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Künstliche Beatmung

Simon-Dach-Straße 20, 10245 Berlin

Im 70er-Retro Stil gehaltene Lounge/Bar in Friedrichshain. Kundenzitate: "Extrem gute Cocktails zu fairen Preisen", "handzahmer Elektro", "nette Menschen"

Qype Advanced Insider 2736
Benutzerfoto: Jürgen

Jürgen

Kompliment Jürgen (02.06.2008) 4

Der Felsenkeller ist eine der netteren der Berliner Traditionskneipen. Seit einer Weile komme ich zum Kartenspielen her, immer mal wieder.

Einfache hölzerne Stühle, Bänke und Tische und holzgetäfelte Wände prägen den Raum. Das Holz war sicher mal hell.

Die Küche arbeitet mit einfachen Mitteln. Neben den Standards wie Kartoffelsalat mit Knackern oder Wienern gibt es wechselnde andere Gerichte, tendentiell deftig, immer ordentlich, manchmal ausgesprochen gut. Viel kostet das Essen nicht. Auch die Getränke sind nicht teuer.

Der Wirt und die Kellnerin – es war zu unseren Besuchen immer dieselbe – scheinen ihre Arbeit sehr gern zu tun. Das wirkt einfach nett, man fühlt sich willkommen.

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Kompliment berlingazza (25.05.2008) 5

Leider wird der Felsenkeller ja nicht ” durch hingehen” gerettet,
lieber vilmoskörte.
Wenn der Vermieter der gleiche ist, der auch das Eckhaus saniert hat, dann Gute Nacht.

“Radio Rademacher” mußte ja auch nach Jahrzehnten raus, erst für ein Wettbüro, nun für Starbucks.

Die Konzerne zahlen halt jede Miete, und die vermieter sind halt keine Freunde des gepflegten Bieres unter Schöneberger Nachteulen.

Früher war mir der Felsenkeller zu teuer.
Nein, nicht die Getränke, sondern die Reinigungskosten für das komplett Outfit, welches nach einem Besuch immer in die Reinigung gegeben werden mußt, nachdem es zu Hause die Restnacht auf dem Balkon verbracht hatte.

Nun macht es mir wieder Spass, und man erkennt jetzt auch die Gesichter der anderen Gäste.

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Benutzerfoto: guehart

guehart

Kompliment guehart (09.04.2008) 5

Der Felsenkeller sagen die einen, die Möve, die anderen, aber egal unter welchem Namen man dieses Lokal benennt es ist und bleibt seit Jahren mein Nummer 1 Hit in der Kneipenszene Schönebergs. War früher manchmal Land unter im dichten Nebel des Tabakqualms, hat man heute zu jeder Zeit klare Sicht auf seine Gesprächspartner, kann frei durchatmen und die kleinen (aber feinen) Speisen genießen. Das muss nämlich ausdrücklich betont werden: die Küche ist keine Notküche sondern schon was für den großen Hunger und auch Appetit. Neben den Standards (z. B. Kartoffelsalat mit Wiener oder Wurstsalat oder Heringssalat etc.) gibt es jeden Tag ein oder zwei Gerichte zusätzlich. Und erst das Bier! verschiedene Sorten u. a. Rothaus oder Fürstenberg werden vorzüglich gezapft (rechtzeitig nachordern verkürzt die Wartezeit) und meist von den absolut tollen Wirtsleuten oder dem i. d. R. freundlichen und netten Service serviert.
Der Felsenkeller ist eine wirkliche Naherholungsstätte!

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Qype Advanced Insider 2101
Benutzerfoto: Eichi

Eichi

Kompliment Eichi (08.04.2008) 4

Es geht um Bier, hier. Die deftige Notküche ist zu vernachlässigen. Besser nur zum trinken (Bier) kommen und vorher speisen. Das Stammpublikum ist mit literarisch-akademischen Debatten beschäftigt und gönnt den anderen Besuchern meist nur den uninteressanten Zweitraum. Musik wurde hier noch nie gespielt. Ein angenehm-anregender Murmelpegel bestimmt die Atmosphäre. Früher kam noch der Hauch von Rauch hinzu. Gerade diesem Lokal bekommt das Nichtraucherschutzgesetz gar gar nicht. Mal sehen wie es weitergeht. In der Zwischenzeit: bitte noch ein famos-frisch gezapftes Fürstenberg, Köpi, Budweiser, Rothaus, usw., usw.

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Qype Advanced Insider 12K
Benutzerfoto: Wolfram

Wolfram

Kompliment Wolfram (29.04.2007) 5

Hoffnung für den Felsenkeller ? Die Hotel - und Gaststättenzeitung AHGZ sah neuerdings wieder aussichtsreiche Verhandlngen mit den Vermietern des unersetzbaren Lokals in der Schöneberger Akazienstrasse 2. Beunruhigt hatte die Gemeinde der trinkfreudigen Kulturschaffenden zunächst die Nachrichtenlage im Winter 2006/2007:
Die Berliner Morgenpost schrieb über diese heissgeliebte schöneberger Künstler Kneipe und altgediente Institution u.a.:

"Künstlerkneipe "Felsenkeller" macht dicht!

