Kompliment
Sancho (27.08.2007)
Das Museumsuferfest lockt jedes Jahr unzählige Besucher an die Mainmetropole. Auch dieses Jahr haben sich 3 Millionen eingefunden und alle Rekorde gebrochen; damit erweist sich das Museumsuferfest wieder als das größte Fest dieser Art in Europa.
Das Fest erstreckt sich beidseitig des Mains, hauptsächlich auf dem südlichen, namensgebenden Ufer, auf dem etliche Museen beieinander liegen. Mit ihren Gärten und Parkanlagen bieten sie eine natürliche Grundlage für jede Art von Festlichkeit, und dafür werden sie auch häufig genutzt. Zusätzlich wird die Uferstraße und, unterhalb der Deichanlagen, das Mainufer selbst genutzt. Dort reihen sich Stände aneinander: Imbißbuden, Spezialitätenrestaurants aus aller Herren Länder, Wein- und Getränkehändler, aber auch Kunsthandwerker, Nippes- und Schmuckverkäufer bieten ihre Waren an. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik, Disco- und Liveauftritten namhafter und weniger bekannten Bands. Gekrönt wird das Ganze durch ein Riesenfeuerwerk.
Wir waren am Freitagabend da. Es war schon sehr voll, aber doch nicht so voll, wie ich es befürchtet hatte. Wir aßen etwas beim Thailänder, tranken zu unverschämten Preisen etwas an einem Stand gegenüber des Museums für Kusthandwerk und ließen uns durch die Gegend treiben. Eine Attraktion waren riesige Fleischspieße, die wir überall bei anderen Leuten sahen. Wir fragten uns durch und fanden den Stand: "Wir haben die Längsten", stand da, und in der Tat: die Dinger waren etwa 70cm lang, kosteten 4,50 Euro und waren seeeehr lecker.
Am Stand von Planet Radio wummerte Discomusik in einer Lautstärke, die mich schmerzlich an mein Alter erinnerte. Das Publikum war schätzungsweise maximal so alt wie meine Tochter, und die Bässe verwirbelten mir den Magen und verursachten Herzrhythmusstörungen. Nicht schlecht, aber nach zwei Minuten suchten wir doch das Weite. Wir überquerten den Main und tranken auf einem schönen brasilianischen Stand einen Caipirinha - zu den Rhythmen von Planet Radio, die hier noch bestens zu hören waren.
Ein Sommer ohne Museumsuferfest ist für mich irgendwie kein Sommer, und obwohl es immer überlaufen ist, laut, voll und teuer, komme ich gerne hierher, um dieses rauschende Fest zumindest einmal zu genießen.
Stichworte
essen, musik, kunsthandwerk, party, fest, feuerwerk
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