Bei meinem Fahrrad sollten meine
Bremsen eingestellt werden, da insbesondere meine Hinterbremse durchgedrückt
kaum mehr Leistung zeigte.
Reparaturauftrag: Bremsen hart einstellen, so dass der Bremshebel bei einer
Vollbremsung nicht den Griff berührt. Ich habe von mir aus zu erkennen gegeben,
dass ich bereit bin, die Kosten für eventuelle Ersatzteile zu bezahlen.
Die Erstberatung war in Ordnung, eine Zustandskontrolle bei der Fahrradabgabe
ist erfolgt.
Beim Abholen fiel ich allerdings
aus allen Wolken. Zunächst einmal musste ein anderer Kunde den Monteur darauf
hinweisen, dass weitere Kunden im Laden sind. Als der Monteur dann meine
Abholkarte überprüfte nannte er einen Preis und wollte kassieren (???). Ich hatte
weder die Bremsen, geschweige denn überhaupt mein Fahrrad gesehen. Ich sagte,
ich wolle das Fahrrad bitte zuerst in Augenschein nehmen. Für den Monteur war
hier Schluss mit lustig. Den bösesten Blick aller Zeiten habe ich mir
eingefangen und den Kommentar: „Na dann warten sie hier erstmal ne Weile!“.
Bevor ich etwas erwidern konnte, wurde ich abgewürgt und der nächste Kunde war
an der Reihe. Ich wurde gar nicht mehr
beachtet. Andere Kunden hatten für den Monteur ab jetzt Vorrang.
Als die Kunden bedient waren,
bekam ich dann mein Fahrrad zu Gesicht. Ich fragte, was denn repariert oder
verändert worden sei. Antwort: „Weiß ich nicht“. Aha. Daraufhin habe ich dem
Monteur den Reparaturauftrag nochmal erzählt. Er probierte die Bremse (die beim
Drücken bis zum Griff durchreichte) und meinte: „Ist alles gemacht worden, bis
auf das“. Ich sagte: „ -Bis auf das- war aber der Auftrag“. Nein, meinte er, das könne nicht sein, es
wurde alles korrekt erledigt. Als ich ihn verwundert fragte, wie er das wissen
könne, da er angeblich doch gar nicht wisse, was an dem Fahrrad repariert
wurde, warf er mir im Satz einen verächtlichen Blick zu, unterbrach mich mit
den Worten „Nein, da wurde alles gemacht“ und ging im Gespräch einfach weg. Der unfreundlichste Mensch seit langem.
Zum Glück kam dann der Monteur,
bei dem ich den Auftrag abgegeben hatte. Zumindest etwas freundlicher versuchte
er mir zu erklären, warum sich nicht wirklich etwas geändert hatte. „Es fängt
vorne beim Hebel an und hört hinten bei der Bremse auf“. Versteh ich nicht.
Warum hat er mich nicht angerufen und sich die Erlaubnis geholt die
Hinterbremse komplett neu zu machen? Er versuchte mich zu beschwichtigen, indem
er sagte: „Die Hinterbremse ist eh nicht so wichtig. Man bremst fast nur mit
der Vorderbremse“. Ich nicht. Die Aussage halte ich für Blödsinn. Die
Hinterbremse ist für mich genauso wichtig wie die Vorderbremse.
Als ich dann den Fahrradladen „Radomat“
verließ, bemerkte ich dann auch noch einen Werbeaufkleber von „Radomat“ auf dem
hinteren Schutzblech. Den wollte ich ganz bestimmt nicht auf meinem Fahrrad.
Also wenn ich mich als Kunde
nochmal so richtig scheiße fühlen will, gehe ich zu „Radomat“ in Göttingen.
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