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Kompliment Konsumator (07.07.2008) 5

Wir können uns den Vorschreibern nur anschließen. In der Vergangenheit haben wir immer einen Teil unserer Zeit auf der Insel in Soller verbracht. Wenn wir zum Wandern nicht mit dem Auto in Richtung Bunyola aufbrechen wollten, haben wir uns des Roten Blitz bedient. Eine geniale Alternative, da man die traumhafte Umgebung nochmal aus ganz anderer Perspektive genießen kann!!!

Bis nach Palma sind wir nie gefahren.

Nie haben wir uns so gefreut, wie wenn uns nach dem Wandern in Bunyola Zug in Richtung Soller gerade vor der Nase weggefahren ist. Wir haben es uns kurzerhand auf dem hiesigen Bahnhof gemütlich gemacht. Dieser muss der Bahnhof mit dem allerschönsten Panorama auf der ganzen Welt sein!!!

Gleichzeitig versorgt die angrenzende Pinte mit dem Nötigsten. Hier trifft sich das Dorf… das Treiben hier zu beobachten ist einfach eine helle Freude und eine zusätzliche Entschädigung für die zusätzlichen Warteminutern!!

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Kompliment schöneaussichten (16.06.2008) 4

Moin,

waren auch grad mit dem roten Blitz unterwegs, die Haltestelle
ist beim Placa Espanya, Eingang sieht aus wie ein Cafe, nicht
irritieren lassen.

Die einfache Fahrt kostet 10 Euro, hin-und zurück
17 Euro jetzt aktuell.

Die Fahrt ist, sobald man das Industriegebiet hinter sich hat,
sehr schön, Soller selber auch ganz nett, man sollte auf jeden
Fall noch die Fahrt mit der Straßenbahn nach Port de Soller
machen, paßt sehr gut zusammen, einfache Fahrt 4 Euro pro
Person.

Zurück von Port de Soller würde ich den Bus nehmen nach
Palma (kostet 2,50 Euro), das ist schneller und ganz soo
spannend ist die Rückfahrt dann auch nicht mehr meiner
Meinung nach. Der Bus fährt bei der Kirche ab und am
Ortseingang (da wo die Straßenbahn das 1. Mal im Ort
hält) ist noch eine Bushaltestelle auf einem Parkplatz, aber
man solle beim Halteschild stehen bleiben, weil der Bus
sonst durchbrettert.

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mwest

Kompliment mwest (16.03.2008) 5

Bleibt mir nur, ein fünftes Mal 5 Sterne zu vergeben…

Die Fahrt mit dem Roten Blitz ist ein absolutes Erlebnis - nicht nur für Eisenbahnfans. Direkt durch Oliven- und Citrushaine zu fahren, über eine Gebirgskette und durch zig abenteuerliche Tunnels, das ist schon was. Und am Ende kommt man im traumhaften Städtchen Sollèr an…

Kleiner Tipp fürs Frühjahr oder für den Herbst: Schal oder Tuch mitnehmen, denn es wird ganz schön zugig in den Waggons, gerade in den Tunnels.

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Benutzerfoto: Suchtlive

Suchtlive

Kompliment Suchtlive (12.03.2008) 5

Bei jedem Mallorca-Besuch ist eine Fahrt mit dem roten Blitz immer wieder ein Muß. Man bekommt auf der Fahrt soviele Eindrücke von der Insel und dem Leben, das ist einfach unbezahlbar.
Nur Vorsicht wer denkt es gibt einen durchgängigen Fahrplan. Beim ersten Mal waren wir so gegen mittag in Sóller. Der Zug, der auf dem Gleis stand, war schon sehr voll. “Dann warten wir halt auf den nächsten, der steht ja immerhin schon in Reichweite” dachten wir uns. Aber Fehlanzeige: der follgende Zug war reserviert für Reiseunternehmen. Auch der “rote Blitz” macht, wie auf der Insen üblich, großzügig Siesta. Also mußten wir uns noch 3,5h in Sóller vergnügen. Gar nicht so einfach in einen so kleinen Dorf. Vor allem wo die Geschäfte (unter anderem auch die Tabakläden) auch Siesta machen. Also blieb uns nur noch eins der kleinen Lokale auf dem Platz und die zahlreichen Tapas.
Danach wurden wir dann aber für die Wartezeit mit einer wunderschönen Zugfahrt entschädigt… :-)

