na mensch, super verstichwortung ~ im schmerzmittel-anhang konsumierter ochestrierung. selbst der redundierte spirit lächelt rinks/lechtslastig ins gerührte tal hinab.. a waahnsinn!!
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Gerald Angerer
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7 Beiträge zum Platz "Gerald Angerer" auf Deutsch
Gerald, ich lese dich gerne, ich folge dir, ich like dich und freue mich immer über neue Beiträge und Meinungen.
So, dass musste mal gesagt werden.
Gerald Angerer, der Lokalreporter, Ideenfinder, Textinhaber,Genussexperte ist sowohl unkompliziert, allerdings nicht untief, als auch manchmal ungemütlich (und zwar an der richtigen Stelle). Zudem ein herrlicher Abendschnabulationskollege und Gesprächspartner.
Ich empfehle ihn äußerst gerne sowohl als Menschals auch als Profi.
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wegbegleitende, meditative Allgemeinkompetenz, die uns rührt und oft auch schüttelt.
Gerald, öschi- erprobter Alltagsheld der spirituellen Redundanz, dirigierend im Ein-Mann-Orchechster für eine Mitte-links-lastige “Symphonie-der-Großstadt”.
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 2 September 2009:
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 2 September 2009:
achso: gut geschrieben und absolut lesenswert!
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Gambit, 6 September 2009:
Wem’s g’fällt ?!!
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 6 September 2009:
bin ohnehin für rauschhafte selbsterkenntnis & ein sozialverträgliches tu, was gefällt..
ich biete: textgestaltung / ideenentwicklung / marketing / PR - werbetexte & redaktionelle texte - konzept - image - positionierung
update vom 14.07.2009 -> mein leben ist im lot, mein herz gesund, seele und geist sind bei verstand.
don't look back oder
Kleiner Einblick in mein Innenleben von 2004
Werbung macht dick
Sisyphus ließ den Stein Stein sein, packte seine sieben Sachen und ging nach Hause.
Nach einem Jahr nächtlicher Kreativ-Arbeit stand mein Entschluss fest. Ab heute werden die großen Agenturen des Landes ohne ihren willigen Ideen-Lieferanten auskommen müssen.
Ernüchtert schaute ich in die weit aufgerissenen Augen meiner Realität, und sah darin das Monogramm rezessionsbedingter Wahrheit: A – wie Arbeitsamt, wie arbeitslos.
Alle Versuche in der Werbetexterszene zu reüssieren, wurden zurückgewiesen. Vorformulierte Floskeln ließen mich wissen, dass ich es nicht persönlich nehmen solle, man hätte sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, und natürlich hätte die schweren Herzens getroffene Entscheidung nichts mit meiner kreativen Qualifikation
zu tun, aber, ein offenes Wort bringe einen bekanntlich weiter als viele Worte. Mit den besten Wünschen für meine berufliche Zukunft, winkten mir die Titanen der Neuen Werbung, Jung und Matt, aus dem beigefügten Foto direkt in mein Antlitz. Ein Akt persönlicher Anteilnahme: visuelle Kommunikation. Die Götter zeigen Gesicht, schicken dir ein aufmunterndes Grinsen, lachen dich aus. Die Absage von den GEILEN Hamburger Geizhälsen tat schon nicht mehr weh.
Meine Erwartungen schrumpften. Aus einem zügigen Fluss wurde ein fingergroßes Bächlein. ![]()
In den letzten 12 Monaten hatte ich gut an die 300 Copytests erarbeitet. Von den gestellten Aufgaben erledigte ich 2/3 in originell-konzeptionell rasanter Art. Eine Realisierung meiner Arbeiten hätte innerhalb eines Jahres die Werbung im Lande
umgekrempelt. Dies war nicht mal meine eigene Überzeugung, es kam aus dem Munde eines erfahrenen Werbers und UdK-Dozenten, dessen Urteil mich an der Stange hielt, mir die Kraft gab, nach jeder Absage den Stein der Kreativität auf ein Neues den Berg hoch zu rollen. Seine Innere Sicht auf Kriterien und Formalien des Agenturalltags brachten mich allerdings ebenso wenig an den Ort meiner Begierde, wie das Schulterklopfen der zahlreichen Trend-Adepten aus meinem Bekanntenkreis.
Oben angekommen, rollte der Stein in meinen Briefkasten zurück. Egal, ich versuchte es erneut, war von meinem Talent überzeugt, war mir sicher, meine Ideen hätten das Zeug zum großen Wurf, ich war bereit entdeckt zu werden. Allmählich aber wurde selbst mir klar: Entdecker fahren zur See, reisen durch ferne Länder, erobern Galaxien. In der Werbung sucht man sie vergeblich.
Ich konnte nicht mehr klar denken, das Scheitern zog in mein Gehöft. Nichts rührte sich.
Als privatisierender Werbetexter durch Berlins Mitte zu laufen und den unzähligen ADs, CDs und DVDs bei ihren Latte Macchiato Ritualen hinter die hochmütigen Pornobrillen zu starren,
das durchzwirbelt auf Dauer ganz schön dein Köpfchen. Ich ging in die Offensive, wechselte das Metier.
Früher saß ich nächtelang an meinem Laptop, jetzt stand ich Tag und Nacht am Herd. Besonders liebte ich meine Soupérs zur Mitternacht: Leberkäse mit Spiegeleiern, dazu mit jeweils 50g Schwarzwälder Schinken belegte X-Large Toastscheiben á la Americaine und einen Liter Müller Milch Schoko zum Nachspülen. Es war die Zeit der guten Träume.
