Bäckerei Seidenschnur, Moabit, Berlin
- Kategorie:
- Bäckereien & Konditoreien Moabit | Bäckereien & Konditoreien Berlin
- Adresse:
-
Gotzkowskystraße 33, Moabit, 10555 Berlin
030 391 38 24
- Geöffnet:
- Kaffee und belegte Brötchen ab 6 Uhr morgens
- Mehr Details:
-
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Opitzstrasse 9, 12163 Berlin
Konditorei in Berlin. Zitat: "Kleines Eckgeschäft im Herzen von Steglitz, gemütliche Atmosphere und sehr Familien freundlich."
18 Beiträge zu Bäckerei Seidenschnur auf Deutsch
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Super!!
Bin zu Besuch aus Leipzig und unter den ganzen schlechten Discountbackshops so eine Entdeckung zu machen – klasse!
Ich bin selbst Hobbybäcker und von Oma’s Kuchen verwöhnt und dieser Kuchen in Moabit schmeckt klasse!
Hingehen, Los!!!!
Diesen Bäcker kenn ich schon, solange ich hier in Moabit wohne. Vieles ging hier aber der Bäcker konnte sich halten.
Der kleine, gemütliche Laden hat ein Angebot das sich sehen und schmecken lassen kann. Alles wird hier selber hergestellt.
Hier komme ich gerne her.
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Der letzte Bäcker in moabit der noch handarbeit leistet. Leider eine Seltenheit geworden das Bäcker Handwerk.
Update: Preiserhöhung
Berner Nuss: 1,25 Euro
sonstiger Kuchen nun meist ab 1,40 Euro
Riesenkuchen: 1,95 Euro
Meine Bewertung bezieht sich nur auf den Kuchen, da ich die Brötchen noch nicht intensiv genug getestet habe:
Der Kuchen ist einmalig! Berner Nusskuchen: ein Traum mit Wallnüssen, Pflaumenmus und Marzipan. Für 80 Cent das Stück sehr günstig.
Pariser Apfelkuchen: sehr saftig und endlecker.
Käsekuchen: Der beste Käsekuchen ganz Berlins!!! Auch nach Tagen noch frisch und saftig, nicht zu süß, aber dennoch sehr geschmacksintensiv. Während der Meisterbäcker Zandonai in der Nähe einen Streuselbelag nimmt, der mir aufgrund der großen Zuckerstücke oben drauf nicht so zusagt, sind es bei Seidenschnur winzige Butterstreuselchen, da könnte ich mich reinlegen. Auch die klassische Rosinendecke ist der Hit. Dazu gibt es wagenradgroße Käsekuchen mit wechselnder Fruchtfüllung (Kirsch, Johannisbeere, Blaubeere…) für unglaublich günstige 1,65 (bei Butter Lindner zahlt man 4,50 für furztrockene Käsekuchenmasse!!!).
Frau Seidenschnur macht stets einen kummervollen Eindruck, so als wüsste sie, dass die Bäckerei nicht mehr lange existieren kann bei der Aufbackkonkurrenz. Aber sie ist unglaublich herzlich und melancholisch-freundlich, genauso wie ihre reizende Kollegin. Herr Seidenschnur schiebt seinen Bauch ab und zu aus der Backstube, die Schürze voller Mehl.
Donnerstags gibt es immer Rosinenweißbrot, das – so munkelt man – ebenfalls ganz hervorragend schmecken soll.
Hingehen und leerkaufen – die Seidenschnurs haben es verdient!!!!
Als zugezogener Moabiter (seit 8 Jahren) finde ich es toll das es die Bäckerei Seidenschnur gibt. Es macht immer wieder Freude den kleinen Laden zu betreten, den Duft von frisch gebackenem Brot und Kuchen einzuatmen und mit einem Lächeln von Frau Seidenschnur persönlich begrüßt zu werden. Immer wieder schön wie man sie mit kleinem Trinkgeld zum dankbarem Erstaunen bringen kann, aber bei den teils krummen Beträgen und dem Wissen das hier noch alles Handarbeit ist fällt es mir nicht schwer auf die paar Cent gerne zu verzichten.
