Kompliment
RolfSchreiber (07.07.2007)
Auch in diesem Jahr - Campingurlaub auf Usedom. Alles war gut vorbereitet, alles relativ variabel durchgesprochen und geplant, nur die Planung des Wetters hatten wir nicht " im Griff ". Das Zelt aufgebaut und eingerichtet, die erste Nacht ( die folgenden natürlich auch ) gut und trocken überstanden, standen wir vor der Wahl - was tun - sprach Zeus... die Götter sind besoffen, der Olymp ist .....und um ihn wieder sauber zu kriegen regnet es wie aus Eimern...
Bis zum frühen Nachmittag soll es relativ trocken bleiben - eine Fahrt nach Misdroy ( Seit 1945 gehört Misdroy zu Polen und wurde in Mi?dzyzdroje umbenannt ) hatten wir uns desöfteren bereits vorgenommen aber aus Zeitgründen immer wieder verschoben... aber jetzt... Sachen packen und los gings. Ein Schiff der Adler-Reederei legte pünktlich von Bansin Seebrücke ab, fuhr anschließend Heringsdorf und Ahlbeck an um dann ca. eine Stunde nach Ahlbeck in Misdroy / Pl. anzulegen.
Der Service an Bord - schlicht und einfach bewertet - ok. Beim Betreten und Verlassen des Schiffes Personalausweiskontrolle, während der Fahrt sichtlich bemühtes Bordpersonal, den Wünschen der Gäste nachzukommen. Die Sicherheit an Bord - kein Problem.
Während der Fahrt von Bansin bis zur polnischen Seegrenze Verkauf von Waren im Bordshop zu günstigen Preisen ( Kosmetika, Alkohol, Zigaretten, Tabak. ) Ab der polnischen Grenze bis Misdroy Verkauf von Zigaretten - stangenweise zu ca. 50 % des bei uns üblichen Preises.
Vorbei am Hafen von Swinemünde und überhaupt im Verlauf der gesamten Überfahrt hat der Fahrgast - so er denn möchte - ausreichend Möglichkeit sich aus der Vielzahl sich bietender Motive, eben das für ihn schönste und wichtigste in Ruhe auszusuchen.
In Misdroy angelegt und nach Ablauf des obligaten Prozederes, schon auf der Seebrücke dichtes Gedränge, internationales Stimmengewirr und ein seltsam eigentümlicher Geruch, den ich bis zur Abfahrt am Abend nicht wieder los wurde. Ich konnte und kann ihn nicht definieren.
Auf dem Vorplatz der Seebrücke empfing uns ein noch dichteres Gewühl. Hinzu kommen dicht an dicht - Händler und Händler und vor allem ... Händler.
Gemessen am Verkaufsverhalten von Händlern auf dem Markt in Swinemünde überraschte uns hier, dass die angebotene Ware ausschließlich in polnischer Währung ausgezeichnet war - wenn überhaupt. Auf Nachfragen bekommen wir zur Auskunft, dass bei verschiedenen Händlern auch in Euro gezahlt werden kann, jedoch nicht bei allen. Stimmt ! In einer Eisdiele, das Angebot sah wirklich lecker aus und der Kundenzustrom war enorm, bekamen wir auf unsere Frage, ob in Euro gezahlt werden kann, ein eiskaltes nee zur Antwort.
Ganz im Gegensatz dazu das Hotel Aurora, gleich gegenüber der Seebrücke gelegen, wirbt bereits mit dem Hinweis - Zahlung in Euro möglich - um Kunden und kann sich nicht beklagen. Wir übrigens auch nicht, denn sowohl Angebot als auch Bedienung - super! Dezent, diskret, sehr aufmerksam, deutschsprachig. Die Inneneinrichtung - erstklassig! Also aus meiner Sicht empfehlenswert.
Interessant auch die nähere Umgebung der ca. 400 m langen Promenade in Misdroy. Unweit der Promenade befindet sich ein Park, der stark frequentiert Bestandteil des Zentrums zu sein scheint. Im Wesentlichen auch in diesen Bereichen Händler, Buden und so weiter, jedoch nichts, was Details der dortigen Lebensart objektiv erkennen lässt. Aber ich glaube, um eben das erkennen zu können, war die Zeit unseres Aufenthaltes zu kurz.
Dennoch fühlte ich mich beim Bummel durch die Straßen und Gassen beim Anblick des Zustandes der Gebäude um Jahrzehnte zurückversetzt.
Ehrlich gesagt, als ich in Bansin wieder festen Boden unter den Füßen hatte, fand ich auch mein seelisches Gleichgewicht wieder...
Stichworte
schiffsreise, ahlbeck, heringsdorf, adler-schiffe, bansin, misdroypolen
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