BERLIN LINIEN BUS GmbH, Wilmersdorf, Berlin

(Ist das Ihr Unternehmen?)

BERLIN LINIEN BUS GmbH - Wilmersdorf, Berlin

Beiträge zu BERLIN LINIEN BUS GmbH (5)

11.01.2009

1pxt

Da schon in den Berliner S-Bahnen immer vom Unternehmen Berlin Linien Bus geworben wird und die Super-Aktions-Preise günstiger als die Deutsche Bahn und sogar teilweise günstiger als Mitfahrgelegenheiten sind, entschloss ich mich eines Sonntags dazu, mit dem Bus von Braunschweig nach Berlin zu fahren. Die Buchung erfolgte bequem im Internet und das Onlineticket wurde mir sofort zugesendet. Da ich nicht 7 Tage vorher gebucht habe, konnte ich mir damit zwar nicht den Super-Aktions-Preis von 9€ schnappen, war aber mit 19€ Ermäßigungstarif immer noch ganz gut dabei. Weil an dem Tag herbes Schneechaos herrschte, gab es eine Verspätung von fast einer halben Stunde, das kann man aber meiner Meinung nach auch niemandem verdenken. Den Platz konnte ich mir aussuchen und konnte mich so vor dem chronisch Würfelhustenden schützen, der irgendwo weiter hinten seinen Lärm von sich gab. Zuerst war ich etwas enttäuscht, weil ich mich gefreut hatte, mal lesen zu können, was bei den Mitfahrgelegenheiten nicht der Fall ist, da ist es immer zu dunkel, aber der Bus fuhr die rumpeligsten Dorfstrecken ab, da wäre mir nur schlecht geworden. Nach vielleicht einer Stunde wechselte der Bus aber auf die Autobahn und ich konnte getrost meiner Leidenschaft nachgehen. Währenddessen kam immer wieder die polnische Fahrkartenkontrolleurin vorbei, fragte, ob alles in Ordnung sei, ob ich eine Zeitung wolle oder vielleicht etwas zu Essen oder einen Kaffee. Mit einer zusätzlichen Stunde Verspätung, weil der Bus nicht so schnell wie sonst fahren konnte, kamen wir schließlich in Berlin an. Den Koffer, den ich für 1€ zusätzlich habe im Kofferraum einpacken lassen, wurde schnell mit der Nummer überprüft, die ich mit meinem kleinen orangenen Zettel in der Hosentasche hatte und mir dann ohne Probleme ausgehändigt. Fazit: Wer hier mal etwas früher bucht, hat eine echte Goldgrube gefunden. Verspätungen gibts überall und wenigstens muss ich im Bus nicht frieren, wies bei der Bahn ist, wenn gerade mal wieder der Anschlusszug ohne mich davon gefahren ist, weil der erste Zug wie so oft zu spät kam.

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04.10.2008 (aktualisiert am 06.10.2008)

1pxt

Im September 2007 war ich mit einer Gruppe der Jugendlichen in Berlin. Unter anderem sind wir mit der Buslinie nr 100 gefahren. Als nicht-Berliner werde ich eher schweigen - ich zeige lieber die paar Fotos, die ich geschossen habe.

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26.11.2007

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La grève ist schuld. Nein, nicht der Streik der DB-Lokführer, sondern die französischen Eisenbahner haben mich zu Eurolines getrieben. Bis Brüssel wäre ich mit dem Nachtzug ja noch gekommen, aber dann ist Schluss. Nach Brüssel will ich diesmal nicht, sondern weiter, weiter bis nach Paris. Noch weiter, nach Rouen, aber dort fährt weder der Nachtzug noch Eurolines hin. Die ganze Normandie ist unerschlossen vom europäischen Busnetz. Also warten, ob der Nachtzug am nächsten Tag fährt? Warten, ob überhaupt sicher ist, dass ein Regionalzug von Paris abfährt? Warten, dass ich zur Not vom Gare du Nord zum Gare St Lazare laufen kann, falls die Pariser U-Bahn streikt? Nein, das Fernweh ist zu groß und das Angebot zu verlockend, schließlich ist die Busfahrt 80 Euro günstiger als der Liegewagen der Bahn.

Im November ist der Bus nicht voll, ich kann es mir auf zwei Plätzen bequem machen. Bequem, das ist sicher das falsche Wort und ein Sitzplatz in der Bahn hätte schon mehr Komfort geboten, aber es reicht immerhin um meine langen Beine irgendwo abzulegen. 13 Stunden, etwas schneller als geplant, ohne Stau und mit nur einer Pause.

In Paris ist der Busbahnhof an der Endhaltestelle der U-Bahn, die mich direkt nach St. Lazare bringt. In 20 Minuten bin ich dort, dann geht es weiter mit der Regionalbahn. Hat alles klappt :)

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17.08.2007

1pxt

Mit dem "BerlinLinienBus" kann man täglich verschiedene Strecken von und nach Berlin befahren. So werden beispielsweise München, London und Paris angefahren. 12x täglich und damit scheinbar die am häufigsten angebotene Strecke ist die von Berlin nach Hamburg.