Nachtrag: Wie ich aber gerade auf der Homepage gesehen habe ist die Siesta nicht mehr ganz so lang… :-o

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Kompliment karinsabine (03.12.2007) 5

Nach einer durchzechten Nacht wollten wir an unserem vorletzten Tag auf Mallorca unbedingt eine Fahrt mit dem „Roten Blitz“ von Palma nach Sòller machen. Wir nahmen den Zug um 13:00, Abfahrt am Placa de Espanya. Warum der Zug so genannt wird, weiß ich ehrlich gesagt nicht, denn rot sieht er nicht aus und Blitz, naja…
Der Zug wurde 1912 erbaut und bis zum Bau der Eisenbahnstrecke war Sòller nur auf dem Seeweg oder auf Gebirgspfaden erreichbar. Inzwischen ist die Bahn nur noch eine Touristenattraktion, denn seit 1997 kann man den Ort durch den Bau eines Straßentunnels sehr gut erreichen oder man fährt über die alte Hauptstraße mit 30 Serpentinen und über 500 Höhenmeter.
Aber man muss es einfach einmal mitgemacht haben, wie diese nostalgische Bahn an Oliven- und Orangenplantagen, Schafherden und weiten Feldern vorbeifährt, über kleine Ortschaften hinweg und durch insgesamt 13 Tunnel über die Serra de Alfabia rauscht. Bequem ist die etwa 1- stündige Fahrt nicht gerade, man wird auch ziemlich durchgerüttelt, einen „Kater“ sollte man nicht dabeihaben…, aber es lohnt sich auf jeden Fall, diese „Strapazen“ und 14,- € für Hin- und Rückfahrt auf sich zu nehmen, der Ausblick während der Fahrt entschädigt für alles, mal abgesehen von dem Ziel Sòller oder mit der Straßenbahn weiter nach Port de Sòller. Auf der Rückfahrt um 18:00 schien der Vollmond über den Bergen und unten leuchteten die Lichter der kleinen Orte. Wunderschön! Leider ist es sehr schwierig, während der Fahrt Fotos zu machen.
Noch ein Hinweis vielleicht, es gibt in dem Zug keine Toiletten, also doch noch mal vor der Abfahrt gehen? Am besten auch ein kleines Lunchpaket und Getränke mitnehmen!

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jocho

Kompliment jocho (02.11.2007) 5

Whow - was soll man dazu noch ergänzen. Hier hat DoroB fast eine Examensarbeit geschrieben. Ich bin selbst einige Male mit dem roten Blitz gefahren (meistens dann, wenn wir Freunde zu Besuch hatten) und es war immer wieder ein Erlebnis. Jetzt habe ich doch noch etwas entdeckt, was ich ergänzen kann :-)
Bei den Anhängern gibt es einen mit Ledersesseln (Pullman Coaches). Wenn man darin sitzen möchte, braucht man nur das normale Ticket lösen, einsteigen, im "Pullmann" Platz nehmen und den kleinen Aufpreis beim Schaffner zahlen.

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DoroB

Kompliment DoroB (13.09.2007) 5

Vom Placa de Espanya im Palma fährt der "Rote Blitz" - eine fast 100jährige Eisenbahn - nach Sóller. Die Fahrt beginnt im historischen Bahnhof, nicht im neuen wenige Meter entfernt gelegenen neuen Bahnhof. Nachdem die Touristeninformation uns den Weg dorthin erklärt hatte kauften wir die Tickets und hatten noch Zeit diesen Bahnhof sowie den Zug zu bewundern. Interessant sind im Zug die Sitze, da man durch verstellen der Rückenlehne 2 oder 4 Personenabteile bekommt.
Die Fahrt geht durch insgesamt 13 Tunnel, die den von der Tramuntana-Gebirgskette eingeschlossenen Ort Sóller mit Palma und dem Rest der Insel verbinden.
Nicht nur die ca einstündige Fahrt mit dieser Eisenbahn ist beeindruckend sondern auch die Aussicht während der Fahrt!
Die Eisenbahn ist eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 914 mm, die in der heutigen Zeit eher unüblich ist. Auffällig sind auch die alten Bauteile der Züge mit wunderschönen Details, die handwerklich gewartet und gepflegt werden.
Zwischen den Waggons auf der Plattform kann man, wenn man sich festhält, während der Fahrt sehr gut Filmen oder knipsen.

