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Harry's bar, Venedig
- Kategorien:
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Bars Venedig
Restaurant Venedig - Adresse:
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San Marco, 1323 1323, I-30124 Venezia (VE) Venezia
+39 0415 285777
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12 Beiträge zu Harry's bar auf Deutsch
… eines gleich vorab… wenn Sie nach Preis/Leistung urteilen, gehen Sie nicht in Harry´s Bar ! In dem Fall kaufen Sie sich aber auch kein iPhone, keinen Montblanc Kugelschreiber etc.
Wer hier rein geht, muß sich darüber im Klaren sein, daß es ein teurer Abend ABER auch ein sehr schöner Abend werden kann.
Wir haben den Aperitif (natürlich einen Bellini) an der eigentlichen Bar im Erdgeschoß genommen und sind zum Essen in das Restaurant im ersten Stock gegangen. Die Kellner sind sehr freundlich und aufmerksam, die Atmosphäre insgesamt gut.
Das Essen ist seinen Preis nicht wert, aber dafür esse ich in Harry´s Bar, letztlich muß jeder selbst entscheiden, ob es ihm das wert ist, oder eben nicht.
Davon abgesehen ist das Essen gut, aber das wars dann auch schon.
Fazit: zum Trinken gerne wieder, zum Essen eher nicht.
Mit dem iPhone geschriebener Beitrag Hol Dir die App
Ein ganz tolles Lokal. Die Venedig Reise ist nicht komplett wenn man dort nicht wenigstens einen Bellini getrunken hat. Der schmeckt übrigens nirgendwo sonst so lecker wie hier. Man sollte allerdings schon auf gehobene Preise gefasst sein. Trotzdem ist das Ganze definitiv das Geld wert. Freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Besuch dort zum Carnevale 2012.
Die Bar ist natürlich nichts für Leute, die etwas wie eine normale Cocktailbar erwarten. Harry´s Bar ist für seine Drinks, aber auch für´s Essen berühmt. Wer sich scheut 15 € für einen Bellini auszugeben oder schon bei Vorspeisen für 16 € seinen Geldbeutel krampfhaft festhält, ist hier einfach fehl am Platz.
Harry´s Bar ist ein Phänomen und wirklich einen Besuch wert. Man muss sich nur im Vorfeld darauf einstellen, dass hier der Charme der 30er bis 50er weht und man auch für die Atmosphäre und Geschichte zur Kasse gebeten wird. Wer das nicht akzeptieren will, der bleibe fort.
Die Einrichtung des kleinen Barraumes, den man nach dem Eintreten erleben kann, ist anscheinend seit den 1930er Jahren kaum verändert. Die niedrigen Tische und englischen Möbel erinnern etwas an alte Hercule Poirot-Verfilmungen mit Peter Ustinov. Die niedrigen und sehr eng platzierten Tische sorgen immer wieder für Gesprächsstoff und werden tagtäglich selbstironisch vom Personal diskutiert. ABends werden die Tische mit größeren Tischplatten versehen, elfenbeinfarbige Decken & Servietten werden aufgelegt und das große Speisen kann beginnen.
Die Kellner sind sehr freundlich, adrett gekleidet, können Speisen und die unterschiedlichsten Getränke anschaulich erklären und wissen auch die eine oder andere Anekdote dazu.
Ich empfehle, für den Abend nach 19 Uhr einen Tisch für´s Essen zu reservieren, nicht im ersten Barraum, sondern im Restaurant.
Wer nur auf einen Bellini reinkommen will, sollte sich an die Bar setzen und dem Barkeeper etwas bei der Arbeit zusehen. Tipp: Nicht sofort trinken, nach einigen UAgenblicken bekommt der geduldige Gast Oliven und Knabbereien dazu und nach 2-5 Minuten gibt es ein amuse gueule aus der Küche mit besten EMpfehlungen des Küchenchefs.
Die Berliner, die Anfang AUgust neben uns an der Bar saßen, haben den Bellini schnell getrunken, geflucht über die Preise und gar nichts von Atmosphäre und den Kleinen Beilagen mitbekommen – so wird das nichts.
