Wie immer, erstklassig! Der Fozzy zieht seinen Hut, lässt seine drei letzten Haare im Winde flattern und verneigt sich vor der Karde …
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Löwenburg
Bad Honnef
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Berg mit Burgruine im Siebengebirge, Bad Honnef
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3 Beiträge zum Platz "Löwenburg" auf Deutsch
Der Weg lohnt sich! Einer meiner Lieblingsorte im Siebengebirge.
Endlich Sonne! Auf zur Löwenburg im Siebengebirge. Bis Margarethenhöhe, 323m, fuhr ich ab Königswinter, 56m, mit dem Bus. Kaum saß ich wegen der schönen Aussicht auf dem vorderen Platz, gab es einen ohrenbetäubenden Knall, Glasklümpchen flogen durch den Bus. Was war passiert? Hat jemand einen Stein durch die Windschutzscheibe geworfen? So schnell konnte ich das gar nicht registrieren. War jemand verletzt? Zum Glück nicht. Der Fahrer zeigte uns, dass die Scheibe neben seinem Sitz unter Druck gestanden hat und regelrecht explodiert ist. Oh ha!! Wenn er sich so gut auskennt, ist das scheinbar nicht das erste Mal gewesen.
Ich habe es geahnt: im Siebengebirge sind Völkerscharen unterwegs. Herrchen, die lauthals versuchten ihre jungen Hunde zu erziehen. Eltern, die ihren Kindern unentwegt hinterher riefen. Gut, dass ich einige Pfade kenne, auf denen ich dann kurzfristig in Ruhe laufen konnte.
Die Kälte zwickte in die Gesichtshaut, meinen Schal hatte ich bis an die Ohren hochgezogen.
Wunderbarer Moment, wenn die Sonne über einen niedrigen Bergkamm bis auf den Weg schien. Der 100m Aufstieg ab dem Löwenburger Hof bis zur Burgruine hinauf, lässt mich ganz schön ins Schwitzen kommen, da nützt auch keine atmungsaktive Rundumverschalung.
Der Ausblick vom Gipfel entschädigt für alles. Vom unteren Vorplatz aus erschließt sich ein weiter Blick ins Hinterland. Eine provisorische Holztreppe ermöglicht den Aufstieg in den oberen Burgteil. Auf dieser Treppe bin ich einmal ausgerutscht und von oben bis unten runter gefallen. Alle (damals langen) Fingernägel mussten dran glauben, waren ausgefranst.
Aber zurück zum 2. Weihnachtstag: Silbrig fließt der Rhein am Siebengebirge vorbei. Auf der anderen Seite des Rheins ist in der Ferne die Eifellandschaft zu ahnen.
Ein einzelner Baum steht vor mir auf dem oberen Burgplatz. Er ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Löwenburg. Vor Jahren habe ich ihn total bereift erleben können. Er sah aus, wie mit tausenden Wattebäuschen geschmückt.
Ich mache Bilder von der Burg und der Landschaft und gehe aus dem harschen Wind. Vorsichtig steige ich über alte Steinstufen in den mittleren Burgteil. Es gibt eigentlich nur Mauern, die mehr oder weniger schmale Grasstreifen abgrenzen – aber ich habe ja Phantasie.
Während des Abstiegs zeigten mir meine Kniebänder stumm den Stinkefinger. Wird ignoriert, ich beachte die schönen Aussichten ringsherum. Die blattlose Zeit lässt ständige, gute Sicht zu.
Den Löwenburger Hof lasse ich „links liegen“. Mein Weg war noch weit und ich hatte Angst, in die Dämmerung zu geraten.
Ein bestimmter Aussichtspunkt am Ende des Lohrbergs stach mir in der Nase. Von hier sind durch die Zweige die Ruine Löwenburg auf der einen Seite und der Petersberg auf der anderen Seite zu bewundern. Außerdem steht hier eine gut geschützte Hütte, in der ich trotz meiner feuchten Hemden Pause machen konnte. Ein heißer Tee im Sitzen . . . toll.
Auf schmalem Pfad ging es weiter abwärts. Diesen Weg nutzen aber auch die Radler gerne!! Es hallte hinter mir: Achtung. Ich brüllte zurück: kann nicht ausweichen! Ich hatte Angst, vom Pfad geschuppst zu werden. Aber die Jungs beherrschten ihre Bikes, fuhren ganz langsam abgrundseits an mir vorbei. Ein paar freundliche Worte flogen hin und her . . . nett.
Vor dem Berg Jungfernhardt kam ich auf den Hauptweg. Hier hätte man heute Ampeln aufstellen sollen – mal grün für die eine Seite dann für die Entgegenkommenden. In gut 2 km Entfernung ist das beliebte Milchhäuschen. Egal wie die Speisen sind, egal was sie kosten – viele Leute möchten sich einfach ins Warme setzen.
