Vorgestern bin ich hier zum Basic Grillkurs in der Grillakademie Hamburg gewesen. Als wir ankamen, wurden wir mit einem Willkommensdrink begrüßt. In der Mitte des Kochstudios gab es eine große Tafel, die schon für uns gedeckt war. Um die Tafel herum gab es verschiedene Kochecken, in denen die Zutaten für uns bereitlagen. So waren wir gespannt und warteten, dass es endlich losging.
Nachdem nach und nach alle Gäste eingetrudelt waren, stellte sich das Team kurz vor, dann konnte es auch schon losgehen. Andreas erklärte uns, dass es in diesem Kurs darum geht, mit wenig Aufwand schmackhafte Gerichte am Grill zuzubereiten, welche sich zudem gut vorbereiten lassen. Dabei sollten wir auch verschiedene Grillmethoden kennenlernen, wie das Grillen mit einem Pizzastein oder einem Wok. Das Menü sah wie folgt aus und wurde natürlich alles auf dem Grill zubereitet:
-Flammkuchen mit Schinken, Zwiebeln und Ruccula
-Lachs-Camenbert-Sandwiches
-Beer Can Chicken
-Pasta mit Gemüse aus dem Wok
-Schweinebraten mit Knoblaub-Kräuter-Rub sowie Schweinenackensteaks zu
Gemüsepfanne, Kartoffeln aus der Salzkruste und Rosmarinkartoffeln
-Aprikosenauflauf mit Vanillesoße
Zu Beginn sind wir die einzelnen Kochstationen abgelaufen und unser Chefkoch hat allen gezeigt, was es hier jeweils zu tun gab, (was ich sehr schön fand, da man so einen Einblick in alle Aufgaben bekam). Dann durften sich jeweils 1 bis 4 Personen für ein Gericht melden und sich an die Arbeit machen. Meine Wahl traf das Beer Can Chicken. Dabei wird ein Hühnchen mariniert und auf eine volle Bierdose gesteckt, wodurch es von innen schön saftig bleibt (statt der Dose haben wir jedoch einen entsprechenden Aufsatz von Weber genutzt, das ging mindestens genauso gut). Das Hühnchen war schnell vorbereitet und so ich hatte anschließend reichlich Zeit um den anderen über die Schulter zu schauen und das ein oder andere Pläuschen zu halten. Immer, wenn es etwas zu sehen gab, wurde man zusammengetrommelt und folgten den Erklärungen des Chefs. War ein Gericht fertig war, wurde es umgehend verteilt - so war man den ganzen Abend über bestens versorgt. Damit wir nicht verdursten, gab es natürlich auch Bier oder leckeren Wein, die im Preis inbegriffen waren.
Insgesamt war es ein sehr schöner Abend mit netten Leuten und einem schmackhaftem Essen. Etwas Kritik bleibt mir trotzdem übrig, was dann auch die Begründung für meine Bewertung ist:
1. Der Kurs war mit 26 Personen meines Erachtens viel zu voll. Das Kochstudio ist zwar geräumig, trotzdem lief man sich, immer wenn etwas gezeigt wurde, über die Füße und man musste schauen, dass man nicht zu weit hinten steht. Aus anderen Kochschulen kenne ich normalerweise Gruppengrößen von bis zu 14 Personen.
2. Für die Auswahl der Gerichte ist der Kurs mit 89 Euro pro Person sehr teuer. Auf 26 Personen gab es einen Schweinebraten, 3 Hähnchen, etwa 12 Schweinenackensteaks, etwas Lachs, Flammkuchen und Gemüse. Es war zwar ausreichend zu Essen da (ich war am Ende pappsatt), aber bei dem Preis hätte ich etwas mehr erwartet (wenigstens beim Fleisch ein saftiges Rindersteak statt Schweinenacken).
3. Immer, wenn man mal weitergehende Fragen hatte (beispielsweise, wie man mit Holzchips grillt), wurde man auf fortführende Kurse verwiesen und bekam keine Antwort. Fand ich ein Unding!
4. Als ich mir den Kurs angeschaut hatte, war in der Beschreibung noch von einer Kochschürze die Rede, die es dazugeben sollte. Da es diese nicht gab, hab ich noch einmal nachgeschaut, und tatsächlich steht es nicht mehr im Text :(
Zum Preis von 89 Euro würde ich unter diesen Umständen den Kurs nicht weiterempfehlen.
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