Ich aß und aß, wurde fetter und fetter.
Innerhalb eines Monats hatte ich 30 kg zugenommen und wurde der Statur des Ex-Frontpage Herausgebers Jürgen L. immer ähnlicher – dessen unappetitliches Nicht-ohne-Stopfschrippe-durch-meinen-Kiez-schlendern mich in dünneren Zeiten bewogen, ihm, dem Ex-Charlottenburger, seine hackesch-märktliche Aufenthaltserlaubnis zu entziehen.
Mittlerweile ist der Ex-Mitte-Boy dem Wegzieh-Trend gefolgt und wohnt wieder bei seiner Mutter. Ich übernahm jetzt seinen Job. Mein Konzept: Walking. Meine Message: Walking demonstrandum. Ein Fingerzeig für die erfolgreichen Milchschaumschlürfer. Ich wurde beachtet, man schaute mir hinterher, mein Konzept ging auf.
Natürlich hätte ich auch den anderen Berliner Weg gehen können, mich zu Tode saufen oder – besonders beliebt bei arbeitslosen Schauspielern – mich als Base Smoker zuhause einschließen und mit Crack zudröhnen. Nein, ich wählte den ehrlichen, den kleinbürgerlichen Weg, ich fraß mich krank.
Ich hatte es allen gezeigt und mir einen triftigen Grund zurechtgelegt, mein Allerliebstes zu hassen.
Die Zeit für eine Therapie war gekommen..
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dolly, 11 Mai 2007: Das ist die beste Selbstdarstellung/Erkenntnis die ich bis jetzt hier gelesen habe.
Tut mir leid für dich, ich denke auch du hättest das Zeug dafür.Kopf hoch! -
Rolf Bernhard Geißmann, 11 Mai 2007: sehr ehrlich, Gerald, gratuliere.
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meme, 11 Mai 2007: Text in Verbindung mit den Bildern macht mich betroffen,verunsichert mich - weiß nicht wie ich das einschätzen, damit umgehen soll ???
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 11 Mai 2007: meme, die bilder illustrieren die arbeit des texters. pars pro toto.
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Wolfram, 12 Mai 2007: Uff, warum so offen. Geaht hatten wir manches ja bereits. Nun also ist das doch überwunden ?
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 12 Mai 2007: selbstdarstellungen sind immer sache desjenigen, der sich selbst darstellt.
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Rolf Bernhard Geißmann, 12 Mai 2007: ....und, der damit auch sich selbst die Möglichkeit gibt, etwas im Inneren zu überwinden und wieder ins Reine zu kommen.
Du wirst wissen, was ich meine:
Hülle Dich wieder ins LICHT, schütze Dich, SO HAM !!!!!!!!!!!!! -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 12 Mai 2007: so ham! ~ gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi svaha!
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mostro, 12 Mai 2007: Mit viel Liebe und Selbstironie geschrieben - ich hoffe, lieber Gerald, Du findest immer Wege, Deine Selbstachtung aufrechtzuerhalten und Dich und Deine Umgebung gleichermaßen zu lieben! Gern so offen! Und: Sysiphos hatte das Problem, daß er nicht wählen konnte oder wollte - man kann aber gelegentlich andere oder gar keine Steine nehmen, oder bunte Murmeln mit freundlichen Gesichtern - und sich umdrehen und einfach den Hang hinunter rollen lassen... soon more!
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DichtervonReimen, 12 Mai 2007: Lieber Gerald, deine Texte bewegen ihre Leser, das Feedback, das du hier bei Qype erhältst, bestätigt das eindrucksvoll.
Wer Kaviarschälchen mit uranemailierten Schießscharten in den Iran rückführen kann, hält jeder kreativen Anforderung statt. Gib die Hoffnung nicht auf, Qualität wird sich durchsetzen. Lokalreporter: mit dem grünen Band der Sympathie, unkaputtbar und schreibt und schreibt und schreibt! -
Rinaldo, 13 Mai 2007: lieber lokalreporter, weitermachen, lass dich nicht beirren.
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Christian Punckt, 13 Mai 2007: In der Wissenschaft braucht man die berühmten drei "G" um erfolgreich zu werden: Geld, Geduld und Glück. Letzteres ist am wichtigsten. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit den richtigen Menschen. Irgendwann muss man sich entscheiden, wie lange man warten will.
Dass Lokalreporter ein Profi ist, merkt jeder. Aber ein sensibler, kritischer Beobachter seiner selbst hat es heutzutage manchmal nicht leicht. Zum Glück hat Lokalreporter so viel Brause im Kopf, dass er kreativ und offen mit seiner Krise umgeht.
Sehr beeindruckend und sehr bewegend! -
volver, 13 Mai 2007:
Hallo lokrep, warum hast du's nicht als Selbstdarstellung deklariert? Wenn's doch eine ist, oder?
Verwundert - volver
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minisimo, 14 Mai 2007: Ja lieber Gerald, du hast hier viele Fans! Qualität setzt sich durch und wir werden noch viel von dir lesen - nicht nur hier bei Qype!
Liebe Grüße Moni -
Rolf Bernhard Geißmann, 14 Mai 2007: Hallo Gerald, die Reaktionen sind schon klasse, aber sag an, wieso bist Du der Lieblingsplatz von Moni und Wolfram? ( Siehe unter Lieblingsplatz von... )
Du siehst, die Menchen docken bei Dir an.