Auch ich finde, dass die Bar reichlich überbewertet ist.
Ein Plus gibt es für den Bellini , der wirklich superklasse ist.
Ein Minus gibt es für den Service, da man als Touri abgespeist wird und alles kalt wirkt.
Ein großes Minus verdienen sie allerdings für die unsaubere Treppe zu den Toiletten.
Fazit: Man merkt, dass sich der Laden auf seinem Ruf ausruht, und das finde ich unprofessionell.
Leider nicht besonders empfehlenswert. Durch den bombastischen Ruf den die Bar genießt ist es so, dass es dort nicht besonders ist und man sich eher darauf verlässt, dass Besucher aufgrund des eben besagten guten Rufes kommt. Ist ok, aber nicht der Bringer.
Jedesmal wieder ein Erlebnis.Da stimmt alles!Und für Hemmingway Fans ein Genuss!Zwar mit etwas Patina,aber das passt zum morbiden Charme von Venedig.
Nicht ganz zu unrecht soll Giuseppe Cipriani gesagt haben: „Schauen Sie, es war umgekehrt! Ich, mein Lokal haben Reklame für ihn gemacht. Nicht zufällig hat er (Ernest Hemingway) den Nobelpreis nachher bekommen, nicht vorher.“ (Werner Ross: Venezianische Promenade. Berlin 1996 S. 282; etwas anders, aber sinngleich ist dieser Standpunkt von Giuseppe Cipriani zit. bei Gerhard Tötschinger: Venedig für Fortgeschrittene. Wien 2009 S. 214)
Ich find's schwierig, für diese Bar eine faire Wertung abzugeben. Mal angenommen, man geht hier als Schriftsteller mit uneingeschränktem Budget und dem Notizbuch im Sommer mehrfach Essen, plaudert ein bisschen mit den Kellnern, wird nett begrüßt, probiert die Speisekarte mal komplett durch, freut sich über frische Zutaten und den netten Service - dann ist das sicher ein Knaller.
Kommt man aber als Tourist, bestellt (natürlich) einen Bellini, hat eine Kamera über der Schulter und blättert aufgeregt im Reiseführer ("Ach, und hier war Hemingway also"), wird dann von einer latent freundlichen Maschine in weiß abgefertigt - dann ist der Gesamteindruck ... ein anderer.
Und da ich selbst bei meinen zwei Besuchen sicher eher zur zweiten Gruppe gehörte, kann ich es irgendwo nachvollziehen, wenn die Kellner nicht voller Freude rufen: "Er will einen Bellini, toll..."; aber es ärgert mich auch ganz schön. Denn bei einer ca. 50-Euro Rechnung für zwei Drinks und Sandwiches, könnte man ruhig auch mal lächeln und einem irgendwie das Gefühl geben: Diese Bar ist etwas Besonderes. Aber das ist sie sicherlich auch, wenn man sich richtig drauf einlässt. Trotzdem: Bei mir hat die Bar einen mittelmäßigen Eindruck hinterlassen...
Zu einem zerriss lass ich mich nicht hinreissen, aber ne höhere Wertung als 3 Sterne springt nicht raus.
Warum geht man also in harry’s bar? Weil in jedem Reiseführer steht, dass Hemmingway dort logiert hat.
Also bin auch ich dort mal eingekehrt um einen Belini zu trinken. Irgendwie gehört das wohl einfach zu Venedig.
Der Laden brummt. Touristen, wohin das Auge blickt., Endlich einen Platz bekommen, Belini bestellt. In - sagen wir mal - übersichtlichen Gläsern kommt also dieses Gemisch aus Pfirsischmark und Schaumwein daher. Lecker schmeckt das ja schon..abr 18€? Hmm..naja….im Urlaub achtet man ja nicht auf jeden Euro.
Mein kurze Fazit: Ja, habs gesehen und war lecker, Preis-Leistung hinterfrage ich einfach nicht, bin ja im Urlaub…also PROST :)
Diese Bar lebt nicht nur von ihrer Geschichte, sondern auch in der Vergangenheit. Sie ruht sich auf ihren Lorbeeren aus und profitiert längst nicht mehr durch Leistung, sondern ihren Besucher, die längst tot sind. Wer glaubt, sich durch einen Besuch zwischen Garbo und Hemmingway einreihen zu können … ist nicht mehr als nur Tourist oder Neureich.