Mein längst schattig gewordener Weg, die Sonne kommt nicht mehr über die seitlichen Bergrücken, geht quer durchs Siebengebirge zum Rhein. Das Nachtigallental mit ca. 160m Gefälle muss noch von mir durchlaufen werden. Der Einstieg gestaltet sich recht steil, meine Kniebänder quietschen und schwören Rache. Ich verlängere meine Wanderstöcke, so dass ich mehr Kraft auf die Arme/Stöcke verlagern kann. Hier lenken mich die grandiosen Buchen ab. Am steilen Hang hoch gewachsen, fassen sie mit allen Wurzeln hinter sich, breiten sich tellerförmig aus, halten sich mit aller Kraft im emporgehenden Hang fest (siehe Bilder).
Fast am Ausgang des Tales steht das Willi Ostermann Denkmal. Der rheinische Liedermacher, dessen Lieder bis heute zur Karnevalszeit gesungen werden, hat mit seinem Lied „Da wo die sieben Berge . . .“ das Nachtigallental verewigt.
Ab Königswinter ging es ab nach Hause. Ich wollte nur noch: duschen, essen, Füße hochlegen!! Wie sagt man so schön – kaputt aber glücklich.
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Fozzy_Bear, 27 Dezember 2008:
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Karde, 27 Dezember 2008:
Danke lieber Fozzy. Mir tun heute noch etliche Knochen weh. Würde ich gerne Restaurants beschreiben, hätte ich es gemütlicher. Nee, nee, wat’en Hobby!!
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doritvirtuell, 27 Dezember 2008:
...ich kann mich auch nur verneigen und dich beneiden. Ich habe mir zuerst die Bilder angesehen und dann erst geslesen, dass es kalt und ziemlich anstrengend war, aber trotzdem sicherlich wunderschön…
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Karde, 27 Dezember 2008:
Es war so schön, dass ich heute wieder unterwegs war (über den Könisgforst hatte ich schon geschrieben) und morgen düse ich wieder los. Ausruhen kann ich mich bei Regenwetter. Stimmt doch, oder?
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hyke, 28 Dezember 2008:
Toll liebe Karde!
Würde so gerne mal mit auf Tour kommen…. -
Karde, 28 Dezember 2008:
Wenn ich das nächste mal nach Potsdam/Berlin komme, machen wir eine Qype-Wanderung!
Mein persönlicher Lieblingshügel im Siebengebirge. Ein sehr schöner, ruhiger und auch mit Kindern gut zu bewältigender Weg und oben wartet eine wunderschöne Ruine mit spektakulärem Rundumblick - von der mit 454 Metern immerhin zweitgrößten Erhebung des Siebengebirges.
Hinauf führen zwei Wege, ich empfehle den Wanderparkplatz P4 von der L144 (Verbindung von der A3 nach Bad Honnef) als Ausgangspunkt. Von hier geht es durch das Einsiedlertal über einen zunächst gut ausgebauten Weg, dann über schmalere Pfade hinauf zum Gasthaus Löwenburg, auch mit Kindern in einer guten Stunde zu schaffen.
Etwas schneller und mit weniger Höhenmeter, allerdings nicht ganz so schön ist der Weg von der Margarethenhöhe. Die Wanderrouten finden sich unter der angegebenen Website.
Spätestens beim Gasthaus treffen sich die Wege. Wer mag, kehrt hier zu traditioneller Küche und hohen Preisen auf der netten Terasse ein. Wir bevorzugen die eigene Picknickdecke - entweder auf der Streuobstwiese vor dem Gasthaus, oder, besser noch, auf den Mauern der Burgruine ganz oben.
Dorthin führt der Weg deutlich steiler hinauf, einmal rund um die Bergkuppe herum. Doch das Kraxeln lohnt sich. Die Ruine selbst bietet Raum zum Klettern, lauschige Rastplätze und vor allem eine atemraubende Sicht auf die Rheinschleife und das gesamte Umland.
Ein Tipp für ambitionierte Wanderer: direkt unterhalb der Ruine führt der Rheinsteig entlang.
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Karde, 26 April 2008:
Hast Du wieder treffend beschrieben. Der Weg von der Gaststätte zum Gipfel wird jedes Jahr länger und steiler!! Pfui Teufelchen aber auch!
Trotzdem, einmal im Jahr möchte ich hier oben auf der Mauer sitzen und den Ausblick genießen. Fahre ich auf der anderen Seite mit dem Zug in Richtung Ahr, grüßt mich der einsame Baum auf der Löwenburgspitze.
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