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Qype Insider 492
Benutzerfoto: Maurer

Maurer

Kompliment Maurer (04.11.2007) 5

Ja, ich habe mich verliebt. Seit 1998 halte ich es in Ehren, das Heft Nr. 8 von art das Kunstmagazin, wegen einer Abbildung. Wie es dazu kam? Jahrelang stapfte ich ihm hinterher, einem Mann, der die Formen zum Tanzen bringt. Ein Bär von einem Mann und doch formt er kleine Figuren aus Draht, Holz, Tuch, Karton, Schnur, Gummischlauch und Korken: den Zirkus. Aber er kann auch anders, monumentale Stahlteile werden in seinen Händen Farbe, Form, Spiel, Poesie und Bewegung. Dazwischen die Welten der Luft, des Universums, schwebende lyrische Metallblätter drehen sich unter dem leisesten Luftzug: Storchschnabel und dreifacher Gong.
Ich verfolgte ihn nach USA, nach Frankreich in sein Sommerhaus in Saché und jetzt dieses Foto:
die "kleine Janey-Waney" auf einer grünen Wiese in Nachbarschaft zum "Schneepflug" mit Blick auf den Öresund.
Heute war die Möglichkeit gekommen: von Kopenhagen aus sind es nur 40 Minuten mit dem Zug, die Bäume fliegen vorbei, die Sonne strahlt, ab und zu blitzt in der Ferne das Meer.
Die Vorfreude raubt mir fast den Atem. Endlich Station Humlebaek, nur noch eine kleine Wanderung trennt mich.
Es ist wie im Märchen, durch unscheinbare Bauten hindurch laufe ich auf die Wiese über den Hügel dem glitzernden Öresund zu.
Da, da stehen die Beiden gelassen, ruhig mit fast witzigem Ausdruck auf mich wartend. Eine sachte Brise und sie scheinen zu sprechen, zu kichern. Ich laufe auf sie zu und bringe kein Wort heraus. Ja sie haben den richtigen Ort gewählt. Der Blick kilometerweit und erhaben, die Farben, die Bewegung. Ich umarme sie, nur so können die beiden stehen. Alexander Calder wäre stolz auf sie gewesen.

Das ausserordentliche Museum der modernen Kunst "Louisiana": klein, fein und landschaftlich mit verschiedenen Bauabschnitten in die Hügel komponiert, präsentiert es nicht nur Alexander Calder und Giacometti sondern eine Sammlung mit fast allen bedeutenden bildenden Künstlern ab 1945.
Eine schöne Cafeteria mit dänischem Imbiss (z.B. ham from island of Funen oder 3 x herring) und die verschiedensten Ausstellungs-Räume Innen und Aussen lassen den Tag wie einen Flügelschlag vergehen.
Tolle Einzel- und Sonderausstellungen sind mit sehr großem Engagement präsentiert. Ab nach Kopenhagen und Humlebaek.

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Qype Advanced Insider 3543
Benutzerfoto: pilhuhn

pilhuhn

Kompliment pilhuhn (12.09.2007) 5

Das Louisiana Museum für moderne Kunst wurde 1958 von Knut Jensen gegründet. Angeblich geht der Name darauf zurück, dass Herr Jensen seinen vier Frauen ein Denkmal setzten wollte und da diese alle Louise hiessen, war der Name schnell gefunden.

Über die Jahre hat sich das Museum vom alten Landhaus weiterentwickelt und es kamen einige zusätzliche Gebäude dazu. Allen gemein ist, dass sie Zugang zum großen Park haben, der bis fast an das Meer hinunter reicht. Von vielen Ausstellungsräumen hat man auch einen Blick auf das Meer und bis hinüber nach Schweden.
Im Aussenbereich fallen die Skulpturen u.a. von Hans Arp oder Alexander Calder auf.

Ein Höhepunkt im Innenbereich ist der Giacometti-Raum mit seinen Skulpturen und einem sehr schönen Blick auf einen kleinen See mitten im Park.

Diesen See sieht man auch vom dreistöckigen Kinderbereich. Hier können die Kids mit Buntstiften malen, mit Unmassen Legos bauen oder auch mit Ton modellieren und diese Werke anmalen. Leider kann man die Kids nicht einfach "parken", sondern eine Begleitperson muss dabei bleiben. War in unserem Fall schade, da wir uns die wenige zur Verfügung stehende Zeit noch aufteilen mussten.
Es hatte aber den netten Nebeneffet, dass der Kleine dann die nächsten Tage immer rief "Ich will ins Museum" :)

Das Louisiana ist von Kopenhagen mit dem Zug in ca. 40 Minuten zu erreichen. Die Züge fahren im Normalfall alle 20 Minuten.
Wer also in Kopenhagen (oder auch Malmö) ist, sollte auf jeden Fall einen Tag für das Louisiana einplanen.

Es lohnt sich auch, einen ausführlicheren Blick auf die Webseite des Museums zu werfen, in der das Museum ausführlich beschrieben wird.

Auch hier wieder der Tipp: die große Karte auswählen und auf Hybrid schalten - dann sieht man die Anlage des Museums schön von oben.

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