von Rolf Bernhard Geißmann
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Die Kapuziner
Werne
- Adresse:
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Südmauer 5, Kloster, 59368 Werne
- Kontakt:
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02989 98966 0
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1 Beitrag zum Platz "Die Kapuziner" auf Deutsch
In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts besuchten die damaligen Kapuzinermönche aus Münster regelmäßig die Kleinstadt Werne und regten einige junge Männer an, ihrem Orden beizutreten.
Dadurch kam es, dass sich die ersten Brüder damals im Jahre 1659 in Werne niederließen.
Sie wohnten seinerzeit im Haus Caesmann in der Bonenstraße.
Innerhalb der Stadtmauern fand sich damals kein Bauplatz für ein Kloster.
So schenkte die Stadt ihnen ein Grunstück am Schüttenwall, direkt an der Stadtmauer und mit Unterstützung der Bevölkerung
wurde 1671 mit dem Klosterneubau begonnen.
Nach zwei Jahren zogen 11 Brüder ins neue Kloster ein.
Ein wenig später, von 1677 bis 1680, wurde dann die bereits die Klosterkriche errichtet, geplant von Bruder Ambrosius von Oelde.
Dieser war bereits seinerzeit der Baumeister der Fürstbischöfe von Münster und Paderborn.
Für die barocken Altäre zeichnete Paulus Gladbach aus Rüthen verantwortlich und Damian von Ratingen zeichnete die Altarbilder.
Die Brüder waren dann in der Seelsorge, in der Katechese und im Religionsunterricht an den Schulen tätig.
Im 17. und 18. Jahrhundert kam die Krankenpflege dazu, insbesondere kümmert man sich um die Pestkranken.
Dazu entstand damals das Pesthaus auf der Stadtmauer.
Das war der Wohnort der Patres, die den Dienst am Pestkranken übernahmen.
Das Haus steht heute noch und ist denkmalgeschützt.
1803 wurde das Kloster dann Staatseigentum ( Säkularisation ).
Die Mönche durften aber noch eine Zeit im Kloster bleiben, nur keinen Nachwuchs mehr werben.
1834 wurde das Kloster dann endgültig säkularisiert und es wurden verschiedene Schulen in den Räumen untergebracht.
Dr. Anton Erdmann, Leiter der Rekoratsschule im Klostergebäude erreichte dann durch seine guten Verbindungen nach Rom, daß der Klosterbetrieb 1851 wieder aufgenommen wurde.
Damit wurde Werne Ausgangspunkt für die weiteren Gründungen der Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz.
1875 kam es dann zum sog. Kulturkampf. Die Maigesetze hoben
alle Klöster wieder auf.
So drohte wieder einmal die Schließung des Klosters.
Doch Ferdinand Graf von Meerfeld in Westerwinkel, der damals die gesamten Anwesen gepachtet hatte, ließ das Klosterleben fortbestehen und 2 Mönche hielten das Klosterleben aufrecht und die Gottesdienste ab.
1887 wurde dann vom preußischen Kulturministerium die Wiedereröffnung des Klosterlebens festgelegt und frisches Männerblut zog in die alt-ehrwürdigen Mauern ein.
Das Kloster wurde Bildungsstätte für die Ordensstudenten.
Um die Jahrhundertwende und auch nach dem zweiten Weltkrieg gingen die jungen Brüder dem Studium nach und wurden Theologen und Philosophen.
Von 1978 bis 1999 war dieses Kloster das Noviziatshaus der Kapuziner, das dann in Salzburg zusammengelegt wurde.
Von 1999 - 2004 waren dann junge Männer hier im Postulat, also in der Entscheidungsfindung.
Heute leben 5 Brüder hier und stehen jederzeit zu Gesprächen, Beratung, Meditation, Exerzitien, Klosterführungen und zur Lebenshilfe bereit.
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Klöster haben was….