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Farbglashütte Lauscha GmbH von Christian Wiegand
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Farbglashütte Lauscha GmbH

Lauscha

5 4 Beiträge

Die Farbglashütte Lauscha stellt das Original Lauschaer Glas her. Daraus werden viele Traditionserzeugnisse hergestellt. Es werden ein Rundgang durch die Hütte und verschiedene Kreativangebote ange... mehr
Adresse:

Straße des Friedens 46, 98724 Lauscha

Hierher mit Bus/Bahn

Kontakt:
036702 281 0

www.farbglashuette.de

Geöffnet:
Mo - Fr: 11:00 - 17:00
Sa - So: 10:00 - 17:00
Führungen halbstündig
täglich 10:00 - 15:30
Mittagspause 13:00-14:00
Nutzer-Infos
  • Preisklasse: Gehoben
  • Kreditkarte: Ja
  • Englischsprachig: Ja
  • Klimaanlage: Ja
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4 Beiträge zum Platz "Farbglashütte Lauscha GmbH" auf Deutsch

Benutzerfoto: Christian Wiegand
Christian...
Lauscha
28 Beiträge
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5 Sterne für Farbglashütte Lauscha GmbH
Beitrag zu Farbglashütte Lauscha GmbH vom 10 November 2012
Der neue Onlienshop:
http://shopneu.farbglashuette-lauscha.de/
enthält nun viel größere und detailreichere Bilder.

Er ist richtig gut geworden!


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Benutzerfoto: vv50geh
vv50geh
Berlin
428 Beiträge
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5 Sterne für Farbglashütte Lauscha GmbH
Beitrag zu Farbglashütte Lauscha GmbH vom 10 Juni 2012
Puh - nach einem ausgedehnten Besucherrundgang durch die Ausstellungs- und Verkaufsräume fühlt man sich bisweilen ziemlich erschlagen. Eine beeidruckende Vielfalt an Farben und Formen dieses unvergleichlichen und zerbrechlichen Materials.

Die Geschichte der Farbglashütte Lauscha beginnt in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Im Jahres 1597 erteilte Herzogs Casimir von Coburg die schriftliche Konzession zum Betreiben der "Dorfglashütte". Am 15. Mai 1849 erhielt Elias Greiner ein Patent auf die Erfindung „Künstlicher Achat- und Edelsteinkugeln“. Somit war die Glasmurmel erfunden. Das Produktionsprogramm hatte sich im Laufe der Jahrzehnte stets geändert. Während Flaschen und Behältnisse für Arzneimittel, buntes Luxusglas und Kunstartikel aus der Produktpalette ausschieden, verstärkte man die Produktion von Glasmärbeln und Röhren/Stäben. In der Lauscha und Umgebung entstandenen Heimindustrie, wurden die in der Hütte gezogenen Röhren und Stäbe vor der Gebläselampe zu Perlen, Christbaumschmuck und Kunstglasbläserartikeln verarbeitet. Der kommerzielle Weg in die Welt war geebnet.

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Benutzerfoto: DudeUndSeineKritik
DudeUndSe...
Berlin
106 Beiträge
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5 Sterne für Farbglashütte Lauscha GmbH
Beitrag zu Farbglashütte Lauscha GmbH vom 17 Oktober 2010

Faszinierendes Handwerk mit sehr ansehnlicher und verständlicher Führung durch die heiligen Hallen. Für Kinder und Erwachsene interessant. Parkplätze sind genügend vorhanden und Essen auf Glasgeschirr gibt es auch.

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Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: meme
meme
Welt
432 Beiträge
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5 Sterne für Farbglashütte Lauscha GmbH
Beitrag zu Farbglashütte Lauscha GmbH vom 2 Juni 2007

Einen kleinen Hintergedanken hatte ich natürlich, als ich die Reise nach Thüringen gebucht habe. Der Thüringer Wald ist wie der Bayerische Wald bekannt für seine Glashütten – und ich liebe nun mal Glas in jeder Variation. In Lauscha und Umgebung stand die Wiege des gläsernen Christbaumschmucks. Eine schöne (wahre ??) Geschichte sagt, dass die armen Glasmacher kein Geld hatten, den Weihnachtsbaum mit echten Äpfeln und Nüssen zu schmücken, und daher begannen, den Schmuck aus Glas nachzubilden und schön anzumalen. Aus dieser Idee entstand ein Handwerkszweig, der bis heute die ganze Umgebung prägt. 1880 wurde der erste Christbaumschmuck aus Lauscha in den Woolworth-Läden in den USA angeboten, und der Siegeszug um die Welt war nicht mehr aufzuhalten.