Die Strecke, die der Zug von Sóller zurücklegt, ist einzigartig, denn die Eisenbahn muss das natürliche Hindernis der Gebirgskette von Alfàbia, auf einer Länge von 2,8 Kilometern und über eine Höhe von 496 Metern, überwinden. Auf nur sieben Kilometern erklimmt der Zug Höhenunterschiede von bis zu 199 Metern bei einem Gefälle von 23 Millimetern. Zudem fährt er durch dreizehn Tunnel mit einer Länge von 33 bis 2.876 Metern und über diverse Brücken sowie über den Viadukt von "Cinc-Ponts" mit seinen fünf beleuchteten Bögen, die eine Höhe von 8 Metern erreichen, und schlängelt sich entlang zahlreicher Kurven mit einem Radius, der unter 190 Metern liegt.
Man fährt ab Palma noch ein Stück durch Palma und schon ist man im Landesinneren, welches einen starken Kontrast zu touristisch erschlossenen Küstenstädten darstellt.
Es ist recht trocken und man sieht überwiegend Olivenbäume, Schafe und andere landwirtschaftliche Produktion/Nutzung. Zu Beginn der Fahrt ist es noch recht flach, aber schon bald beginnen die Berge. Dort sind die Hänge terrassenartig bepflanzt, bebaut und bewachsen, oft auch noch ungenutzt. Sehr beeindruckende Aussicht!
Der Zug rattert durch Schluchten, Tunnel und über Brücken und ich fragte mich, wie man dies vor fast 100 Jahren ohne die heutige Technik bauen konnte. Vor allem der eine Tunnel ist endlos lang. Wir sind also schon allein von dem Bau der Strecke beeindruckt.
Bevor man die Eisenbahnstrecke baute, war das Tal von Soller vom Rest der Insel abgeschnitten. Frankreich war auf dem Seeweg einfacher zu erreichen als das näher gelegene Palma de Mallorca. Nur zu Fuß oder auf einem Reittier waren die Berge bis dahin zu überwinden. Mit dem Bau der Eisenbahn änderte sich alles. Plötzlich war Palma nur noch knapp 2 Stunden entfernt. Die Zuglinie wurde ursprünglich gebaut, um die Orangenernte in die Hauptstadt Palma zu transportieren. Es werden während der ca. einstündigen Fahrt knapp 30 Kilometer zurückgelegt und insgesamt 13 Tunnel durchquert. Der Zug war bis Mitte der 90er Jahre das bedeutendste Verkehrsmittel der Menschen im Tal von Soller. Seit der Eröffnung des 1995 neuen Straßentunnels ist Soller in 20 Minuten von Palma mit dem Auto zu erreichen und die Eisenbahn befördert vor allem Touristen (etwa 1 Million pro Jahr) über die Berge.
Deshalb legt der Zug auch unterwegs an einer Stelle kurz vor Sóller am Mirador del Pujol den Banya extra einen kleinen Stopp ein, da sich dort ein guter Blick über das gesamte Tal bietet, bei dem man die Gelegenheit hat, einige Fotos zu schießen.
Am Ende der ca. 50-minütigen Fahrt nehmen die Zitronen und Orangengärten zu und man erreicht den schönen Jugendstilbahnhof von Soller, welcher wenige Meter oberhalb des Hauptplatzes liegt.
Die Zitronenbäume hier sehen eher gelb aus, man sieht kaum noch das Grün der Blätter, so voller riesiger Früchte sind sie. Traumhaft.
Die Fahrt mit der historischen Eisenbahn sollte man sich trotz der vergleichsweise hohen Fahrpreise nicht nehmen lassen. Der Fahrpreis der Eisenbahn Palma-Soller beträgt 9 einfach oder 14 hin und zurück (2007).
Der Zug verkehrt täglich 5 bis 6 Mal in beide Richtungen.

Für alle, die es interessiert, hier noch paar Infos zur Geschichte:

Vorgeschichte:
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, sah sich Sóller zunehmend angetrieben, der Isolierung, die der eigenen Entwicklung im Wege stand, ein Ende zu setzen. Vor allem der Transport von Reisenden und Waren zur und von der Inselhauptstadt Palma aus, aber auch die Anbindung an den Rest der Insel, die schon damals mit einem wachsenden Bahnnetz verbunden war, sollte erreicht werden.

