BERLIN LINIEN BUS GmbH, Wilmersdorf, Berlin
- Beschreibung des Inhabers:
-
Ob Hamburg, Dresden, London oder Amsterdam - eine günstige, direkte Verbindung wird immer wichtiger. BERLIN LINIEN BUS verbindet Berlin und andere deutsche Städte mit vielen Zielorten in Deutschland und Europa.
Und das zu unschlagbar günstigen Preisen.
** Winterfahrplan jetzt online** - Kategorie:
- Bus Wilmersdorf | Bus Berlin
- Kontakt:
- berlin_linienbus
- Adresse:
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Mannheimer Str. 34, 10713 Berlin
030 8619331
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10 Beiträge zu BERLIN LINIEN BUS GmbH auf Deutsch
Ich hab den Bus inzwischen auf der Strecke Berlin-Dresden genutzt. Ein Sparticket habe ich noch nicht erhaschen können, dafür sind die Preise grundsätzlich wesentlich angenehmer als die der Bahn. Und das Risiko, mal in einen Stau zu kommen, ist auch nicht größer als das, mit der Bahn irgendwo eine Weile uninformiert in der Pampa rumzustehen...
Das Online-Buchen ging problemlos. Überraschenderweise kostet Gepäck fürs Gepäckfach 1 €. Es wäre schön, wenn man das vorher wüsste. Mir kommt es dabei nicht auf den Euro an, aber manchmal habe ich einfach kein Kleingeld bei. Und ich habe wenig Lust, einen 20€-Schein dann vielleicht mit 19 Euro-Münzen eingetauscht zu bekommen. Aber gut, man ist nur einmal überrascht, dann weiß man es ja. ;-)
Der Bus ist so bequem, wie Busse nun mal sind, für eine Kurzstrecke wie Berlin-Dresden völlig ausreichend. Mit Unterhaltung und eventuell Speisen & Getränken muss man sich selbst ausstatten, sowas gibt es nicht an Bord. Für das Sicherheitsbedürfnis konnte ich immer auf Sitzgurte zurückgreifen.
Das Bordklo musste ich (glücklicherweise vielleicht) noch nie benutzen. Das wird vermutlich genauso gemütlich und einladend sein wie das in einem Bahnwaggon...
Der Busfahrer macht immer einen guten und professionellen Eindruck, auch die Fahrweise konnte ich bislang nie beanstanden.
Solange ich keinen super-duber-Sparpreis bei der Bahn bekomme, würde ich daher immer auf den Linienbus zurückgreifen - zumindest auf einer Kurzstrecke.
Einen Punkt Abzug gebe ich für die nicht vorhandene Flexibilität beim Buchen/Umbuchen, da sollte die Technik heutzutage eigentlich ausgereift genug sein, um den Kunden mehr entgegenzukommen.
Ansonsten aber feine Sache.
Onlineticket Braunschweig - Berlin, Kreditkarte erforderlich für Aktionspreis,
11€.Stornieren oder umbuchen gegen Geld, wie schon beschrieben, nicht möglich.Allerdings fährt der Bus in Paris ab, d.h. die Reisenden sind dann in BS die ganze Zeit bereits im Bus.Wenn man morgens um 7h in Braunschweig zusteigt ist der Bus entsprechend verdreckt und es riecht auch so.
Passierte desöfteren, das der Bus verkehrsbedingt, über eine Stunde zu spät kam.
Startet der Bus in Berlin sieht das natürlich ganz anders aus.Pünktliche Abfahrt, entspannte Atmosphäre.Kurzstrecken sind ok, aber Berlin - Paris,
oder Berlin - London, ohne mich.
ArizonaFriend Musst ja auch nicht fahren! Gibt auch die Deutsche Bahn!!! Allerdings wohl etwas teurer!
18 September 2011
dermann55 wird man in den linien bussen also sagen wir mal von berlin nach köln z.B kontroliert ob man was falsches dabei hat?
25 Dezember 2011
Mit dem BerlinLinienBus, einem Zusammenschluss einiger vor allen Berliner Busunternehmen, bin ich nun schon so einige male auf Achse gewesen.

Ticketbüro am ZOB Berlin
Ich bin immer vom ZOB am Funkturm abgereist. Meine Tickets habe ich Online gebucht und ausgedruckt.
