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Café im Rilke-Haus
Ottersberg
- Adresse:
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In der Bredenau 81, Fischerhude, 28870 Ottersberg
- Kontakt:
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042931385
| Nutzer-Infos |
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2 Beiträge zum Platz "Café im Rilke-Haus" auf Deutsch
"Das alte Rilke Haus", wie es von den Fischerhudern seit Jahrzehnten genannt wird , wurde von 1917 1919 gebaut und bekam von Rainer Maria Rilke den Hausspruch:
"Da vieles fiel, fing Zuversicht mich an, die Zukunft gebe, dass ich darf, ich kann!"
Es war das Wohnhaus und Atelier seiner Ehefrau Clara Rilke Westhoff die es als Malerin und Bildhauerin (u.a. auch Schülerin von Auguste Rodin in Paris) bis zu ihrem Tode 1954 bewohnte.
Die gemeinsame Tochter Ruth Rilke lebte hier bis an ihr Lebensende 1972 und gründete das Rilke Archiv, das sich noch bis Mitte der Siebziger Jahre in diesem Haus befand, dann aber noch Gernsbach verlegt wurde. Rainer Maria Rilke und Clara Rilke Westhoff gehörten zum engen Freundes und Künstlerkreis um Heinrich und Martha Vogeler, Fritz Mackensen, Hans am Ende, Fritz Overbeck, Otto Modersohn und Paula Becker Modersohn als beste Freundin von Clara.
Noch jahrelangem Leerstand ging das Haus 1977 von den Nachfahren Rilke Westhoffs in unseren Privatbesitz über und wurde von Grund auf renoviert und restauriert.
Seit April 1995 befindet sich im Erdgeschoss ein Café mit Sommergarten und Blick auf den alten Nordarm der Wümme. Er wurde im Zuge der Flussbegradigung in den Fünfziger Jahren stillgelegt, wird aber mit dem Wasser der anderen Wümmearme gespeist. Durch das Fehlen der starken Strömung entstehen zur Freude vieler Maler und Fotografen wunderschöne Spiegelungen im Wasser.
Die Räumlichkeiten des Hauses sind trotz erneuter Renovierung alle unverändert geblieben. Türen und Fenster wurden nach den alten Vorbildern originalgetreu mit echten Holzsprossen gebaut; der Holzfußbaden und die noch funktionsfähigen Kachelöfen und der Kamin sind original, ebenso eine Büste von Clara Rilke Westhoff, ein Wandfresko, einige Ölbilder und einer ihrer Arbeitstische für ihre Skulpturen.
Im heutigen Kaminzimmer befand sich früher ihre Bibliothek, in der sie ihren Zuhörern aus Büchern und Briefen Rainer Maria Rilkes vortrug. Der Schriftsteller Rudolf Alexander Schröder, der Maler Hans Buch und der Komponist Karl Gerstberger verweilten über längere Zeiträume als Gäste in ihrem Haus. Clara galt als eine sehr beeindruckende, soziale und liebe Person, "die man nicht vergisst.'
In dem Hauptraum des heutigen Cafés befand sich früher ihr Atelier - darum die Höhe und die Ausrichtung der großen Fensterflüche nach Norden. Der Ausblick auf die Wümmewiesen und die Surheide hat schon so manchen Künstler inspiriert.
Die Möblierung des Cafés besteht aus alten Worpsweder und Fischerhuder Tischen und Stühlen mit ihren typischen Schnitzereien in der Rückenlehne sowie aus Mobiliar, das der Enkel Heinrich Vogelers im „Haus im Schluh“ in Worpswede nach dessen Original Vorlagen herstellt, hier in Eiche natur und weiß bunt mit Tulpen Motiv.
Das Wappen in der Eingangstür ist eine Nachbildung des Familienwappens, das sich auf dem Grabstein Rainer Maria Rilkes in der Schweiz befindet. Rilke starb 1926 in Raron (Schweiz); Claras Grab befindet sich in Fischerhude neben dem Grab ihrer Tochter Ruth.
Der im Cafe angebotene „Westhoff Kaffee“ stammt von der alteingesessenen Bremer Kaffeefirma „Gebr. Westhoff“, die wiederum Verwandte von Clara Rilke Westhoff waren. Zum Kaffee kann man leckeren Kuchen genießen - von der Chefin in noch alter, herkömmlicher Weise liebevoll selbst gebacken. Die Preise sind moderat, Kaffe und Kuchen werden von äußerst freundlichen jungen Damen serviert.
Um das Haus lädt ein herrlicher, verwunschener Garten zum Verweilen ein, im Sommer gibt es verschiedene Plätze in der Sonne oder im lauschigen Schatten, teils mit wundervollem Blick auf die herrliche Landschaft. Im Cafe gibt es jahreszeitlich wechselnde Dekorationen, die ein leidenschaftliches Hobby der Inhaber sind.
Das Cafe ist ein lohnenswertes Ziel für Spaziergänge in Fischerhude, es liegt direkt am Weg von der Ortsmitte zum Otto-Modersohn-Museum.
Im Haus der Frau des Dichters Rainer Maria Rilke ist das urgemütliche Rilkecafé seit vielen Jahren angesiedelt.
Man fühlt sich hier wie in einem Wohnzimmer, alles ist liebevoll eingerichtet mit Antiquitäten und jahreszeitlichen Dekoelementen. Im Sommer ist der idylisches Garten ein echtes Highlight: Direkt an der Wümme (“Toterarm”) gelegen mit Blick auf den Deich und die Wiesen.
Der Kuchen ist täglcih hausgemacht und wenn dann das Stövchen Tee dazu auf dem Tisch steht ist der Nachmittag gerettet. Mein Favourit ist der Apfel-Mohn-Kuchen.
Einziger Nachteil: das Café ist mittlerweile sehr bekannt und deshalb häufg total überlaufen, so dass man mit längerer Wartezeit rechnen muss.
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Kommentieren 1 Kommentar zu diesem Beitrag
Ich weiß nicht, ob dieser Bericht so in Ordnung geht. Er ist wortwörtlich von dem Hausflyer abgeschrieben worden.