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Top Empfehlung:

Maximilian's im Kontorhaus

Friedrichstr. 185, 10117 Berlin

Original Bayrisches Restaurant in Berlin, nähe U-Bahnstation Stadtmitte. Kundenzitat: "Die Atmosphäre ist entspannt gemütlich und die Bedienung schaute immer wieder nach dem Rechten und brachte auch prompt ofenwarme Brezeln, die herrlich zum Bier passten.

Kompliment Distelfink (21.08.2007) 5

Heute möchte ich euch eine kleine Ostkunde -zur Erinnerung oder als Neuerkenntnis zuteil werden lassen.
Ich selber stamme zwar nicht aus den neuen Bundesländern, aber einige Verwandte wohnten und wohnen noch heute dort. Während der DDR-Zeit besuchten wir häufiger
(als Westdeutscher war das ja jederzeit ohne Passierschein möglich) meine Tante und weitere Familienmitglieder in Ostberlin.
Ich fand hier alles so spannend und aufregend.Schon die Einreise war ein Erlebnis. Als Kind machte ich mir über die politische Situation keine Gedanken.
Ich fand schon mal die Sprache meiner Tante recht merkwürdig. Sie benutzte Wörter für manche Dinge, die bei mir ganz anders hiessen.Auch sahen ihre Möbel etwas komisch aus.Ich kann mich noch gut erinnern, dass meine Mutter für ihre Schwägerin jede Menge Lebensmittel, wie Kaffee,Schokolade,Obst in Dosen etc.
mitnahm.Mutter nannte das Carepakete, als ob es bei der Tante nichts zu essen gab.
Einige der DDR-Lebensmitel sind heute Kult.Ich weiss noch genau, dass mir Club-Cola und Tantes Broiler ? sehr gut schmeckten.

Hier ein kleine Warenkunde:

Filinchen ist kein Kosename. So heißt eines der begehrtesten Knäckebrote im Osten.
Und auf Filinchen gehört Nudossi - das ostdeutsche Nutella.
Spreewaldgurken wurden durch den Film "Good bye Lenin" auch im Westen bekannt.
Hier noch eine besondere Variante: Senfgurken aus dem Spreewald
Vita-Cola verkauft sich im Osten besser als Coca-Cola.
Die Flasche mit der roten Kappe. Rotkäppchen Sekt aus Freyburg an der Unstrut - das berühmteste Weinanbaugebiet in den neuen Bundesländern .
Heute ist Jacobs Markführer in den neuen Bundesländer. Doch die alten Marken, zum Beispiel Mona Kaffee, sind nicht ausgestorben
Der Ost-Klassiker zum Naschen: Knusperflocken. Das ist Knäckebrot umhüllt mit Schokolade. Auf Halberstädter Würstchen kommt im Osten nichts anderes als Bautz'ner Senf.

Ein heutiger vergleich eines West-u.Ostdeutschen-Kühlschrankes:

Typischer West-Kühlschrank. Hier regieren Coca-Cola, Löwensenf
und Krombacher. Und im Westen isst man lieber Salat
Äpfel dagegen beherrschen das Gemüsefach im Osten. Nicht nur Ostprodukte finden sich hier. Marktführer bei Margarine ist Lätta und bei Joghurt ist es Müller
(Quelle t-online, siehe Bilder)

Hier noch einpaar Erinnerungen und Sprachfremdheiten (zumindest für mich).

Wohnungen im Plattenbau = Arbeiterschließfächer
Wo fand man jeden Monat eine nackte Frau? = im "Das Magazin"
Broiler = gegrilltes Hähnchen
Wer war auf dem DDR-Hunderter ? = Karl Marx
Weiße Mäuse auf den Strassen = Verkehrspolizei
Welche Uhrzeit ist mit Viertel Drei gemeint ? = 14.15 Uhr
Moodschegiebchen = Marienkäfer
Mondos = Kondome

Nun zum Schluss noch etwas über die "komischen Möbel" :

Stühle hat eine Erdölraffinerie produziert: das Petrolchemische Kombinat in Schwedt. Polyurethan heißt der Stoff, aus dem diese Stühle gemacht wurden. Daher kommt auch der Name
Von wegen Einheitsbrei! Schon im Osten gab es das Ikea-Prinzip:
Nur hieß es hier "Montagesystem Deutsche Werkstätten".
Die Menschen kauften sich die Einzelteile im Möbelhaus und bauten sich dann alles nach ihrer Fantasie zusammen: Schrankwände, Kommoden oder einfach nur Regale
Doch das überforderte die Planwirtschaft. Möbelhäuser verkauften lieber die immer gleich aussehenden Schrankwände und keine einzelnen Bretter. Nur das brachte den Umsatz, der von den Wirtschaftsplanern für vier Jahre im Voraus vorgegeben war.
Die meisten Wohnzimmer sahen dementsprechend aus.

Und was ich noch für sehr bemerkenswert halte - ist:
Die DDR war wesentlich kinderfreundlicher, als die heutige gesamte Bundesrebuplik.
Jeder Betrieb hatte einen eigenen Kindergarten, indem die Kinder kamen, während die Mütter arbeiteten.Währe doch auch heute klasse.
Auch am Nachmittag wurden mehr Freizeiten für Jugendliche zur Verfügung gestellt.
Fazit: Es war nicht alles schlecht in der DDR!
5*weil ich sehr gerne bei meiner Tante war.

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