Als Nachbar weiß man mittlerweile, das man sein Lieblingsbrot (Sylter oder Rostocker) am besten gleich früh am Morgen und nicht erst nach der Arbeit kauft. Dann gibt es nämlich nix mehr.
Der Kuchen ist das Beste überhaupt! Immer frisch, immer wieder neue tolle Sorten und im Winter geht ohne eine Tüte kleine Schweinsohren überhaupt nichts. Allzeit beliebte Klassiker und meist im Angebot: Pariser Apfelkuchen, Berner Nusskuchen, Bürgermeisterkranz, KirschNougat oder Quarkkuchen mit Mandarinen.... damit beglücken wir uns und unsere Gäste immer wieder gerne.
Zur Tradition geworden sind mittlerweile die Pfannkuchen zu Silvester. Machen sie sich mal den Spaß und bestellen sie ein Dutzend mit verschiedenster Fülllung und Glasur und bringen sie die auf eine Party mit: es werden die einzigen sein die Neujahr nicht erleben! Versprochen!
Wenn Besuch in der Stadt ist und es zuhause am Wochenende Frühstück geben soll, dann wird Freitags vorbestellt. Da erspart man sich Samstags lange Gesichter wenn man keine Sauerteigbrötchen oder Schusterjungen mitbringen konnte.... Sonntag muss man leider woanders Brötchen holen gehen oder die vom Vortag nehmen.... Da hat nämlich die Bäckerei auch mal frei. Aber das gönn ich ihnen.... =)
Es bleibt zu hoffen das diese kleine Bäckerei noch lange den immer mehr werdenden Pseudobackstuben in Moabit trotzen kann und ja vielleicht der Laden von der nächsten Generation übernommen werden kann.
An alle die täglich nebenan mit Billigkaffee und trockenem Stück Gebäck vor dem türkischen Backshop sitzen: Sparen sie sich doch das Geld und gehen sie nur alle 2 Tage lieber in diesen richtigen Bäcker mit Stehcafe, der Bäckerei Seidenschnur. Sie werden es nicht bereuen.
Ich kenne keinen besseren Bäcker !
Alle Körner- und Vollkornbrote, welche ich bisher probiert habe,
stehen ausser Konkurrenz.
Kuchen und Brötchen habe ich bisher viel zu wenig getestet.
Diese, welche ich jedoch schon gegessen habe waren auch super!
Aber besonders erwähnenswert sind immernoch die Körnerbrote.
Knusprige Kruste mit feinen Röstaromen, frischer saftiger Teig und die Körner sind nicht nur auf dem Brot reichlich verteilt, sondern auch im Brot.
Die Preise sind auch okay.
Wer woanders kauft, machts falsch!
Bin zufällig daran vorbeigefahren und beim Anblick der Auslage mußte ich da einfach rein.
Mandel-Hörnchen einfach grandios,
und die beiden Kuchen waren bislang das beste was ich in Berlin so essen durfte (aus Bäckereien)
Spitze
eigentlich ja mindestens 4,77 sternchen.
die letzten hundertstel gehen ab, weil ich bei den brötchen nicht so völlig begeistert bin (was ja auch vorlieben- und geschmackssache ist).
um so mehr begeisterung bei brot und kuchen!
bei den broten hat es mir vor allem das "Rostocker" (null ahnung, wie das zu seinem namen kam) angetan - leider werden davon wohl täglich nur zwei stück gebacken, so daß ich schon mehrmals keins mer bekommen habe.
is aber besser, als wenn nicht verkauftes später weggeworfen wird!
alle probierten (²) kuchen - sehr legga, und vor allem viel abwechslung dabei - nicht die einheits(parte)rezepte vom "super"markt oder vom kettenbäcker!!
da stört es mich auch nicht, daß manche kreationen nicht unbedingt meine preferenzen bedienen. bei der (durchaus nicht unübersichtlichen) auswahl hier findet sich garantiert was für jeden geschmack.
zur (mentalen) vorbereitung auf den vom geneigten leser gerade beschlossenen besuch dieser leider fast ausgestorbenen spezies bitte UNBEDINGT den beitrag von Lungenwurst al forno lesen!
die anderen beiträge natürlich auch.
zb. den von Liesl ...