Auf der Suche nach einer günstigen Alternative zur Bahn bin ich auf dieses Busunternehmen gestoßen und habe auf Grund des günstigen Preises eine einfache Fahrt von Hamburg nach Berlin für 25€ gebucht. Bei Hin- und Rückfahrt hätte ich 40€ gezahlt, zu bestimmten Zeiten geht es auch noch günstiger. Das Buchen der Fahrkarte geht problemlos im Internet.

Der Bus fuhr pünktlich vom ZOB in Hamburg ab. Sofern man die Sicherheit eines Busses von außen beurteilen kann, hat der Bus auf mich einen guten Eindruck gemacht. Er war zudem ausgesprochen sauber und es gab genug Platz. Nach knapp 3 Stunden erreichte er den Ostbahnhof. Mit der Bahn wäre es eine längere und teurere Fahrt geworden.

Natürlich kann sich die Fahrt verzögern, wenn ein Bus im Stau steht, aber andere Verkehrsmittel sind auch nicht immer pünktlich. Ich war jedenfalls sehr zufrieden und werde beim nächsten Mal wieder mit dem Bus nach Berlin fahren.

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14.08.2007

1pxt

Es gibt Momente, da zweifele ich an meinem Verstand. Zum Beispiel letzten Sommer. Irgendwo kurz vor Hannover, „Element of Crime“ sangen mir „Die letzte U-Bahn geht später“ ins Ohr und der Busfahrer setzte, unter Missachtung aller Geschwindigkeitsbegrenzungen, zum Sprung vor den roten Corsa an. Autobahn-Blues. Ich starrte schon seit drei Stunden aus dem Fenster, beobachtete mit rapide abnehmendem Interesse den zähen Fluss der Konsum-Kuriere, Drängler und Sonntagsfahrer und ließ Felder, Wälder und „Tempo runter, Sicherheit rauf“-Schilder an mir vorbeiziehen. Die Frau hinter mir redete ohne Punkt und Komma auf ihre Sitznachbarin ein. Der Mann vor mir hatte offenbar Döner zum Abendbrot, mit extra viel Knobi-Soße. Die Dämmerung nimmt mir nach und nach den Ausblick und konfrontiert mich mit der Wahrheit im Inneren. Noch mindestens 13 Stunden bis London.

Wie bin ich nur auf die Idee gekommen, mit dem Bus zu fahren? Von Berlin. Nach London. Das sind 17 Stunden meines Lebens, die ich freiwillig in einem „Luxusomnibus mit WC und Klimaanlage“ verbringe. Schon am ZOB, dem Zentralen Omnibusbahnhof in Berlin, hätte ich die Notbremse ziehen sollen. Dieser altbackene Busbahnhof mit seinem provinziellen Flair und der Klassenfahrt-Romantik schrie förmlich: Tue es nicht! Spätestens diese religiöse Gruppe Jugendlicher, die zur Begrüßung der Neuankömmlinge am laufenden Band fürchterliche Shantys zum besten gab, hätte ich als Zeichen verstehen müssen. Doch ich war froh, dass der Bus mit Verspätung kam und stieg ein.

Das Geld kann es nicht gewesen sein. Für die 78 Euro wäre ich locker mit einem der Billigflieger in einem Bruchteil der Zeit an der Themse gewesen ... Wie zur Beruhigung fängt Jack Johnson an, seine Surferlieder zu säuseln. Dann gehen mir die Lichter aus. Als ich wieder aufwache, ist mir kalt. Der Rücken tut weh, mein Hintern ist taub. Draußen ist es dunkel. Mir ist langweilig. Wenn es wenigstens diese Landkarten geben würde, auf denen man wie im Flugzeug den schleichenden Fortschritt der Reise mitverfolgen kann! Wenn ich doch nur Lust hätte, eines der Bücher aus dem Rucksack zu nehmen und mich in die Welt der Wörter zu flüchten! Doch ich habe nur zu einem Lust. Den Kopf in den schmerzenden Nacken zu legen, die müden Augen zu schließen, tief Luft zu holen und mit ganzer Stimmkraft in die Dunkelheit des rollenden Gefängnisses zu brüllen: Schnellerrrrr-schnelllller-schnellerr! Ich komme mir vor wie ein Kleinkind, dass vom Rücksitz aus die Eltern auf Urlaubsfahrt terrorisiert. Doch die Erziehung wirkt, die Schreie hallen nur in meinem Kopf.

Der dramaturgische Höhepunkt der Nacht ist ein Stopp an einer Tankstelle in den Niederlanden. Alle raus, echte Luft geatmet, brrr! – ist das kalt, die Busfahrer von vorn betrachtet, Notdurft an der Tankstelle, wieder hingesetzt und weiter geht’s durch die Nacht. Noch 9 Stunden bis London. Oder eher 10?