Jerónimo Estades, ein Bürger von Sóller, der Abgeordneter und Geschäftsmann war, schenkte dem Wunsch der Bevölkerung Sóllers nach der Errichtung einer Bahnverbindung zwischen Sóller und Palma Gehör. Zunächst ließ er die Möglichkeit einer Strecke über Valldemossa und Deyà prüfen, für die 1893 eine Genehmigung beantragt wurde. Das Projekt ließ sich jedoch auf Grund der hohen Kosten nicht realisieren.
1903, schlug der Industrielle Juan Morell deshalb vor, man solle eine Tunnelstrecke direkt von Palma nach Sóller durch das Tramuntana-Gebirge bauen. Vorerst wurde die Idee abgelehnt. Jerónimo Estades jedoch nahm sich ein Jahr später des Projektes an und beauftragte den Architekten Pedro Garau mit der Planung. Der Entwurf wurde am 15. November 1904 im Rathaus von Sóller der Öffentlichkeit vorgestellt und fand die Unterstützung der Bevölkerung.

Mit dem Bau der Bahnstrecke wurde die Baufirma "Luis Bovio" beauftragt und diese erwarb von "Ferrocarriles de Mallorca" eine kleine Lokomotive, die in England 1891 hergestellt worden war. Diese Lokomotive war bis dato im Hafen von Palma zum Rangieren der Straßenbahn von Palma benutzt worden.

Bau:
Der Bau begann am 3. Juni 1907 gleichzeitig von Palma und von Sóller aus.
Nach einem Jahr gelangten die Arbeitstrupps, die in Palma begonnen hatten, nach Bunyola und standen dort der größten Herausforderung der gesamten Zugstrecke gegenüber: durch die Gebirgskette musste ein Tunnel mit einer Länge von 2.856 Metern bis zur anderen Seite des gewundenen Coll de Sóller gebaut werden. Weitere Tunnel und Schächte mussten geschlagen werden, bis die Lokomotive am 19. August 1911 den Aussichtspunkt "Pujol de'n Banya" erreichte.

Beginn des Bahnverkehrs
Die kleine Lokomotive durfte die Zugstrecke am 7. Oktober 1911 inoffiziell zu eröffnen, indem sie die Federführer des fertig gestellten Projekts - die Herren Jerónimo Estades, Pedro Garau und Antonio Maura - als Passagiere in einem eigens für diesen Anlass von der mallorquinischen Bahngesellschaft "Ferrocarriles de Mallorca" geborgten Salonwagen hinter sich herzog.
Die offizielle Einweihung fand am 16. April 1912 statt: Die Lokomotiven Nr. 1 "Sóller" und Nr. 2 "Palma" fuhren die Einweihungsgäste von Palma zum 27,3 km entfernten Sóller, wo die Lokomotive Nr. 3 "Bunyola" wartete. An diesem Tag war das gesamte zur Verfügung stehende rollende Material der Eisenbahngesellschaft "Ferrocarril de Sóller" auf den Schienen - die drei Lokomotiven und sechs Anhänger.
Ein Jahr später, im August 1913, kam eine vierte Lokomotive hinzu und es wurden die letzten vier Anhängerwaggons geliefert, die schon länger bestellt waren.
Die Betreiberfirma "Ferrocarril de Sóller SA" wurde am 5. November 1905, mit Unterstützung aller Bürger von Sóller, ins Leben gerufen.
Sie ist eine Gesellschaft mit Privatkapital, überwiegend von Einwohnern aus Soller getragen, die sich im Rahmen einer bis 2011 gültigen Vereinbarung, der Personenbeförderung auf dem Schienenweg verschrieben hat.
Seit 1913 betreibt die Eisenbahngesellschaft auch die Straßenbahnlinie von Sóller nach Port de Sóller (dem Hafen von Sóller) auf einer Strecke von 4,9 km.

Elektrifizierung der Eisenbahn

Am 14. Juni 1929 fand die Einweihung des elektrischen Antriebs für den Zug von Palma nach Sóller statt.


Mehr Fotos gibts morgen, jetzt ist erst mal QCN

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