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(²) für die (noch) nicht probierten kuchen hat die zeit (hier in Moabit) noch nicht gereicht ... ;-)
Gern hätte ich sie beraten. Kostenfrei. In Sachen Serviceorientierung. Und wie die Kundenorientierung die echten Bäcker langsam auslöscht, austrocknet, aushungert. Einfach so nebenbei.
Wie das geht?
Ganz einfach: Man beobachte den Wechsel in den Supermärkten von abgepackten Scheibenbrot der Backindustrie hin zu frisch aufgewärmten und ungeschnittenem Scheibenbrot (Scheibe werden sie doch fast alle, früher oder später...) - was UNGLAUBLICH nach echtem Bäcker aussieht und riecht. Und diese gut beleuchteten Konvektomaten. Eine Augenweide. Neben der hauseigenen Espressomaschine, dem Bügelautomaten, (Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler sind schon zu normal) und dem Rasenmäher für's Internet wird der Hauskonvektomat der nächste sein, der die Haushalte zu kleinen und vor allem noch effizienteren 1-Mann/Frau-Betrieben machen wird.
Soweit zur Beobachtung Nummer eins. Aus sicherer Distanz (Distanz ist immer wichtig dabei!Und sie sollte auch immer sicher sein.)
Beobachtung Nummer 2: Die Backshops. Kein Kommentar. Der Name ist Programm. Das Vor-Ort-Büro der Backwarenindustrie. Pornographie mit Mehltau.
Nun aber Beobachtung Nummer 3: Die neuen Selbstbedienungsbackshops - getarnt als echte Bäckereien. Weil sie das Angenehme irgendwie mit dem Billigen zu verbinden gewusst haben.
Geh selbst, grapsch selbst, friss selbst und stirb selbst. Faszinierend. Vor allem, wenn man nur zugucken muss. Und nicht selbst essen. Oder backen.
Und da sind wir nun, hängt das Backhandwerk doch an einer seidenen Schnur (welch gelungenes Wortspiel, Selbstlob!). Wie die Schlachter. Vor den Wänden waren es noch über 1.000 kleine Betriebe in Berlin (Auskunft eines der letzten Überlebenden). Heute sind es nur nach an die 50 (oder waren es 35?) - es sind auf jeden Fall irre wenig. Weil eben schon alles fertig abgepackt oder an der Fleischtheke im Supermarkt rosa gekaut wird.
Und die Brötchen?
Warum in Hergottsnamen (schreibt man das so?) nicht einmal als Bäcker auf die K...läden zugehen und sagen: "Ey, hallo, ihr da, wir backen noch selbst. Kunden finden das cool. Echte Bäcker, echtes Brot, echte Brötchen. Handgemanscht: Nix Fabrikware (auch wenn die Inhaltsstoffe sehr ähnlich sein dürften). Wollt ihr die nicht mal mit ins Angebot nehmen? So wegen lokal und so. Aus der Region quasi. In Berlin ist doch irgendwie alles Region oder? Schon wegen die Arbeitsplätzchen, sie wissen schon. Da müssen wir doch zusammenhalten. Ich kauf doch auch bei Ihnen die Butter und das Bier. Sehnse? Und Sie können dann mit mir werben. Echt Seidenschnuur. Moabiter Tradition seit 1596 (oder so). Back to the roots. Sei echt. Sei Bäcker. Sei Berlin.
Und kauf verdammt nochmal nicht diese Gleichheitssalzbrotbackwarenaufblasmischungen im Supermarkt! Sonst kommen unsere backfrischen Brötchen irgendwann noch aus Pakistan, zusammengerührt in Indonesien und qualitätsgeprüft in Kambodscha - weil's einfach so unendlich viel günstiger ist. Ich auf nix verzichten muss und mir dann die neue Playsation 321,4 einen Tag früher zulegen kann (habe jeden Tag 2 Cent gespart, kommt viel zusammen! Allein der Flachwichsbildschirm hat sich dadurch schon finanziert. War diesmal der Fleischer - eh zu weit weg von zu Hause und ewig gestrig), um die letzte Windung meines Hirns zu finden und auszulöschen. Und alle Bäcker mit ihnen.
