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Qype Advanced Insider 8583
Benutzerfoto: musensohn

musensohn

Kompliment musensohn (24.07.2008) 3

Ein idyllischer Ort, wäre da nicht in Kirschkernspuckweite die Landstraße, auf der ein Tempo gefahren wird, das mit der Legende aufräumt, auf dem Land sei alles noch gemütlich und gemächlich. Trotzdem ist die mehrere Quadratkilometer umfassende Anlage eine interessante kleine Seeplatte mit langer Tradition, die ins 90. Jahr eintritt. Leider wird auch noch so gekocht wie anno 1919. Es reicht nämlich nicht, das Grundprodukt Fisch zappelnd frisch aus dem Teich auf den Teller zu befördern. Ein bißchen Raffinement darf es heute schon sein.

An der Zubereitung unseres gebratenen Karpfenfilets war zunächst nichts auszusetzen. Sie hat sogar mein langjähriges Vorurteil von der Ungenießbarkeit dieses Wassertieres widerlegt. Da war nichts glibbrig, fett oder schwammig, sondern kross und herzhaft, fast wie Scholle. Möglicherweise wurden durch das Sautieren allerdings auch die Eigenheiten weggebrutzelt. Die beigelegten Salzkartoffeln schienen eine halbe Stunde gekocht zu haben. Ist das ältere Publikum wirklich nicht mehr in der Lage, auf den Punkt gegartes Gemüse zu zerbeißen? Mit der flüssigen Butter übergossen fand sich auf meinem Teller dann doch die klassische Karpfenkonsistenz: Matsch. Dem Gemischten Salat fehlte jeglicher Pfiff, er kämpfte in einer Joghurtsauce mit dem Ertrinken. Lichtblick: frisch gezapftes WITTINGER in der ungewohnten Darreichungsform eines 0,2-Liter-Glases.

Ein anschließender Spaziergang mit obligatorischem Fischreiher, Feldern blühender Seerosen und natürlich kurzen Begegnungen mit auftauchenden Speisefischen von beachtlicher Größe versöhnte die Sinne. Beneidenswert. So ein Reiher pfeift auf die Erkenntnisse moderner Kochkunst und kriegt den Fisch sogar noch ein paar Minuten frischer als der Gast im Restaurant.

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Kompliment realkader (18.01.2008) 1

Im Teichgut Fisch zu essen gehört zu meiner Kindheit. Wirklich idyllisch gelegen zwischen Gifhorn und Uelzen, fernab von irgendeinem Ort.
Die Fische sind äußerst frisch und meist etwas zu sehr durchgegart, was aber das ländliche, ältliche Publikum zu schätzen weiß. Wie die Redaktion des Feinschmeckers allerdings auf die Idee gekommen ist, die Teichgutschänke mal als eines der besten Fischrestaurants Deutschlands zu küren, erscheint mir angesichts der meist leicht verkochten Kartoffeln und fiesen Fabriksalate als Beilage vollkommen unverständlich. Auch das Gemüse ist zu 100 Prozent entweder TK, Glas oder Konserve – was auf dem Land sehr verwundert. Die Soßen sind ebenfalls Convenience.

Schlimm sind die Kinderteller. Die Fischstäbchen sind Fabrikware, das Gemüse aus dem Glas (zerkochte Karotten, gegen TK-Erbsen wäre nichts einzuwenden). Und auch für viel Geld war die Küche nicht bereit, eine Möhre zu schälen und sie zu kochen. Außerhalb jedweder Diskussion stehen die aus Schlachtresten zusammengebackten Gefügelnuggets (natürlich auch aus der Fabrik).

Wer sich allerdings mit Forelle (entweder blau oder Müllerin) oder gebackenen Fisch (Hecht oder Zander) begnügt und diesen mit Sahnemeerrettig und Butter zu sich nimmt, bekommt ein recht leckeres Essen zu Drurchschnittspreisen (so um die 13 Euro für einen Hauptgang) und auch unter den Weißweinen haben sich ein paar trockene Rieslinge geschlichen.

Überflüssig zu erwähnen, dass der Capuccino mit Sahne serviert wird… Lieber Ratzeputz bestellen.

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User_star_grey 29
Benutzerfoto: guim

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Kompliment guim (26.08.2007) 3

Wir sind schon um 11 Uhr angekommen um vor einem Spaziergang noch einen Tisch zu reservieren. Reservierungen werden aber erst ab 10 Personen angenommen. Also sind wir etwas um die Teiche geschlendert und waren dann 10 Minuten vor 12 Uhr im Restaurant. Was war denn das? Von den vielen Tischen war kaum noch was frei und wir hatten Glück, dass wir nicht 5 Minuten später gekommen sind. Natürlich mussten wir nun auch etwas länger auf unser Essen warten. Aber kein Wunder bei dem Andrang. Aber alle waren freundlich und am Weg zur Küche konnte man sehen, dass alle aus Leibeskräften bedienten.

Es werden nur Fische aus den eigenen Teichen serviert (Forelle, Aal, Hecht, Zander). Für Kinder gibt es Fischstäbchen oder auch Puten-Nuggets. Nicht-Fischesser müssen mit Schnitzel vorlieb nehmen.

Als wir 1 1/2 Stunden später gingen wurden viele Tische zum 2. Mal belegt.


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