Nimm es doch auch so an, als ein positives Zeichen für die Zukunft. -
minisimo, 14 Mai 2007: Rolf - also mein Lieblingsplatz, weil ich immer gespannt auf neue Berichte vom lokalreporter bin. :-)
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AMCCDuisburgeV, 14 Mai 2007: Uff! Schwere Kost!
Aber wie sagte schon ..., der Weg ist das Ziel.
Du machst das schon.
Beste Grüße,
von Melanie, Anita, Kira, Dieter, Helmut, Guido und dem Rest vom Team -
Max_der_Beer, 15 Mai 2007: Ebenfalls mein Lieblingsplatz. Ich warte immer sehr gespannt auf die neue E-Mail die mich auf eine frische Geschichte vom Lokalreporter hinweist. Ich habe schon viel gelesen aber das hier ist irgendwie ganz besonders. Wäre ich Besitzer einer Zeitung; ich müsste blöd sein wenn nicht jeden Tag eine Geschichte von Dir drin wäre. Lass uns mal joggen gehen. Bin auch zu fett ;o)
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Rolf Bernhard Geißmann, 15 Mai 2007: Heh, klasse, ein neues Photo ist da.
Es geht aufwärts, der Schwung nach oben ist deutlich zu erkennen.
So darf es weitergehen, auch mit den vielen positiven Freundschaftskundgebungen.
Ein gutes Zeichen!!!!!!!!
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Rolf Bernhard Geißmann, 15 Mai 2007: Gerald, der Wolfram hat mit den Photos ein Zeichen gesetzt, also,
es sind ganz viele Flügel da, die Dich tragen wollen. -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 15 Mai 2007: komme gerade vom muttertäglichen aufenthalt in meiner heimat zurück, was ein schöner empfang meiner qype-friends!!!
danke dir Rolf für die freundschaft und die flügel!
danke Wolfram für den heiligenschein!
danke Moni für deine qualität und deinen lieblingsplatz!
danke Christian Punckt für deinen kommentar und die brause!
danke AMCCDuisburgeV für weg und ziel!
dank dir Christian Volver für den hinweis!
danke DichtervonReimen für dein unkaputtbares band der sympathie!
danke Rinaldo für deine unbeirrte aufmunterung!
danke dir Andreas, der wo auf qype mostro heißen tut für deine selbstachtung und deinen hang zum bunten murmeln!
danke Max_der Beer, dass du mich zum joggen mitnimmst!
hey, ich bin echt gerührt! -
havellaender, 16 Mai 2007: hallo lokalreporter gerald,
neu-qyper (eine halbe stunde alt), bin hier gelandet und begeistert, z.b. von deinen komentaren ;-) -
E_Hard, 19 Mai 2007: Reife Leistung - wunderbar.
Warum hat sich bei Werbern die Berufsbezeichnung "-Fuzzy" eingebürgert ? -
E_Hard, 19 Mai 2007: Äh, ich meinte FÜR Werber...
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SimpleMinder, 19 Mai 2007: Weiß gar nicht, was ich schreiben soll, sondern nur daß ich was schreiben soll!
LokRep bzw Gerald, Deine Berichte sind eher Kunstwerke und gehören zu den BESTEN, die es hier bei QYPE gibt!!!
Du weißt, daß Du eine Riesen Fangemeinde hast!!!
Dein Fan Dirk alias SimpleMinder -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 19 Mai 2007: E_Hard -> warum sich bei werbern fuzzy eingebürgert hat? weil sie waschmaschinen in/mit fuzzy-logik verkaufen - weil sie sich stets von ihrer besten seite zeigen und sie darüberhinaus richtige oberfuzzys sind! try hard_er!
simple minds sind auch meine stars! -- danke dir/k! -
SimpleMinder, 20 Mai 2007: Mein neuer Beitrag, x-tra für Dich mein Freund!
DU hast mich drauf gebracht! -
Lenz, 20 Mai 2007: Traurig, in Werbeagenturen gibt es viele Texter, die nicht schreiben können. Gar nicht wissen, was gute Texte sind. Da hast du es doch gut.
Super, dein Beitrag. -
Saschawilddream, 21 Mai 2007: Puhhhh, wie sagen doch die Klitschkos mit ihrem schweren slawischen Akzent: ,,Schwere Kost"...aber nur auf den ersten Blick, beim ersten ,,Text-Überfliegen". Unglaublich welches verbale, mit humoresken Pseudo-Neologismen und satirischen Highlights gespickte Glanzstück Dir mit dieser den Leser förmlich entwaffnenden Selbstdarstellung geglückt ist. Bin ambivalent bewegt (es gibt gewisse Identifikationsmomente) und fasziniert zugleich. Dir ist es mit diesem Beitrag geglückt, mich aus meiner bis dato dezent um nicht zu sagen 100%-ig passiven Qype-Existenz förmlich hervorzukitzeln. Vielen Dank dafür...
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Rolf Bernhard Geißmann, 21 Mai 2007: tolle Kommentare, Du hast wieder alle hinter dem Ofen hervorgelockt, lieber Gerald.
Und dazu ein prima Photo von Wolfram, der gerade von Paris nach Moskau fährt.
