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Kompliment Höhlenmusiker (22.04.2008) 5

Die Geschichte dieses merkwürdig überproportionierten Doms ist typisch für mittelalterliche Klostergründungen: reicher Raubritter bzw. Kriegsherr bekommt Gewissensbisse und spendet Land und Güter, um von der Geistlichkeit Erlösung von seinen Sünden zu erhalten. Oft wird der edle Recke dann auch noch zum Mönch und verlässt Frau und Kinder, um in seiner Zelle weltabgeschieden auf die Erleuchtung zu warten. Da durch die sehr rege Mundpropaganda die Kunde einer heiligen Klostergründung schnell ins Ausland drang (Altenberg liegt am uralten Jakobsweg), kamen immer mehr spendenwillige Leute ins Odenthal (Odin- Tal), einer wahrlich urgermanischen Kultstätte. So geriet der anfangs mönchisch- bescheidene Kirchbau immer mehr zu einer gewaltigen Mini- Kathedrale, die allemal zu jeder Jahreszeit einen längeren Besuch wert ist! Allein das große Glasfenster über dem heutigen Eingangsportal strahlt eine bernsteinfarbene Wärme aus, die sofort eine gute Stimmung vermittelt. Zwar passen Größe, Glasfarben und Darstellungen in keiner Weise zum ursprünglichen Baukörper, aber was solls. Das Fenster ist ja auch im Kunstempfinden der beginnenden Industriealisierung des Bergischen Landes entstanden - wie übrigens auch der größte Teil des Domes, denn allzu viele alte Steine sucht man vergebens im Mauergefüge. Aber es gibt auf dem Klostergelände noch etwas ursprüngliches aus der Zisterzienserzeit: die kleine Markuskapelle direkt neben dem Restaurant. Hier weisen knorpelige, drehwüchsige Bäume den Weg zum wirklichen Kraftort. In der Kapelle herrscht 13. Jahrhundert pur - energetisch geladen und mystisch dunkel.
In diesem Bereich wirken auch die ehemals heiligen Quellen im Untergrund. Bei Ausgrabungen unter der Kapelle fand man Steinsärge, die gut 500 Jahre älter sind als die Klostergründung. Dass man hier im weichen Boden keinen repräsentativen Dom bauen konnte, wussten die alten Baumeister auch. Aber die ersten Mönche brauchten ja so etwas auch noch nicht. Sie suchten die Nähe zur Natur, das frische Wasser, die fruchtbaren Böden, die gesunden Weiden. All das steht zum Glück bis heute den Ausflüglern und Jacobus-Pilgern kostenlos zur Verfügung.

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serano

Kompliment serano (25.09.2007) 5

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Qype-Deutschland-Tour 2007 [Tag 2 - 15.09.2007]
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Am Nachmittag nach einer kurzen Begrüßung schleppte mich Lucie nach Odenthal im Bergischen Land zum Altenberger Dom. Wow, ein wirklich aufregendes Gebäude mitten im Wald. Selbst mir als "Nicht-Christ" gefallen solche Bauwerke und ich male mir dann immer aus, welche Geschichte hinter solch einem Bauwerk steht. Geschichte hat der Dom ja wirklich zu bieten, begann doch der Bau dieser Kirche schon im Jahre 1259 und gehört zum Komplex eines ehemaligen Zisterzienserklosters, dass auch schon im Jahre 1133 gegründet wurde.

Mein erster Eindruck von der sehr gepflegten Anlage war beeindruckend. Ein schöner Platz wurde hier für das christiliche Leben ausgewählt. Im Zuge der Säkularisation wurde jedoch das Kloster 1803 aufgelöst und die Anlage wechselte danach mehrfach seine Besitzer. 1815 beschädigte ein Brand fast das komplette Areal und sogar der Dom wurde stark in Mittleidenschaft gezogen. Durch finanzielle Mittel des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV begann 1834 der Wiederaufbau unter der Voraussetzung, dass die Kirche auch von den evangelischen Christen genutzt werden könne. Seit April 1950 ist diese ehemalige Abtei die eigenständige Ev. Kirchengemeinde Altenberg, die den Altenberger Dom als ihre Gemeindekirche nutzt.

Ich kann einen Kurzbesuch des Anwesens wirklich empfehlen. Man muss jetzt nicht extra von weit her anreisen um diesen Dom und die umliegenden Gebäude zu sehen. Jedoch bei einer Reise nahe Odenthal sollte man doch einen kleinen Abstecher hierhin unternehmen und den beeindruckenden Bau mal auf sich wirken lassen.

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Starbunny

Kompliment Starbunny (31.08.2007) 4

Der "Altenberger Dom" .......
Jedes Jahr im Herbst wird er einmal zum Ziel von tausenden Motorradfahrern und ihren Sozias. So auch in diesem Jahr.

Treffpunkt der Teilnehmer ist bis 12 Uhr am Verteilerkreis Köln-Süd.
Abfahrt ca. 15´ bis 30` später im Korso ins Bergische Land nach Altenberg.
Dort findet um 14 Uhr der Motorradfahrergottesdienst zum Gedenken der tödlich Verunglückten der vergangenen Saison statt.
Ein Gottesdienst von Motorradfahrern für Motorradfahrer in der Sprache und mit der Musik von heute.

Aktuelle Infos gibt es unter -> www.aktion-blauer.de

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Kompliment Lucie (30.08.2007) 4

Ich habe mich einige Stunden gefragt, ob ich etwas zur Geschichte des Altenberger Doms schreiben soll. Aber das können andere besser als ich. Mit Geschichte hatte ich schon immer so meine Probleme. Man kann ja auch alles im Web nachlesen.

Ich schreibe da lieber meine eigene Geschichte.
Heute habe ich mich mal kurz entschlossen aufgemacht und den Altenberger Dom besucht. Das ich auf der Fahrt dorthin wieder durch viel Natur gefahren bin, brauche ich wohl nicht extra zu erzählen. Schließlich befinden wir uns ja im Naturpark Bergisches Land.

Dort angekommen, war ich mal wieder fasziniert von der Größe und der Bauart dieses Domes. Nicht ganz so groß wie der Kölner Dom, aber muß ja auch nicht sein. Jeder Dom hat auf seine eigene Art etwas imposantes.

Im Innenteil, unter der hohen gewölbte Kuppel kam ich mir für eine ganze Weile ziemlich winzig vor. Aber die vielen bunten Mosaikfenster haben es geschafft, mich von meiner Winzigkeit abzulenken. Auch hatte ich das Glück, daß ein Orgelspieler anwesend war und wirklich schön gespielt hat. (Vielleicht hat er das Gottesdienstprogramm einstudiert?)
Ich habe mich eine zeitlang hingesetzt und gelauscht. Die gesamte Atmosphäre und die Musik - ich war schon ziemlich ergriffen und in mich gekehrt.

Nach einer Weile habe ich mich dann auf den Rundgang gemacht.
Als ich bei den Kerzen ankam, dachte ich an die Tour, die mir bevorsteht. Serano: ich habe eine Kerze für unsere Tour angemacht. Ein zusätzlicher Segen von ganz oben kann nicht schaden. Schließlich sind wir viele Stunden auf der Autobahn unterwegs.

Am Ausgang hab ich dann noch ein wenig der Musik zugehört.
Es gibt noch einiges mehr in Altenberg und um den Altenberger Dom herum zu sehen. Aber das gibt einen anderen Bericht.

Ach übrigens: Klein Lucie wurde hier getauft. Kann also nichts mehr schief gehen.

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