Die haben nun den entscheidenden Nachteil, das sie weder gegen Erstattung des Fahrpreises zurückgegeben werden können, auch darf man die Abfahrtzeiten nicht verlegen!

Eingang Messedamm
Auf meine Frage nach dem Grund wurde mir gesagt, das man ja bei Online-Tickets jede beliebige Menge ausdrucken und ggf. auch einsetzen könne um die Beförderung zu erschleichen. Na hallo, auf mein Einwand das das ja sogar bei der Bahn möglich sei Online-Tickets umzubuchen oder zurück zu geben, wurde mir geantwortet, " Wir sind aber nicht die Bahn" ! Was ein sehr wichtiger Hinweis für mich war, da ich mich in dem Glauben befand auf dem Hauptbahnhof zu stehen und auf den Zug zu warten.

Mitbewerber am Omnibussteig ZOB Berlin
Ich rede nicht von Tickets zu Spar oder Aktionspreisen, denn das die nicht ab-oder umgebucht werden dürfen ist ja nachvollziehbar.
Desweiteren wird man bei Online Tickets meist nach einem Ausweis gefragt, weil da ja sonst jeder kommen könne.
Zum Glück hatte ich meinen Personalausweis bei.
Der Ton des "Servicepersonals" ist ruppig und erinnert mich so etwas an die ehemaligen Grenzposten der DDR...
Die Fahrzeuge waren sauber und ich fühlte mich, soweit das möglich ist, sicher an Bord. Es gibt seit einiger Zeit auch Beckengurte an jedem Sitz.
Die Fahrer hinterließen bezüglich ihrer professionellen Fahreigenschaften durchweg eine guten Eindruck bei mir.
Die Bestuhlung ist ausreichend komfortabel, die Sitzabstände sind groß genug.
Das Preis-/Leistungsverhältnis ist auch bei den Normalpreisen noch gut.
Getränke oder Zeitungen gab es nie an Bord ( Berlin/Hamburg)
Aktionspreise sind so eine Sache..., mal für über 60 Jährige, mal für unter 26 Jährige, erhältlich.
Nach Hamburg ist aber kein Rabat für Gruftis möglich hingegen kann man erheblich sparen wenn man mit dem ersten Bus hin und dem letzten zurück fährt. Also hin um 7:00 und zurück um 21:00 Uhr.

Wartehalle ZOB Berlin
Nun zusammenfassend sage ich:
In Begeisterungsstürme wird man nicht zwangsläufig ausbrechen.
Die Preise sind aber günstig im Vergleich zur Bahn.
Die Fahrer vermitteln Sicherheit.
Die Fahrt ist ausreichend komfortabel (zumindest bis zu 4 Stunden).
Also wer keine Höflichkeitsfloskeln mit den BerlinLinienBus Leuten austauschen möchte und gut und preiswert von A nach B will, der macht nichts falsch beim Sparen und Fahren per Bus.
Punkteabzug leider wegen Unhöflichkeit und starren Fahrplänen bei Onlinetickets nötig.
Tickets
Internet www.BerlinLinienBus.de
Ticketbüro
am ZOB Berlin
Öffnungszeiten
Mo. bis Freitag 6-21 Uhr
Sa. So.-Feiertags 6-20 Uhr
Konnie-Neukölln Das mit den Onlinetickets ist ja unprofessionell! In vielen Museen, bei der Bahn und sonstwo gibt es Onlinetickets mit Barcode. Der wird einmal eingelesen und danach sind weitere, mit dem gleichen Code ausgesdruckte, Tickets ungültig. Und hier will man das nicht hinbekommen?
22 Mai 2010
volver wie kann man sich denn mit den ausgedruckten online tickets eine fahrt "erschleichen"? ich wahrscheinlich zu dumm für betrug :-)
24 Mai 2010
4 Sterne für den Berlin Linienbus!
1 Sternchen für die günstigen Preise
1 Sternchen für die Püntklichkeit
1 Sternchen für die vielen Reiseziele
1 Sternchen für die freundlichen Busbegleiterinnen
und 1 Minussternchen für die unfreundliche Beratung (wenn man das Beratung nennen darf?) am Telefon.
pbauer1313 probiert mal www.verkehrsmittelvergleich.de aus.
die kombinieren verschiedene verkehrsmittel miteinander und suchen dann die schnellste/günstigste verbindung raus!
