Weinhaus Bluhm, Altstadt, Mainz
- Kategorie:
- Weinbars & Weinstuben Altstadt | Weinbars & Weinstuben Mainz
- Adresse:
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Badergasse 1, Inh. Silvia Ladendorf, 55116 Mainz
06131 22 83 54
- Website:
- Mehr Details:
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Rheinstraße 4L, Fort Malakoff, 55116 Mainz
Bistro in Mainz. Kundenzitat: "Wirklich wie bei Mama, die Suppe schmeckt genauso lecker und ist relativ günstig. Nett wie Mama sind die Bedienungen natürlich auch. Einfach ein cooler Laden."
2 Beiträge zu Weinhaus Bluhm auf Deutsch
Eigentlich ist dem wirklich köstlichen Beitrag von sherpa auf QYPE ("Bedienungsanleitung einer Mainzer Weinstube") nichts hinzu zu fügen, denn es sind 5 Zeilen, die alles sagen. Und trotzdem:
Das Weinhaus Bluhm hat eine eigene "Homepage", die an Schlichtheit wahrlich nicht zu überbieten ist. Was halten wir davon? Viel! Denn: Die Homepage zeigt genau das, was es ist, nämlich eine ganz schlichte Weinstube in einem schönen Gemäuer in der Altstadt, abseits vom Trubel der Augustinerstraße, bei der man im Sommer auch draussen sitzen kann, auf der Gass und einen "Schoppe' petze'" kann. Was will man denn mehr? Also wollten wir schon seit langem hier hin. Als wir dann eines Samstagabends davor standen, zu viert, zögerten wir ein wenig und schielten gegenüber in die viel studentenmässiger wirkende Alternative. "Habt Ihr Angst rein zu kommen?" sprach uns der Wirt, im Türrahmen stehend an. "Nee, habt Ihr denn auch noch 4 Plätze?" antworteten wir. Ehe wir uns versahen, befanden wir uns in einem kleinen, heimeligen Gastraum und wurden, eng beieinander, an einen Tisch dazu gesetzt, an dem dafür alle noch ein wenig mehr zusammen rückten. Andere Gäste begrüßten uns ein wenig wie alte Bekannte, uns wurden dann noch kurz und knapp die Dauereinwohner hier vorgestellt und los ging's:
Klar hatten wir Hunger. Es gibt eine kleine, sehr einfache Speisekarte mit Mainzer Handkäs, Spundekäs, Fleischwurst und ähnlichem. Nichts dagegen einzuwenden, ganz im Gegenteil. Auf derselben Karte standen noch so allerlei namenlose Schoppenweinwe im Glas und der Flasche und einiges höherwertiges aus der Gegend, alles feine Weingüter und Lagen - gut ausgesucht! Die Jahrgangsangaben stimmten alle nicht, es gibt Wichtigeres im Leben als andauernd Weinkarten neu zu drucken.


Zum Beispiel leckeren Spundekäs und Mänzer Wurstsalat. Diese waren 1a, besser als diese Handyfotos :) Die Portionen waren groß und hielten viele Gläser Wein durch (Gott-sei-Dank hatten wir einen Fahrer, der sich tapfer an seiner Traubensaftschorle fest hielt ;)
Der Wirt brauchte ein Weilchen um festzustellen, dass er uns nicht alles, was "mänzerisch" ist genauestens erlätern muss. Nachdem geklärt war, dass wir seit vielen Jahren in Ingelheim wohnen (und davor auf der "anderen" Rheinseite) wurde es wirklich interessant. Mehr und mehr sprach er uns (glasweise) Empfehlungen aus, wir tranken einen leckeren Riesling nach dem anderen, einen Schwarzriesling aus Nierstein, so wie ich ihn noch nie getrunken hatte, einen passablen offenen Spätburgunder (von der "anderen" Rheinseite) etc. Wir unterhielten uns ausgiebig über meine Lieblings-Pfälzer (Markus Schneider, Thomas Hensel, Knipser, Phillip Kuhn), ich lernte so allerlei dazu und zwischendurch wurde wieder eine Kostprobe aus dem Keller geholt und 0,1-weise ausgeschenkt.
Hach war das ein netter Abend! Und vergleichsweise preiswert. So allerlei dazu gelernt hatten wir auch. Über Land und Leute, Winzer und ihre Weine und über uns. Was wir von diesem Abend gerne noch weiter geben möchten, ist die Homepage wein.gut - Junge Winzer erobern den Markt, die u.a drei sehr gelungene Winzerportraits enthält, nämlich von Markus Schneider, Hans Oliver Spanier und Klaus-Peter Keller. Und wo das Weinhaus Bluhm wohl irgendwie mitgewirkt hat. Guter Job!
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© 2009 vlhusky vor der Tür
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Bedienungsanleitung für eine Mainzer Weinstube - keine Angst, ist ganz einfach: Reingehen, hinsetzen, sich trotz der altbackenen Einrichtung komischerweise irrsinnig wohl fühlen, ein großes Glas Rhoihessewoi nach dem anderen bestellen, mit jedem Glas lauter über die günstigen Preise und das gute Stöffche wundern, beim Gehen von der Wirtin verabschieden, übers Kopfsteinpflaster nach Hause wanken, traumlos schlafen wie ein Faß.






