Wie ich festgestellt habe, liegt den
meisten Bewertungen eine von drei Motivationen des jeweiligen
Rezensenten zugrunde.
Entweder wird die Kritik deshalb
verfasst, weil der Verfasser auf dieser Plattform grundsätzlich alle
seine Erfahrungen schildert, also quasi aus Gewohnheit seine Beiträge
formuliert, oder es soll ein besonders gelungener Besuch gelobt, bzw.
ein frustrierendes Erlebnis angemahnt werden.
Nun habe ich mir bereits seit längerem
vorgenommen meinen ersten qype Beitrag zu verfassen, und so zu diesem
überaus nützlichen wie unterhaltsamen Portal mein “Sandkörnchen”
beizusteuern, aber erst meine letzte Erfahrung, vom gestrigen Tag,
hat den endgültigen Motivationsstoss gegeben.
Leider beginne ich daher meine qype
Laufbahn ganz widerwillig mit einer schlechten Bewertung.
Wir waren am 26. August 2012 im
Wintergarten des Hotel Kempinski / Gravenbruch.
Zu dem Besuch kam es aufgrund der
Tatsache, dass das Hotel im Online-Eventkalender des Zeitschrift
Prinz mit folgenden Angaben warb:
“Kempinski`s
Kaffeehaus Tradition, 14.00 – 16.00 Uhr
Gerne
Servieren wir Ihnen:
*1
Stück hausgemachten Kuchen oder Torte nach Wahl
*1
Tasse Kaffee
jeden
Samstag und Sonntag in der Peacock Lounge/Wintergarten!
Zu
einem Preis von 6,50 EUR pro Person”
Wir bestellten (nur zur Klarstellung: Sonntags um 15.30 h – also innerhalb der vorgesehenen Zeitspanne) drei Mal
das Kuchen / Kaffee Angebot, sowie zwei Kakao und zwei Schoko-Kekse.
Jeder Kakao kostete laut Karte 4 Euro,
jeder Keks 1,50 Euro.
Die Rechnung hätte sich daher auf
30,50 Euro belaufen müssen. Ein stolzer Preis, zu dessen Einordnung
ich auf der Preis / Leistungsskala noch Bezug nehmen werde.
Zu unserer Überraschung belief sich
die Rechnung dann aber auf 38,50 Euro.
Nachdem ich mich beschwerte, wurde mir
mitgeteilt, dass das Angebot lediglich Samstags, nicht aber Sonntags
gelte. Nach meinem Hinweis, es werde aber ausdrücklich damit
geworben, dass es an beiden Tagen gelte, entgegnete man mir, dies
könne richtig sein, würde aber nur dann gelten, wenn man ein
Kännchen bestelle - nicht aber lediglich eine Tasse Kaffee.
Nach meinem Einwand, es würde aber mit
einem Tasse + Kuchen und nicht mit Kännchen + Kuchen Angebot
geworben, scheiterte meine Reklamation daran, dass ich dieses Angebot
nicht schriftlich nachweisen konnte.
Kurioserweise erkannte aber auch der
Kellner, dass selbst wenn sich dieses Angebot tatsächlich auf Kuchen
+ Kännchen beziehe (was eindeutig nicht der Fall ist), es keinen
Sinn mache, für eine Tasse Kaffee und einen Kuchen mehr zu
verlangen. In einem solchen Fall müsse das Angebot eingentlich erst
recht gelten.
Wenn aber ein Gastronomiebetrieb mit
einem (Lock-) Angebot wirbt, und sich dann weigert selbiges bei
Erfüllung sänmtlicher Kriterien zur Anwendung zu bringen, ist der
Möglichkeit einer guten Bewertung der Boden entzogen.
Die Qualität des Kuchens und des
Kaffees wären bei Anwendung des beworbenen Preises, mit drei von
fünf Sternen zu bewerten gewesen. In beiden Fällen wurden die
allgemein zu stellenden Ansprüche erfüllt. Der Kuchen schien zwar
nicht gerade Ofenfrisch zu sein, war aber auch nicht merklich älter
als einen Tag. Ich vermute der Kuchen wurde am Vortag hergestellt und
am Verbrauchstag geliefert. Bei Kuchensorten wie hier (Käsekuchen),
muss dies bei geeigneter Lagerung noch nicht zu inakzeptablen
Qualitätseinbussen führen.
Der hier zum Ansatz gebrachte (falsche)
Preis ist jedenfalls (abgesehen von der völlig unprofessionellen
Geschäftspolitik die sich hieraus ableitet) für die Ware selbst,
unangemessen.
Die Aussicht vom Wintergarten auf den
nahe gelegenen Teich, sowie die Einrichtung des Hotels ist
ansprechend.
Das Personal war freundlich und
aufmerksam, konnte aber das durch die fehlerhafte Abrechnung stark
getrübte Gesamtbild nicht verbessern, schliesslich war es nicht im
Stande eine zufriendenstellende Lösung herzuleiten (die sich in der
korrekten Abrechnung niedergeschlagen hätte).
Das Hotel Kempinski durchläuft gerade
(August 2012) einen Modernisierungs- und Erneuerungsprozess. Um die
hiermit verbundenen Veränderungen zu vermitteln, beschloss das Hotel
sogar einen Tag der offenen Tür (am 25.08.12) abzuhalten, und
interessierten Anwohnern das Hotel naherzubringen.
Auch aus diesem Grunde entscheiden wir
uns dafür, dem Hotel einen Besuch abzustatten.
Leider scheint die Direktion des Hotels
und das Servicepersonal auf unterschiedlichen Ebenen zu
kommunizieren, bzw, aneinander vorbei zu agieren. Die Bemühungen der
Hotelleitung, und die erdachten Marketingmassnahmen können
jedenfalls dann nicht zum Erfolg führen, wenn die Besucher eine
klarere Vorstellung von den Angeboten und Sonderaktionen haben, als
die eigenen Mitarbeiter.
Obwohl ich die Interna nicht beurteilen
kann, sehe ich aber insbesondere Mängel in der Geschäftsleitung
selbst. Das Servicepersonal wird jedenfall – so möchte ich
unterstellen – nicht absichtlich zu Ungunsten der Gäste und auf
Rechnung des Hotels falsch abrechnen wollen. Neben den hiermit verbundenen,
absolut vermeidbaren Auseinandersetzungen, welche niemand freiwillig
sucht, bringen sich die Bedienungen nur um das eigene Trinkgeld.
Die Leitung hingegen könnte mit einem
entsprechenden Aushang, und / oder der Schulung des durchaus
fleissigen und engagierten Personals dafür sorgen, dass solche
Missverständnisse vermieden werden.
Daher insgesamt EIN STERN.
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Wir danken Ihnen für diese Bewertung auf Qype und leiten Ihre Anmerkungen gerne an unsere Geschäftsführung weiter. Die Zimmer der untersten Kategorie “Economy” werden auf alle Fälle renoviert und komplett umgestaltet. Alle Pläne dafür liegen bereits vor und gerne halten wir Sie auf unserem Facebook-Account über alle Schritte informiert: www.facebook.com/Kempinski.Hotel.Gravenbruch.Frankfurt
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns weiterhin die Treue halten und wir Sie wieder einmal bei uns begrüßen dürfen!
Ihr Kempinski Hotel Gravenbruch Frankfurt