19 Februar 2010
Günstiger gehts nicht. Und bequem sind die Busse auch. Einfach mal ausprobieren.
Da schon in den Berliner S-Bahnen immer vom Unternehmen Berlin Linien Bus geworben wird und die Super-Aktions-Preise günstiger als die Deutsche Bahn und sogar teilweise günstiger als Mitfahrgelegenheiten sind, entschloss ich mich eines Sonntags dazu, mit dem Bus von Braunschweig nach Berlin zu fahren. Die Buchung erfolgte bequem im Internet und das Onlineticket wurde mir sofort zugesendet. Da ich nicht 7 Tage vorher gebucht habe, konnte ich mir damit zwar nicht den Super-Aktions-Preis von 9€ schnappen, war aber mit 19€ Ermäßigungstarif immer noch ganz gut dabei. Weil an dem Tag herbes Schneechaos herrschte, gab es eine Verspätung von fast einer halben Stunde, das kann man aber meiner Meinung nach auch niemandem verdenken. Den Platz konnte ich mir aussuchen und konnte mich so vor dem chronisch Würfelhustenden schützen, der irgendwo weiter hinten seinen Lärm von sich gab. Zuerst war ich etwas enttäuscht, weil ich mich gefreut hatte, mal lesen zu können, was bei den Mitfahrgelegenheiten nicht der Fall ist, da ist es immer zu dunkel, aber der Bus fuhr die rumpeligsten Dorfstrecken ab, da wäre mir nur schlecht geworden. Nach vielleicht einer Stunde wechselte der Bus aber auf die Autobahn und ich konnte getrost meiner Leidenschaft nachgehen. Währenddessen kam immer wieder die polnische Fahrkartenkontrolleurin vorbei, fragte, ob alles in Ordnung sei, ob ich eine Zeitung wolle oder vielleicht etwas zu Essen oder einen Kaffee. Mit einer zusätzlichen Stunde Verspätung, weil der Bus nicht so schnell wie sonst fahren konnte, kamen wir schließlich in Berlin an. Den Koffer, den ich für 1€ zusätzlich habe im Kofferraum einpacken lassen, wurde schnell mit der Nummer überprüft, die ich mit meinem kleinen orangenen Zettel in der Hosentasche hatte und mir dann ohne Probleme ausgehändigt. Fazit: Wer hier mal etwas früher bucht, hat eine echte Goldgrube gefunden. Verspätungen gibts überall und wenigstens muss ich im Bus nicht frieren, wies bei der Bahn ist, wenn gerade mal wieder der Anschlusszug ohne mich davon gefahren ist, weil der erste Zug wie so oft zu spät kam.
Im September 2007 war ich mit einer Gruppe der Jugendlichen in Berlin. Unter anderem sind wir mit der Buslinie nr 100 gefahren. Als nicht-Berliner werde ich eher schweigen - ich zeige lieber die paar Fotos, die ich geschossen habe.
waschechteBerliner Die Berlin Linienbusse habe nichts mit der BVG-Buslinie 100 des Öffentlichen Nahverkehrs zu tun. Die Berlin Linien Busse fahren ab ZOB (Zentralomnibusbahnhof) am Messegelände in Charlottenburg sehr preiswert mehrmals täglich verschiedene Städte, Bade- und Kurorte an. Hier kann man auch mal unbesorgt ein Kind alleine mitfahren lassen, da es immer eine Begleitperson im Bus gibt, die auch ein Auge auf Kinder hat.
Die Buslinie 100 der BVG ist eine normale öffentliche Buslinie in Berlin, die, weil sie quer mitten durch Berlin führt, einige Sehenswürdigkeiten auf ihrer Strecke hat und daher u. a. auch in einigen Touristenführern als Geheimtipp geführt wird. Wenn man Glück hat, gibt es einige Busfahrer, die gerne auch mal ein wenig den Stadtführer spielen und über Mikro einige Hinweise geben (gehört aber logischerweise nicht zu ihrem Job).
5 Oktober 2008
Michael Zoll Das soll nun ein Berlin Besucher alles wissen, als Nicht Berliner könnte man tatsächlich glauben es handelt sich hier um Berliner Linienbusse.