Der Service ist abfertigend, der Bellini unverschämt teuer und nicht besser als der Importschlager in Flaschen. Das Angebot an Wein oder gar Drinks enttäuschend. Ich hatte das Glück, hinter die Kulissen zu schauen. Ich bin seit vielen Jahren regelmäßig in meiner zweiten Heimat (ausschließlich im Winter). Ich kann Harry längst nicht mehr empfehlen.
Harrys Bar verdient uneingeschränkt 5 Punkte. War das erste Mal Anfang der 90er Jahre dort und hatte das Glück mit Chef Arrigo Cipriano ein langes nettes Gespräch zu führen, ein Erlebnis, das ich sicherlich nicht vergessen werde! Seitdem komme ich immer gerne in Harrys Bar, wenn ich beruflich in Venedig bin.Die kleine versteckte Bar hat Geschichte. Nicht nur, daß hier der Bellini und das Carpaccio erfunden wurden, auch seitem Guiseppe Cipriani, der Vater von Arrigo, Harrys Bar 1931 eröffnet hatte, war es Stammlokal vieler prominenter Persönlichkeiten. An erster Stelle steht natürlich Ernest Hemmingway,der das Lokal durch seine intensive Freundschaft mit Guiseppe weltbekannt machte. Und dann kamen alle: Orson Welles, Truman Capote, Aristoteles Onassis, Maria Callas,Greta Garbo und und und…
Wenn man hier ein nobel eingerichtetes Luxusetablissement erwartet, wird man enttäuscht. hier ist alles relativ klein und die Einrichtung wurde wohl seit den 30ern nicht mehr verändert. Der Bellini kostet um die 15 Euro. Das Essen ist teuer, aber essen würde ich eh woanders. Aber einmal an der legendären Bar sitzen, dem perfekten, freundlichen Service der Kellner zuzuschauen, das hat schon was.Gehört zu einem Venedig Aufenthalt einfach dazu!!!
Anastacia ja, das ist toll! Übrigens, Hemingway hat in Lignano oft Urlaub gemacht, ging jeden Tag vom Hafen bis zur Mündung des Tagliamento.
15 Dezember 2008
Ich bin eher zufällig an Venedig geraten. Wollte 1984 in die große Welt des Kochens und die hieß für mich damals Italien.
Bin los, erste Station war Venedig, da war gerade Karneval.
Ich schrieb davon, war nett. Bin dann von Mailand über Bergamo, Bologna und Rom bis nach Neapel und Sizilien gefahren, immer auf der Suche nach Arbeit.
Irgendwann war das Geld alle und meine letzte Stadt vor der Kapitulation war wieder diese.
Am Bahnhof angekommen nahm ich mir ein Schließfach und ging wie stets auf die Suche nach einer Buchhandlung. Guide Michelin mit geheucheltem Kaufinteresse durchgeblättert, heimlich die ersten fünf Adressen des Ortes notiert und zur nächsten Zelle.
Meist kam der Verweis auf das Personalbüro und dann die Bitte um Zusendung der Unterlagen, soviel Zeit wollte ich aber nicht haben.
Hier nun waren die ersten 100 Lire gut investiert, man fragte, wo ich gerade sei und eine halbe Stunde später kam Kollege Cinque mit dem Firmenkahn, mich abzuholen.
Toller Empfang, eine Freifahrt einmal durch den ganzen Canale Grande bis zum Markusplatz direkt vor das Restaurant. Eigener Anleger.
Vor Harrys Bar haben wohl schon viele Venedigbesucher gestanden, ohne es zu wissen. Das Lokal befindet sich an der Vaporettohaltestelle San Marco. Wenn man vom Platz ans Wasser geht und dann noch zweihundert Meter bis zum Eingang des Canale Grande. Da.