Wolfram, Pfingsten kommen wir alle zu Dir und diskutieren den Text von LokRep aus. -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 22 Mai 2007: liebe/r Saschawilddream, vielleicht tuts zum einstieg ja ein wort, ein einziges! ich danke dir und warte auf deinen ersten beitrag!
kommt mein bruder pfingsten aufm weg von paris nach moskau nach berlin? -
Siri, 26 Mai 2007: hallo Gerald,
da ich vor kurzem einen sehr ähnlichen fall (a.a.O.) kommentiert habe, darf ich mich hier selbst zitieren - das dort gesagte/geschriebene scheint mir nämlich genauso zuzutreffen:
"...vor etlichen jahren auf einem seminar gehört und nach wie vor für gut & richtig befunden:
... leben heißt, immer einmal mehr aufstehen, als man hinfällt...
in einer talsohle des lebens fühlt man sich mit sicherheit nicht besonders gut.
allein das wissen darum, daß es eine talsohle ist und man aus dieser heraus auch wieder auf die höhen kommen kann (selbst wenn man nicht den blassesten schimmer hat, wie & wann!!), sollte dir (und allen anderen in ähnlicher lage) kraft und mut geben!
...
KOPF HOCH!
ja, die kacke ist am dampfen.
ja, die zukunft ist ungewiß.
ja, das leben ist das leben...
... hauptsache, du sagst JA! " -
ideenreichBerlin, 29 Mai 2007: lieber gerald,
ich schreibe jetzt einfach mal lieber und du - fühle es so, dann soll es so sein...
ich schicke dir von herzen eines meiner beiden lebensmotti: "man muss noch chaos in sich haben, um einen tanzenden stern gebären zu können" (friedrich nietzsche, zarathustra)
beste gruesse - gute wuensche
antje -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 3 Juni 2007: liebe antje, mein dancing-man lebt und sprüht eifrig ad astra! danke für deine wünsche!
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Verteidiger, 6 Juni 2007: Hallo Gerald - habe mich soeben durch das Gezirpe und Beweihräuchernde deiner Fangemeinde gekämpft (Mann, muß direkt mal lüften !!) und was soll ich sagen - sie haben recht, jeder Einzelne.Auch ich warte immer gespannt auf deinen neuesten Erguß und ziehe ihn mir leise vor mich hin feixend rein.Mach weiter so !!Danke
See you by the Schorle !
Ach ja - vergiß nie : Wer saufen kann, kann auch ausschlafen! -
Lucie, 8 Juni 2007: Lieber Gerald - hatte erstmal jede Menge Kommentare zu lesen - bis ich hier unten durchgekommen bin.
Toll geschrieben. Aber vergiss nie: Nicht Du hast ein Problem, sondern die anderen, weil sie Dich nicht haben. Und wenn sie es erkennen, ist es vielleicht zu spät. Denn irgendwo da draußen ist ein Schlauer, der lauert und wenn der Dich hat, haben alle anderen das Nachsehen.
Hast Du mein Motto gelesen: Du kannst alles erreichen, wenn D U an Dich glaubst.
Ich glaube an Dich -
Lucie, 8 Juni 2007: Nachtrag: Kann es sein, daß Du bei Arbeitssuche als Bittsteller gekommen bist ???
Das ist ein Fehler. Je mehr Selbstvertrauen Du ausstrahlst, je mehr du an Dich glaubst, um so mehr wollen Dich die anderen.
Du hast vielleicht eine etwas verworrene Einstellung.
Hast Deine Intelligenz, ein coole und gute Schreib- und Ausdrucksweise und mit dieser Einstellung mußt Du Dich an den meistbietenden verkaufen. Wenn Du sonst nicht viel hast, außer Deiner Arbeits- (Schaffenskraft) verkaufe sie so teuer wie möglich. Nur nicht verschenken. -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 8 Juni 2007:
>>> liebe lucy, du hast es mit einem reflektierten geist zu tun, der seit vielen jahren psychoanalyse macht, ich weiß ganz gut bescheid über strategien, phrasen, und floskeln, über manipulative selbstbekenntnisse[du kannst alles erreichen]und deren kurzzeitige kicks.
und natürlich weiß ich auch, was bei bewerbungen abläuft, weiß, wie werbeagenturen ticken, ich bin doch nicht blöd!
wüdest du mich jetzt zb auf meine wort-wahl festlegen um mir zu verklickern, dass ich da eine thema hab, würd ich dich als coach augenblicklich auf deiner power-map sitzen lassen.
weil dus aber anders meinst und ich deinen stil irgendwie interessant finde und ich gerade gut im fluss bin, antworte ich sogar auf deine ferndiagnose, ist doch nett, oder! -
clodyboy, 11 Juni 2007: hallo lieber gerald,
da so vieles schon gesagt ist, und gutes dazu, kann ich mich nur ganz leise anschliessen. ganz pragmatisch betrachtet: ich drücke dir die daumen dass du wieder richtig voran kommst.
claude daniel -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 11 Juni 2007: lieber claude, danke! wer aus sich herauslebt, tut besser, als wer in sich hineinlebt.
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Lucie, 11 Juli 2007: Willkommen im großen Deutschland-Club. Außerdem heißt das jetzt ArbeitsSUCHEND. Gewöhnste Dich schon noch dran.
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pixelroiber, 24 Juli 2007: großer text zu deprimierendem thema.
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missmckenzie, 29 August 2007: Wie würde der Kärtner sagen?
'Ja, hoit de Gosch'n! Des ziagt eine, volle wesch.'
Man bleibt zurück, nach dem Text, weiß nicht, wie es nun um Dich steht, wie lange das her ist, was Du nun treibst. Es vermischt sich mit gefährlichem Halbwissen (nicht gewolltes Birchermüsli) und bestätigt am Ende nur Deine große Schreibe, Deine Einzigartigkeit und den Mut zu sich zu stehen, den mehr Leute an den Tag legen sollten.