Wohl bekomm's.
Siri Du schreibst mir ja so was von ausse Lunge, ähem, ausm Herzen !!!!
auf, brotkonsumenten, kauft dem Seidenschnur die ware weg!
ihr tut euch damit selber auch mehr als einen gefallen!!
8 März 2011
Dada (Wide Lungenwurst Sot) Chuzpe (Neuss al forno er-Elle) Na endlich! REVOLUTION! Nieder mit den Fabriken :-)
8 März 2011
Kann mich den anderen Stimmen nur anschließen!
Sehr lecker!! :)
Bei Seidenschnur handelt es sich um eine RICHTIGE Bäckerei, keinen "Back-Shop" oder ähnliches wo Sachen nur aufgebacken werden.
Hier in Moabit gibt es jede Menge sogenannte Bäcker....und Backwaren.
Heute zu Sylvester habe ich es mir gegönnt, bei der echten Bäckerei Silberschnur noch herrliche Pfannkuchen zu kaufen und ein superleckeres Bäckerbrot.
Ich komme mir immer wieder vor wie auf einer Zeitreise, im täglich frischen Angebot ist eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei und es schmeckt so gut wie ich es aus meiner Kindheit noch kenne.
Hier ist ein ein Bäckermeister alter Schule am Werk und man wird sehr freundlich bedient. Für mich ein kompletter Traum in der heutigen modernen Zeit!
Wem es nicht schmeckt, der soll doch einfach woanders hingehen, die Auswahl ist ja groß genug!
ich weiß nicht, wie oft ich an der Bäckerei vorbeigerannt bin, bis sie mir dann mal aufgefallen ist. Aber seitdem habe ich endlich wieder wirklich gute Brötchen zum Frühstück. Auch das Brot schmeckt wunderbar, die Verkäuferinnen sind sehr freundlich und ich bin froh, meine Stammbäckerei gefunden zu haben.
Hab ich meinen Freunden in den Ohren gelegen mit den Worte: "Könnt ihr euch noch an die Schusterjungs von früher erinnern, die haben noch nach Sauerteig geschmeckt, die gibt's gar nicht mehr." Die gibt es sehr wohl, ich habe den Geschmack in Form von Sauerteigbrötchen bei "Seidenschnur" wiedererleben dürfen. Himmlisch ist auch der Blechkuchen, da schmeckt man noch die Butter und die Hefe raus, göttlich und das für kleines Geld.
Hier ist die Zeit stehen geblieben. Unglaublich herzliche Verkäuferinnen, sehr sehr schmackhafter Kuchen. Die Brötchen sind ok, aber nicht wirklich das Beste, was ich je gegessen habe. Unterm Strich empfehlenswert. Probiertipp: Berner Nusskuchen und Käsekuchen mit Streuseln.
Ich kann mich den Vorrednern nur sehr bedingt anschließen. Nach so viel Lob, wollte ich auch einmal meine Schrippen und sonstigen Frühstücksbrötchen hier kaufen und wurde sehr, sehr enttäuscht.
Ich habe hier fast die schlechtesten Schrippen und Brötchen aus hellem Teig bekommen, die mir sonst in Berlin über den Weg gelaufen sind. Die Schrippen bestanden fast nur aus Luft und hatten eine Oberfläche, die beim Drüberstreichen quietschte - bei den anderen Brötchen war das mit der Luft ähnlich, wenn auch das Quietschen wegfiel.
Ich mag Vollkorn nur bei Brot und könnte mir vorstellen, dass die Kompentenzen dieses Bäckers eher bei Brot und bei Vollkornwaren generell liegen.
Ich habe mir übrigens an diesem Tag auch Kuchen dort gekauft - Streuselkuchen mit Obst (Pflaumen?). Schockiert musste ich zuhause feststellen, dass der Bäcker zwischen die Pflaumen eine dicke Schicht Nutella geschmiert hatte. Das hat mir dann den Rest gegeben.
