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Qype Advanced Insider 3281
Benutzerfoto: Bemo

Bemo

Kompliment Bemo (22.03.2008) 4

Ich liebe Experimente in der Molekularküche. Es eröffnet dem Genuss völlig neue Konsistenzen und somit Möglichkeiten. Das war auch der Grund für unseren Besuch im Pata Negra.

Wir bestellten das 6 Gänge Menü mit Weinbegleitung. Dazu Mineralwasser. Unseren ersten Eindruck gestaltete ein recht anspruchsloses Aufbackbaguette. Schade eigentlich. Auch das Amuse bouche enttäuschte. Das Thunfischcarpaccio erinnerte an Hackepeterstulle. Die Weinauswahl war gewagt und konnte mich überzeugen. Wunderbar mutig. Nach dem Amuse bouche wurde es wesentlich besser. Die Küche konnte punkten, auch wenn die Molekularküche eher auf Volksschulniveau war. Lecithingezogene Knoblauchluft, Karottenkaviar und mit Stickstoff gezogenes Mangosorbet waren gut aber nicht die hohe Schule der Molekularküche. Dafür war das klassische Handwerk überzeugend. Lammkrone, Mangold, Spitzmorgel-Consumé usw., alles sehr gut gemacht.

Der Service war freundlich-distanziert und flott. Der Abend ließ kaum etwas vermissen. 180 EUR mussten wir zu zweit berappen. Das schmerzt etwas, ich denke, dass man das Geld in Berlin besser investieren kann.

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Kompliment tonundspot (14.03.2008) 5

Für mich nach wie vor eine der interessantesten Küchen der Stadt, immer einen Besuch wert und der Beweis das spanisch orientierte Kochkunst aus weit mehr als “Tapas” bestehen kann. Den Service würde ich nicht (wie mein Vorredner) als steif bezeichnen - eher zurückhaltend und eben nicht “hemdsärmelig”. Darüber hinaus habe ich das Restaurant aber auch schon gut gefüllt und mit ausgelassener Stimmung aller Gäste erleben dürfen.

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Kompliment hotzenplotz (07.02.2008) 4

Ich kann mich nicht entscheiden.
War es nun gut oder nicht?

Ich war heute abend mit einem alten Freund verabredet. Cervantehaus, Rosenstrasse, Pata negra, gut klingende Namen.
Als ich eintrat, war um 19.20 Uhr außer einer einzelnen jungen Frau, die mit Langenscheidt Deutsch-Spanisch verabredet war, niemand da.
Schlichter Raum, sehr klar, Gläser und Servietten auf den Tischen in den unterschiedlichsten Formen teils akrobatisch übereinander drapiert.
Hatte sich da nachmittags jemand gelangweilt? Oder ist das Skulturenbasteln aus Bestecken und Servietten eine Ansage an Konvention und Alltagslangeweile?
Alleingelassen schweifen die Gedanken.
Freund kommt, wir bestellen Fino und beschließen, das bis zu 16 Gängen ausdehnbare Menu in sechsgängiger Form zu bestellen, mit Weinbegleitung. 56.- fürs Essen, 22.- für die vier Weine.

Als Amuse kommt Crema Catalana mit Manchegokäse, klein und überzeugend.
Da gerade deutsch-spanische Fusionwochen herrschen finden wir Espumas und mit Stickstoff und unter Zuhilfenahme fieser Schutzbrillen am Tisch hergestellte Blitzeiscremes, aber auch Safran, Jacobsmuscheln, herrlichen Pata Negra-Schinken mit knackigem Pulpo, Steckrübensuppe mit gegrilltem Kaninchen, Rochenflügel und Schweinerücken auf unseren Tellern.
Alles durchweg von großer Güte und mit Verstand zubereitet.
Das Essen verdient die maximale Benotung, Schwierigkeiten bereitet mir der etwas steife Service. Die Burschen sind jung und trauen sich nichts. Nicht, dass sie viel falsch gemacht hätten. Aber sie sind nicht lustig, etwas hölzern, schüchtern und fast fad.
Die Designatmosphäre und der halbgefüllte 36-Plätze-Raum in Verbindung mit dem angespannten Serviceduo hätte einem leicht den Abend verderben können.

Gut, dass wir Hamburger Jungs über solche Detailfragen hinaus sind.

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Benutzerfoto: Noctiluca

Noctiluca

Kompliment Noctiluca (09.09.2007) 5

"Pata Negra ist das Restaurant von Enrique Serván, einem in der Berliner Gastroszene bekannten jungen Maestro.

Die Szene indes hat Enrique bisher nicht wirklich glücklich machen können, "mit gefesselten Händen" habe er da kochen müssen.

1989 ist der 35jährige aus Peru nach Berlin gekommen, hat sich im wahrsten Sinne vom Tellerwäsche hochgearbeitet, Jahr für Jahr eine Stufe weiter - das "Pata Negra" nun ist die Erfüllung seines Traums.

Keine Jamón-y-Queso-Spelunke mit unzähligen Tapas-Variationen, sondern hohe spanische Küche, die aber die Bodenhaftung nicht verliert.

"Wir kochen nur, was unsere Gäste kennen", sagt Serván..."

Stefanie Bolzen, Berliner Morgenpost

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