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Elbe
Nienstedten, Hamburg
- Adresse:
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Hamburg
| Nutzer-Infos |
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Im Grunde 6, 24568 Kaltenkirchen
Kundenzitat: Selbst eine Woche später treibt es meiner Tochter immer noch ein breites Grinsen ins Gesicht, wenn sie an den Klettertag denkt. Trotz strömenden Regens hatten wir einen nicht ganz unanstrengenden aber tollen Nachmittag.
6 Beiträge zum Platz "Elbe" auf Deutsch
349 Beiträge
Ich mag die Elbe und habe das Gefühl meine Seele hängt schon seit tausenden von Jahren hier im Elburstromtal fest. Sie ist die Lebensader die Hamburg durchzieht und sie bringt die Schiffe in den Hafen welche schon seit Jahrhunderten einfach zum Bild der Stadt gehören. Im Sommer sitze ich gerne am Wasser und schau den Wellen hinterher und im Winter genieße ich das Eistreiben auf der Elbe.
Eine Sache würde ich natürlich nicht machen. In der Elbe baden, zumindest nicht vom Hamburger Hafen aus gesehen Stromabwärts. In die andere Richtung gerne, aber der Hafen färbt das Wasser schon eigenartig ein.
Irgendwann werde ich auch nochmal eine Reise an die Quelle der Elbe machen.
"Winterurlaub" an der Elbe (siehe Photo); gut, dass wir zuhause geblieben sind. Ein Spaziergang am maerchenhaft winterlichen Falkensteiner Ufer tut soooo gut!
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Hier kann man stundenlang wunderbar spazieren gehen. Die Elbe verändert täglich, je nach Wetterlage ihr Licht. Das ist malerisch. Außerdem riecht man das Meer.
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Mit der HVV Fähre die Elbe hoch von den Landungsbrücken bis Finkenwerder, ein kurzer Zwischenstopp am Fischmarkt bevor es eine Station weiter zu den drei großen, Hamburger Beachclubs geht. Wieder rauf auf die Fähre und ab zum Elbstrand.
Mit den Füßen kurz in die Elbe, das Rauschen genießen, den vorbei fahrenden Schiffen zuwinken… Ohne die Elbe wäre Hamburg wohl nur halb so schön :)
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An der Elbe spazieren zu gehen ist traumhaft. gehe ich auch ald wieder . Gruß Kata3366
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guelbuelbuel, 11 Oktober 2007: Nix wie los!
Es regnet nicht und das ist in Hamburg eine Seltenheit. Die Sonne ist durch ein exuberantes Sammelsurium an graublinden Wolken zu sehen. Es könnte möglich sein, dass es noch regnet oder auch nicht. Die Luft ist angenehm frisch, wie der Tag. Es ist nicht warm, nicht kalt. Man riecht den Fluss hinter der gräsernen Böschung.
Nach langer Nacht will ich nun nach Hause gehen. Den Bus hätte ich bei Regen genommen oder ich hätte mich wie so oft auf den ziemlich geraden, dreißigminütigen Weg entlang der Elbchaussee machen können, aber heute will ich unten an der Elbe sein.
So gehe ich über die Jacobstreppe in Nienstedten hinunter, die sich in das Buschwerk schmiegt wie ein zu enges schlangenförmiges Armband in die Haut. Ich folge dem steinernen Zick-Zack- Rhythmus ihrer unregelmäßigen Stufen und da ist der Fluss. Nicht wenige würden „majestätisch“ jetzt attribuieren, denn die Elbe nordöstlich hier von Hamburg fließt in der Tat majestätisch dahin, so breit wie ein kleines Fürstentum. Sie duftet nach Wasser und Ufer, nach fernen Meeren und Gestaden, nach Engelland, wie Biermann schrieb. Auf dem anderen Ufer tritt aus dem Dunst Finkenwerder hervor, mit seinen modernen, nicht hässlichen, flachen, braun-weißen Bürogebäuden der Firma, die den Airbus dort herstellt. Daneben wartend steht ein wahrer Leviathan eines Aeroplans in grauem Silber, der die fertigen Airbusse verspeisen wird und in sich aufnimmt, um sie hier- und dorthin zu transportieren.