Aber sicher Zufällige Firmenbezeichnung des Unternehmens ohne jeglichen Gedanken an die Berliner Verkehrs Gesellschaft mit ihren viele Linien.
22 Mai 2010
La grève ist schuld. Nein, nicht der Streik der DB-Lokführer, sondern die französischen Eisenbahner haben mich zu Eurolines getrieben. Bis Brüssel wäre ich mit dem Nachtzug ja noch gekommen, aber dann ist Schluss. Nach Brüssel will ich diesmal nicht, sondern weiter, weiter bis nach Paris. Noch weiter, nach Rouen, aber dort fährt weder der Nachtzug noch Eurolines hin. Die ganze Normandie ist unerschlossen vom europäischen Busnetz. Also warten, ob der Nachtzug am nächsten Tag fährt? Warten, ob überhaupt sicher ist, dass ein Regionalzug von Paris abfährt? Warten, dass ich zur Not vom Gare du Nord zum Gare St Lazare laufen kann, falls die Pariser U-Bahn streikt? Nein, das Fernweh ist zu groß und das Angebot zu verlockend, schließlich ist die Busfahrt 80 Euro günstiger als der Liegewagen der Bahn.
Im November ist der Bus nicht voll, ich kann es mir auf zwei Plätzen bequem machen. Bequem, das ist sicher das falsche Wort und ein Sitzplatz in der Bahn hätte schon mehr Komfort geboten, aber es reicht immerhin um meine langen Beine irgendwo abzulegen. 13 Stunden, etwas schneller als geplant, ohne Stau und mit nur einer Pause.
In Paris ist der Busbahnhof an der Endhaltestelle der U-Bahn, die mich direkt nach St. Lazare bringt. In 20 Minuten bin ich dort, dann geht es weiter mit der Regionalbahn. Hat alles klappt :)
Mit dem "BerlinLinienBus" kann man täglich verschiedene Strecken von und nach Berlin befahren. So werden beispielsweise München, London und Paris angefahren. 12x täglich und damit scheinbar die am häufigsten angebotene Strecke ist die von Berlin nach Hamburg.
Auf der Suche nach einer günstigen Alternative zur Bahn bin ich auf dieses Busunternehmen gestoßen und habe auf Grund des günstigen Preises eine einfache Fahrt von Hamburg nach Berlin für 25€ gebucht. Bei Hin- und Rückfahrt hätte ich 40€ gezahlt, zu bestimmten Zeiten geht es auch noch günstiger. Das Buchen der Fahrkarte geht problemlos im Internet.
Der Bus fuhr pünktlich vom ZOB in Hamburg ab. Sofern man die Sicherheit eines Busses von außen beurteilen kann, hat der Bus auf mich einen guten Eindruck gemacht. Er war zudem ausgesprochen sauber und es gab genug Platz. Nach knapp 3 Stunden erreichte er den Ostbahnhof. Mit der Bahn wäre es eine längere und teurere Fahrt geworden.
Natürlich kann sich die Fahrt verzögern, wenn ein Bus im Stau steht, aber andere Verkehrsmittel sind auch nicht immer pünktlich. Ich war jedenfalls sehr zufrieden und werde beim nächsten Mal wieder mit dem Bus nach Berlin fahren.
steffchen3010 Der ist klasse - den hab ich auch schon genutzt und kann nur positives darüber erzählen. Bei mir gings von Hamburg nach Berlin - und so günstig hätt ich nicht mit der Bahn fahren können. Vlg
14 März 2008
Es gibt Momente, da zweifele ich an meinem Verstand. Zum Beispiel letzten Sommer. Irgendwo kurz vor Hannover, „Element of Crime“ sangen mir „Die letzte U-Bahn geht später“ ins Ohr und der Busfahrer setzte, unter Missachtung aller Geschwindigkeitsbegrenzungen, zum Sprung vor den roten Corsa an. Autobahn-Blues. Ich starrte schon seit drei Stunden aus dem Fenster, beobachtete mit rapide abnehmendem Interesse den zähen Fluss der Konsum-Kuriere, Drängler und Sonntagsfahrer und ließ Felder, Wälder und „Tempo runter, Sicherheit rauf“-Schilder an mir vorbeiziehen. Die Frau hinter mir redete ohne Punkt und Komma auf ihre Sitznachbarin ein. Der Mann vor mir hatte offenbar Döner zum Abendbrot, mit extra viel Knobi-Soße. Die Dämmerung nimmt mir nach und nach den Ausblick und konfrontiert mich mit der Wahrheit im Inneren. Noch mindestens 13 Stunden bis London.
