Kompliment
gourmet (17.09.2007)
Der größte Teil der Planung zum 3. Tag der Qype-Deutschland-Tour von Serrano musste verworfen werden, denn eine zu ausgiebige Feier mit Lucie am Vorabend in Köln ließ die beiden am Sonntagmorgen so schnell nicht an den Frühstückstisch. Aber immerhin um 13.30 Uhr trafen die beiden dann doch bei Gastgeberin Gabie Westbrock in Soest ein. Ich stand im ständigen telefonischen Kontakt mit Gabie, um zeitnah ebenfalls aus Hagen anzureisen. Bei meinem Eintreffen saß die fröhliche Runde, verstärkt um Doris Becker, auf dem sonnigen Minibalkon von Gabie und genehmigte sich ein Mandelkern-Likörchen.
Sofort waren mir alle neuen Qyper und Qyperinnen sympathisch, man begrüßte sich herzlich wie alte Freunde und dann wurde erzählt, gescherzt und gelacht. Von da an bis spät um 20 Uhr wurden ständig irgendwelchen schönen oder verrückten Fotos gemacht.
Der Aufbruch zum Möhnesee erfolgte dann so gegen 16 Uhr. War es jetzt, um ein wenig Zeit gutzumachen oder waren es die aufregenden Kurven meiner Beifahrerin Gabie, jedenfalls auf einen kerzengeraden Landstraße, wo auch ein paar Häuser standen war ich ein wenig abgelenkt und da blitze es plötzlich. Statt der erlaubten 50 kmh hatte ich leider 72 kmh auf dem Tacho. Serrano folgte im Seat-Leon mit 74 kmh. Für mich gab es von netten, grün gekleideten Männern ein Knöllchen für 35 Euro, Serrano konnte die Visakarte stecken lassen, bekommt aber demnächst aus Flensburg einen nicht ganz so schönen Brief. Gabie fand die Situation weniger traurig und beschenkte die „Grünkappen“ mit Qyper-T-Shirts. Vielleicht ist bald einer von ihnen in unserer Gemeinschaft.
Bevor wir dann die gewaltige Staumauer vom Möhnesee betraten und bewunderten führte uns der Weg in den wunderschönen Biergarten des Restaurants „Torhaus“. Dort gibt es Obst- und Sahnetorten so groß wie Wagenräder. Auf den Fotos sehen die Kuchenstücke recht normal aus, aber ich weise darauf hin, dass es sich bei der Unterlage um übergroße flache Essteller handelt, die man sonst nur für eine Pizza aus dem Schrank holt.
Ein Stück Torte und ein leckere Pott guten Kaffees bekommt man dort für ca. 5,50 Euro. Wir probierten Sahne-Mandarine, Apfel mit Sahne und Stachelbeere mit Baiser. Alles wirklich sehr lecker. Es blieb kein Krümel übrig. Serrano beglich charmant die gesamte Rechnung. Wir haben ihm ein Dankeslied gesungen…oder zumindest es versucht.
Ein Rundgang durch den herrlichen Park des „Torhauses“ war auch für Serrano, Lucie und Doris ein schönes Erlebnis. Es wurde sehr viel fotografiert. Die Stimmung war großartig. Wir fanden den einen oder anderen Gast, der unsere Fotoapparate bediente, damit alle mal auf den Fotos waren. 2 nette Damen bekamen ebenfalls T-Shirts und die freundliche Aufforderung demnächst bei Qype mitzumachen. Versprochen haben sie es jedenfalls.
Auf der Staumauer des Möhnesees fanden wir dann das Foto von der Ortschaft Günne. Da Serrano im realen Leben auf den Namen „Günne“ hört, fuhren wir kurz entschlossen zu diesem Dorf um an einem Hinweisschild ein schickes Fotos von Günther zu machen.
Auf der Heimfahrt nach Soest liefen uns dann 4 wild gewordene Pferde über den Weg und wollten uns so recht nicht weiterfahren lassen. Als dann aber ein paar aufgeregte Bauern die Dorfstraße entlang gelaufen kamen, liefen die Gäule davon und wir hatten wieder freie Fahrt.
Der Abend endete in einem spanischen Lokal bei Chips, Kartoffeln, Chicken-Wings und allerlei andere köstliche Sachen. Serrano war ausgesprochen glücklich, bekam er hier als Vegetarier doch etwas richtig Gutes auf die Gabel.
Es war ein toller Tag mit herzlichen und fröhlichen Menschen. Es kamen Fremde und sie gingen als Freunde………..was gibt es Schöneres!?
Stichworte
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