Furchtbar! Das Alitalia ist ein Frontalangriff auf meine hinreissende Figur! Dabei ist es so geschmackvoll eingerichtet, ich hatte mich auf Anhieb wahnsinnig wohlgefühlt in den Räumen, in denen man sich trotz ihrer Großzügigkeit nicht verloren fühlt, sondern regelrecht geborgen. Schlichte, schöne Esstische, Bartische mit Hockern und heimlige SItzecken, in denen man sich ganz privat fühlen kann. Und das Personal ist auch so freundlich, wer denkt da was Böses?!
Aber dann kams: Die Lachsforelle vom Grill mit Gemüse und Kartoffeln. Mittagstisch für 8,50 Euro, kein Problem da die Hälfte liegenzulassen, wie ich das fast immer in Restaurants tue. Von wegen! Die Forelle: Zart, saftig, unverschämt frisch von Kopf bis Schwanz, mit einem dezenten Butter-Feeling, das mir die Tränen des Glücks auf die Geschmacksknopsen trieb. Das Gemüse: Broccoli und Möhren, noch knackig und genau auf den Punkt gegart, mit allem Gemüsegeschmack dieser Welt. Die Kartoffeln: Leicht geröstet und ebenfalls mit diesem buttrigen Gaumenstreicheln. Ich war verloren!!!! Alles, alles, alles habe ich verputzt!! Dabei war es eine wirklich habhafte Portion und nicht nur so ein bißchen Zeug auf einem großen Teller! Und ich hatte mich vorher schon aus dem Brotkörbchen bedient, weil ich dem feinen italienischen Backwerk nicht widerstehen konnte…
Jetzt ist es um mich geschehen. Ich esse mich durch die Speisekarte rauf und runter, deren Vielseitigkeit ich hilflos ausgeliefert bin. Die Cannelloni, die liebevoll einen superleckeren Spinat umhüllen, vermählt mit Ricotta und Käse überbacken – also wirklich überbacken und nicht, wie bei diesem Gericht oft üblich erschlagen, die krossen und doch zarten Pizzen, und und und …
Tja. Meine Bewerbung bei Germanys Next Topmodel kann ich wohl vergessen. Oder ich stehe öfter mal von meinem Bürostuhl auf und mache ein paar kalorienverzehrende Sonnengrüße – in Richtung des Alitalia. Das hat es wirklich verdient.
Das neue Alitalia ist eine Oase des leckeren Essens in der Fast-Food-Wüste rund um die Hammerbrockstraße, echt! Die Mädels und Jungs tun dort nicht nur was sie können, sondern können auch, was sie tun. Sie beweisen, dass richtig gutes Essen nicht teuer sein muss. Hiermit verleihe ich ihnen die goldene Latte macchiato am Bande – die schmeckt dort übrigens auch vorzüglich.
Erfreulicherweise ist das Alitalia auch Abends geöffnet. Jetzt weiß ich also, wo ich meinen (lieben) Besuch zum Speisen hinschleppe.
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