Wie bin ich nur auf die Idee gekommen, mit dem Bus zu fahren? Von Berlin. Nach London. Das sind 17 Stunden meines Lebens, die ich freiwillig in einem „Luxusomnibus mit WC und Klimaanlage“ verbringe. Schon am ZOB, dem Zentralen Omnibusbahnhof in Berlin, hätte ich die Notbremse ziehen sollen. Dieser altbackene Busbahnhof mit seinem provinziellen Flair und der Klassenfahrt-Romantik schrie förmlich: Tue es nicht! Spätestens diese religiöse Gruppe Jugendlicher, die zur Begrüßung der Neuankömmlinge am laufenden Band fürchterliche Shantys zum besten gab, hätte ich als Zeichen verstehen müssen. Doch ich war froh, dass der Bus mit Verspätung kam und stieg ein.
Das Geld kann es nicht gewesen sein. Für die 78 Euro wäre ich locker mit einem der Billigflieger in einem Bruchteil der Zeit an der Themse gewesen ... Wie zur Beruhigung fängt Jack Johnson an, seine Surferlieder zu säuseln. Dann gehen mir die Lichter aus. Als ich wieder aufwache, ist mir kalt. Der Rücken tut weh, mein Hintern ist taub. Draußen ist es dunkel. Mir ist langweilig. Wenn es wenigstens diese Landkarten geben würde, auf denen man wie im Flugzeug den schleichenden Fortschritt der Reise mitverfolgen kann! Wenn ich doch nur Lust hätte, eines der Bücher aus dem Rucksack zu nehmen und mich in die Welt der Wörter zu flüchten! Doch ich habe nur zu einem Lust. Den Kopf in den schmerzenden Nacken zu legen, die müden Augen zu schließen, tief Luft zu holen und mit ganzer Stimmkraft in die Dunkelheit des rollenden Gefängnisses zu brüllen: Schnellerrrrr-schnelllller-schnellerr! Ich komme mir vor wie ein Kleinkind, dass vom Rücksitz aus die Eltern auf Urlaubsfahrt terrorisiert. Doch die Erziehung wirkt, die Schreie hallen nur in meinem Kopf.
Der dramaturgische Höhepunkt der Nacht ist ein Stopp an einer Tankstelle in den Niederlanden. Alle raus, echte Luft geatmet, brrr! – ist das kalt, die Busfahrer von vorn betrachtet, Notdurft an der Tankstelle, wieder hingesetzt und weiter geht’s durch die Nacht. Noch 9 Stunden bis London. Oder eher 10?
Antwerpen rauscht vorbei, Brüssel entfaltet sich wie eine Ziehharmonika im Morgengrau(e)n. Mein Gott, ist Brüssel groß ... Ich staune hinter dem sich hebenden Schleier des Erwachens. Der Kopf brummt. Ich habe gehört, in London kann man sehr gut Medikamente kaufen. So billig! Nicht wie hier in Deutschland. Man hat sich da auch nicht so mit den Rezepten und wenn man die gute Medizin dann nach Deutschland schickt, ist das trotz Porto noch weit günstiger als der Kauf in der heimischen Apotheke. Einmal im Jahr fährt die dicke Frau hinter mir, die nimmermüde Quasselstrippe, deshalb nach London. Um sich Medikamente zu kaufen. Vielleicht habe ich mich auch verhört, aber sie sagte ganz deutlich zu der Frau neben ihr, dass dies der Grund ihrer Reise sei. Es ging wohl auch um Schmerztabletten. Ich überlege, was Paracetamol bei uns wohl kostet, aber es fällt mir nicht ein. Ich könnte jetzt auch eine gebrauchen. Stattdessen esse ich die letzte Käsestulle und schlafe wieder ein.