Mottos. Viele Mottos hier. Aufheitern? Ach was.
Da kommt besser meines.
'Besser Freak als Arschloch.' -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 29 August 2007: daunkda schää für dein kommentar, karntna madl!
habe das scheitern als chance gesehen und das tor der erkenntnis mit meinem bauch aufgestossen [bin weder freak, noch arschloch]. und auch wenn mit dem nächsten atemzug alles vorbei sein kann -> geh ich beharrlich und kamelgleich den weg zum mittelpunkt meiner welt ;-)
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missmckenzie, 29 August 2007: hallo mann mit dem kamelgleichen gang,
ich habe das scheitern auch als chance gesehen und das tor der erkenntnis mit einem hüftknochen aufgestossen (ich bin nur ein bisschen freak und gar kein bisschen arschloch).
mit dem nächsten atemzug kann wohlwahr alles vorbei sein -> und schwebe ich guter Dinge und elfengleich auch zum Mittelpunkt MEINER welt.
Liebe Grüße,
die Frau, die denkt, dass man das kommentarlos (Hüftknochen) stehen lassen kann und muss und sich versteht. Ja? Ja! -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 29 August 2007: absolut! becken-bouncing ist ein energievoller schritt in die richtige richtung ;-)
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ArnieQ, 30 August 2007: Du wolltest doch nicht wirklich bei Jung van Matt anfangen? Das ist doch ein Haufen überdrehter Spinner...
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 30 August 2007: ja, ich wollte zu den spinnen!
die allerfavorisierteste aber war springer & jacoby, oder jedenfalls der mythos davon ;-) -
Dominique, 6 Oktober 2007: sackgassen sind gute und starke wegweiser, denn es gibt nur einen weg raus. geh ohne furcht und bleib auf dem weg!
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 6 Oktober 2007: danke dir! die furcht ist gebannt, der weg hat ein ziel <:~))
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lepalmier, 18 Januar 2008: Werbung macht krank! Und das nicht nur die zu einer ungesunden und ständig überforderten Lebenshaltung verführten Konsumenten sondern auch und besonders die Kreateure. Von meinen damaligen Dozenten waren viele alternde Alkoholiker, die auf diversen ADC- und Agentur-Parties angefixt wurden und/oder resignierte und freudlose Zyniker über Jahre gefangen in den Sekten namens Erfolgsdruck und Agenturalltag. Das lies mich zum ersten Mal während des Studiums stutzig werden, über die ach so hippe und beliebte Branche. Auch das Bild, das mir meine erste Erfahrung bei einer Hamburger nach güldenem Dammwild benannten Agentur vermittelte, die mich innerhalb kürzester Zeit vom Praktikanten zum CD hochspülte, ließ mich das Arbeiterkind aus der niedersächsischen Provinz immer wieder am falschen Ort oder gar in der falschen Welt fühlen. Danach folgte ein Odyssee durch die großen Häuser der Hansestadt als hochbezahlter Tagelöhner, in deren Verlauf auch viele meiner idealisierten Heroen mit ihrer Geiz-ist-geil-mentalität und ihrer gesellschaftlichen Unverantwortung gänzlich im Ansehen verloren. Somit blieb mir, und das ist evtl. auch ein Tipp für dich (von einem Jungspund, wie mir ;-)), nur noch der Weg in eine finanziell unsichere Selbständigkeit, bei der man aber morgens aber mit gutem Gewissen in das sich spiegelnde Anlitz blicken kann. Bei uns (meinem Geschäftspartner und mir) war es das von uns initiierte "Bündnis für Werte", das uns inhaltlich wieder zu uns selbst finden ließ und auch bei den inzwischen zunehmend umdenkenden Kunden auf reges Interesse stieß. Glaub' mir Qualität setzt sich mittel- und langfristig IMMER durch und die Relikte der 80er & 90er Werbejahre sind zunehmend dem Untergang geweiht (Tschüß Holger, Jean-Remy, Konstantin, Reinhard und wie ihr alle heißt) ... In diesem Sinne: Auf zu neuen Ufern!!!
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 18 Januar 2008: lieber lepalmier,
danke für deinen biografischen querschnitt.
du warst CD bei den goldenen hirschen? respekt mann! dass du zu neuen ufern unterwegs bist, freut mich -> aus meiner sicht schleppt man sein ufer immer mit sich, egal wohin man aufbricht, es sei denn, man verändert wirklich was!
ich sehe die agenturleute täglich bei mir im dreh in den cafés sitzen, ich beneide sie schon lange nicht mehr und trotzdem ist texten mit das geilste wo gibt!! -
lepalmier, 18 Januar 2008: Na texten kann man ja zum Glück nicht nur in der Werbung!
Die ach so witzigen Hirschen, haben die Position übrigen Junior CD genannt...
Das ist wohl ein Synonym für einen Artdirector, der auch konzeptionell denken darf? ;-) -
lepalmier, 18 Januar 2008: ...und du hast absolut Recht, die Änderung darf nicht nur im Jobprofil stattfinden, sondern muss in einem selbst, meist beginnend mit einer ausgedehnten Selbstreflexion, geschehen.
Aber dein Artikel zeigt ja eindrucksvoll, dass dieser Prozess längst weit fortgeschritten ist!
Ach was erzählt ich DIR hier übers Leben ... manchmal echt albern der Palm. -
Lenz, 5 Juli 2008:
Immer noch unglaublich gut. Kritisch. Berührend.
