Kompliment
Rinaldo (15.04.2007)
Gottloses Preußen dachte ich immer. Immer kann es wohl nicht so gewesen sein. Denn von wo kommen die handwerklich brillianten Exponate. Die Gottesmüdigkeit ist wahrscheinlich erst in der näheren Zeitumgebung entstanden. ich war erstaunt, was da für religöse Kunstschätze vor den Toren Berlins schlummern. Das bin ich eigentlich nur aus Italien gewöhnt. Das Dommuseum in Brandenburg/Havel zeigt aus der Zeit vom 13. - 16 Jh. in den mittelalterlichen Räumen des ursprünglichen Prämonstratenser Chorstiftes seine sehr kunstvollen Bestände von ligurischen Textilien, Skulpturen, Büchern bis hin zu wundervollen Altären. Die Ausstellung bietet Urkunden, Faksimiles und Dokumente, die die Geschichte des Domstifts aus dem Gründungsjahr 948 bis heute erhellen. Die Kunst der damaligen Zeit hatte oft zum Thema, die Erlösung der Menschheit durch den Tod Jesus Christus am Kreuz. Diese Botschaft scheint durch den Informationsinfakt der zeitgenössischen Medienlandschaft doch gegen die Wand gefahren zu sein. Das angstvolle Gesicht im Andachtsbild des betenden Christus vor seiner politischen Gefangennahme hat doch heute wieder politische Brisanz.
Stichworte
dom, havel, brandenburg, schatz, andachtsbild
Kommentare (1)
Bedenklicher Inhalt?