Lille taucht auf. Endlich! Der Eurotunnel kommt näher. Der kurze Stopp im Niemandsland kurz darauf gilt den Formalitäten. Die englischen Beamten kontrollieren die Pässe. Alle Einreisewilligen hübsch aufgereiht, auf der einen Seite der Baracke reingegangen, Papiere vorgezeigt, auf der anderen Seite wieder raus und zurück in den Bus. Dort stockt es. Vier Mal hat der Busfahrer durchgezählt, die Kontrolle des zweiten Fahrers ergibt irgendwann dasselbe Ergebnis. Es fehlen drei. Bis diese Erkenntnis nach einer halben Stunde bis in die hinteren Sitzreihen durchgesickert ist, passiert gar nichts. Wir sind ratlos und üben uns in Geduld. Dann fällt es irgendwem ein. Eine ruhige dunkelhaarige Frau, keine Deutsche, zwei Kinder. Die fehlen. Stimmt, die saßen doch da vorn gleich vor dem Knoblauchsoßen-Mann. Richtig! Genau! Was die wohl angestellt haben? Vielleicht Kindesentführung oder Menschenhandel oder Schmuggelei, Diebstahl ... die kollektive Fantasie schlägt Purzelbäume. Schweigend und mit unbeteiligtem Gesichtsausdruck kommt der ältere Busfahrer nach 45 Minuten aus der Baracke zurück, kramt Gepäck aus dem Bauch des Busses, klemmt sich hinters Lenkrad und fährt los. Die Mutter mit den zwei Kindern bleibt resigniert vorm Eurotunnel stehen. Ihr Pass ist abgelaufen. Endstation.
Die Fahrt durch den Tunnel dauert 35 Minuten. Der Bus steht eingepfercht in einen Eisenbahnwaggon, wir stecken im Bus. Die meisten nutzen aber die Gelegenheit, die steifen Glieder zu bewegen und laufen im Container umher. Der jüngere Busfahrer, einer von der coolen Sorte, taxiert dabei ungeniert seine weiblichen Passagiere. Alle sind ganz grau im Gesicht. Noch 6 Stunden.
Langsam denke ich an London, das lebendige London. Die Themse, Westminster, Tate, Portobello Market, Camden Town, die roten Busse. Ich war schon einmal in der Stadt. Die letzte Klassenfahrt meiner Schulzeit ging damals nach London. Auch mit dem Bus. Ich erinnere mich kaum an die Fahrt, eher an das fürchterliche Hotel und das ungenießbare Frühstück. Warum erinnere ich mich nicht an die Busfahrt? Diese hier wird mir sicher im Gedächtnis bleiben, denke ich, als der Bus jenseits des Tunnels auf die linke Fahrbahnseite einschwenkt. Hoffentlich fährt der coole Prolet da vorn nicht zum ersten Mal im Linksverkehr!
Ich versuche, mir Victoria Station vorzustellen. Dort werden wir ankommen. Bald schon. Ich werde mir einen Kaffee kaufen und durch die Stadt spazieren, ich werde mir ein Sandwich kaufen und mich in einem Park von der Ochsentour erholen. Dann bekommt die Vorfreude einen Dämpfer. Stau. Fast zwei Stunden lang geht es gar nicht oder im Schneckentempo voran. Doch das kann mich nicht mehr schrecken. Zwei Stunden mehr oder weniger, das ist jetzt auch egal. Inzwischen ist sowieso zweifelsfrei klar, dass es die falsche Entscheidung war. Ich könnte, wäre ich geflogen, seit 17 Stunden in London sein. Ich hätte bereits auf dem Borough Market ein Stück Käsekuchen mit Pecannüssen und Karamellsoße gegessen, der Paddington Station „Hallo“ gesagt, Pläne für den Besuch der Dali-Schau gemacht, wäre durch die Ausstellung im Tate Modern geschlendert und hätte die Aussicht auf die Stadt bewundert. Ich hätte mich längst gegen Madam Tussaud’s entschieden und für das Globe Theatre. Hätte, hätte, hätte ... Mein Mann lächelt mich vielsagend an. ER weiß schon länger, dass ich spinne. Doch jetzt hat uns London erlöst.
Michael Zoll Hoffe doch, das der jüngere Busfahrer von der coolen Sorte nicht auch noch zu allem steife Glieder hatte. Dann hätte er sich auch die selben besser vertreten als dabei ungeniert seine weiblichen Passagiere zu bespannen !
22 Mai 2010