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 5 Juli 2008:
lenz, dankesehr! mußte ein entscheidendes wort raus nehmen, daher das front post.
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Lenz, 5 Juli 2008:
Das spielt überhaupt keine Rolle, lieber lokrep. Den Beitrag sollte man ruhig mehrmals lesen.
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curacao, 10 Juli 2008:
den Beitrag muss man mehrmals lesen, unglaublich gut
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Rolf Bernhard Geißmann, 10 Juli 2008:
richtig, ein absolutes lebensfeeling, das da rüberkommt.
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 10 Juli 2008:
ohnehin bin ich der überzeugung, dass man/frau sich ab einem bestimmten alter bewerbungen sparen kann.
die agentur für arbeit die arbeitsuchende zu bewerbungen anhält, hat weder ideen noch angebote anzubieten, es gibt schlichtweg keinen bedarf für mitarbeiterInnen in-der-mitte-des-lebens.
ich kann jedem arbeitssuchenden nur raten, nicht in die bewerbungsfalle zu gehen, der letzte moralische faden der gesellschaft muss endlich reißen, es ist demütigend und kontraproduktiv, die tage des wartens, einige tage hoffnung und dann trudeln sie nach und nach ein, die immerselben antworten. das macht einen nur klein -- lieber ein weblog [blog] einrichten und ins internet schreiben, das macht mehr sinn.
und eine langfristig angelegte idee: auf qype gute beiträge schreiben, sie auf YQ-Das Qype-Magazin in einem guide zusammenfassen und dadurch an einer idee mitwirken, die viele mitstreiter braucht um verwirklicht zu werden.
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 13 Juli 2008:
@vronerl, danke für deine aufmunternden worte, der text ist aus einer anderen zeit, der kopf ist oben und manchmal sitzt er auch ein wenig hoch ;-))
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FrauMüller, 17 Juli 2008:
warum habe ich Bericht und Kommentare erst jetzt entdeckt….....-
wundervoll und ebenso berührend die Resonanz ;-) -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 17 Juli 2008:
lang lebe das ich und das nicht-ich >> sehr wohl, FrauMüller!
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emililly, 31 Juli 2008:
Also ich tät einmal sagen:
Scheiß drauf, du hast es drauf.
Mein Gott, Menschen, die ihren Hals nicht nach anderen verbiegen, haben es IMMER SCHWER. Es ist ihnen aber ein leichtes sich jeden Tag mit noch so faltigem Gesicht, in den Spiegel zu schauen. Der Trost ist nicht groß, aber der Stolz gewaltig. In diesem Sinne: Du solltest öfter Hut tragen. -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 31 Juli 2008:
tatsächlich trag ich in letzter zeit vermehrt ein weißes[!] euro-basecap..
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emililly, 31 Juli 2008:
:-DD Euro-Käppi? Fünf Stück zum Preis von einem? Welches Land steht drauf? In Wien bekommst du zu jedem Kapperl ein T-Shirt gratis. Die weißen Westen [!] und blinkenden Österreich-Hawaiiketten sind leider schon aus. Wast eeeeh …
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 31 Juli 2008:
für jeden tag ans, nur a goidans föit ma nu. blinkende österreich-hawaiiketten? erzöh..
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emililly, 31 Juli 2008:
So wie es auch rot-gelb-schwarze Hawaiiketten gab. Was soll ich da erzählen? Die Batterien sind aus und die Ketten warten auf bessere Zeiten.
A guidans Kappl, na des tät da net stehen, bei aller Hetz und Hamour, bleib doch bei den anderen Farben. -
Kommentar des Inhaberslokalreporter, 31 Juli 2008:
a goidans dachl mit an gamsboart drauf, na waßt, däs kau i ma scho vuarstön..
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CatCat, 9 August 2008:
Chapeau!
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roemer, 13 September 2008:
bin beeindruckt! auch über so viel kommentare. man sieht, wahrhaftigkeit und offenheit kommt an, auch wenn es mancher “neu” findet. es ist der einzige weg. ich hab immer an dich geglaubt.
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 13 September 2008:
ich fange jetzt auch an an mich zu glauben :-)
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Schnuppidu, 17 November 2008:
Heute erst gelesen, schade, dass man sich vom stolz in den Spiegel schauen in der Regel nichts kaufen kann.
Schade auch, dass ich dir vorerst noch nichts zahlen kann, unsere Redaktion ist jedenfalls noch nicht besetzt mit Leuten, die die eigene Besitzstandverteidigung im Fokus ihres künstlerischen/redaktionellen/texterischen Schaffens führen.
Wünsche dir einen guten Abend,
Schnuppidu
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 17 November 2008:
@Schnuppidu - und überhaupt steh ich auf dein foto, und dein motto..
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FrauMüller, 18 November 2008:
ha…! da schließe ich mich doch gleich an… was für ein Hübscher…. und das Motto unterschreiben wir aus dem WildenSüden auch …
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Lenz, 14 Februar 2009:
Jetzt muss ich doch noch mal was sagen. Lieber Lokrep, das ist eine sehr anrührende, oder wenn du willst, eine perfekte Selbstdarstellung. Die Kritik an der Werbebranche kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Werbung ist eine wunderbare Branche. Ich habe mein halbes Leben in sogenannten Creativageturen zugebracht. Networkagenturen. Da ist das Leben besonders hart. Nächte durchgeschuftet und meinen CD redlich verdient. Aber ich verstehe auch, warum Leute frustriert werden. Weil der Erfolg nicht immer mit Talent zu tun hat. Sondern eher mit Zufall. So wie du schreibst und vor allem denkst, wärst du der ideale Texter. Dass mein Freund Jean-Remy an dir nicht interessiert war, kann ich nicht verstehen. Die mögen Querdenker. Aber den Copytest hat wahrscheinlich ein Bürokrat gelesen. Also ein unglücklicher Zufall. Auch für JvM. Nur: es gibt ja nicht nur die Werbung. Schreiben kann man überall. Und das machst du ja so hervorragend, dass an dir keiner vorbeikommt.