Vor der langgestreckten Bautenkulisse Finkenwerders liegen drei Fischerboote, gegen die Strömung sich haltend mit wie Fittiche ausgebreitete Netzarme. Eines rot, zwei grün, eines groß, zwei klein. Die liegen immer hier. Majestätisch also fließt der Strom dahin, träge wie ein Löwe, das Wappentier alles Imperialen. Genauso majestätisch bewegt ein riesenhafter Überseefrachter sich nun auf ihm in Richtung Montevideo, Kapstadt, Shanghai oder Singapur. Bunte Container hat er geladen und ist selbst nicht minder farbenfroh. Rot der Rumpf und weiß die Aufbauten. Seine Maschinen sind kaum zu hören und doch schiebt er sich recht schnell gen Mündung und Meer. Ein japanischer Name steht auf dem Schiffsbauche in übergroßen weißen Lettern.
Es wehen Lautsprecheransagen mir herüber, das Schnarren der Lautsprecher lässt sie metallen und gar so klingen, als entstammten sie nicht einer menschlichen Kehle. Der Frachter entschwindet meinen Blicken; gute Reise wünsch ich Dir! Ich gehe vorbei an Kastanienbäumen, ihre stachligen Früchte leuchten mir herunter. Sie sehen aus wie frühe Äpfel bei Sommers Anfang. Die Luft duftet nach Waldmeisterbrausepulver, nach grünen Tee oder grünen Bohnen. Dann kommt ein altes hölzern’ Segelboot den Fluss herunter und sein kleiner Motor kläfft durch die Stille. Er klingt wie fernes Traktorentuckern, wie das Schnäbelklappern von Störchen in ihrem Nest, doch laut genug, das Knirschen meiner Schritte zu übertönen. Das Segelboot kommt nur langsam heran, sein „buttbuttbutt“ begleitet mich auf meinem Weg. Ich bleibe stehen und gucke. Dann endlich wieder Stille und das Knirschen meiner Schritte und das Gezwitscher der Vögel und das leise Sabbern der Elbe am Kiesstrand. Wenig später ein aufgeregtes Gekreisch in den Bäumen rechts von mir. Es sind keine Vögel sondern zwei Eichhörnchen mit weißem Bauch, die sich um den Stamm kringelnd jagen, erst runter, dann wieder rauf. Dann wieder runter und durch grünes Gesträuch zu einem anderen Baum. Ich gehe ein Stück weiter, auf einmal raschelt es neben mir und eines der Eichhörnchen springt auf den Weg. Erschrockener noch als ich schreit es laut: yack, und rennt zu einem Baum auf der linken Seite, um an dessen ersten Ast angekommen, erleichtert yippie! zu rufen. Nach einer Weile kommt das zweite Eichhörnchen hinterher. Eine graue Taube mit weißem Hals kommt fast langsam gravitätisch wie ein Straßenbahnschaffner herbei und verschwindet im Geäst. Den Weg flankieren Bäume, hier und da Kastanien eben, hier und da Linden. Ein kleiner Pfuhl, schwer beladen mit Entengrütze liegt zur Rechten und sieht aus wie eine saftige, ebene Wiese. Eine Katze schleicht weit abseits durch das Gras. Sie ist grau getigert. Nun hat sie eine imaginäre Beute erspäht, duckt und schmiegt tiefer sich in die Halme und schleicht in höchster Anspannung weiter. Sie sieht mich nicht, ist ganz konzentriert. Doch plötzlich legt sie sich gedankenverloren auf die Seite, steht langsam sich dehnend wieder auf und blickt durch die Gegend. Jetzt sieht sie mich.
