen bewegten sich über der heissen Pizza wie ein Seegrasfeld oder wie ein Termitenhügel.
Das Essen war eigentlich recht lecker und interessant, machte aber recht schnell satt und man hatte nach einiger Zeit auch genug von der Okonomyisosse, die irgendwie wie japanischer Ketchup schmeckte.
Die Preise der Pizzen bewegen sich zwischen 3,80 - 6,20€.
Da es ein geselliges Essen sein soll, und man sich seine Pizzen selber zusammenstellen kann und diese in Pfannen fertig gebacken werden, erinnerte mich dies alles irgendwie an Raclette. Nur mit dem Unterschied, dass man mit einem "Pfännchen" definitiv genug gegessen hat. Vielleicht sind diese in Japan ja etwas kleiner.
Gegessen wurde aus einer Teflonpfanne (!), was mich wirklich nicht begeisterte. Denn es wurden auch Messer und Gabel gereicht. Ich bin dann dankend auf Stäbchen übergegangen. Als Erstesser war die Pfanne noch unbenutzt.
Der Imbiss wird von 3 jungen Japanern geführt und könnte ruhig etwas gemütlicher werden. Aber vielleicht wird das noch mit der Zeit. Dafür war es der Premientag von Okonomiyaki für Düsseldorf oder sogar für ganz Deutschland.
Und ab April gibt es dann auch zusätzlich japanische Nudelgerichte.
Fazit: Eine Erfahrung, die ganz nett war, die aber auch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Es ist noch viel Platz nach oben da. Der Imbiss bekommt aber wegen seines "Alleinstellungsmerkmal" einen Extrastern von mir.
Stichworte
pizza, japan, nudeln
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