Kompliment
vilmoskörte (08.09.2007)
Gleich mit der Kleinmachnower Schleuse wurde 1906 auch das Schleusenwirtshaus fertiggestellt. Es lag unmittelbar neben den beiden Schleusenkammern, und die Gäste konnten von hieraus und aus den angeschlossenen Gartenanlagen das technische Wunderwerk beobachten, wie es die tonnenschweren Hubtore fast lautlos hob und senkte, die Schleusenkammern sich füllen und leeren ließ und die Schiffe emporhob oder herabgleiten ließ. Hier feierte Kaiser Wilhelm II. mit Familie und Gefolge die Eröffnung des Teltowkanals.
Für den Bau der dritten Schleusenkammer mit 85 Metern Länge musste 1935 das Schleusenwirtshaus weichen. Ein Nachfolgebau wurde am Nordufer des Kanals gebaut. Das große Fachwerkhaus ist zwar für sich ein schönes Gebäude, passt aber nicht so recht zur Architektur der Schleuse. Das neue Wirtshaus erreichte jedoch nie die Beliebtheit des alten Schleusenwirtshauses.
In den 1950er Jahren entstand aus dem umgebauten Schleusenwirtshaus und einigen Neubauten für Lehr- und Wohngebäude die Wasserbauschule, die 1958 eingeweiht wurde und heute das Berufsbildungszentrum der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost beherbergt.
Hier kann man in drei Jahren den Beruf des Wasserbauers erlernen. Wasserbauer unterhalten und warten Wasserstraßen und Bauwerke an Wasserstraßen, Küsten und Stauseen, setzen sie instand, und betreuen Bauvorhaben. Ich kann mir vorstellen, dass es Spaß macht, in dieser sehr schönen und großzügigen Anlage direkt an der Schleuse Kleinmachnow zu wohnen und zu lernen. Und der Weg nach Berlin in die Disko ist ja auch nicht weit…
Stichworte
ausbildung, teltowkanal, wasserbau
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