Kompliment
Thragor (30.08.2007)
Vor etwas mehr als einer Woche sind wir innerhalb Hamburgs umgezogen. Für den Umzug standen uns kaum helfende Hände zur Verfügung und unsere zwei Kinder wollten schnell in ihre beiden neuen Zimmer. Daher entschlossen meine Frau und ich uns dazu ein Umzugsunternehmen mit dem Möbeltransport zu betrauen.
Meine Frau holte von vier hier in Hamburg ansässigen Umzugsunternehmen Angebote ein. Wir waren überrascht über die Preisspanne: Für einen ca. 80 qm Haushalt schwankten die Preise zwischen 1500 und 640 EUR.
Wir entschieden uns für das günstigste Angebot. Nicht nur wegen des Preises, sondern auch wegen des netten Auftretens des Geschäftsführers bei der Besichtigung unserer Wohnung. Er gab gleich bei der Besichtigung Tipps: Wie Schränke auseinander zu bauen sind, was ganz bleiben kann, etc.
Der Umzugstag rückte näher und wir waren mit Hochdruck dabei die neue Wohnung auf Vordermann zu bringen. Sie war in einem katastrophaleren Zustand als wir bei der Besichtigung und Übernahme erkennen konnten. Insofern verzögerte sich der Abbau der Möbel in der alten Wohnung und das Packen der Umzugskartons.
Kein Wunder, dass am letzten Abend vor dem Umzug immer noch genügend zu tun war. Ich arbeitete bis vier Uhr morgens, bis meine Frau mich zwang meinem Körper zumindest noch zwei Stunden Schlaf zu gönnen. Um 7 Uhr morgens sollte der Umzug losgehen.
Während diesen Stunden, wo ich noch eifrigst alles auf den Umzug vorbereitete, dachte ich immer wieder: "Was für ein Aufwand. Ohne Umzugsunternehmen hätte ich mir lange nicht so viel Mühe geben müssen." Mühe beim bruchsicheren Verpacken als auch beim Beschriften z. B. auch der Möbelstücke. Ich schwor mir: Das nächste Mal mache ich es wieder alleine.
Am Morgen kamen dann 5 Leute (4 Packer und 1 Fahrer) mit einem 7,5 Tonner. Der Teamleiter stellte sich uns vor. Wie ich von Herrn Beck erfahren hatte, war er auch derjenige, der ggf. entschied, falls ggf. doch noch Möbel weiter auseinander gebaut werden mussten.
Nach einer kurzen Besichtigung ging es schnell los. Ich konnte mir wirklich nicht vorstellen, dass das, was ich tage-/wochenlang gepackt hatte alles in den 7,5 Tonner passen sollte. Ich war beeindruckt von den gekonnten Griffen der Packer als auch von den Anweisungen, die hin und her gingen. "Der Fahrer braucht jetzt Möbel vom Typ 4. - Nein, dass ist Typ 5...." Ich war überwältigt von der Professionalität.
Kurze Zeit später brach ich schon einmal in die neue Wohnung auf, weil noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden mussten (Werkzeug beiseite räumen etc.). Meine Frau blieb zurück und erzählte mir, dass später noch der Geschäftsführer selbst vorbeikam und einen zusätzlichen Mann bereitstellte - kostenlos. D. h. sofern der Umzug in weniger als 8 Stunden erfolgte. Hätte es länger gedauert, so hätten wir diesem zusätzlichen Mann wie auch allen anderen die Überstunden bezahlen müssen.
Der Umzug ging schneller vonstatten. Das gleich vorneweg. Obgleich sogar noch Möbel tatsächlich auseinander gebaut werden mussten (nichts großes, aber immerhin). Die Möbelpacker waren ausgesprochen freundlich und zu scherzen aufgelegt. Es machte Spaß, Ihnen zuzusehen.
Besonders beim Auspacken. Wir hatten inzwischen in der neuen Wohnung uns und unseren paar Helfern ein Umzugsmahl bereitet. Während die Packer nach einer Kaffeepause wieder loslegten, aßen wir - für mich fühlte es sich schon ein wenig komisch an, anderen bei der Arbeit zuzusehen.
Zum Schluss mussten wir bar bezahlen, was wohl durchaus üblich ist. Bzgl. des Trinkgelds hatten wir vorher jemand anderen gefragt, der gerade einen Umzug mit einem Unternehmen hinter sich hatte. Dort erhielten die Packer 5 EUR Trinkgeld. Wir entschieden uns für den gleichen Betrag.
Auch ein Lob bekamen wir noch von den Möbelpackern: Unser Umzug sei richtig gut vorbereitet gewesen. Tags zuvor hatten sie wohl noch einen Umzug machen müssen, der sehr chaotisch verlaufen sei. Was dabei chaotisch war, wissen wir allerdings nicht. Nach den ganzen Mühen gerade in der letzten Nacht tat das Lob richtig gut.
Und: Wir waren erholt. Ok, von den Renovierungen gestresst - aber eben nur davon. Nachdem alles ausgepackt war, konnten wir sofort mit dem Aufbauen beginnen. Ohne die Hilfe hätten wir wahrscheinlich den ganzen Tag nur allein mit dem Umzug verbracht.
Am Ende bleibt für mich der Entschluss: Das nächste Mal wieder. Ja, auch wenn es Geld kostet, aber der ersparte Stress ist dies Geld mehr als wert.
Auch von hier noch ein herzliches Dankeschön an den Geschäftsführer, den Teamleiter und die freundlichen Möbelpacker.
Kurz noch der Text von der Rückseite der Visitenkarte:
"Ihr Umzugsgut in sicheren Händen
- Geschultes Fachpersonal
- Gepolsterte Möbeltransportfahrzeuge
- Möbelaussenlift
- Verpackungsmaterial + Überseeverpackung
- Restmöbelentsorgung
- Besenreine Haushaltsauflösung
Qualität immer etwas günstiger !!!"
Wahrlich: Gut und Günstig! Perfekt!
Stichworte
umzug, möbeltransport, haushaltsauflösung, spedition, möbelspedition
Kommentare (1)
Bedenklicher Inhalt?