Ethnographisches Freilichtmuseum, Riga

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Ethnographisches Freilichtmuseum - Riga
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Beiträge zu Ethnographisches Freilichtmuseum (2)

12.04.2007 (aktualisiert am 03.04.2009)

1pxt

Die Letten sagen von sich, dass sie das sangesfreudigste Volk seien. Ein Zeugnis davon habe ich auch in diesem Freilichtmuseum erhalten, in das wir als Teilnehmer des jährlich stattfindenden Tall Ships’ Race eingeladen waren. Eine Volkstanzgruppe führte ihr Können vor, das sich genauso wie aufs Tanzen auch aufs Singen erstreckte. Doch zurück zum eigentlichen Thema. Das Freilandmuseum liegt am Stadtrand von Riga an einem See. Hier gibt es Bauernhäuser, Windmühlen, Schmieden, Töpfereien, Teerbrennereien und viele andere Beispiele von Häusern mit für ein bestimmtes Handwerk eingerichteten Werkstätten. Weiterlesen ...

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Benutzerfoto: mahlzeit

mahlzeit

Frankfurt...

22.05.2007 (aktualisiert am 13.01.2008)

1pxt

Endlich, nach über zehn Jahren regelmäßigen Lettlandreisens, konnte ich das Ethnographische Freilichtmuseum besuchen.

Wie konnte ich es nur so lange verpassen? Ich weiß es nicht.

Dieses, 1924 gegründete Museum bietet auf 80 Hektar einen annähernd vollständigen Überblick über das Leben der lettischen Landbevölkerung von etwa 1550 bis 1900. Auch städtische Aspekte werden kurz angeschnitten, für die lettische Geschichte dieses Zeitraums ist dies allerdings auch kaum relevant.

Zu besichtigen sind echte Bauernhäuser, Hofgebäude, Fischerhäuser und Kirchen aus allen Regionen Lettlands (also aus Kurzeme, Zemgale, Vidzeme und Latgale). Die Häuser sind nach Regionen geordnet über das sehr natürlich wirkende, bewaldete Areal verteilt. Einige Stunden an Freizeit sollte man also schon mitbringen, da auch kaum Wegweiser die Orientierung erleichtern (also unbedingt an der Kasse die auch deutschsprachige Übersichtskarte kaufen!)

Einige Gebäude sind geöffnet, hier steht auch immer ein Ansprechpartner in lettischer Tracht für Frage und Antwort bereit („Ich bin eine reiche Bäuerin aus Latgale, verwechseln Sie mich ja nicht mit dem armen, russischen Bauern dort hinten…“)

Die gesamt Anlage ist wie gesagt sehr natürlich, also nicht übermäßig gepflegt. Ich nehme aber an, dass dies Absicht ist, da es die Ausstellung sehr authentisch wirken lässt. Verpflegung gibt es zwischen Kurland und Vidzeme: Graue Erbsen, Schweinefleisch, Speck, bestes, lettisches Bier – köstlich!

Das Museum ist auf jeden Fall eine Reise wert, gerade für Städtereisende eine exzellente Möglichkeit, ein wenig lettische Landidylle zu erleben.

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