(Meine Erfahrungen in der Werbung sind übrigens nicht so negativ, wie sie lepalmier schildert. Ich konnte jeden Morgen in den Spiegel schauen. Aber das hat er bestimmt nicht so gemeint.)
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 14 Februar 2009:
mercivielmoal für dein review, lieber lenz!
mit dir und jean-remy irgendwo in ligurien einen freundlichen abend verbringen, das wäre eine tolle sache!! -
Lenz, 14 Februar 2009:
Da würde ich das Dö Spadin bei Camogli vorschlagen. Direkt über den Klippen bei untergehender Sonne. Die Küche ist ausgezeichnet. Allerdings müsste Lou Reed spielen. Den haben wir immer nach gemeinsamer Arbeit in seinem Dodge in ohrenbetäubender Lautstärke gehört, wenn wir uns auf sinnlosen Touren durch das Bergische Land abreagieren wollten. Übrigens: mir fällt oft bei Comercials von JvM auf, dass die Musik aus dieser Zeit ist.
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 14 Februar 2009:
ja, unbedingt! auf ein fritto misto del golfo, einen dubonnet on ice als aperitife begleitung - später und auf einer rollenden treppe, servieren die vorsitzenden des ADC eine melodie hinab ins mittelnde meer..
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Lenz, 14 Februar 2009:
Rolltreppen gibt es da leider nicht. Aber alles Andere wird wohl möglich sein.
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 14 Februar 2009:
das ist gut. rolltreppen sind eh langweilig..
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Lucie, 14 Februar 2009:
Grad das update gelesen … Freu mich für Dich, dass Du in innerem Einklang mit Dir bist.
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 15 Februar 2009:
@Lenz - nochwas zu deinem kommentar.
ich bin ein ideenmensch und eigentlich für die werbung gemacht. heute bin ich zu alt für eine junge agentur, obwohl ich die welt genausogut aus der perspektive eines hochschulabsolventen betrachten kann. mein liebstes zu hassen ist nicht wörtlich zu nehmen, ich liebe werbung wie brot, besonders das besondere, hassen tu ich höchstens das wort hass ~/~Lucie, danke! manchmal auch im zweiklang :-))
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Lenz, 15 Februar 2009:
@lokalreporter, man ist nie zu alt. Ich habe Menschen bei DDB New York kennengelernt, die waren über Sechzig. Den fabelhaften Art Director Helmut Krone. Oder den Texter Bob Levinson. Die haben jeden Tag hervorragende Arbeit gemacht. Aber vielleicht ist das ein Thema für meinen Schuhkarton der Erinnerungen. Hass gibt es nicht. Nur als Wort bei den Menschen, die wir nicht mögen.
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 15 Februar 2009:
du denkst, ich sollte alll meinen mut zusammennehmen und nochmal einen copytest abschicken?! -> hab n smiley vergessen ;-)(-;
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Lenz, 15 Februar 2009:
Aber sicher doch.
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Lucie, 15 Februar 2009:
Leg los LR … nur nicht aufgeben und unterkriegen lassen. Irgendwer wird Dein Talent schon erkennen … und wer´s nicht erkennt, ist selber schuld, wenn ein Anderer später von Dir profitiert … :-)
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CatCat, 15 Februar 2009:
... na, dann mach hinne, LR … ;-))) !
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emililly, 15 Februar 2009:
Um mit sich selbst im Einklang zu sein ist die Grundvoraussetzung sich zu lieben!
Andererseits wer allzu selbstverliebt ist, verliert die kritische Betrachtungsweise seiner selbst.
So setzt es voraus, sein Leben in einem steten up and down zu leben.
Sich lieben, sich hassen, sich aufgeben, sich hochziehen, Optimismus zeigen, sich gesunden Pessimismus einzugestehen, still in einer Ecke sitzend gekränkt abwarten, enthusiastisch hinaus in die Welt - schreiend, kichernd sich auf die Stirn tippen
Ich könnte stundenlang darüber groß und klein schreiben.
Alles Gute!P.S.: Wir sind zu alt dazu in einer Maschinerie zu funktionieren. Aber wir sind jung genug, die Maschine selbst zu betreiben. Man muss einfach manchmal darauf scheißen. Das erleichtert und macht den Darm und Kopf frei!