Mein Vorstellungsgespräch war kurz und erfolgreich, man brauchte Köche, ich war drin.
Arrigo Cipriani, der Boss, hatte damals gerade zwei neue Lokale in Treviso und noch woanders aufgemacht, dafür hatte man wichtige Leute abziehen müssen. Ich habe ein Jahr hier verbracht.
Harrys Bar entstand Anfang der dreißiger Jahre, der Gründer, der Vater des Obengenannten, war Kellner in einem großen Hotel und dieser Amerikaner namens Harry lieh ihm das Geld zur Gründung seines eigenen Ladens. Da hat er dann nicht nur das Lokal, sondern auch gleich noch den Sohnemann nach dem edlen Spender benannt.
Das Restaurant ist eng und klein. Es fühlt sich an wie auf einem Schiff, Wände getäfelt mit Tropenholz und komische Lämpchen. Wie aus einem James Bond Film.
Die Tische sind eng nebeneinander, der Service kommt kaum vorbei. Die Bar ist nicht sehr groß, da passen nicht ganz zehn Leute dran. Warum zahlt man hier das Doppelte des ortsüblichen Kurses zu nicht idealen Bedingungen?
Ernest Hemingway ist schuld. Er liebte Venedig und dies war wohl sein Lieblingsplatz, wenn er gerade nicht Enten jagte oder schrieb. Deshalb trinken hier alle Martinis. Der Barchef macht sie in einem riesigen Rührglas und füllt immer fünfzehn Stück auf einmal in Gläser ohne Stiel ab. Die sind schnell verkauft.
Kostet ein Vermögen. Alles hier ist teuer. Aber wer den Kaffee im Florian auf San Marco für 15 Euro inklusive Musik ohne Infarkt überlebt hat, der könnte hier zumindest mal einen Apero nehmen. Damals hatten sie zwei Sterne vom Michelin, weiß nicht, wie es heute ist.
Der Service ist exzellent, alles stimmt und ist trotzdem lebendig. Die Kellner tragen weiße Jacken mit goldenen Knöpfen. Das Essen ist sehr einfach und regional, man sollte nichts Neues erwarten, nichts Ausgefallenes, keine Schnörkel.
Die Produkte sind erstklassig, die Zubereitungen traditionell venezianisch und in großer Güte ausgeführt. Eingespielt. Auf den Punkt. Polenta und Risotto kocht man hier.
Wir sind im Veneto. Riso amaro.
Hier wurden der Bellini und der Tiziano erfunden.
Ebenso hier aß man übrigens das erste Carpaccio, das aus einem gut geputzten Rinderfilet geschnitten und flachgestrichen wird, nicht eingefroren auf der Maschine, wie meist.
Man serviert es hier mit einer Sauce auf Mayonnaisenbasis die künstlerisch leger drübergeplempert wird.
Und hier ergreife ich meine Chance, mit dem Vorurteil aufzuräumen, Carpaccio hätte etwas mit Carne, Fleisch zu tun, weswegen man auf Speisekarten gelegentlich Gerichte namens Pescaccio, also Fisch - Carpaccio oder neulich Verdaccio, aus Gemüse findet.
Alles Quatsch, das kommt von Vittore C., so wie die Namensgeber obengenannter Getränke mit Ausnahme des Martinis allesamt venezianische Maler aus dem 15. Jahrhundert.
Ich bin nicht sicher, ob ich jedem zu einem Besuch dieses Lokals raten möchte. Man sollte jemand sein, der gastronomische Plätze in ihrer Patina und ihrer Geschichtsträchtigkeit schätzt, so wie man einen Tempel oder eine Ruine betritt und spürt, was hier einmal war.
So ein Platz ist das. Ernest sitzt irgendwo in der Ecke, betrinkt sich und raucht.
Trotz Rauchverbots.
Badbury Warum fragst Du mich nicht gleich. Ich hatte heute abend zwei Herrschaften, die gestern abend im Tour d'Argent speisten.
27 Oktober 2010
Liesl Ach wie schön. Guter Vorschlag, die Diskusson in die Stadt der Entenpressen zu verlegen.
2 November 2010


