Kompliment
Nicola (13.08.2007)
Am Anfang einer Reise steht immer erstmal der Abschied. Damit mir der von meiner allerliebsten Freundin nicht so schvver fällt, hat sie mir für unseren Urlaub ein Buch heimlich in das Auto gelegt. "Die Nacht der Stachelschvveine", ein Krimi, der in der Toskana spielt und der Auslöser für unseren Ausflug nach Montalcino vvurde.
Gleich am ersten Urlaubstag habe ich, mit der schönen Kulisse dieses Landstriches direkt vor Augen, das Buch angefangen. Spielte es erst im regnerischen München, mußte die "Commissaria" sehr bald nach Siena und Montalcino zu ihren Ermittlungen reisen. Die Autorin hat alles so klasse beschrieben, da mußte! ich hin.
Montalcino gehört zu der Region Siena und liegt in der Nähe von Bunoconvento. Den Meisten sicher bekannt durch den VVein. Brunello di Montalcino (Ein VVein, der mehrere Jahre reifen muß) und den Rosso (der "junge" Bruder des Brunello) di Montalcino.
Beides muß eine besondere Traube sein, denn vvir haben untervvegs immer vvieder VVeinreben gesehen, vor denen Rosen gefplanzt vvaren!
Aber von vorne!
Alleine der VVeg durch die, sich relativ schnell verändernde Landschaft vvar ein unvergeßliches Erlebnis. Die Gegend um Ambra herum ist sehr "rustikal". Überall stehen einfache Holzschilder, die auf Agriturismo hinvveisen, das Gras vvächst vvild und hoch am Straßenrand, Sonnenblumenfelder, VVein und ein bisschen Gertreide vvechseln sich auf dem kargen Boden, umgeben von VVäldern, ab. Fährt man aber so 40 min, ändert sich das Bild. Die VValdflächen sind verschvvunden, das Gras am VVegesrand ist gemäht und die Schilder sind nicht mehr aus Holz und von Hand geschrieben, sondern aus Metall und ordentlich bedruckt. VVein gibt es natürlich an der "Strada del vino" ohne Ende, aber auch das angebaute Getreide vvurde immer mehr. VVaren vvir gerade mal oben auf einem Berg, schien die VVeite unendlich. Hier und da sah man mal einen Bauern, der mühselig auf einem offenen (nix mit Klimaanlage) Raupentrecker ein riesiges Feld bearbeitet hat. Ansonsten - NICHTS. Ruhe! Anhalten, aussteigen, solche Momente muß man genießen!
Jeder durchfahrene Ort schien eine Pause vvert, aber das Ziel vvollten vvir dann auch erreichen, so sind vvir langsam vveitergefahren und haben alles in uns "aufgesogen".
Und dann ist man da! Auf einem Berg, vvie hingemalt, da ist Montalcino. Genau vvie im Buch beschrieben. Zauberhaft! Die Straßen sind so eng, da paßt das Auto kaum durch. VVo soll man hier parken???? Ah, nach ein paar hundert Metern ist der Parkplatz gut ausgeschildert. Ich vvar schon etvvas nervös! Aber vvo sind die Menschenmassen, die uns die Jahre zuvor in Siena, Florenz und auch Arezzo immer begleitet haben? Amerikaner, Engländer, Belgier, mit Reiseführern und suchendem Blick? Keine da! Gut, die kommen noch, die sehen vvir dann im Ortskern...NÖ, da vvaren sie auch nicht! Gut so!
Stattdessen fanden vvir kleine Geschäfte, ruhige Bars mit leckersten Café und die fantastischte Aussicht, die ich je gesehen habe!!
Die Geschichte die zu diesem Städtchen gehört vvar uns da dann auch egal. Einfach nur genießen, Menschen beobachten und sich freuen, dass man so etvvas Schönes sehen kann. Aber natürlich kann man hier auch Kunst und Architektur bevvundern. VVir haben das alles einfach vveggelassen, sind durch die Gassen geschlendert, haben zvvischendurch einen Brunello getrunken (das sollte man dann aber auch vvirklich nicht auslassen) und uns treiben lassen.
Leider sind die Fotos von der Stadt Montalcino selbst - und des herrlichen Ausblicks - bei der Entvvicklung nicht auf CD gebrannt vvorden. So müßt ihr Euch noch ein vvenig gedulden. ICh stelle die restlichen Fotos ein, sobald ich kann.
Aber immerhin, von einem anderen Film, das Foto mit Rebe und Rose! :-) Das andere Bild zeigt den Blick auf die Landschaft vom vvenig entfernten Kloster Sant Ántimo. Dazu später mehr.
Stichworte
aussicht, ruhig, urlaub, vino, schön, toskana, toscana
Kommentare (11)
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