Für das einmalige Interieur gibt es Interessenten aus New York

Von Isabell Jürgens

Schlechte Nachrichten für die Freunde der wahren Berliner Kneipenkultur: Der legendäre "Felsenkeller" an der Akazienstraße 2 in Schöneberg wird Ende August schließen. Alle Versuche, mit den Hauseigentümern eine Einigung zu erzielen, sind gescheitert. "Wir suchen jetzt neue Räume", sagt Günter Döring, der mit seiner Frau Michaela Friedrich dafür gesorgt hat, dass sich Künstler, Promis und Nachbarn aus dem Kiez zu der besonderen "Thekenmischung" verbunden haben, die den Felsenkeller so einzigartig macht. Nach 14 Jahren müssen sich die Wirtsleute und ihre Stammgäste nun langsam an den Gedanken gewöhnen, ihr öffentliches Wohnzimmer in dem einzigartigen 20er-Jahre-Ambiente zu verlassen.


Interessenten aus New York
Auch gebe es kaum noch Kneipen in Berlin, die mit den eigenwilligen Schlauch-Maßen des Felsenkellers übereinstimmten: Der 20 Meter lange und im vorderen Bereich bis zu 4,30 Meter hohe, aber nur fünf Meter breite Gastraum mit den honigfarbenen Holzpaneelen an den Wänden bilden den heimeligen Rahmen für den anregenden Pluralismus der Stammtisch-Meinungen: "Vielleicht verkaufen wir das Interieur auch nach New York", ergänzt ihr Mann. Als sie kürzlich "probehalber" das gesamte Mobiliar samt den Wandverkleidungen im Internet angeboten hätten, sei die Resonanz aus der amerikanischen Metropole enorm gewesen. "Ein befreundeter Werbegrafiker aus New York hatte uns schon gesagt, dass Kneipen im Stil der 20er-Jahre derzeit der Renner in Manhattan sind." Und schlauchartige und hohe Gasträume gebe es dort auch, sinniert er über den "Felsenkeller im Exil" nach.

Dennoch streuen die Wirtsleute unter ihren Stammgästen ganz gezielt, dass sie auf der Suche nach neuen Räumen sind: "Ich könnte mir vorstellen, ein klassisches Wirtshaus zu betreiben", sagt Friedrichs, die früher zur "Storch"-Belegschaft gehörte. "Auf jeden Fall soll es etwas Bodenständiges sein, auf Schickimicki hab ich keine Lust." Jeden Abend ist nun die Suche nach einem neuen Domizil das Tresenthema Nummer Eins. Wer sich noch nicht mit vollständiger Adresse und Telefonnummer ins Gästebuch eingetragen hat, holt das schleunigst nach, um rechtzeitig informiert zu werden, sowie es eine neue Heimat für die große Felsenkellergemeinde gibt.

Die Liste der Promis, die gerne vorbeischauen, ist lang. ...
Die übersichtliche, aber gute Speisekarte - Weißwurst mit Brezel (4 Euro), Eintöpfe (4-5 Euro) oder Knacker mit Kartoffelsalat (5 Euro) hat neben gekonnt gezapften Bieren (0,5 Liter: 2,70 Euro) dazu geführt, dass auch Sterneköche wie Franz Raneburger (ehemals Bamberger Reiter, jetzt Restaurant Schloss Glienicke) gerne vorbeischauen. ... "
Aus der Berliner Morgenpost vom 1. März 2007

Unglaublich ist der historische Bier- und Schnapskeller. Bei guter Führung und wahrem interesse kann er gelegentlich besichtigt werden. Hier lagern völlig eingestaubte Kleinodien der Berliner Trinkkultur. Pittoreske Riesenflaschen, Tonfässer für Schnaps und allerlei längst in Vergessenheit geratene Gerätschaften. Dies ist ein wahres Museum, ohne Pädagogen und Gedöns...

Also Qyper: Bald hingehen und sich an der Raumsuche oder den laufenden Verhandlungen für einen neuen Mietvertrag für diese einzigartige Kneipe aktiv und finanziell unterlegt beteiligen, bitte !


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Kompliment vilmoskörte (29.04.2007) 5

Der Felsenkeller hat nicht nur diesen wunderbar holzgetäfelten Gastraum mit den maritimen Details wie der ausgestopften Möwe und den Reklameschildern der großen transatlantischen Schiffahrtslinien sondern auch einen Keller mit allerlei Raritäten aus der Vergangenheit des Lokals. Hier stehen noch die Tongefäße mit den diversen Schnäpsen und Bränden, Bierkästen mit alten Bügelflaschen, zum Teil noch mit Inhalt, wie einige Kästen mit Groterjan Weiße, die – so der Wirt – hervorragend schmecken, denn die Weiße ist mit feinster Perlage versehen und macht damit ihrem Beinamen »Champagne du Nord« alle Ehre.

Auch wenn die Kellertour nicht zu den täglichen Attraktionen gehört, der Felsenkeller muss als Berliner Institution gerettet werden! Geht hin, mehr als einmal, erfreut auch an seiner Ausstattung und den freundlichen Wirtsleuten, trinkt ein Bier oder zwei!

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Beliebte Stichworte: bier, essen, kneipe, schöneberg, tradition

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