Natürlich wurde nicht nur Baumschmuck fabriziert, auch alle anderen Arten von Glas wurden und werden im Thüringer Wald produziert. Vom grünlich schimmernden Waldglas, das ähnlich auch in Bayern zu finden ist, über Butzenscheiben und edle Tischgläser bis zu handgezogenen Glasröhren über Industriegläser und edle Architekturobjekte wird alles gefertigt.

Wir wollen uns das alles ein wenig aus der Nähe anschauen und haben uns aufgemacht zur Farbglashütte Lauscha. Schon die Fahrt ist ein kleines Abenteuer. In Lauscha – in einem tiefen engen Tal gelegen – ist die einzige Durchgangsstraße gesperrt. Um trotzdem ans Ziel zu kommen müssen wir seitwärts einen fürchterlich steilen Abhang hinauffahren, um dann in gemäßigterer Neigung wieder hinunterzukommen – fast zielgenau an der Farbglashütte Lauscha. Mir bleibt fast das Herz stehen - das Auto steht senkrecht auf der schmalen Straße – Lieferwagen versperren, Müllwagen rangieren – alle tun so, als wäre es völlig normal, in dieser Schräglage herumzufahren - wie mag das nur im Winter sein ???

Nun, der Parkplatz ist groß und eben – nur einen ganz kleinen Abhang muß man hinunterfahren. Dann die Wahl – Weihnachtsausstellung – Restaurant – oder Glasausstellung ?? Wir fangen mit der Weihnachtsausstellung an, da der Eingang direkt an den Parkplatz grenzt. Bei gleißender Sonne und geschätzten 30 Grad treten wir in den dämmrigen Raum – und sind gleich wieder geblendet. Geblendet von der märchenhaften Pracht von geschmückten Weihnachtsbäumen für jeden Geschmack. So was Schönes habe ich ehrlich gesagt noch nie gesehen. Leider sind auch die Preise märchenhaft – ein künstlicher Baum mit komplettem Schmuck, zum Mitnehmen sicher verpackt, kostet von ca. 1500 bis weit über 2000 Euro. Für den kleinen Geldbeutel gibt es natürlich auch kleine Bäumchen oder wunderschöne Einzelschmuckstücke. Alles was das Herz zu Weihnachten begehrt gibt es, auch die hölzernen Schwibbögen (Schwebe-Bogen) aus dem Erzgebirge sind mit der passenden Stilrichtung in liebevollen Kompositionen in verschiedenen abgeteilten Räumen dekoriert. Fast wird es zuviel mit all der Pracht – Weihnachten ist glücklicherweise noch weit.

Der nächste Raum ist für die Schnäppchenjäger reserviert. Restposten, Auslaufmodelle – ganz viele Rosenkugeln liegen dort zum Mitnehmen bereit. Apropos Rosenkugeln – auch Licht- oder Glückskugeln werden sie genannt - „Geheimnisvolle Kräfte sollen sie haben, der Sonne als Spiegel dienen und die Erde fruchtbar machen, Krankheiten fernhalten, Dämonen und Hexen vertreiben und statt dessen Segen und Wohlstand bringen“ – so steht´s auf der Website zum Thema. Schon seit Ende des 1. Weltkrieges werden diese tollen Kugeln in Lauscha hergestellt. Der Märchenkönig Ludwig II nannte sie Traumkugeln und zierte damit den ganzen Weg zum Gartenpavillon seines Schlosses Berg am Starnberger See.