Eine Handvoll Häuser erscheint auf der rechten Seite, grünrotbraun efeuumrankt, gelbe und rote Blumen simsen auf den Balkonen, ein Pflaumenbaum auf der Terrasse. Die Häuser sind nicht neu, nicht alt. Sie sind wie die Heldinnen von Agatha Christie beschrieben: Sie waren nicht schön und doch von einer solch schlichten Anmut, dass man sie nicht anders als schön bezeichnen könne. Es muss wundervoll sein, die gelben und roten Blumen zu wässern und dabei auf den Fluss zu schauen, auf Ozeanriesen, Kähne und Nachen, die den Flusse hinauf, hinab gleiten. Möwen segeln hier durch die nun sonnendurchwärmte Luft. Sie geben keinen Laut von sich und lassen sich nieder auf verwitterten, hölzernen Pfählen, an denen Segeljollen befestigt sind. Ein kleiner Hafen, keine überprächtigen Yachten, nur liebenswürdig plätschernde Segelboote. Krähen stolzieren wie einsam andächtige Wanderer den Weg entlang. Sie schreiten einher wie Dichter der Romantik in schwarzen Gehröcken durch einen königlichen Park.
Kirchenglocken tönen nun vom anderen Ufer herüber, klingen im Duett mit den diesseitig gurrenden Tauben. Ein Mann kommt mir entgegen mit zwei Hunden, einer schwarz, der mich fragend ansieht, der zweite weiß und braun, der unbeirrt geradeausblickend an mir vorbeiläuft. Der Mann grüßt, ich grüße zurück. Ein Rotkehlchen hockt im Gras und sieht mich herankommen, vorüber- und fortgehen. Es sitzt nur einfach da, als ob eben an dieser Stelle ein Rotkehlchen auf meinem Wege vorgesehen ist. Es sitzt da und blickt genauso wie der schwarze Hund vorher. Fragend. Verirrte Regenwürmer mäandrieren über den Asphalt.
Bevor ich nun die Stufen zum Hirschpark hinaufgehe, denn ich bin dort angekommen, wo ich vom Elbuferweg mich verabschieden muss, bleibe ich noch ein wenig stehen und atme tief ein. Versuche das Idyll um mich herum in mir gänzlich aufzunehmen, als besäße ich, Katzen wird das nachgesagt, noch ein zusätzliches Sinnesorgan zwischen Riechen und Schmecken, das ich nun zur Genüge ausschöpfen könnte. Und wieder schiebt sich ein Frachter an mir vorbei, diesmal stromaufwärts zum Hafen hin. Ein Name steht an seinem Bug und klingt wie der einer Göttin aus der griechischen Mythologie. Scheinen doch alle Schiffe Danae, Athena Empress oder Stella Thessalonike zu heißen. Am Ufer ein Stück weiter sieht man eine hohe metallene Bake auf einer Anhöhe stehen, rot-weiß gestreift, wie es Mode ist für Seezeichen.
Das Wasser der Elbe, das einst einem kühlen Gebirge entsprang, durch Dresden, Magdeburg und Lauenburg floss und nun an mir in leichtem und doch zielstrebigem Tempo vorüberzieht, wird sich in wenigen Stunden in die Nordsee ergießen. Wird sich mengen mit salzigem Wasser, wird die Welt kennenlernen, wird Schiffe zu deren Bestimmungshäfen tragen, wird sich auch auftürmen in stürmischer Leidenschaft, wird Tanzboden sein für Fischer und Element den noch exotisch scheinenden Seefischen. Wird die Sonne in sich untergehen lassen und wieder herausschleudern. Wird den Sande betörender Strände schmecken, um zerklüftete Klippen schäumen, sich in malerische Buchten drängen oder einfach nur hohe See sein.
