09.08.2007
(aktualisiert am 29.02.2008)
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Wer auf Gozo war, wird vielleicht in Ermangelung von Sandstränden irgenwann mal dagewesen sein, wer plant dorthinzufahren, sollte einen Besuch nicht versäumen, auch wenn die Anreise etwas mühsam ist.
Der Strand ist natürlich nicht in Victoria, der Hauptstadt, aber ich komme hier ohne Benennung einer "Stadt" nicht weiter vorwärts im Programm.
Fährt man von Victoria nach Nadur, dann durch den ganzen Ort immer den Ausschilderungen nach bis man ans Ende der Ansiedlungen kommt und vor sich eine abschüssige Straße und weiter hinten schon das Meer sieht.
Jetzt kann man das Auto eigentlich schon stehenlassen, dann ist es noch ein hübscher zwanzigminütiger Spaziergang, vorbei an Oliven- und Feigen(lecker!)bäumen, oder man wagt sich in die recht enge Straße bis zu einem 6-Auto-Parkplatz ohne Wendemöglichkeit in der Hoffnung, dort noch was zum Abstellen zu finden. Wenn man nicht im Besitz eines Vierradantriebs oder eines Bekannten mit Motorwinde ist, sollte man nun keinesfalls weiterfahren, der Weg nach unten ist schon zu Fuß extrem steil und man benötigt ordentliches Schuhwerk für den Ab- und späteren Wiederanstieg der letzten ca. 300 Meter.
Unten angekommen empfängt einen eine schnuckelige kleine Bucht mit feinem orangefarbenem Sand und klarem Wasser.
Es waren jetzt in der Hochsaison um die 50-70 Menschen dort, was sich mit der Größe des Strandes recht gut verträgt. Man hat wohl 5x soviel Platz für sich, wie an der bessergefüllten Ramla Bay und 25xsoviel wie an den Stränden Maltas.
Die Atmosphäre ist persönlicher als sonst, es gibt eine kleine Bude, geleitet von Steve, einem herzlichen Mann, der dort Liegen, Sonnenschirme und ein paar Kanus gegen Geld verleiht und alsbald zum Strand geschossen kommt, wenn neue Gäste erscheinen.
Sollte man keinen Proviant mithaben, kann man sich von ihm ein sehr gutes Hotdog grillen lassen und er führt wirklich eiskalte Getränke in einem uralten, gasbetriebenen Kühlschrank.
Zahlen kann man, bevor man fährt.
Das Wasser ist herrlich klar und lädt zum Schnorcheln ein. Ein Auge sollte man auf die gelegentlich bei schlechtem Wind antreibenden Feuerquallen haben, sah aus, als würde das den Leuten ziemlich wehgetan haben, die sie nicht gesehen haben.
Das wäre aber auch der einzige nennenswerte Wermutstropfen, ach nee: es gibt kein Klo!
Viel Spaß.
Stichworte
strand, baden, meer, steve, malta, bucht, orangesand, gozo
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