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Wenzelschloss
Lauf an der Pegnitz
- Adresse:
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Schlossinsel 1, 91207 Lauf
- Kontakt:
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2 Beiträge zum Platz "Wenzelschloss" auf Deutsch
1356 errichtete Karl IV. (1316-1378) auf einer südlich der fränkischen Stadt Lauf gelegenen Pegnitzinsel an der Stelle einer 1301 zerstörten Vorgängerburg eine Kaiserresidenz für seine 1353 erworbenen Gebiete in der Oberpfalz und an der Pegnitz, welche er unter dem Namen Neuböhmen zusammenfasste. Diese Burg firmiert heute alternativ unter den Bezeichnungen Kaiserburg (Verwechslungsgefahr mit der Nürnberger Burg) oder Wenzelschloss. Kaiser Karl, der ab 1347 König von Böhmen war und auf den Namen Wenzel getauft wurde, nannte die Burg Wenzelschloss.


Den Torturm auf der Südseite der Burg ziert eine Statue des böhmischen Nationalheiligen Wenzel. Wenzel von Böhmen wurde um das Jahr 908 herum geboren und ist laut Wikipedia an einem 28. September des Jahres 929 oder 935 nach zehnjähriger Regierungszeit als böhmischer Fürst von seinem Bruders Boleslav I. getötet worden. Wobei auf den ersten Blick überrascht, dass man den Tag des Todes genau weiß, nicht jedoch das Jahr. Für die Burg ist dieses Datum nur insofern von Bedeutung, dass bis zur Reformation jährlich am Wenzelstag (28. September) in der Kapelle der Kaiserburg eine Messe für den Heiligen abgehalten wurde.

Eine besondere Sehenswürdigkeit der Burg ist der um 1360 entstandene Wappensaal im Ostflügel, wo insgesamt 114 farbig gefasste Wappen böhmischer Adelsgeschlechter von Steinmetzen in die Sandsteinwände gemeißelt wurden. Sie wurden erst 1934 unter später aufgetragener Tünche wiederentdeckt.


1373 kam die Burg noch vor ihrer endgültigen Fertigstellung an die Wittelsbacher, welche seit 1275 bis zu ihrer Zerstörung schon im Besitz der Vorgängerburg waren. 1504 wurde sie durch die Reichsstadt Nürnberg gekauft, welche in den Jahren 1525-27, 1579, 1649, 1679 und 1736 Umbauten durchführen ließ. Von 1504 bis 1806 war sie Sitz des Nürnberger Landpflegers, danach Sitz des Land- und Amtsgerichtes. Seit 1985 ist im Wenzelschloss eine Außenstelle der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg untergebracht, welche jedoch vermutlich 2013 aufgegeben wird.
Die Burg Lauf, die sich unmittelbar südlich der Altstadt auf einer Pegnitzinsel erhebt, zählt zweifellos zu den bedeutendsten spätmittelalterlichen Burgenbauten Deutschlands. Besichtigungen des Wenzelschloßes sind leider nur auf Anfrage im Stadtarchiv möglich.
Bereits vor 1275 kam die Burg an die Wittelsbacher, 1301 wurde sie aber zerstört.
1353 erwarb Kaiser Karl IV. die Oberpfalz und Gebiete an der Pegnitz; so auch Lauf. Der Kaiser ließ ab 1356 an der Stelle der zerstörten Vorgängerburg einen Neubau ausführen. Sie diente als Rastplatz auf dem Wege von Nürnberg zur Kaiserresidenz in Prag. Ein steinernes Zeugnis seiner Macht stellt der Wappensaal dar: 114 farbig gefasste Wappenschilder von böhmischen Adelsgeschlechtern sind in die Wand gemeißelt. Sie wurden von Steinmetzen kunstvoll in den Sandstein gehauen und bemalt. Vermutlich diente der Saal als Schlafgemacht und entstand um 1360.
Noch nicht ganz fertiggestellt, kam die Burg 1373 wieder an die Wittelsbacher.
Von 1504 bis 1806 diente die Burg als Sitz des Nürnberger Landpflegers, danach war sie Sitz des Land- und Amtsgerichtes.
Die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg nutzt seit 1985 das Schloss als “Außenstelle Lauf”. Seitdem wird die Burg weiterhin Restaurierungen unterzogen.
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Bayern hat schon was...
Tolle Gebäude, sehr schöne Brücke.
Wow, schon wieder so schöne Fotos!:-)
Wie immer tolle Bilder und ausführliche Beschreibung, danke dafür!