Kompliment
Joana (14.09.2007)
"Jaaaaa, ich weiß, wir haben schon 50 km Fahrradtour hinter uns! Aber wenn ich in Villandry bin, will ich wenigstens nochmal den Schlossgarten sehen und ich verspreche, dass es sich lohnt", sage ich und steuere entschlossen auf den Eingang zu.
Ich war vor 10 Jahren schonmal hier, damals als rebellischer Teenager, der bloß nichts mit Kunst und Geschichte am Hut haben will. Dass die Gärten von Villandry etwas besonderes sind, muss sich aber doch irgendwie in das Zentrum für Schönheitsempfinden in meinem Hirn eingebrannt haben.
Aufgeregt betreten wir das Schlossgelände, erklimmen schnell eine Plattform, um vollen Überblick zu haben und ... nichts...nach einigen Sekunden totaler Stille tiefes Durchatmen und "Ist das schön!"
Es gibt drei Gartenbereiche auf verschiedenen Ebenen. Ein Wassergarten, ein "Garten der Liebe" (ein wunderschöner Ziergarten voller Liebessymbolik) und ein Gemüsegarten.
1536 wurden Schloss und Garten im Renaissancestil angelegt, allerdings weniger verspielt als im italienischen Renaissancestil üblich.
Wir flanieren bei strahlendem Sonnenschein umher und ich träume von Szenarien à la "Gefährliche Liebschaften"...hier ließe es sich prächtig Intrigen schmieden und Liebesdinge flüstern. Doch wir entscheiden uns für ein Versteckspiel im kleinen Irrgarten und genießen die Ruhe. Denn trotz strahlendem Sonnenschein sind nur wenige Touristen da. Am Ende des Tages sind wir glücklich, diesen Ausflug gemacht zu haben...wir werden noch lange von Farbenpracht und Vielfalt der Gärten zehren.
Au revoir, Villandry...hoffentlich vergehen nicht wieder 10 Jahre
Stichworte
schloss, renaissance, gärten
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