Antwerpen rauscht vorbei, Brüssel entfaltet sich wie eine Ziehharmonika im Morgengrau(e)n. Mein Gott, ist Brüssel groß ... Ich staune hinter dem sich hebenden Schleier des Erwachens. Der Kopf brummt. Ich habe gehört, in London kann man sehr gut Medikamente kaufen. So billig! Nicht wie hier in Deutschland. Man hat sich da auch nicht so mit den Rezepten und wenn man die gute Medizin dann nach Deutschland schickt, ist das trotz Porto noch weit günstiger als der Kauf in der heimischen Apotheke. Einmal im Jahr fährt die dicke Frau hinter mir, die nimmermüde Quasselstrippe, deshalb nach London. Um sich Medikamente zu kaufen. Vielleicht habe ich mich auch verhört, aber sie sagte ganz deutlich zu der Frau neben ihr, dass dies der Grund ihrer Reise sei. Es ging wohl auch um Schmerztabletten. Ich überlege, was Paracetamol bei uns wohl kostet, aber es fällt mir nicht ein. Ich könnte jetzt auch eine gebrauchen. Stattdessen esse ich die letzte Käsestulle und schlafe wieder ein.
Lille taucht auf. Endlich! Der Eurotunnel kommt näher. Der kurze Stopp im Niemandsland kurz darauf gilt den Formalitäten. Die englischen Beamten kontrollieren die Pässe. Alle Einreisewilligen hübsch aufgereiht, auf der einen Seite der Baracke reingegangen, Papiere vorgezeigt, auf der anderen Seite wieder raus und zurück in den Bus. Dort stockt es. Vier Mal hat der Busfahrer durchgezählt, die Kontrolle des zweiten Fahrers ergibt irgendwann dasselbe Ergebnis. Es fehlen drei. Bis diese Erkenntnis nach einer halben Stunde bis in die hinteren Sitzreihen durchgesickert ist, passiert gar nichts. Wir sind ratlos und üben uns in Geduld. Dann fällt es irgendwem ein. Eine ruhige dunkelhaarige Frau, keine Deutsche, zwei Kinder. Die fehlen. Stimmt, die saßen doch da vorn gleich vor dem Knoblauchsoßen-Mann. Richtig! Genau! Was die wohl angestellt haben? Vielleicht Kindesentführung oder Menschenhandel oder Schmuggelei, Diebstahl ... die kollektive Fantasie schlägt Purzelbäume. Schweigend und mit unbeteiligtem Gesichtsausdruck kommt der ältere Busfahrer nach 45 Minuten aus der Baracke zurück, kramt Gepäck aus dem Bauch des Busses, klemmt sich hinters Lenkrad und fährt los. Die Mutter mit den zwei Kindern bleibt resigniert vorm Eurotunnel stehen. Ihr Pass ist abgelaufen. Endstation.

Die Fahrt durch den Tunnel dauert 35 Minuten. Der Bus steht eingepfercht in einen Eisenbahnwaggon, wir stecken im Bus. Die meisten nutzen aber die Gelegenheit, die steifen Glieder zu bewegen und laufen im Container umher. Der jüngere Busfahrer, einer von der coolen Sorte, taxiert dabei ungeniert seine weiblichen Passagiere. Alle sind ganz grau im Gesicht. Noch 6 Stunden.

Langsam denke ich an London, das lebendige London. Die Themse, Westminster, Tate, Portobello Market, Camden Town, die roten Busse. Ich war schon einmal in der Stadt. Die letzte Klassenfahrt meiner Schulzeit ging damals nach London. Auch mit dem Bus. Ich erinnere mich kaum an die Fahrt, eher an das fürchterliche Hotel und das ungenießbare Frühstück. Warum erinnere ich mich nicht an die Busfahrt? Diese hier wird mir sicher im Gedächtnis bleiben, denke ich, als der Bus jenseits des Tunnels auf die linke Fahrbahnseite einschwenkt. Hoffentlich fährt der coole Prolet da vorn nicht zum ersten Mal im Linksverkehr!

Ich versuche, mir Victoria Station vorzustellen. Dort werden wir ankommen. Bald schon. Ich werde mir einen Kaffee kaufen und durch die Stadt spazieren, ich werde mir ein Sandwich kaufen und mich in einem Park von der Ochsentour erholen. Dann bekommt die Vorfreude einen Dämpfer. Stau. Fast zwei Stunden lang geht es gar nicht oder im Schneckentempo voran. Doch das kann mich nicht mehr schrecken. Zwei Stunden mehr oder weniger, das ist jetzt auch egal. Inzwischen ist sowieso zweifelsfrei klar, dass es die falsche Entscheidung war. Ich könnte, wäre ich geflogen, seit 17 Stunden in London sein. Ich hätte bereits auf dem Borough Market ein Stück Käsekuchen mit Pecannüssen und Karamellsoße gegessen, der Paddington Station „Hallo“ gesagt, Pläne für den Besuch der Dali-Schau gemacht, wäre durch die Ausstellung im Tate Modern geschlendert und hätte die Aussicht auf die Stadt bewundert. Ich hätte mich längst gegen Madam Tussaud’s entschieden und für das Globe Theatre. Hätte, hätte, hätte ... Mein Mann lächelt mich vielsagend an. ER weiß schon länger, dass ich spinne. Doch jetzt hat uns London erlöst.

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