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 15 Februar 2009:
du sagst es, es geht um selbstliebe!
und überhaupt darf jede/r immer und überall über seine/ihre perspektive berichten und reichtum über die welt streuen :)) -
emililly, 15 Februar 2009:
Danke dafür. ;-)
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clementine_3, 20 Juli 2009:
worte, die berühren
worte, die tangieren
worte, die einem aus der seele sprechen
worte, die sich trauen, öffentlichkeit zu zeigen
worte, die andere wortlos machen
worte, die mich berühren
worte, so nackt auf einem silbertablett präsentiert
worte, in denen man sich wiedererkennt
worte, die zeigen, du bist nicht allein
worte, die ganz viel stärke besitzen, in einer kraftlosen zeit
worte, die ehrlich sind, nach dessen -keit man sich so sehnt
worte - ohne fassade in einer welt voller panzerschutzverneigung
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 7 November 2009:
naja, selbstentblößung ist ein gutes heilmittel.. ;))
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 12 Dezember 2009:
Lars70 - ja, das herz ist {fast} immer dabei, das stimmt.
zum schriftsteller aber fehlt mir noch ein entscheidendes etwas, daran arbeite ich .. danke für deinen kommentar, er setzt einen guten impuls! -
FalkdS, 26 April 2010:
Hab´s heute wieder mal gelesen und könnte wieder das ganze Register der Komplimenten ziehen und ausspielen... :-)
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FalkdS, 26 April 2010:
Wer´s verdient hat.... :-)))
... das interessante ist das gradlinige, bekennende, nicht mitzuschwimmen, sondern zur stromschwelle zu werden. mitläufer gibts genug auf diesem planeten, querdenker nur wenige.
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Dieser “Ort” erschließt sich einem nicht gleich. Nur wer sich mit Verstand und offenem Herz nähert wird sich hier wohl fühlen. Lustig, exzentrisch, eigenartig ist es hier. Mal weht ein eisiger Wind, mal wird’s tantrisch warm. Genial und wahnsinnig. Die Texte oft kryptisch, besonders wenn die Weishet des 2. Glases durchschlägt.
Aggressiv und liebevoll und vor allem immer loyal. Ein Hochgebirgscharakter. Hier bin ich gern. Nicht trotz allem, sondern wegen allem. Profillose Langeweiler sitzen in den Agenturen und schlürfen Latte Macchiato. Pfeif drauf!
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 23 Juli 2008:
schmatz, bernie ~ danke dir, we had a good pilot!
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FrauMüller, 4 August 2008:
suuuper geschrieben…...... und irgendwann mag ich ihn “in echt” erleben…..
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Bemo, 4 August 2008:
Danke Frau Müller ;o)
Oh unser großer Knut - Knut für Große: Gerald Du bist der Größte ! In aller Demut und nebenbei bemerkt! Selbstentäußerung und vielschichtiger Sprachwitz treffen sich mit Deiner (manchmal kolerischen) Lebenserfahrung zu einem Panorama unserer Zeit (local time), in der auch wir uns selbst und etwas auch Dich - oh Geraldo - erkennen, selbst wenn Du es mal nicht so sagen wolltest..?! ... Trotzdem bist Du bisher und dabei nicht verrückt geworden, dass ist viel mehr - als andere schaffen werden.
ZettelsTraum: "Für manche nur ein Spesenblock, ist's Geralds cooler Tresenblogg".
Aber, dräunendes Unheil, die "Knutshow" wurde abgesetzt, sonst hätte Knut den Tom zerfetzt...
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Kommentar des Inhaberslokalreporter, 20 Mai 2007: wolfram, lieber! deine tags: kontemplation gastein streit sohn temperament liebe drogen leben, sprechen für dich und deine absicht. möge der buddha mit dir sein!
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Wolfram, 22 Mai 2007: Oh Gerald, wer ist der Größte im ganzen Land ???
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eastdjane, 28 Mai 2007: Hhhäääää?????
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Bemo, 13 Dezember 2007: @Wolfram, toller Beitrag!
Ja, ich komme hier regelmäßig vorbei - und verharre dann, bis ich weiß, ob es neue Beiträge gibt. Meist ist Gerald der erste Kontakt, bei dem ich "reinschaue" - und ich bin dann fast enttäuscht, wenn es kein neues Meisterwerk gibt, ein bißchen, wie wenn man sein Wunschgeburtstagsgeschenk nicht bekommen hat.
Was also macht diese Beiträge so lesenswert, daß jeder einzelne prinzipiell von mindestens 50 Qypern gelesen und entsprechend honoriert wird? Tja, da könnte jetzt der Kunstkritiker kommen und das alles ganz fies und genau analysieren - und dabei völlig falsch liegen, denn es ist oft das Überraschungsmoment, das so fasziniert, nicht die Kontinuität. Die Beiträge variieren wunderbar zwischen nah und fern, zwischen Natur und Szene und zwischen Bissigkeit, Fröhlichkeit oder liebevoller Wärme. Dazu kommt eine Stilistik, die vor kreativem Potential oft nahezu birst, teilweise geradezu aggressiv auf eine Punktlandung im Dschungel der auf Schreiber und Leser einstürmenden Emotionen aus ist. Neologismen, Surrealismen und Satzrhythmik ergänzen sich zu einer betörenden Melodie, die verzeihen lässt, wenn der schnöde Inhalt, sprich die reale Welt hinter diesem wunderbar errichteten Gebäude zurückbleibt.
Wenn die Werbeagenturen dieser Welt dieses nicht so erkennen oder gar entgegengesetzt einschätzen, haben sie eben selbst schuld - leider verpasst so ein großer Anteil der Menschen kreative Texte. Vermutlich aber würden jene Agenturmenschen unseren LokRep in eine elende bleierne Form aus Wort- und Zeitschemata pressen und uns vollends um diesen Genuß bringen....
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SimpleMinder, 24 Mai 2007: Wo kann ich unterschreiben???
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JoVolley, 29 Mai 2007: Ganz frisch angemeldet und schon der erste Zungenschnalzer.
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grand, 2 Juni 2007: Meister schreibt über Meister - was soll da rauskommen??
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volver, 29 August 2007:
vielleicht wird's rekursiv :-)
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