Kompliment
dolphin (11.05.2007)
Manoli haben einen neuen Ort für sich gewonnen: Sie treten im Restaurant Esskultur auf!
Zum Restaurant kann ich noch nichts sagen, wohl aber zu Manoli!
Der Name steht für "MAnnigfaltig NOble LIeder".
Gesungen und gespielt von einem Duo: Harald Krösser und Sigrid Güssefeld.
Sie leiten mit gekonnten Überleitungen durch ihr Programm.
In ihrem Repertoire findet man Stücke von Tucholsky, Holländer, Kollo, Mehring über Kreisler bis in unsere Zeit, zum Beispiel Billy Joel.
Der Begriff Manoli stammt aus dem Berlin der goldenen 20er Jahre
und war eine Zigarettenmarke der Firma Mandelbaum.
Herr Mandelbaum hatte sich vom Namen seiner Frau inspirieren lassen -
Ilona Mandelbaum, abgekürzt: Ilona M. sprich Manoli.
Revolutionär war die Leuchtreklame der Firma.
Ihr Blinken machte den Eindruck einer rotierenden Roulettekugel und war ein Synonym für diese Zeit.
Aber darum gings ja eigentlich nicht. Zurück zu unserem heutigen Manoli!
Harald ist Musik- und Deutschlehrer. Er spielt von klein auf an Akkordeon und seit langem auch Klavier, mit Gesang dazu.
Sigrid Güssefeld hat fast 30 Jahre Bühnenerfahrung (unter anderem Kabarett)und bringt einem mit ihrer echten Berliner Schnauze das Manoli-Gefühl näher.
Besonders die zweistimmigen Passagen haben es mir angetan. Professionell und gut aufeinander abgestimmt.
Und noch etwas: Du bist ja total Manoli!
Dies war ein Ausdruck für: Der tickt nicht ganz richtig.
Die Steigerung davon hieß: Manoli linksrum!
Tucholsky hat diesen Begriff auch in seinen Texten verarbeitet.
Es klingt für mich nun fast ein wenig liebevoll:
"Du bist ja manoli linksrum!"
Wenn Ihr auch mal ein wenig Manoli sein möchtet:
Nächsten Sonntag, 13.05.2007 treten sie mit einem Abendprogramm im Esskultur auf.
Ab 20:30 Uhr kann man sie für 8,50 geniessen.
Ebenso wie vielleicht ein Menu à la carte?
Stichworte
musik, kultur, kabarett, klavier, gesang, tucholsky, kreisler
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