Einhundertzweiundfünfzig Stufen führen hinauf. Links geht es wieder hinunter zu den ersten Häusern am Mühlenberg an der Nienstedtener Grenze zu Blankenese. Umgeben bin ich nun vom Walde eines wilden, englischen Landschaftsparks. Unter einem stillen Blätterdach gelange ich zum Hirschgehege. Sehe rote Tiere mit weißen Flecken, auch Pfaue, selbst Hühner, ein bunt angestrichnes Hexenhäuschen mit spitzem Strohdach auf der entfernten Seite des Grasareals. Eine blonde Dame in rosa Kleid mit schwarzem Hund schreitet an den Zaun und schüttet eine Sackvoll Körner darüber aus. Die noch soeben träge im Gras gelegenen Hirsche und Rehe versetzen sich in interessierten Trab und eilen heran, worauf der schwarze Hund an roter Leine zu bellen und knurren und japsen beginnt, nicht aus Grimm, eher vor heiterer Aufregung. Die rosa Dame faltet den Plastikbeutel mit ehrerbietiger Sorgfalt zusammen, wünscht mir einen guten Morgen und begibt sich von dannen, ohne sich Zeit zu nehmen, den Hirschen wie ich bewundernd zuzusehen, die ihre Körner aufklauben. Wahrscheinlich kommt sie des Öfteren hierher. Die Tiere schnaufen und schniefen und niesen, während aus der Ferne schwach Verkehrsgeräusche zu hören sind.
Bald wandele ich durch ein Hibiskus- und Rhododendrendickicht, eine schmale doppelreihige Allee entlang zu einem kleinen, weißen klassizistischen Herrenhaus, dem Haus Godeffroy. Daneben steht eine nordisch-schlichte weiße Kate, die sich unter ein struppiges, wie Baumrinde aussehendes Strohdach duckt, die Witthüs Teestuben. Ich erfreue mich an dem schönen, jungen Tag, an der noch verschlafen und blass strahlenden Sonne, an der Wanderung, die hinter mir liegt. Ich sehe Vögeln zu, die von Ast zu Ast hüpfen und zwitschern, Amseln überfliegen den Weg.
Da macht es plopp und Vogeldreck spritzt mir aufs Chemisett. So!, ab morgen nehme ich wieder den Bus!
Kommentieren 8 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen
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mostro, 3 Juli 2007: Einhundertzweiundfünfzig Stufen hinauf zum stilistischen Qype-Olymp - eine Augen- Ohren- Gehirn - Weide, Wortwahl und Kontrapunkte und am Schluß ein liebenswürdig ruppiger Kontrast... Rhythmisch wallt der Strom und die Farben schmelzen in der Sonne... Mehr davon, mehr.
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Badbury, 3 Juli 2007: Schüchtern und verlegen trete ich von einem Fusse auf den anderen. Gut, dass ich kein Tausendfüssler bin, dann hätte ich den ganzen Tag zu tun. Schade, dass ich kein Tausendmündler bin, der Dir tausendmal Dank für Dein Lob sagen könnte. Und dann noch ein Lob des Maestros!
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FrauMüller, 3 Juli 2007: wundervoll geschrieben- danke-
ich rieche, schmecke, sehe und höre mit Dir
und schliesse mich mostro an : mehr davon, mehr! -
stoppelhopser, 4 Juli 2007: OOOH wie schön, danke dafür! Was bin ich mal wieder glücklich, in dieser wunderschönen Stadt zu wohnen und außerdem Qype für mich entdeckt zu haben, wo ich so tolle Beiträge lesen kann!
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Gabie Westbrock, 6 Juli 2007: Hier finde ich also, versteckt auf einer hinteren Seite, eine wundersame, verträumte Geschichte. Ich lehne mich entspannt zurück und laufe mit, leicht müde, die Beine sind schwer aber der Kopf wird frei durch all die kleinen glücklichen Momente, die die Natur und die Menschen uns bieten.
Vielleicht sollten die Schriftsteller wie Badbury, Mostro, Lokalreporter, FrauMü, Wolfram und viele viele andere einen eigenen Raum bekommen, wo wir sie schneller finden! -
CatCat, 1 März 2009:
Alle Loblieder wurden bereits gesungen, schließe mich voller Überzeugung an, lieber Badbury!
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leider bin ich ab jetzt weg. Macht's gut und lebt wohl., 19 April 2010:
absolut klasse geschrieben, herrlich
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Badbury, 20 April 2010:
Vielen herzlichen und artigsten Dank, Herr Jaeger.
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