Ja, ja, ich hätte besser aufpassen sollen und hätte sicher auch eine andere Sorte (Streusel-)kuchen (anderen habe ich dort nicht gesehen) nehmen können, aber allein die Tatsache, dass er in seinem Sortiment so eine geschmackliche Verfehlung hat, hat mich an der Qualität insgesamt zweifeln lassen. Da kann er noch so viel selbst backen und eigenen Teig nehmen - wenn's nicht schmeckt, schmeckt's eben nicht.
Eigentlich hat ja Liesl schon das wichtigste alles geschrieben zur “Bäckerei Seidenschnur”, zwei Häuser von einer dieser großen bunten Plastik-möblierten Aufback-Stationen entfernt. Seidenschnur ist so eine Art Gegenmodell dazu: handwerkliches Backen, sehr gute Ware - und hier muss man neben den Schrippen wirklich mal die Süßwaren erwähnen, Nougattaler und diverse Obstkuchen und Nussecken und mehr. Die Bedienung trägt Kittelschürze statt einer rot-schwarzen Uniform mit passendem Bascepa. Der Meister selbst trägt graue Hosen und mehlige Kutten und kommt zwar ab und an in den Laden, würde sich aber nie herbeilassen, die Kundschaft zu bedienen. Das Stehcafé hat den Charme einer Besenkammer mit Schaufenster. Kurz: Hier ist gar nix Marketing-optimiert. Und wahrscheinlich schmecken genau deshalb die Sachen auch wirklich.
Ich bin kein Freund von Aufblasbrötchen und bin deshalb froh, dass es in meinem Kiez eine richtige Bäckerei wie diese gibt. Neben Brot und Brötchen, sind auch die Kuchen zum reinbeißen gut.
Ich habe ihn gefunden, meinen Schrippenbäcker. Damit hat ein weiteres jahrzehntelanges Sehnen die Möglichkeit täglicher Erfüllung gefunden.
In meiner Kindheit waren es Semmeln, viele Jahre später Rundstücke, an einem Kiosk im Harburger Hafen entdeckt, was die Reminiszenz dieses unvergleichlichen Geschmackserlebnisses wieder aufleben ließ. Nun endlich sind sie, als Schrippen, auch in Berlin zu haben, genauer in Moabit, noch genauer bei Seidenschnur in der Gotzkowskistraße.
Mein erster Blick drohte haltlos über die Stehcafé-Werbung zu rutschen. Doch irgendetwas irritierte, ließ mich genauer hinschaun. Urkunden mit Auszeichnungen, gerahmte Blätter, die verkündeten: Hier wird selbst gebacken. So richtig, ab drei Uhr morgens, in der Backstube hinter dem Ladengeschäft, in dem man sich die diversen Backerzeugnisse auch belegen lassen kann, mit Zwiebelmett zum Beispiel zu einem Heißgetränk.
Ich zog mit gefüllter Bäckertüte davon: braune im Dreierpack gebackene Mischbrötchen, wie Semmeln und Rundstücke geformte Weizensauerteigbrötchen, Schusterjungs, die klassischen Berliner Schrippen und, als Frühstücksgeschenk für den Süßen, Nußkuchen. Der Heimweg war lang, dem Hefegeruch war kaum zu widerstehen.
Was soll ich sagen? Ich hab ein Stück Kindheit wiedergefunden. Das erste mal hab ich sie alle ohne was drauf gegessen, das zweite Mal versuchte ich es mit Butter, dann mit Marmelade, Johannisbeer-Himbeer, Honig passt hervorragend. Aber eigentlich sind sie so gut, dass sie gar nichts brauchen. Schrippe pur, besser als jedes Stück Kuchen.
Damit es nicht so aussieht, als würde ich Vatis Bäckerressort übernehmen, war das voraussichtlich mein letzter Bäckerbericht. Mit der dringenden Aufforderung allerdings, hinzugehen und dem letzten unabhängigen Bäcker Moabits ein langes prosperierendes Bäckerleben zu ermöglichen.
Dada (Wide Lungenwurst Sot) Chuzpe (Neuss al forno er-Elle) Liebes Liesl,
es gibt einen "besseren" Bäcker in Moabit. Ganz bestimmt. Moment mal... hier: PROß WOLFGANG BÄCKEREI KONDITOREI Ächt läckrrr!
16 März 2011