Weiter geht’s in die nächste Etage – hier könnte man einen Hüttenrundgang mit Multivisionsschau starten. Wir schenken uns das, weil ähnliches vielfach gesehen in Bayern. Direkt vor uns ist die „Straße“ auf der die langen Glasstäbe von Hand gezogen und dann abgelegt werden, die man für die Herstellung von kleinen Glasfigürchen und Schmuckgegenständen vor der Glasbläserlampe braucht. Lauscha ist berühmt für diese Produktion, weil alle Farben gemischt und geliefert werden können – auch für Spielzeug-Glasaugen oder künstliche Augen für den Menschen werden diese Stäbe gebraucht.
Ich vergaß ja ganz, den wundervollen Treppenaufgang zu erwähnen – das U-förmige Treppenhaus ist an den drei Wandseiten komplett von unten bis oben mit einem Glasmosaik geschmückt. Alle möglichen Produkte, Glasklumpen aus der Schmelze, Glasröhren, Kugeln, Murmeln (Märbeln), Bruchstücke, ganze Glasengel und vieles mehr sind in wunderbar aufeinander abgestimmten Farbtönen ineinander „verwoben“. Leider können meine Fotos diese Pracht (genau wie die Weihnachtsbäume) nur sehr unvollkommen wiedergeben – denkt Euch einfach ein bisschen was dazu, oder noch besser, kommt einfach mal her. Die ganze Gegend lebt vom Glas und vom Fremdenverkehr, eine gute Gelegenheit beides zu unterstützen. 1995 war die Glashütte übrigens schon mal insolvent – mit vereinter Tatkraft, einem guten Konzept und einem Hildesheimer Investor konnte das Unternehmen gerettet werden und steht heute sehr gut da.

Jetzt aber noch mal schnell in die beiden Verkaufsräume in der oberen Etage – links Vasen, Teller, Schalen und alles, was man sonst so aus Glas fertigen kann – in den Fenstern Unmengen von Deko-Kugeln und Kegeln, und andern Glasobjekten. Der rechte Raum ist den Lampen-Bläsern vorbehalten, die hier vor Publikum die kleinen Glastierchen und andere schöne Dinge fertigen. Eine ganze Ecke widmet sich den Murmeln, Knicker, Marmeln oder wie auch immer man sie nennt – hier heißen sie wohl auch Märbel (siehe Plakat auf der Außenwand). In Lauscha wurde übrigens die „Märbelschere“ erfunden, die die Produktion von Kugeln sehr erleichterte. Ursprünglich waren die Murmeln oder Märbel als Imitation der Achat- und Edelsteinkugeln aus Idar Oberstein gedacht. Fast bin ich in Versuchung, in der Murmelecke ein bereitliegendes Säckchen mit den schönsten Murmeln zu füllen. Die Auswahl ist riesig in allen Größen und Farben. Ich belasse es dann aber doch bei meiner kleinen blauen Vase. Irgendetwas Schönes muß ich doch aus jeder Glashütte mitnehmen – oder ??

Das Restaurant schenken wir uns obwohl geschmackvoll eingerichtet und mit schöner Außenterrasse. Wir wollen nämlich noch zur Krebs-Glashütte im Nachbarort Ernstthal. Leider gibt es dort nichts zu sehen (eventuell ist die Produktion woanders), und der Werksverkauf ist leider schon geschlossen. Daher hier nur die beiden Bilder mit dem großen Weihnachtsmann und dem schönen Kugelbogen vor dem Eingang. Das ganze Jahr Weihnachten – ein Traum für jedes Kind, ein Erlebnis für den Urlauber – die Einheimischen werden´s gar nicht mehr sehen.

Zum Schluß will ich noch die sehr informative Website empfehlen - sogar ein kurzes Video aus der Produktion kann man ansehen, und die geschichtlichen Fakten und Hintergründe sind gut dargestellt.

Kommentieren 3 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • Distelfink, 2 Juni 2007: Diese Bäume sind aber doch arg teuer, da mach ich`s dann lieber
    wieder umgekehrt und hänge Süssigkeiten und Obst an den Baum.
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    meme, 2 Juni 2007: Da muß ich Dir wirklich Recht geben - ich habe auch einen Schock bekommen, als ich mich zu den kleinen Preisschildern runterbeugte - trotzdem waren sie traumhaft schön !!!
  • Lenz, 28 August 2007: Unglaublich schön geschrieben. Und sooo informativ. Danke meme.
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